Die Stadt Freising organisiert jährlich eine Aktion für eine saubere Landschaft. Auf dieser Seite informieren wir außerdem über privat organisierte Ramada-Aktionen. 

Aktion Saubere Landschaft

Die offizielle „Aktion Saubere Landschaft“ ist eine Kooperation des Landkreises mit der Stadt Freising. Der Landkreis lädt die Gemeinden jedes Jahr dazu ein, auf dem Stadt- bzw. Gemeindegebiet eine „Aktion Saubere Landschaft“ durchzuführen. Aus naturschutzrechtlichen Gründen sind diese im Zeitraum von Anfang Oktober bis 28. Februar des darauffolgenden Jahres abzuhalten. Denn ab Anfang März beginnen viele heimische Vögel mit Partnersuche, Nestbau und der „Familienplanung“. Ausschlaggebend ist nicht das Wetter oder die Temperatur, sondern die Tageslänge.

Für diese Aktionen stellt der Landkreis auf eigene Kosten - für die Sammler*innen kostenfrei - die Restmüllsäcke zur Verfügung. Der Landkreis übernimmt zudem die Entsorgungskosten des gesammelten Mülls und gewährt den Gemeinden eine Verpflegungspauschale von sechs Euro pro Teilnehmer*in. Des Weiteren werden die Kosten für die Aufstellung von Containern für den gesammelten Müll vom Landkreis bezuschusst. Das Amt für Stadtplanung und Umwelt organisiert die zentrale Aktion im Stadtgebiet. In den Ortsteilen werden die Ramadama-Aktionen von den jeweiligen Ortssprecher*innen organisiert. Die Stadt Freising übernimmt bei allen Aktionen die Transportkosten der Container. Des Weiteren wird die Verpflegungspauschale des Landkreises etwas „aufgebessert“. Dass die Teilnehmer*innen einen Samstagvormittag für das Aufsammeln von Müll opfern, den andere verursacht haben, soll schon belohnt werden! Die Verpflegung bei der zentralen Aktion wird in den vergangenen Jahren von einem sehr engagierter Freisinger Bürger sehr großzügig finanziell unterstützt.

Herbstaktion 2023: Über 160 Helfer*innen packten mit an!

Deftige Überraschung: Warmer Leberkas, Brezen, süße Freisinger Bärchen und viel frisches Obst warteten zu Beginn der zentralen Freisinger „Ramadama“-Aktion „Saubere Landschaft“ auf die gut 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich zum gemeinsamen Auftakt und der Einteilung kleiner Sammelgruppen  in der Savoyer Au eingefunden hatten. Manfred Drobny, Umweltreferent des Freisinger Stadtrates, und Beate Metz (Amt für Stadtplanung, Umwelt und Klimaschutz) konnten neben den freiwilligen Helferinnen und Helfern auch in diesem Jahr Peter Lenz begrüßen: Als überzeugter Freund der Umweltaktion unterstützt der Lerchenfelder nicht nur regelmäßig das gemeinsame warme Mittagessen aller Aktiven nach Abschluss der Aktion in der Sportgaststätte großzügig. Er sorgte beim nasskalten Herbstwetter heuer schon zu Beginn für eine unerwartete Stärkung, die regen Zuspruch fand.

Frisch gestärkt und nach drei Jahren pandemiebedingter Zwangspause waren die vielen kleinen und großen Freiwilligen hochmotiviert, Grünflächen und Plätze von Müll und Unrat zu befreien. Eingefunden hatten sich neben Privatpersonen und Familien auch viele Kinder und Erwachsene der Sektion Freising des Deutschen Alpenvereins (DAV) und von den NaturFreunden Freising e.V., Mitglieder  der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Freising, die Umweltgruppe der Fa. Texas Instruments Freising, Vertreter*innen des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung  sowie zahlreiche Kinder der Klasse 2d der Grundschule am SteinPark, die mit Eltern und Geschwistern zu Werke gingen. Azubis und Ausbilder des  Hagebaumarktes Freising betätigten sich nur tatkräftig an der Sammelaktion, sondern hatten auch Sachspenden wie Greifer, Sicherheitswesten und Arbeitshandschuhen dabei. Die Freiwillige Feuerwehr Freising schließlich war mit 17 hochmotivierten jungen Damen und Herren ihres Jugendteams sowie zwei Fahrzeugen vertreten.

Gesammelt wurde auch in diesem Jahr an den Spazier- und Radwegen in den Isarauen, dem Park- und Ride-Platz am Bahnhof, in den Bereichen Clemensänger-Ring und Clemensänger-Ost, am Fuß- und Radweg am Südring,  im Bereich Haggerty-, Falken-, Kultur- und Kepserstraße, bei der Kapelle und dem Feldweg ebtlang der verlängerten Kepserstraße Richtung Marzling, im Bereich SteinPark-Center, am Karwendel-, Wetterstein- und Weihenstephaner Ring, am Marzlinger Fußweg und im Bereich Schwimmbadgraben in Lerchenfeld. Der Müll wurde dezentral an festgelegten Stellen zur Abholung durch den Bauhof bereitgestellt und entsorgt. Zusammengekommen ist wieder einiges: drei große Container waren letztlich gefüllt mit alten Matratzen, drei Fahrrädern, Autoreifen, alten Möbeln, vielen Flaschen und Pfandflaschen sowie diversem Hausmüll, der eigentlich zuhause in die Restmülltonne gehört und nicht einfach in Grünzügen zurückgelassen werden sollte.

Unabhängig von der zentralen Aktion wurde am 11. November 2023 auch in Attaching (Leitung/Organisation: BC Attaching (Abteilungen Baseball, Fußball, Tennis) und Stadtrat und Ortssprecher Hans Hölz) sowie in Tüntenhausen (Leitung/Organisation: Freiwillige Feuerwehr Tüntenhausen und Ortssprecherin Elvira Wiesheu) bei eigenen „Ramadama“-Veranstaltungen aktiver Umweltschutz betrieben.

In Pulling war eine Ramadama-Aktion bereits im Frühjahr 2023 von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert worden. Dabei hatten sich 60 fleißige Helfer*innen zusammengefunden, um in und um Pulling achtlos entsorgten Müll einzusammeln. Auch hier wurden erhebliche Mengen in den bereitgestellten Containern einer sachgerechten Entsorgung zugeführt.

Allen, die sich heuer wieder in den Dienst der mehr als guten Sache gestellt haben, gilt ein herzlicher Dank von Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher: „Der zuverlässige Einsatz aller Aktiven hat bewiesen, was durch Gemeinsinn und gemeinsames Anpacken in kurzer Zeit bewegt werden kann: Sie haben nicht nur bedauert und kritisiert, dass die Grünzüge der Stadt immer wieder rücksichtslos verschmutzt werden. Sie haben gehandelt! Ich wünsche uns, dass Ihr Beispiel Schule macht und sich auch in Zukunft so viele tatkräftige Helferinnen und Helfer an der Aktion ,Saubere Landschaft‘ beteiligen!“

Eindrücke von der Herbstaktion 2023

Eindrücke von der Sammelaktion 2019


Eindrücke von den Sammelaktionen vergangener Jahre


Privatorganisierte „Ramadama-Aktionen“

Die Stadt Freising und der Landkreis Freising unterstützen auch privat organisierte Ramadama-Aktionen in Kleingruppen von etwa fünf Personen. Man kann z.B. auch beim Spazierengehen Abfälle an Spazierwegen einsammeln und kostenlos am Wertstoffhof der Stadt Freising entsorgen.

Zu beachten sind dann aber folgende naturschutzrechtliche Vorgaben. Im Zeitraum zwischen Anfang Oktober und dem 28. Februar des darauffolgenden Jahres gibt es in Bezug auf die Sammelbereiche keine Einschränkungen.

Ab Anfang März soll in folgenden Bereichen zum Müllsammeln jedoch nicht mehr eingegriffen werden:

  • Grünflächen
  • Uferbereiche von Gewässern
  • Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie Wiesenbrüterschutzgebiete – z.B. Freisinger Moos
  • Unterholz, Hecken und Sträucher an Spazierwegen – z.B. in den Isarauen

Dagegen können Sie sich in folgenden Bereichen betätigen:

  • Fuß- und Radwege
  • Plätze
  • (Groß-) Parkplätze

Wir empfehlen, Sicherheitswesten zur eigenen Sicherheit zu tragen. Zudem sollten die fleißigen Müllsammler unbedingt alte Arbeitshandschuhe und ggf. einen Zwicker oder etwas zum „Müll-Aufspießen“ dabei haben! Leider bleiben auch jetzt Mund-Nasen-Schutzmasken einfach „liegen“. Diese können infektiös sein! Daher: Keinesfalls mit bloßen Händen aufsammeln!

Wenn Sie privat eine Ramadama-Aktion durchführen möchten, bitten wir Sie Folgendes zu beachten:

  1. Derzeit spielt Corona zum Glück keine Rolle mehr, was gemeinsame Unternehmungen betrifft. Dennoch kann man sich, bevor man eine eigene Ramadama-Aktion plant, auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege informieren, ob und welche Schutzmaßnahmen zu beachten sind: https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/
     
  2. Bitte melden Sie Ihre Aktion bei der Stadt Freising/Umweltamt (08161/54-46108) und beim Landratsamt Freising/Abfallwirtschaft (08161/600-416 oder -417) an.
     
  3. Beim Landratsamt Freising können Sie spezielle Abfall-Säcke unter Angabe der persönlichen Daten für die Müllsammelaktion nach telefonischer Terminvereinbarung unter 08161/600-416 oder -417 abholen. Sie erhalten dann eine schriftliche Bestätigung des Landratsamtes mit der Anzahl der abgeholten Säcke. Je Aktion werden pro Teilnehmer/in maximal 2 Säcke ausgegeben. Dies entspricht in etwa der durchschnittlichen Kapazität, die von jedem/r Sammler/in zu Fuß befördert werden kann und verhindert Missbrauch. Der Rahmen einer Kleingruppe sollte daher unbedingt gewahrt bleiben.

  4. Nach der Aktion können Sie die Säcke mit dem Sammelgut und Vorlage des Schreibens des Landratsamtes Freising (siehe Punkt 3) kostenlos am Wertstoffhof der Stadt Freising zu den üblichen Öffnungszeiten abgeben:Dienstag: 13 bis 19 Uhr; Mittwoch und Donnerstag: 13 bis 18 Uhr; Freitag: 9 bis 12 Uhr UND 13 bis 18 Uhr sowie Samstag: 8 bis 13 Uhr

Wichtig: Die kostenlose Abgabe am Wertstoffhof ist nur mit Vorlage des Schreibens des Landratsamtes Freising möglich!


Ihr Kontakt

Stadt Freising
Amt für Stadtplanung, Umwelt und Klimaschutz
Stadtplanung-Umwelt@freising.de
Telefon 08161/54-46108


Landratsamt Freising
Abfallwirtschaft
Telefon 08161/600-416


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