Die Stadt Freising möchte im Wohnquartier SteinPark genossenschaftliches Bauen und Wohnen fördern. In einem sogenannten Konzeptvergabeverfahren soll das nördliche Baufeld an eine Genossenschaft vergeben werden. Genossenschaften können moderne, zukunftsweisende Wohnformen umsetzen. Auf dieser Seite können Sie sich über das Quartier SteinPark, das damit verbundene genossenschaftliche Wohnen sowie die aktuellen Beteiligungsmöglichkeiten und den Projektstand informieren.

Aktuelle Beteiligungs- und Informationsmöglichkeiten

In diesem Bereich werden fortlaufend Informationen zum Thema "Genossenschaftlicher Wohnungsbau" veröffentlicht.

Der nördliche Bauabschnitt im SteinPark soll per Konzeptvergabe an eine Genossenschaft vergeben werden. Das Grundstück wird dabei nicht zum Höchstpreis vergeben, sondern zu einem Festpreis an die Bewerber*innen mit dem besten Konzept. Das Verfahren bietet Bürger*innen die Chance, sich als Genossenschaftsinitiative zusammenzuschließen und mit ihren individuellen Ideen zu Wohnen und Nachbarschaft zu bewerben. Die Stadt Freising befindet sich derzeit in Vorbereitung des Ausschreibungsverfahrens. Die Veröffentlichung der endgültigen Bewerbungsunterlagen ist derzeit für etwa Anfang 2022 geplant. Der genaue Zeitpunkt wird rechtzeitig hier und über die Presse bekanntgegeben. Aktuell haben Interessierte die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen, um zu einer Initiative zusammenzufinden. Alternativ können sie sich mit einer bestehenden Genossenschaft zusammenzuschließen, um sich anschließend mit einem Konzept für das Genossenschaftsgrundstück bewerben zu können.

Um regelmäßig Informationen bezüglich des Ausschreibungsverfahrens im SteinPark sowie zu aktuellen Termine zu erhalten, besteht die Möglichkeit, sich in eine Interessentenliste eintragen zu lassen. Hierfür wird um Anmeldung per E-Mail an genossenschaft@freising.de gebeten.

Gruppen und Einzelpersonen auf der Suche nach Mitstreiter*innen für eine gemeinsame Projektinitiative können ihre Kontaktdaten auf einem zur Veranstaltung gehörenden Padlet, einer digitalen Pinnwand, veröffentlichen. Den entsprechenden Link, um auf das öffentliche Padlet zuzugreifen und eigene Informationen hinterlassen zu können, erhalten Interessierte auf Anfrage an genossenschaft@freising.de

Am Samstag, den 09. Oktober 2021 fand ab 10 Uhr ein Vernetzungstreffen mit Grundstücksbegehung im SteinPark statt. Ziel der Veranstaltung war es, Informationen zum Grundstück und den Rahmenbedingungen vor Ort zu vermitteln sowie Raum für Austausch und Fragen zu ermöglichen. Im Rahmen einer Begehung des Grundstücks stellte die Stadt etwa 50 interessierten Bürger*innen das Bauareal vor und gab damit weitere Möglichkeiten für Austausch und Vernetzung. Bereits bestehende Gruppen konnten sich sowie deren Konzepte vorstellen, um weitere Mitstreiter*innen zu begeistern.

Über die Projektbörse der „mitbauzentrale münchen“ besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Mitstreiter*innen für das Projekt zu finden. Die „mitbauzentrale münchen“ bietet im Auftrag der Landeshauptstadt München kostenfreie Beratungsleistungen zu gemeinschaftsorientierten Wohnformen für Bürger*innen aus Stadt und Umlandkommunen an. Weiterführende Informationen können der Präsentation der Online-Veranstaltung entnommen werden.

Am Donnerstag, 15. Juli 2021, um 19 Uhr fand eine Online-Informationsveranstaltung zu genossenschaftlichem Wohnen im SteinPark mit annähernd 100 Interessierten statt. Die Stadt Freising stellte dabei den aktuellen Stand ihrer Planungen für das Genossenschaftsgrundstück im SteinPark vor. Die von der Stadt Freising beauftragte und bei der Entwicklung des Vergabeverfahrens beratende „stattbau münchen GmbH“ informierte an diesem Abend über die Grundzüge genossenschaftlichen Wohnens und erläuterte die notwendigen Schritte bei der Umsetzung einer gemeinsamen Initiative. Es wurde dargelegt, wie das Vergabeverfahren in etwa ablaufen wird und welche Erwartungen an die Bewerber*innen damit verbunden sind.
Die Präsentation der Online-Informationsveranstaltung finden Sie hier.

Informationen zum SteinPark

Die 2004 aufgegebene militärische Nutzung der General- von-Stein-Kaserne eröffnete die Chance, in Innenstadtnähe neue Wohnbauflächen zu entwickeln. Für das Gebiet mit einer Größe von etwa 16 Hektar sollte über einen städtebaulichen Wettbewerb eine innovative Lösung gefunden werden, die einen energieeffizienten Städtebau und eine flächensparende Bauweise mit einer bestmöglichen Integration des neuen Quartiers in das bestehende Stadtgefüge vereint.

 

Folgende Ziele wurden dabei verfolgt:

  • energieeffiziente und nachhaltige Siedlungs- und Grundrissstrukturen
  • abschnittsweise Entwicklung der Wohnbauflächen
  • Verbesserung der örtlichen sozialen Versorgungsstrukturen durch Kindergarten und Schule
  • wohnortnahe Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs
  • Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze
  • ausgewogene soziale Bewohnerstrukturen
  • Lebensraum für alle Bevölkerungsgruppen durch ein Angebot von verschiedenen flexiblen Wohnformen
  • hohe Aufenthaltsqualität und Identifikationswirkung der Freibereiche auch für die bestehenden Wohnquartiere

Auf Grundlage des durchgeführten städtebaulichen Wettbewerbs wurde im Jahr 2012 der Bebauungsplan Nr. 144 „General-von-Stein-Kaserne“ aufgestellt.

Als Ergebnis entsteht ein modernes und grünes Wohngebiet mit Einkaufsmöglichkeiten, Grund- und Mittelschule (Fertigstellung 2022), Kindertagesstätte und attraktiven Freianlagen. Im Juli 2015 konnte der Grünzug Ost, wie das 2,5 Hektar große parkähnliche Areal des neuen Stadtquartiers bezeichnet wird, samt zahlreichen Spielgeräten, Bewegungsparcours, Outdoor-Fitnessgeräten, Sitzgelegenheiten und einer allgemein hohen Aufenthaltsqualität eingeweiht werden. Die nördliche Stadtterrasse mit Obstwiese bildet den Abschluss des Quartiers und den Übergang zur freien Landschaft mit Ausblick in das Tertiäre Hügelland. Die Obstwiese übernimmt als Ausgleichsfläche eine wichtige Funktion zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft und wird in Anschluss an den letzten Bauabschnitt realisiert werden. Die Lage auf der Anhöhe im Freisinger Norden zwischen Altstadt und dem Naherholungsgebiet "Freisinger Riviera" sowie der hohe Baumbestand bieten den heutigen und zukünftigen Bewohner*innen darüber hinaus einen hohen Erholungs- und Freizeitwert.
Als Quartier der kurzen Wege ist eine hohe Durchlässigkeit und fußläufige Durchwegung gegeben. Die Erschließung durch den Kfz-Verkehr erfolgt ausschließlich aus Westen, die Wohnstraßen werden als verkehrsberuhigter Bereich mit Aufenthaltsqualität ausgebildet.

Das insgesamt 161.000 Quadratmeter große Areal wird seit 2011 in verschiedenen Bauabschnitten bebaut.

Im nördlichen Bauabschnitt (WA 4.4, WA 4.5) sollen jetzt durch genossenschaftliches Wohnen etwa 80 Wohneinheiten entstehen. Das Grundstück soll dabei nicht zum Höchstpreis vergeben, sondern nach dem besten Konzept mit Festpreis ausgewählt werden. Dieses Verfahren bietet Bürger*innen die Chance, sich als Initiative zusammenzuschließen und sich mit ihrem individuellen Konzept zu bewerben.

Genossenschaftliches Wohnen

Genossenschaftliches Wohnen ist der zweite Weg zwischen Miete und Eigentum. In einer Genossenschaft schließen sich Menschen zusammen, die Gemeinschaftseigentum, meist im Geschosswohnungsbau, realisieren wollen. Genossenschaftsmitglieder finanzieren den Bau ihres Hauses gemeinsam. Sie sind Mieter und Vermieter zugleich. Genossenschaften sind von Haus aus nicht spekulativ und renditeorientiert ausgerichtet. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung und Sicherung leistbaren Wohnens.

Die „mitbauzentrale münchen“ bietet im Auftrag der Landeshauptstadt München für Bürger*innen aus Stadt und Umlandlandkreisen ein vielfältiges und kostenfreies Informations- und Beratungsangebot zu gemeinschaftsorientiertem Wohnen. Dort finden Sie unter anderem weitere Informationen zur Rechtsform der Genossenschaft.


Ihr Kontakt

Amt für Stadtplanung und Umwelt der Stadt Freising
Amtsgerichtsgasse 1
85354 Freising
genossenschaft@freising.de

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