Städtebauförderung fließt in die Innenstadt

Die Investition für die Neugestaltung der Oberen Hauptstraße mit Moosach-Öffnung und Bahnhofstraße erhält eine großzügige Unterstützung aus Mitteln der Städtebauförderung: Kers­tin Schrey­er, baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rin für Woh­nen, Bau und Ver­kehr, hat einen symbolischen Scheck in Höhe von 1,8 Mil­lio­nen Euro an Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher überreicht. Aufwendungen für die Innenstädte seien wichtig, damit diese als Kultur- und Erlebnisräume und damit auch für Einkäufe attraktiv seien, befand die Ministerin. Zudem habe Freising „eine traumhaft schöne Innenstadt“.  

Wie traumhaft die Obere Altstadt mit der offen fließenden Stadtmoosach nach Fertigstellung der Umbauarbeiten Ende 2022 aussehen wird, zeigte eine groß aufgezogene Illustration im Großen Rathaussaal. „So wird´s wirklich aussehen – also fast“, versicherte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher. Noch freilich befinde sich die Stadt „mittendrin im Projekt“, das der Stadtrat mit 21 Millionen Gesamtbaukosten beschlossen hatte. Der Bauabschnitt zwischen Karlwirt-Kreuzung und Bahnhofstraße erstreckt sich auf eine Fläche von etwa 8700 Quadratmetern, auf der 130.000 Steine bzw. 3100 Tonnen Granitmaterial verbaut werden.

Trotz Belastungen positive Stimmung

Die Zahlen verdeutlichen den Umfang der Maßnahme. Dabei seien die massiven Eingriffe in unmittelbarer Nähe zu den Geschäften und die Führung des Fußgänger- und Lieferverkehr „die größten Herausforderungen“, so Eschenbacher. Zugleich bezeichnete er den „Zusammenhalt aller Akteure“ – von Stadt und Bürgerschaft – als „bemerkenswert“ und lobte die „ganz überwiegend positive Stimmung“. Nur unter diesen Vorzeichen könne eine „OP am offenen Herzen“ gelingen.

OB Eschenbacher fasste auch wichtige Meilensteine des bisherigen Innenstadtumbaus zusammen. Der eigentliche Startschuss war 2009 mit der Erstellung des integrierten Innenstadtkonzepts gefallen. Hauptmaßnahme ist die Neugestaltung der Hauptstraße mit Moosachöffnung. Seit 2016 wurden Heiliggeistgasse, General-von-Nagel-Straße, Weizengasse und Untere Hauptstraße bis zur Einmündung der Amtsgerichtsgasse neugestaltet. „Die Verschönerung bringt ein deutliches Plus an Lebensqualität“, betonte der der OB und verwies noch auf einen erfreulichen Nebeneffekt: „Unsere Investitionen ziehen private Investitionen nach sich.“

Erfolgsrezept Städtebauförderung

Sehr dankbar zeigte sich Eschenbacher über das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ von Bund und Land, das er als „Erfolgsrezept“ würdigte. So seien Freising bislang mehr als 12,5 Millionen Euro bewilligt worden. Ministerin Schreyer bestätigte nachdrücklich die Bedeutung des mittlerweile seit 50 Jahren erfolgreichen Förderprogramms. Dieses ermögliche es, in die Innenstädte zu investieren, damit diese wieder als Räume der Begegnung empfunden würden, „in denen Menschen gern verweilen und dann auch einkaufen“. Von den Kommunen allein sei eine Stär­kung und Be­le­bung der Zentren finanziell nicht zu stemmen. Schreyer erinnerte weiterhin an die Herausforderungen für die Ortszentren durch die Corona-Pandemie. Zur Unterstützung habe sie einen 100 Millionen schweren Sonderfonds „Innenstädte beleben“ aufgelegt. Die Staatsministerin dankte dem an­we­sen­den Bun­des­tagsabgeordneten Erich Irls­tor­fer und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Benno Zie­rer stell­ver­tre­tend dafür, dass sie die Fördermittel genehmigt hätten.

Irlstorfer spaßte daraufhin, dass er bei einer Geldübergabe in seiner Geburtsstadt „extrem befangen“ sei. Das Geld sei allerdings „gut angelegt“. Optimistisch äußerte sich Zierer: In der Innenstadt entstehe etwas, „das vielleicht eine Antwort auf Amazon & Co. ist.“


Das Projekt "Innenstadt Neugestaltung Freising" wird im Städtebauförderungsprogramm "Lebendige Zentren" mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern gefördert. 


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