Figuren der Patrona Bavariae und des heiligen Bonifatius enthüllt

Zeitgemäße Figuren für die Korbinianbrücke

Die Korbinianbrücke in Freising ist um zwei Figuren reicher: Am Samstag, 27. Mai 2017, wurden Bronzeplastiken der Patrona Bavariae (Künstlerin: Carola Heine) und des Heiligen Bonifatius (Künstler: Bruno Wank) enthüllt und von Weihbischof Bernhard Haßlberger und Pfarrerin Dorothee Löser gesegnet. Damit geleiten den Weg zwischen der Innenstadt und Lerchenfeld nun sieben Statuen, die auch  Geschichte in Freising lebendig“ machen, wie Bürgermeisterin Eva Bönig sagte.

Figurenprogramm als Anziehungspunkt

Die Stadtkapelle Freising begleitete die Feier musikalisch. (Foto: Stadt Freising)
Die Stadtkapelle Freising begleitete die Feier musikalisch. (Foto: Stadt Freising)

Bei strahlendem Sonnenschein wohnte eine große Festgesellschaft der liturgischen Feier auf der Korbinianbrücke bei. Angestoßen hatte die Aufstellung  die „Aktionsgemeinschaft Brückenheilige“, die von Alt-OB Dieter Thalhammer und Kulturreferent Hubert Hierl ins Leben gerufen wurde. „Ganz besonderes bürgerschaftliches Engagement“ habe die Realisierung mit Spenden- und  Sponsorengelder ermöglicht, lobte Bönig die Initiative. Die Figuren – mit Ausnahme des heiligen Nepomuk als Patron der Brücken schlechthin – spiegelten Freisinger Geschichte wider und zählten zu den Sehenswürdigkeiten der geistlichen und geistigen Stadt.
 

Botschaft für die Zukunft

Kulturreferent Hubert Hierl sieht das Figurenprogramm als "Botschaft für die Zukunft". (Foto: Stadt Freising)
Kulturreferent Hubert Hierl sieht das Figurenprogramm als "Botschaft für die Zukunft". (Foto: Stadt Freising)

Für die Auswahl der Entwürfe war ein Wettbewerb mit renommierten Künstlern durchgeführt worden. Eine Fachjury hatte für die Vorschläge von Carola Heine einstimmig und von Bruno Wank „fast einstimmig votiert“, berichtete Kulturreferent Hier. „Wir können heute stolz sein“, betonte er, denn die Aufstellung der Plastiken sei „ein Vorhaben, das für Generationen geschaffen ist“. Die Denkmäler würden schließlich eine „Botschaft vermitteln“: Man zeige auf, dass Freising nicht nur Bier-, Rosen- oder Universitätsstadt, sondern „auch eine geistliche Stadt, eine Domstadt“ sei. Hierl dankte den großzügigen Geldgebern, insbesondere der Erzdiözese, dem Verein „Ausstellungshaus für christliche Kunst“ sowie dem Bezirk Oberbayern. Weihbischof Haßlberger wies in seiner Predigt darauf hin, dass die katholische Kirche Heilige verehre, „weil sie Vorbilder sind und uns ermuntern, Hörende zu sein“, - auf Gottes Wort zu hören und in der jeweiligen Situation das Notwendige zu tun.
 

Hohe künstlerische Qualität

Vor der Bonifatius-Plastik (v.l.) Hubert Hierl, Eva Bönig, Künstler Bruno Wank und Dieter Thalhammer. (Foto: Stadt Freising)
Vor der Bonifatius-Plastik (v.l.) Hubert Hierl, Eva Bönig, Künstler Bruno Wank und Dieter Thalhammer. (Foto: Stadt Freising)

Bürgermeisterin Bönig und die Künstler enthüllten dann unter Beifall die Skulpturen der Gottesmutter Maria und des heiligen Bonifatius. „Sie haben jetzt jede Menge Zeit, die Figuren anzusehen und ihr eigenes Verhältnis zu den Kunstwerken zu entwickeln“, sagte Ordinariatsrat Nobert Jocher, der ebenfalls der Jury angehört hatte. Ausdrücklich dankte er den beiden Künstlern, da „nichts schwieriger ist als Kreativität in Form zu gießen, die berührt und bewegt“. Weiterhin gab Jocher Einblick in den Entstehungsprozess der Figuren. So habe Carola Heine bei der Darstellung der Patrona Bavariae, die auch als Schutzfrau der „wahren“ Christenheit im Krieg herhalten musste, auf herrschaftliche Insignien verzichtet und halte nur einen goldenen Vogel als Friedenszeichen  in der ausgestreckten Hand. Bruno Wank präsentiere Bonifatius „in der Tracht von heute, wie einen Geistlichen von heute“, sagte Jocher. Und auch diese Skulptur verzichte Zeichen bischöflicher Macht, sei er doch nicht Freisinger Bischof gewesen, sondern Begründer von Bischofssitzen – darunter 739 auch in Freising. Zwischen den Beinen des Bonifatius  liegt ein Beil, das auf das legendäre Missionswerk der Heiligen hinweist.
 

Eine Nische noch frei

Enthüllung der Patrona Bavariae durch Künstlerin Carola Heine und Bürgermeisterin Eva Bönig. (Foto: Stadt Freising)
Enthüllung der Patrona Bavariae durch Künstlerin Carola Heine und Bürgermeisterin Eva Bönig. (Foto: Stadt Freising)

Zur Enthüllung und Segnung der Figuren ist ein Flyer des Stadtarchivs erschienen, der über die Geschichte der „Alten Isarbrücke“ informiert. Berichtet wird zudem über die Tradition, die Korbinianbrücke mit Heiligenfiguren zu schmücken. Jetzt zieren der heilige Nepomuk (erste Plastik um 1770, die heutige Figur seit 1980), der heilige Korbinian (1996), der heilige Lantpert  (1997), die selige Karolina Gerhardinger (2002), der selige Otto von Freising (2005) sowie die beiden neuen Plastiken den Brückenschlag. Nun ist noch eine Pfeilernische frei – Thalhammer befand, es werde schon noch der „erleuchtende Gedanke“ kommen. Der Alt-OB regte an, die Brücke „mit Leben zu erfüllen“ und wie andernorts beispielsweise Weinfeste zu veranstalten.

Die neuen Statuen und ihre Künstler

Patrona Bavariae und Künstlerin Carola Heine (Foto: Stadt Freising)
Patrona Bavariae und Künstlerin Carola Heine (Foto: Stadt Freising)
Künstler Bruno Wank mit seiner Bonifatius-Plastik. (Foto: Stadt Freising)
Künstler Bruno Wank mit seiner Bonifatius-Plastik. (Foto: Stadt Freising)

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