Die Stadt Freising ist für die Vergabe von öffentlich geförderten Wohnungen zuständig und kümmert sich auch um die Unterbringung von obdachlosen Personen. Auf dieser Seite informieren wir weiterhin über die Beschränkung für Mieterhöhungen in Freising sowie über das Thema Hauslärm. 

Öffentlich geförderte Wohnungen

Wer sich bei der Stadt Freising für eine öffentlich geförderte Wohnung (auch: Sozialwohnung) vormerken lassen möchte, muss  bei der Stadt einen Wohnungsantrag stellen. Es wird dann in der Regel ein sogenannter Wohnberechtigungsschein (auch: Vormerkungsbescheinigung) ausgestellt.

Bei der äußerst angespannten Lage bei den Sozialwohnungen in Freising nehmen wir Anträge zwar gerne entgegen, weisen aber darauf hin, dass auch mit  mehrjährigen Wartezeiten gerechnet werden muss. Die Vormerkungsbescheinigung kostet in der Regel eine Gebühr von 13 Euro.

Weitere Informationen können gerne bei den zuständigen Mitarbeiter*innen erfragt werden.

Obdachlosenfürsorge

Längst ist Armut in Deutschland kein Randphänomen mehr. Am unteren Ende der Leiter stehen die, denen nicht nur das Geld, sondern auch das Dach über dem Kopf abhanden gekommen ist: die Obdachlosen. Schlechtverdienende und Arbeitslose kämpfen mit exorbitant teuren Mieten und hohen Lebenshaltungskosten. Oft trennt verarmte Menschen nur ein schmaler Grat vom Sturz in die Obdachlosigkeit. Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit und Alkohol sind die typischen Auslöser.

Personen, die in der Stadt Freising aufgrund einer fristlosen Kündigung oder Räumungsklage ihre Wohnung verlieren, können durch das Amt für soziale Angelegenheiten in einer Notunterkunft vorübergehend untergebracht werden.

Mit der von der Stadt Freising ausgestellten Nutzungsvereinbarung erhalten sie die Gelegenheit, einen Beratungstermin mit einem zuständigen Sozialpädagogen zu vereinbaren.
Diese bietet Unterstützung und Hilfestellung in den unterschiedlichsten Bereichen an, um gemeinsam Lösungswege zu finden. Schwerpunkte der Beratung:

  • Schaffung finanzieller Grundlagen (Unterstützung bei der Beantragung von Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld, Kindergeld, Erziehungsgeld, Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Rente, Unterhaltsvorschuss etc.)
  • Wiederherstellung angemessener Wohnverhältnisse 
  • Motivation vorhandener Fähigkeiten 
  • Sicherung ärztlicher Hilfen und Vermittlung in ambulante Therapien 
  • Vermittlung und Unterbringung in entsprechende Einrichtungen (Altenheime, Therapieeinrichtungen etc. 
  • Kontaktaufnahme zu anderen Fachdiensten 
  • Schuldnerberatung, bzw. Entschuldungshilfe
  • Hausbesuche
  • Beratungsstunden in den Notunterkünften vor Ort 

Ihr Kontakt bei Wohnungsfragen

Amt für soziale Angelegenheiten
Roswitha Huber
soziale-angelegenheiten@freising.de
Telefon 08161 / 54-43101


Mieterhöhungen

Seit 01. August 2013 ist in der Stadt Freising eine Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete nur noch um maximal 15 Prozent innerhalb von drei Jahren zulässig.

Aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes hat der Stadtrat imehrheitlich beschlossen, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, die Aufnahme in die Verordnung zur Senkung der Kappungsgrenze für Mietzinserhöhungen auf 15 Prozent zu beantragen. Zum 01. August 2013 ist dann die „Zweite Kappungsgrenzesenkungsverordnung“  in Kraft getreten. Darin ist der Landkreis Freising mit den Städten und Gemeinden Attenkirchen, Eching, Freising, Moosburg, Neufahrn und Rudelzhausen enthalten.


Hauslärm

Während nachbarschaftliche Streitigkeiten grundsätzlich in das Zivilrecht fallen, findet beim Hauslärm möglicherweise auch das öffentliche Recht Anwendung. Die Stadt Freising hat eine Hauslärmverordnung erlassen, mit der Verstöße gegen ruhestörende Haus-und Gartenarbeit, Störungen durch zu laute Musik oder Haustierhaltung geahndet werden können. Verstöße gegen diese Verordnung können sowohl bei der Stadt Freising, Amt 52, als auch bei der Polizeiinspektion Freising zur Anzeige gebracht werden. Wir weisen in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass die Stadtverwaltung keine Rechtsberatung im Zivilrecht vornehmen darf.

Bei sonstigem unzulässigen Lärm (unnötiges Laufenlassen von Motoren, Geschrei in einer Wohnung durch Gäste bei einer Party in der Nachtzeit), ist das Landratsamt Freising zuständig. Hier greift vor allem der § 117 des Ordnungswidrigkeitengesetz. Hier heißt es: Ordnungswidrig handelt, wer ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach den Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit eines anderen zu schädigen.


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