Auch auf Sie kommt es an! Auf dieser Seite finden Sie Informationen, Beratung und Fördermöglichkeiten, die Sie bei Ihrer persönlichen Energiewende in Freising unterstützen.

Die Stadt Freising möchte mit gutem Beispiel voran gehen und den CO2-Ausstoß der städtischen Liegenschaften senken, Klimaschutzaspekten bei der Stadtplanung mehr Gewicht einräumen, bei neuen Baugebieten auf innovative und nachhaltige Energieversorgungslösungen setzen – und dem Klimaschutz insgesamt bei Entscheidungsprozessen eine größere Bedeutung einräumen. Klimaschutz ist jedoch eine Gemeinschaftsaufgabe - jede und jeden geht der Schutz unseres Klimas etwas an.


Aktueller Energiespartipp

Jeden Monat gibt es hier eine neue Anregung zum Energiesparen und zu Ihrem Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft. Probieren Sie es doch mal aus!

    Wasserstoff für die Energiewende

    Schon vor fast 150 Jahren prognostizierte Jules Verne, dass Wasserstoff „die Kohle der Zukunft“ werden könne. Bereits  damals untersuchten zahlreiche Wissenschaftler*innen den Wasserstoff (H2) und seine möglichen Einsatzfelder. Während H2 zu Beginn vor allem als Antwort auf die Abhängigkeit und Endlichkeit fossiler Rohstoffe galt, haben Forschung, Politik und Unternehmen den Wasserstoff in den vergangenen Jahrzehnten als eine der Lösungen und „tragende Säule“ für die Klimakrise wieder stärker ins Blickfeld genommen. Tatsächlich könnte Wasserstoff zumindest auf dem Papier die Aufgaben der fossilen Energieträger übernehmen.

    Wird Wasserstoff wie derzeit üblich aus Erdgas erzeugt, entstehen für eine Wasserstoffmenge mit dem Energiegehalt von
    1 Kilowattstunde rund 300 Gramm CO2. Wird dieses CO2 abgeschieden und gespeichert, kann die Klimabilanz deutlich verbessert werden: Typische Abscheidungsraten liegen bei etwa 75 Prozent, der Rest des CO2 wird dennoch an die Atmosphäre abgegeben. Derzeit werden weltweit nur 2 Prozent des Wasserstoffs mittels Elektrolyse hergestellt und lediglich 0,7 Prozent aus erneuerbaren Energien (grüner Wasserstoff), mehr als 99 Prozent hingegen aus nicht erneuerbaren Energien (Erdgas, Kohle, Nebenprodukt aus Raffinerien) (braune, graue, pinke …). Nur grüner Wasserstoff auf Basis erneuerbarer Energie ist in seiner Herstellung klimaneutral.

    FAZIT:Wasserstoff ist ein transportabler und gut speicherbarer Energieträger, vor allem zur Zwischenspeicherung von regenerativ erzeugtem Strom. Aus Effizienzgründen sollte er dort eingesetzt werden, wo eine direkte Stromnutzung nicht  möglich ist.
    Der Einsatz von Wasserstoff ist im Zusammenhang mit dem Thema Energiewende aber nur dann sinnvoll, wenn er mit – zusätzlichen – erneuerbaren Energien hergestellt wird.

    Upcycling – fantasievolle Aufwertung von Abfall

    Die Idee ist nicht neu: Früher hieß es „aus Alt mach Neu“, heute nennt man es Upcycling – „up“ wie Aufwerten und „recycling“ wie Wiederverwerten. Anders als beim einfachen Recycling wird beim Upcycling das Material tatsächlich aufgewertet. Aus scheinbar nutzlosen Dingen oder gar Abfällen werden neuwertige Produkte, die ziemlich einzigartig sind und die Notwendigkeit für die Neuproduktion von Dingen und Materialien reduzieren. Das Potenzial dieses Prinzips ist riesig, es ist denkbar einfach und hilft sogar noch Kosten zu sparen.

    • Grenzenlose Kreativität: Schallplatten, Metalle, Korken, Moskitonetze und Kartoffelsäcke oder alte Möbelstücke – aus fast allem kann man Brauchbares basteln. Unter dem Stichwort „Upcycling“ finden sich im Internet viele gute Ideen, etliche Anbieter und Märkte. Für Einsteiger geeignet: „Kreative Upcycling-Ideen, die jeder hinkriegt“.
    • Nachhaltige Weihnachtszeit: Einfache Bastelideen stehen vor allem zu Weihnachten hoch im Kurs. Angefangen beim selbstgemachten Adventskalender über die Weihnachtsdeko und die Geschenkverpackung bis hin zu einer Fülle von Geschenkideen zu Weihnachten – lassen Sie sich inspirieren!
    • Upcycling-Mode: Als Kontrapunkt zu Fast Fashion und Wegwerfmentalität erobert die Upcycling-Idee auch die Modewelt – sei es im Do-it-yourself-Bereich als auch bei kommerziellen Anbietern. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Taschen und Gürtel, sondern auch um Kleidung von alltagstauglich bis Avantgarde. Weitere Ideen sind online zu finden.
    • Zweifacher Gewinn: Wo auch immer Verpackungen oder Produkte einen kurzen Einsatz haben, können mit etwas Kreativität und Geschick sinnvolle Alternativen geschaffen werden. Aus alten Stoffen entstehen zum Beispiel Obst- und Gemüsenetze, Brot- und Semmelbeutel oder Kosmetik-Pads, aus alten Landkarten, Kalenderblättern oder Magazinen schöne Geschenkverpackungen. So werden aus alten Materialien funktionale Dinge hergestellt, deren Verwendung wiederum Müll vermeidet – und so zieht man einen doppelten Nutzen aus dem Upcycing-Projekt.
    • Klimaschutz braucht Konsumwende: Klimaschonender Ressourceneinsatz für Konsumgüter erfordert ein generelles Umdenken – weg von der Wegwerfgesellschaft, hin zu langlebigen, reparaturfreundlichen Produkten. Das schließt auch Leihen, Tauschen und Teilen als Alternativen zu Besitz ein.

    Gespeicherte Energie

    Batterien

    Batterien liefern schnell und unkompliziert Energie unabhängig von Steckdosen. Dabei unterscheidet man Einwegbatterien, im Fachjargon Primärbatterien, und die wiederaufladbaren Batterien, im Fachjargon Sekundärbatterien. Heute werden die wiederaufladbaren elektrochemischen Energiespeicher in der Regel „Akku“ genannt, als Kurzform von Akkumulator, der
    lateinischen Bezeichnung für „Sammler“.

    • Ersetzbar? Wegen des hohen Energiebedarfs bei der Produktion von Batterien, der benötigten Rohstoffe und letztendlich der Kosten sollte man immer überlegen, ob es für den jeweiligen Zweck nicht eine umweltfreundlichere und preiswertere Lösung gibt, etwa ein netzbetriebenes Gerät, ein solarbetriebenes (z. B. Taschenrechner oder Solaruhr) oder sogar ein nicht elektrisches Gerät. Vermeiden Sie kurzlebige Artikel mit eingebauten Batterien, die dann häufig mit im Müll landen.
    • Wiederaufladbar? Für mobile Anwendungen sind wiederaufladbare Akkus die nachhaltigere Alternative. Für eine lange Lebensdauer und viele Ladezyklen achten Sie auf die richtige Lagerung (kühl) und Handhabung. Akkus sollten möglichst nicht schnell aufgeladen und das Ladegerät nach Gebrauch vom Stromnetz getrennt werden. Wegen der Selbstentladung sollten Akkus immer erst kurz vor Gebrauch geladen werden, es sei denn, Sie nutzen „Ready-to-use“-Zellen mit Nickel-Metallhydrid-Technologie.
    • Austauschbar? Achten Sie bereits beim Gerätekauf darauf, ob eingebaute Akkus ausgetauscht werden können, damit das Lebensende des Akkus nicht zugleich das Aus für das Gerät bedeutet. Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) gibt bei neuen Geräten vor, dass eine Entnahme möglichst durch Endnutzer, in jedem Fall aber durch herstellerunabhängiges Fachpersonal problemlos machbar ist.
    • Der richtige Typ? Es gibt eine Vielzahl an Technologien und Bauformen, von der kleinen Knopfzelle bis zur großen stationären Hausbatterie in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Der Einsatzzweck bestimmt die passende Größe und chemische Zusammensetzung mit entsprechender Leistung, Kapazität, Selbstentladungsrate, Zyklenfestigkeit und vielen weiteren Merkmalen. Umfassende Einblicke bietet die Broschüre "Die Welt der Batterien".
    • Entsorgen? Altbatterien können giftige Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium und Blei enthalten. Um Mensch und Umwelt zu schützen, aber auch um Wertstoffe in hohem Maße wiederzugewinnen, müssen Batterien und Akkus gesammelt und recycelt werden. Verbindliche Rücknahmemengen und Recyclingquoten für die verschiedenen Batterietypen regelt das Batteriegesetz. Entsorgen Sie Altbatterien und Altakkus sachgerecht in Sammelboxen (Handel), bei kommunalen Sammelstellen oder im Fachhandel. Zum sicheren Umgang mit beschädigten und ausgelaufenen Batterien informiert das Umweltbundesamt.

    Hilfe für den Patienten Ozean

    Ozeane sind gemeinsam mit den Wäldern die wichtigsten Klimaregulatoren. Sie sind Wärmespeicher und Kohlenstoffsenke, Lebensraum sowie Sauerstoff- und Nahrungsquelle. Doch die Ozeane sind gefährdet, weil zu viel herausgenommen, aber auch zu viel hineingepumpt wird. Was wir im kommenden Jahrzehnt tun, ist entscheidend für die Gesundheit unserer Weltmeere – und für das Wohl der Menschheit. Deshalb rückt die UNO die Nachhaltigkeit der Meere in den Mittelpunkt der Dekade.

    • Immer wärmer: Auch wenn der Temperaturanstieg um 0,6 Grad seit 1955 gering erscheint, sind die Auswirkungen langfristig immens. Durch die Erwärmung sinkt der Sauerstoffgehalt, Fischbestände sind bedroht und Wetterextreme wie Wirbelstürme und heftige Niederschläge nehmen zu. Wärmeres Wasser dehnt sich aus und verstärkt den durch das Schmelzen der Polkappen verursachten Anstieg des Meeresspiegels. Allein eine schnelle Reduzierung unseres Kohlendioxidausstoßes kann den Prozess verlangsamen.
    • Immer saurer: Mehr als ein Viertel des vom Menschen verursachten Kohlendioxidausstoßes haben die Ozeane aufgenommen. Seit Beginn der Industrialisierung sind sie um fast 30 Prozent saurer geworden – und je saurer sie werden, desto weniger Kohlendioxid können sie aufnehmen. Ihre Pufferfunktion für die Klimakrise ist gefährdet. Wärme und Säuregehalt bedrohen darüber hinaus den Bestand von Korallenriffen und Meeresbewohnern. Was hilft? Allein eine konsequente Reduktion des Kohlendioxidausstoßes!
    • Immer dreckiger: Bilder zeigen die Ausmaße der Vermüllung, vor allem durch Plastik, aber auch durch Düngemittel, Abwässer und Ölunfälle. An der Meeresoberfläche sichtbar sind gerade einmal ein Prozent der ungeheuren Plastikmengen, die seit Jahrzehnten im Meer landen. Dazu kommen Mikroplastikteilchen, die das Ökosystem Meer bedrohen und über die Nahrungskette auf unseren Tellern landen. Abhilfe kann nur durch konsequentes Handeln von Politik, Landwirtschaft und Industrie gelingen: Bestehende Gesetze müssen streng eingehalten und kontrolliert und wo notwendig verschärft werden. Doch auch wir alle können unseren Beitrag leisten, indem wir z. B. unser Konsumverhalten und insbesondere unseren Plastikverbrauch deutlich reduzieren, Bio-Anbau unterstützen und alles daran setzen, fossile Energieträger zu bannen.
    • Immer ärmer: Der Raubbau von Bodenschätzen aus dem Meer hat gerade erst angefangen. Es drohen erhebliche ökologische Schäden. Unterstützen Sie Organisationen, die sich für den Meeresschutz engagieren, allen voran WWF und Greenpeace, aber auch viele andere Organisationen.
    • Immer leerer: Überfischung und destruktive Fangmethoden wie die Grundschleppnetzfischerei bedrohen weltweit die maritimen Ökosysteme. Zum Gegensteuern braucht es den massiven Ausbau des Meeresschutzes, strenge Einhaltung von Fangquoten und bewusste Verbraucher (https://fischratgeber.wwf.de).

    Die Energiespartipps werden mit freundlicher Unterstützung der Energieagentur München-Ebersberg zur Verfügung gestellt.


    Unsere Angebote für Sie

    Das Freisinger Energielokal

    Das Freisinger Energielokal am Rindermarkt 5 ist mehr als ein Büro: Im Vorraum liegen zahlreiche Informationsbroschüren rund um die Themen Energie und Klimaschutzgeräte bereit, es können Stromsparmessgeräte ausgeliehen werden,  für Schulen stehen spezielle Materialien zur Bildung bereit und monatlich wird eine Fachberatung rund um alle Energiefragen angeboten.

    Monatliche Fachberatung

    Lohnt es sich, die Fenster auszutauschen? Wie kann ich mein Haus besser dämmen? Welche Heizungsanlage ist geeignet? Wie kann ich Schimmelproblemen begegnen? Welche Erneuerbaren Energien kann ich sinnvoller Weise einsetzen und welche Fördermöglichkeiten gibt es eigentlich?

    Diese und weitere Fragen können bei der monatlichen Energieberatung besprochen werden, die in Kooperation mit dem VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. angeboten wird. Mit Bernd Brendel steht Ihnen ein geprüfter und unabhängiger Energieberater der Verbraucherzentrale zur Seite, der in einem persönlichen Gespräch ganz individuelle Empfehlungen gibt. Vor Ort ist der Energieberater jeden 4. Donnerstag im Monat zwischen 14 und 18 Uhr.  Eine Terminabsprache – telefonisch oder per E-Mail – ist grundsätzlich erforderlich. Nach Möglichkeit sollten zur Beratung, je nach Thema, Unterlagen wie Energiekostenabrechnungen, der genehmigte Bauplan oder sonstige Gebäudepläne, Datenblätter der Heizung, bereits vorliegende Handwerkerangebote, Fotos o. ä. mitgebracht werden.

    Wo?
    Energielokal Stadt Freising,  Rindermarkt 5, 85354 Freising

    Wann?
    Jeden 4. Donnerstag im Monat zwischen 14 Uhr und 18 Uhr

    Themen
    Baulicher Wärmeschutz, Haustechnik, Regenerative Energien, Stromsparen, Heizkostenabrechnung

    Kosten
    Dank einer Förderung des BMWi ist die Vor-Ort-Beratung im Energielokal seit 01.01.2019 für Sie kostenlos. Vor-Ort-Beratungen bei Ihnen zu Hause kosten maximal 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei.

    Hinweis: Aktuell (Herbst 2021) sind die Vor-Ort-Beratungen mit mehreren Monaten Wartezeit verbunden.

    Wer macht die Beratung?
    Herr Dipl.-Ing. (FH) Architekt Brendel, unabhängiger Berater für den Verbraucherservice Bayern im Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

    Terminvereinbarung
    Voranmeldung telefonisch unter 08161/5446114 oder per E-Mail an klimaschutz@freising.de

    Beratung zu Sonnenstrom mit Stecker-PV

    Stecker-Solaranlage, Mikro-PV oder Balkonkraftwerk – so werden sie genannt, die steckbaren Solargeräte für jedermann. Sie finden überall Platz, an Bal­kongeländern befestigt oder auf Terrassen und im Garten aufgestellt.

    Doch lohnt sich das auch für mich? Welche Vorschriften muss ich beachten? Was kostet mich die Investition und rechnet sich das? Ich bin Mieter – kommt eine solche Anlage für mich überhaupt in Frage? Sind die Geräte auch sicher?

    Zu diesen und weiteren Fragen beraten Sie Sepp Beck und Rainer Teschner (Agenda21-Energie und Klimaschutz) vor dem Energielokal. Vor Ort sind die beiden von Mitte März bis Oktober, jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat von 14.30 bis 17 Uhr. Mit den beiden unabhängigen Beratern stehen Ihnen Experten zur Verfügung, die Ihnen in einem persönlichen Gespräch ganz individuelle Empfehlungen geben können. Dabei können Sie auch ein Balkonkraftwerk in Aktion erleben und sehen, wie es funktioniert. Sie können einfach beim Energielokal vorbeikommen, oder  telefonisch oder per E-Mail einen Termin vereinbaren (08161/5446114 oder per E-Mail an klimaschutz@freising.de).

    Und übrigens – Sie können die Mikro-PV auch über die Freisinger Stadtwerke beziehen.

    Vor-Ort-Checks

    Zusätzlich zur Vor-Ort-Beratung kann man sich zu verschiedenen Themen einen Experten nach Hause bestellen. Je nach Umfang der verschiedenen „Checks“ beinhaltet dieser zusätzlich Messungen bei Ihnen zu Hause. Als Ergebnis erhalten Sie einen Bericht mit Handlungsempfehlungen. Die Vor-Ort-Beratung kann in folgenden Bereichen erfolgen:

    • Basis-Check zu Strom- und Wärmeverbrauch, Geräteausstattung und Sparpotentialen
    • Gebäudecheck zu Strom- und Wärmeverbrauch, Geräteausstattung, Sparpotentialen, Heizungsanlage und Gebäudehülle
    • Solarwärmecheck für solarthermische Anlagen (keine Photovoltaik-Anlagen)
    • Heiz-Check zur Analyse Ihres Heizsystems
    • Detail-Check zur Klärung einzelner, spezifischer Energieprobleme
    • Eignungs-Check Solar zu Einsatzmöglichkeiten von Solaranlagen

    Die Kosten für die Checks liegen bei 30 Euro, für einkommensschwache Haushalte sind die Vor-Ort-Termine kostenfrei. Das Bundesumweltministerium unterstützt diese Untersuchungen großzügig. Ohne den Zuschuss würden die Beratungskosten, beispielsweise für einen "Solarwärme-Check", bei 420 Euro liegen.

    Webinare

    Zusätzlich zum Angebot vor Ort bietet die Verbraucherzentrale auch Online-Webinare zu verschiedenen Energiethemen an. Über dieses Format können Sie sich bequem von zu Hause über verschiedene Energiethemen informieren. Nach Anmeldung ist die Teilnahme an den Webinaren kostenlos.

    Hier geht es zu Informationen zu den Webinaren auf der Webseite der Verbraucherzentrale. 


    Informations- und Bildungsmaterial

    Das Energielokal wartet nicht nur jeden 4. Donnerstag mit der fachlichen Energieberatung auf, sondern öffnet immer donnerstags von 14 bis 17 Uhr seine Türen (außer an Feiertagen). Interessierte können zu diesen Zeiten im Energielokal vorbei schauen und sich über die Klimaschutzaktivitäten der Stadt informieren. Im Vorraum liegt umfangreiches Informationsmaterial rund um die Themen Energie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit aus.

    Neben Stromsparmessgeräten kann die Ausstellung „Reiche Beute – Was die Moosach alles ausspuckt“ von Ludwig Dinzinger ausgeliehen werden. Die Ausstellung des Aktivisten, der mit seinem Kanu regelmäßig Müll aus der Moosach fischt, verdeutliche an Hand von skurrilen Fundstücken unseren Umgang mit Müll auf.

    Für Schulen steht ebenfalls Material zur Verfügung. So wurden auf Initiative des Fairen Forums und des Weltladens Freising „Bildungskisten“ angeschafft, die ausgeliehen werden können:

    • Plastik-Parcours
    • CO2-Fußabdruck
    • Rundumfair-Parcours

    Beim „Plastik-Parcours“ erfährt man woraus Plastik besteht, welche Umweltprobleme es verursacht und wie es vermieden werden kann. Der „CO2-Fußabdruck“ kann nicht nur in Schulen, sondern auch bei Festen oder Sportveranstaltungen eingesetzt werden und zeigt plastisch auf, was wir zum Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid beitragen. Und schließlich vermittelt der „Rundumfair-Parcours“ das Thema des fairen Handels.


    Solarpotenzialkataster –  Heimstrategie: Solarenergie

    Mit Hilfe eines Solarpotenzialkatasters können Sie Informationen darüber erhalten, ob und wie das Dach Ihres Hauses zur Nutzung von Sonnenenergie geeignet ist. Für viele Kommunen im Landkreis Freising sowie für die Stadt Freising wurde ein solches Solarpotentialkataster erstellt. Mit Hilfe von wenigen Klicks können Sie kostenlos in Erfahrung bringen, ob und wie sich Ihr Hausdach für die Nutzung von Solarenergie eignet und mit welchen Erträgen zu rechnen ist.

    Mit Hilfe des Katasters ist für jedes Gebäude eine individuelle Analyse möglich, die Schattenbildung durch Bäume, Gebäude oder andere Objekte ebenso berücksichtigt wie Nebenkosten für Versicherung und Wartung. Auch individuelle Nutzungsparameter wie z. B. Ihr  jährlicher Stromverbrauch oder Einbindung einer Speicherbatterie können berücksichtigt werden. Grundlage der Berechnung bilden Laserscan-Daten aus einer Überfliegung der Stadt. Im Ergebnis liefert das Kataster neben einer ersten Abschätzung der Wirtschaftlichkeit einen groben Modulplan sowie Kontakt zu lokalen Handwerkspartnern.


    Energiesparbonus der Freisinger Stadtwerke

    für sparsame Geräte mit Energieeffizienzklasse

    Als Stromkunde der Freisinger Stadtwerke erhalten Sie für den Ersatz eines alten Haushaltsgerätes (z.B. Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Spülmaschinen, Elektrobacköfen) durch ein neues mit der höchsten Effizienzklasse einen Energiesparbonus in Höhe von 30 Euro.

    Aufgemerkt: 20 % weniger Strom braucht eine Waschmaschine der Energieeffizienzklasse A+++ gegenüber A+ (dena)


    Entlarven Sie thermische Schwachstellen an Ihrem Gebäude

    Thermografie-Aktion der Freisinger Stadtwerke

    In regelmäßigen Abständen führen die Freisinger Stadtwerke eine Thermografie-Aktion durch. Bei der Aktion können Interessierte Wärmebildaufnahmen Ihres Gebäudes anfertigen lassen, die Wärmeverluste und thermische Schwachstellen am Gebäude aufzeigen. Alle Teilnehmenden erhalten zusätzlich einen Bericht mit einer Auswertung der Aufnahmen und sinnvollen Maßnahmen zur Behebung der Probleme. Da eine Grundvoraussetzung für die Wärmebildaufnahmen ein großer Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen ist, finden die Thermografie-Aufnahmen meist im Winter statt. Weitere Informationen zur Thermografie-Aktion erhalten Sie bei den Freisinger Stadtwerken.


    Stromfresser aufspüren

    Um Stromfressern auf die Spur zu kommen hilft nur eins -  Messen & Rechnen:

    Messen

    • Bei dauerhaft laufenden Haushaltsgeräten – 24 Stunden messen
    • Bei Wäschetrockner, Wasch- und Spülmaschinen – 1 Stunde messen

    Rechnen

    • 1000 W Leistung pro Stunde ergibt einen Verbrauch von 1000 Wh oder 1 kWh
    • z.B.:
      Glühbirne 60 Watt x 4 Stunden pro Tag x 365 Tage : 1000 x aktueller Preis pro kWh in  €
      = ca. 26 € / Jahr

    Standby-Stromverbrauch in Watt x 24 Stunden x 365 Tage : 1000 x aktueller Preis pro kWh in  € = Standby-Kosten in €/ Jahr für das Gerät (Basis für die Kostenberechnung = 1 kWh zu 30 ct)

    Strommessgeräte zum Ausleihen
    Mit einem Strommessgerät, das zwischen Gerätestecker und Steckdose, gesteckt wird, können Sie Energieverschwender im Haushalt selbst aufspüren und ineffiziente Elektrogeräte entlarven. Finden Sie selbst heraus, welche Geräte in Ihrem Haushalt hohe Energiekosten verursachen. Rechnen Sie aus, wie viel Sie der Stand-By-Betrieb Ihres Fernsehers jährlich kostet oder wie sinnvoll es ist, das Ladegerät in der Steckdose zu behalten, obgleich das Handy nicht lädt.  Auszuleihen gibt es die Strommessgeräte in der Freisinger Stadtbibliothek, bei den Freisinger Stadtwerken (für Kund*innen) sowie im Freisinger Energielokal.


    Buchtipps

    Der Klimawandel: Kleine Gase – Große Wirkung

    „Klimawandel“ – Dieses Wort ist zur Zeit in aller Munde. Doch was bedeutet Klimawandel jetzt eigentlich nochmal genau? Was sind die konkreten Ursachen? Wie stark trägt der Mensch wirklich bei? Die Debatte über den Klimawandel ist von Missverständen und falschen Schlussfolgerungen geprägt. Zwischen wissenschaftlichen Argumenten und Fehlinformationen ist manchmal schwer zu unterscheiden. Dieses Buch versucht auf kurzweilige Art und Weise Licht ins Dunkel.
    Zwei Studenten erklären mit kurzen Texten, anschaulichen Grafiken und der Unterstützung von über 100 Wissenschaftlern die Folgen des Klimawandels. Das Buch von Davis Nelles und Christian Sperrer ist für 5 € im Buchhandel erhältlich.

    Weniger ist mehr – Müllvermeidung in und um Freising

    Müll ist Alltag und spätestens präsent, wenn es darum geht, wer den Abfalleimer rausbringt und leert, präsent. Dank eines gut funktionierenden Sammelsystems müssen sich die Freisinger Bürger/-innen ansonsten wenig Gedanken um die Abfallentsorgung machen. Aber wie viel Müll fällt eigentlich allein in der Region an – und was passiert damit? Wie funktioniert „das mit dem Müll“ in Freising eigentlich genau? Ist Müllvermeidung teuer, und kompliziert oder gar asketisch? Und wie fängt man an? Antworten auf diese Fragen sowie einfache, praktische und realistische Tipps und Rezepte zum Thema Müllvermeidung  für alltägliche Bereiche liefert das neue Buch von Dr. Manuela P. Gaßner, die als Expertin zum Thema längst über den Landkreis hinaus bekannt ist. Das Buch ist jedoch nicht nur ein Nachschlagewerk. Es zeigt auf, wie komplex und vielschichtig das Thema Müll ist. Neben der unmittelbaren Umwelt- und Entsorgungsproblematik schadet der Müll beispielsweise auch dem Klima: Allein bei der Herstellung, dem Transport und der Entsorgung von oft vermeidbarem Verpackungsmüll fallen nicht unerhebliche CO2-Emissionen an. Das Buch ist im Freisinger Buchhandel (Bücher Pustet, Buchhandlung Rupprecht) sowie beim Bioladen Lebenskunst, bei Fräulein Lose, bei Schweiger’s Früchte, bei Fashion&More und in der Sankt-Florian-Drogerie zum Preis von 10 € erhältlich.
    Im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes hat die Stadt Freising aus Überzeugung den Druck des Buches unterstützt. Das Buch wurde über die Nationalen Klimaschutzinitiative auch vom Bundesumweltministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.


    Fördermöglichkeiten

    Regionale Fördermöglichkeiten

    • (Lasten)Radförderprogramm der Stadt Freising
    • Förderprogramm Klimaschutzprojekte von Kindern und Jugendlichen  des Landkreises Freising
    • Energiesparbonus der Freisinger Stadtwerke

    Förderprogramme auf Bundes und Landesebene

    Darüber hinaus bieten das Bundesland Bayern sowie zahlreiche Bundesministerien Fördermöglichkeiten für Privatpersonen, Vereine und Unternehmen an. Da sich diese Förderprogramme und -bedingungen regelmäßig ändern, verweisen wir Sie für weitere Informationen zu Förderprogrammen auf Bundes- und Landesebene  direkt auf externe Web-Seiten, die entsprechende aktuelle Informationen für Sie bereit halten. Privatpersonen können sich darüber hinaus auch in der monatlichen Energieberatung der Stadt Freising zu Fördermitteln beraten lassen.



    Ihr Kontakt

    Stadt Freising
    Amt für Stadtplanung und Umwelt
    Klimaschutzmanagement
    Mail klimaschutz@freising.de


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