Im Rahmen des Stadtentwicklungsplans STEP 2030 wurde beschlossen, für alle Stadt- und Ortsteile Freisings Ortsteilentwicklungskonzepte zu entwickeln. Auf dieser Seite präsentieren wir die Rahmenplanungen für die Orte Pulling, Attaching, Achering, Hohenbachern und Kleinbachern, sowie die laufenden Entwicklungsprozesse in den Orten im Freisinger Norden und Westen.

Bürgerdialog Spezial 2024

Ortsentwicklung im Freisinger Norden und Westen

„Heimat erhalten – Wachstum gestalten“ – Diesem Leitsatz hat sich die Stadt Freising mit dem Beschluss des Stadtentwicklungsplans STEP 2030 im Sommer 2014 verschrieben. Maßvoll, nachhaltig und mit dem klaren Ziel, den Charakter der Stadt zu erhalten, soll Freising überlegt in die Zukunft geführt werden.

In diesem Sinne werden nach und nach Rahmenpläne für alle Stadt- und Ortsteile erstellt. Kurz-, mittel- und langfristig sollen so ortsspezifisch Projekte von der neuen Sitzbank bis zum Fahrradweg oder Maßnahmen zum Hochwasserschutz Ihre Heimatorte stärken.

Für viele Freisinger Ortsteile wie Pulling und Achering, Hohenbachern und Kleinbachern oder Attaching wurden seit 2019 in intensiven Bürgerdialogen Konzepte für die Ortsteile entwickelt, welche in die anstehenden Fortschreibung des Flächennutzungsplans der Stadt Freising einfließen werden.

Ab Mai 2024 werden diese Dialoge nun auch in weiteren Ortsteilen Freisings im Westen und Norden stattfinden. In drei großen „Bürgerdialogen spezial“ wird Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher über die anstehende Neuaufstellung des Flächennutzungsplans und die zugehörigen Ortsteilentwick­lungen inkl. Rahmenpläne informieren.

Dem ein oder anderen Bewohner der Ortsteile mögen die neugierigen Blicke, mit denen das Stadtplanungsamt die Orte im Freisinger Westen und Norden in den vergangenen Wochen inspiziert hat, bereits aufgefallen sein. In mehreren Besichtigungen haben die städtischen Mitarbeiter so Informationen über die charakteristische Baustruktur, vorhandene Nutzungen, prägende Freiraumstrukturen, das Mobilitätsangebot etc. gesammelt.

Um auch Erkenntnisse über von außen nicht wahrnehmbaren Bedarfe im Ort zu erlangen, braucht es Sie, liebe Bewohner, als Spezialisten Ihrer Orte. In den Bürgerdialogabenden soll deshalb mit den Bürgern an Modellen und Karten über die Ortsteile gesprochen und diskutiert werden. Zentrale Themen werden Energieversorgung, Entwicklungsbedarf, Naturschutz, Klimaanpassung und Mobilität sein. Gemeinsam werden so Qualitäten festgehalten, die auch für künftige Generationen gewahrt werden sollen, und Schwachstellen identifiziert, bei denen es Handlungsbedarf gibt.

An folgenden drei Terminen sind alle Bewohner der genannten Ortsteile eingeladen, sich an dem Entwicklungsprozess zu beteiligen:

7. Mai 2024: Bürgerdialog im „Freisinger Westen“:
Größere Ortsteile: Sünzhausen, Haxthausen
kleinere Ortsteile: Pallhausen West, Pallhausen Ost, Lageltshausen, Gartelshausen

14. Mai 2024 Bürgerdialog im „Freisinger Nord-Osten“:
Größere Ortsteile: Tüntenhausen, Erlau
kleinere Ortsteile: Zellhausen, Zurnhausen, Gut Piesing, Edenhofen

4. Juli 2024 Bürgerdialog im „Freisinger Nord-Westen“:
Größere Ortsteile: Haindlfing, Itzling, Untergartelshausen
kleinere Ortsteile: Garten, Pettenbrunn, Feldhof

Die Ergebnisse, Anregungen und Anliegen der Bewohner aus diesen Veranstaltungen dienen als wertvolle Grundlage für den Ortsentwicklungsprozess. Sie werden anschließend fachlich geprüft und fließen, sofern stadt- und freiraumplanerisch möglich, in die Rahmenplanung ein.

Es ist beabsichtigt in einer erneuten Bürgerveranstaltung im Jahr 2025 die Bewohnerschaft über das Ergebnis der Rahmenplanung zu informieren. Vorgestellt werden sowohl die Darstellungen, die in den Flächennutzungsplan einfließen, als auch Maßnahmen, die unabhängig davon als kurz-, mittel- und langfristige Projekte umgesetzt werden können.

 

Fazit zum Bürgerdialog in Attaching am 25. September 2020

Bei einem Bürgerdialog in der Sporthalle in Attaching haben Verantwortliche und Attachinger Bürger*innen die Ergebnisse einer Bestandsanalyse sowie erste Entwürfe für die Ortsteilentwicklung präsentiert, bzw. diskutiert. 

Seit Beginn des Planungsprozesses in der Ortsmitte hat sich das Büro Skorka intensiv mit den Gegebenheiten in Attaching befasst. Verschiedenste Aspekte der Themen Erschließung, Nutzungen, Landschaft, Bebauung und Geschichte Attachings wurden untersucht und auf ihre Stärken und Schwächen hin analysiert. Ein Ortsspaziergang mit der Stadtbaumeisterin Barbara Schelle, den Attachinger Stadträt*innen, sowie dem beauftragten Planungsbüro resultierte in dem Ziel, die Fläche rund um den ehemaligen Alten Wirt auch künftig einem Zentrum entsprechend von einer öffentlichen Nutzung umgeben zu gestalten. 

Durch das Büro Astrid Weisel und michellerundschalk wurde im Rahmen der Konzeptstudie die Reaktivierung und Aufwertung des vorhandenen Gewerbestandortes Attaching-Nord, wie auch eine Ergänzung des Ortsteils unter Einbeziehung der derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen im Nordwesten untersucht. 

Die Anregungen der Bevölkerung aus der Bürgerveranstaltung bilden die Grundlage zur Fertigstellung von Rahmenplan und Konzeptstudie. Die in der Bürgerveranstaltung gezeigten Präsentationen können bald auf dieser Webseite heruntergeladen werden. 

Ergebnisse der Umfragebögen

Das rege Interesse der Attachinger Bürger*innen an der Ortsteilentwicklung zeigt sich anhand zahlreicher Rückmeldungen zur Bürgerbefragung. Im Rahmen der ersten Bürgerinformationsveranstaltung wurde den Bürger*innen die Möglichkeit eingeräumt, mit Hilfe von Umfragebögen ihre Meinung zu bestimmten Themen kundzutun sowie darüber hinaus eigene Ideen und Anregungen einzubringen. Während im Hinblick auf die Gestaltung der Ortsmitte Fragen rund um die Bereiche "Nutzungen in der Ortsmitte", "Grünfläche beim Maibaum", "Dörfliches Ortsbild, Identität in der Ortsmitte" und "Besonders wichtige Aspekte für die künftige Entwicklung von ganz Attaching" im Vordergrund stehen, wird bezüglich der Neuordnung des Gewerbegebietes Attaching-Nord die Meinung der Bürger*innen zu folgenden Belangen abgefragt: "Grünpassage als verbindendes Element", "Nahversorgung als funktionale Verknüpfung", "Innovative und lokale Gewerbenutzung als Mehrwert" und "Neue Wegeverbindungen zur besseren Vernetzung". 

Die Umfragebögen werden derzeit ausgewertet, die Ergebnisse fließen gemeinsam mit den Anregungen der Bürger*innen aus der Informationsveranstaltung in die Gestaltung des Rahmenplans ein, welcher am 28.10.2020 im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt vorgestellt werden. 


Hohenbachern und Kleinbachern

Ortsteilentwicklungskonzept

Aufgrund der überschaubaren Einwohnerzahl Kleinbacherns mit 72 und Hohenbacherns mit 530 Bürger*innen wurden aus organisatorischen Gründen beide Ortsteilkonzepte parallel entwickelt. Trotz dieses gemeinsamen Planungsprozesses finden selbstverständlich die Belange jedes einzelnen Ortsteils Berücksichtigung im finalen Entwicklungskonzept.

Abschlussabend am 13. November 2019

Mit viel Engagement und regem Interesse haben sich die Einwohner*innen aus Hohen- und Kleinbachern an den vergangenen Bürgerdialogen für die Ortsteilentwicklung beteiligt: In Zusammenarbeit mit dem beauftragten Planungsbüro wurden die Ziele diskutiert und daraus konkrete Projekte abgeleitet.

In der Abschlussveranstaltung am 13. November 2019 wurde das Ergebnis dieses gemeinsamen Arbeitsprozesses vorgestellt: Die Planer*innen zeigten auf, wie sie die Wünsche und Anmerkungen der Bürger*innen in konkrete Maßnahmen umsetzen wollen. In einem kurzen Sachstandsbericht zu den wichtigsten Projekten wurden unter anderem folgende Fragen thematisiert:  

  • Wie geht es weiter mit dem Fahrradweg zwischen Hohenbachern und Vötting?
  • Gibt es Pläne zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung?
  • Welche Maßnahmen werden zum Hochwasserschutz in Kleinbachern umgesetzt?
  • Wie wird „neues Grün“ im Dorf gefördert?
  • Wie kann der Charakter des historischen Dorfkerns auch für künftige Generationen erhalten werden?

Mit den Anregungen der Bevölkerung aus der Abschlussveranstaltung wurden das Ortsteilentwicklungskonzept für Hohen- und Kleinbachern und ebenso die Einzelprojekte im November 2019 im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt des Stadtrats beschlossen. Eine Umsetzung der Projekte kann dann im Jahr 2020 beginnen.

Fazit zum 2. Bürgerdialog

Der zweite Bürgerdialog fand am 11.04.2018 statt. Auch hier haben zahlreiche Bürger*innen teilgenommen. Von den Planer*innen wurde eine umfassende Bestandsanalyse, sowohl zu Hohenbachern als auch zu Kleinbachern vorgestellt. Außerdem wurden mit den Bürger*innen zukunftsweisende Projekte für Hohenbachern und Kleinbachern diskutiert. Anschließend konnten die Projekte mit Punktevergabe bewertet werden.

Fazit zum 1. Bürgerdialog

Der erste Bürgerdialog fand am 28.11.2018 statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Stellwände und  ein Steckbrief für Hohenbachern erarbeitet. Bei diesem handelt sich um eine grobe Vorabanalyse. Weiterhin kann die zusammenfassende Dokumentation als Schaubild abgerufen werden.

Dieses Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).


Ortsteilentwicklung Pulling und Achering

Rahmenplan

Die abgeschlossenen „Ortsentwicklungskonzepte zu Pulling und Achering“ bilden die Grundlage für die nun laufende Fachplanung der „Rahmenpläne für Achering und Pulling“. Das beauftragte Städtebaubüro Skorka stellt in der vertiefenden Planung eine hohe städtebauliche Qualität sicher.
Die Rahmenpläne sollen eine Grundlage für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans und weitere Bebauungspläne bilden.

Die Rahmenpläne für Pulling und Achering wurden am 30. Oktober 2019 vom Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt einstimmig beschlossen. 


Konzepte für Pulling und Achering

Im Frühjahr 2018 wurden die Ortsentwicklungskonzepte für Achering und Pulling abgeschlossen. Ziel der dialogorientierten Ortsteilentwicklungskonzepte war es, die örtlichen Entwicklungspotentiale aufzuzeigen, damit sich die Ortschaften nach ihren Möglichkeiten maßvoll entwickeln können. Mit der Ausarbeitung der beiden Ortsentwicklungskonzepte war das Städtebaubüro Leuninger und Michler aus Kaufbeuren beauftragt. Die Studie enthält sowohl städtebauliche und stadtplanerische Aspekte als auch die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen und Perspektiven.

In zahlreichen Stadtspaziergängen, Treffen mit Arbeitskreisen, Bürgerbeteiligungs- und Bürgerinformationsveranstaltungen wurden die Ziele und Maßnahmen in Abstimmung mit interessierten Bürger*innen entwickelt.

Der Rahmenplan für die Ortsteilentwicklungskonzepte für Pulling und Achering wurde gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).


Ihr Kontakt

Amt für Stadtplanung und Umwelt der Stadt Freising
Amtsgerichtsgasse 1
85354 Freising
​​​​​​​stadtplanung-umwelt@freising.de​​​​​​​
 


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