Sport und Bewegung fördern die Gesundheit. Sport schenkt Lebensfreude. Und Sport fördert das Zusammenleben. Freising ist eine sportfreundliche Stadt, die selbst zahlreiche Sportstätten, auch als Schulsportanlagen, unterhält und die örtlichen Vereine dabei unterstützt, insbesondere für Kinder und Jugendliche ein attraktives Angebot bereitzuhalten. Für den freiwilligen Einsatz bedankt sich die Stadt mit einer großen Sportgala. Zunehmend im Vormarsch ist der selbst organisierte Sport. Darauf und auf die veränderte Altersstruktur muss stärker Rücksicht genommen werden - Grundlage dafür ist die integrierte Sportentwicklungsplanung der Stadt Freising. 

 

Die Palette für sportliche Aktivitäten in Freising ist reichhalig. Ganzjährig lockt das neue Erlebnisschwimmbad fresch, im Sommer bieten die Seen ein frisches Vergnügen und im Winter geht´s in die Eishalle. Tragende Säule sind die Freisinger Vereine, die verschiedenste Angebote für alle Altersgruppen und Neigungen bereithalten. Sportlich aktiv sind die Freisinger*innen aber überall in der Stadt: in Parks, auf Straßen, Rad- und Waldwegen. 

Offen zugängliche Sport- und Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum spielen eine immer größer werdende Rolle. Die große Herausforderung ist es, eine bedarfsorientiere Versorgung für die sportaktive Bevölkerung vorzuhalten.

Sportentwicklungsplan

Um das Sport- und Bewegungsangebot in Freising voranzubringen, hat die Stadt Freising im Oktober 2017 das Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam mit der Erstellung einer "integrierten Sportentwicklungsplanung" beauftragt. Damit war von Anfang an klar, dass es bei der Untersuchung nicht nur klassisch um den Zustand und den Bedarf von Sportstätten geht, sondern um die Gestaltung einer sport- und bewegungsfreundlichen Stadt – für den Schulsport, für den Vereinssport und für selbst organisierten Sport. Den Prozess begleitete eine Steuerungsgruppe unter Vorsitz von Bürgermeister Hans Hölzl, der Vertreter*innen der politischen Fraktionen, der Verwaltung und des organisierten Sports angehörten.

Befragung der Freisinger*innen

Einbezogen wurde auch die Freisinger Bevölkerung: Fragebögen an 5.000 stichprobenartig ausgewählte Bürger*innen wurden versandt und diese zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten und zu ihren Wünschen befragt. Mit Blick auf die ausgezeichnete Rücklaufquote von gut 28 Prozent ist das Ergebnis hochrepräsentativ. 84 Prozent der Befragten gaben an, sport- bzw. bewegungsaktiv zu sein. Hauptmotive sind, das „Wohlbefinden zu steigern“, „Spaß an der Bewegung zu haben“ sowie „etwas für die eigene Gesundheit zu tun“. Weitere wichtige Erkenntnis: Etwa die Hälfte nutzen dafür den öffentlichen Raum, also Parkanlagen, Straßen, Rad- und Waldwege. Bei den beliebtesten Sportarten rangiert Radfahren auf Position eins, gefolgt von Joggen, Spazierengehen, Schwimmen und Fitnesstraining. Die beliebteste Mannschaftssportart ist Fußball. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass selbst organisierter Sport an Bedeutung zunimmt. Dem gilt es bei künftigen Planungen Rechnung zu tragen.

Weiterhin wurden Sportvereine und Schulen einbezogen, um den Status quo sowie Anforderungen zu erfassen. Etwa 50 Prozent der Vereine sehen bei den Hallentrainingszeiten Probleme, sie wünschen sich zusätzliche Zwei- und Dreifachhallen sowie gut ausgestattete Fitness-, Gymnastik- und Krafträume. Den Schulen drückt wiederum vor allem bei den Freiflächen der Schuh. Dank der gründlichen Befragungen liegt somit ein umfassendes Bild der Bedarfe und Erwartungen vor.

Ganzheitlicher Blick

Ein weiteres Kernstück der Planung bildete die sorgfältige fachliche Begutachtung aller Sportanlagen – und daraus abgeleitet der Investitions- und Sanierungsaufwand. Resümierend stellt das INSPO fest, dass Freising qualitativ gut aufgestellt ist, bei den Sportstätten aber quantitativ nachgesteuert werden muss. Sämtliche Ergebnisse wurden der Steuerungsgruppe im Juni 2018 vorgestellt, anschließend vom INSPO zu Handlungsempfehlungen verdichtet und die Vorschläge im Rahmen eines Beteiligungsworkshops mit Sportvereinen und Schulen durch weitere Impulse aus der Praxis bereichert. Im Februar 2019 wurde die Studie den Stadträt*innen im zuständigen Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport abschließend vorgestellt.

Empfehlungen

Mit Blick auf die Hallenengpässe ist die Stadt mit dem geplanten Neubau von drei Sporthallen (Schulen Vötting, SteinPark und Lerchenfeld) auf einem guten Weg, um den Bedarf von Schul- und Vereinssport abzudecken. Empfohlen wird jedoch, Schul- und Vereinsbedarf künftig zusammenzudenken, Sporthallen und -anlagen für die Bevölkerung zu öffnen sowie Bürger*innen- und Vereinssport zusammenzuführen. Das lässt sich am besten bei multifunktional nutzbaren Sportanlagen verwirklichen, die auch für Freizeitsportler*innen attraktiv sind. Luitpoldanlage und Savoyer Au sind demnach für eine multifunktionale Aufwertung besonders geeignet. Um selbst organisierten Sport zu fördern, soll eine sport- und bewegungsfreundliche Stadtinfrastruktur geschaffen werden, zum Beispiel durch die Ausweitung des Radwegenetzes und Lauf- und Skaterstrecken in Wohnortnähe.

Die To-do-Liste beinhaltet auch Hinweise für Sportvereine, wie sie zum Beispiel durch Schnupperangebote und Kurzmitgliedschaften neue Mitglieder gewinnen können. Geraten wird dazu, familienfreundliche Angebote in das Programm aufzunehmen (Lauf- und Fahrradgruppen) sowie die Zielgruppe Senior*innen stärker zu berücksichtigen.

Arbeitsgruppe begleitet und forciert Umsetzung

Der Ausschuss hat mit einem Beschluss die Voraussetzungen geschaffen, dass die zahlreichen Handlungsempfehlungen sukzessive realisiert werden: Es wird eine „Arbeitsgruppe Sportentwicklungsplanung“ eingesetzt und somit die erfolgreiche Arbeit der Steuerungsgruppe fortgesetzt, wobei das Gremium abhängig vom Thema erweitert werden kann. In dieser Runde werden die Vorschläge zur Sportentwicklungsplanung priorisiert sowie eine Zeitleiste für die Umsetzung der Projekte und Kostenschätzungen erstellt. Unterstützend soll das Thema Sport in der Stadtverwaltung durch eine Personalstelle gestärkt werden.


Sportgala

Für herausragende Leistungen zeichnet die Stadt Freising alljährlich in einer festlichen Gala erfolgreiche Sportler*innen und Teams sowie Persönlichkeiten aus, die sich in Sportvereinen ehrenamtlich engagieren. Die Sportgala ist ein Höhepunkt für die große Freisinger Sportfamilie. Die Stadt zollt mit dieser Veranstaltungen allen Aktiven ihren Respekt und bedankt sich für den freiwilligen Einsatz.

Sportgala 2019

"Großartige Menschen und Leistungen verdienen einen großartigen Abend!" OB Tobias Eschenbacher eröffnete am Freitag, 3. Mai 2019, die 21. Gala des Freisinger Sports mit treffenden Worten. Herausragende Sportler*innen, Teams und Funktionär*innen ließen sich zurecht feiern und wurden von unserem OB sowie Bürgermeisterin Eva Bönig und Bürgermeister Hans Hölzl ausgezeichnet. 

Gleich zu Beginn wurde Sebastian Wanzke geehrt, seit 10 Jahren Vorsitzender des Stadtverbands für Sport und als solcher "Diplomat Nummer 1 in Diensten des Freisinger Sports" sowie seit 20 Jahren genialer Moderator der Veranstaltung (mittlerweile gemeinsam mit Matthias Spanrad). Nachträglich wurde Sportreferent Helmut Weinzierl zum 80. Geburtstag gratuliert. Besondere Freude bei einem weiteren "Geburtstagskind": Im 100. Jahr seines Bestehens erhielt der Sportclub Freising 1919 e.V.  den "Club Award 2018" - stolz sein durften aber auch die beiden nominierten Vereine „Sport & Reha Freising“ und „TTC Freising-Lerchenfeld“.

Wir beglückwünschen alle sehr herzlich!

Die Sportgala, bei der Trixi und die Partylöwen zum Tanz aufspielten, präsentierte außerdem faszinierende und atemberaubende Einlagen:

  • Die dreifache Weltmeisterin Karina Peisker mit Schwester Stefanie begeisterte mit Höchstleistungen an Akrobatik und Grazie auf dem Rhönrad;
  • Andreas Strasser, Vize-Weltmeister und Europameister auf dem Trial-Bike, zeigte Tricks auf dem Vorder- oder Hinterrad und bis zu 1,40 Meter hohe Sprünge über die Latte;
  • Julia und Felix Paszkiewicz, mit Gold bei den Paris Open ausgezeichnet, stellten mit einer Vorführung in Ju-Jutsu die Kraft und unglaubliche Schnelligkeit dieses Kampfsports unter Beweis;
  • Gelegenheit, die Luft bei den Menschenpyramiden anzuhalten, und in jedem Fall eine Augenweide bot einmal mehr die Showtanzgruppe Gammelsdorf.

Ein herzliches Dankeschön geht an unser Referat für Bildung, Soziales und Sport mit Referatsleiter Karl-Heinz Wimmer, Amtsleiterin Helga Schöffmann sowie an Heidi Geier vom "Sportamt", die für die Stadt Freising den Abend so hervorragend organisiert hat!

Bilder der Sportgala 2019


Ihr Kontakt

Amt für Kindertagesstätten, Schulen, Sport
Amtsgerichtsgasse 6
85354 Freising
kita-schulen-sport@freising.de


Helga Schöffmann
Amtsleitung
Telefon: 08161/54-45100

Heidi Geier
Telefon: 08161/54-45102

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