Westtangente

Um Freising vom Durchgangsverkehr zu entlasten, hat die Stadt bereits 1972 eine westliche Umfahrung in ihren Flächennutzungsplan aufgenommen. Seither hat der Verkehr massiv zugenommen und das innerstädtische Straßennetz an die Grenze der Belastbarkeit gebracht. Der Bau der Westtangente verschafft den Innenstadt-Anwohner*innen die Perspektive einer merklichen Entlastung und sorgt für ein Mehr an Lebensqualität. Zudem erhält Freising den dringend notwendigen Spielraum für Wachstum und neue Baugebiete. Die Verkehrsfreigabe ist für Herbst 2021 vorgesehen.

Zeitplan und Route

Die Westtangente ist als „Kreisstraße FS 44 neu“ gewidmet und wird in Sonderbaulast der Stadt Freising errichtet. Die 3560 Meter lange Trasse verknüpft die Thalhauser Straße (Staatsstraße 2084) / Weihenstephaner Ring mit der Bundesstraße 11 / FS 44. Der Ortsteil Vötting wird in einem 705 Meter langen Tunnel unterfahren.

Am 7. Mai 2015 fiel der symbolische Spatenstich für die Umfahrung, los ging es mit den eigentlichen Bauarbeiten Ende 2016. Gerechnet wurde damals mit einer Bauzeit von etwa vier Jahren. Wegen unerwarteter geologischer Probleme wird sich die Verkehrsfreigabe aber deutlich verzögern - nach derzeitigem Stand ist mit einer Verkehrsfreigabe frühestens im Herbst 2021 zu rechnen.

Finanzierung und Kosten

Die Projektsumme umfasst die Aufwendungen für Planung, Grunderwerb und Bau der Westtangente. Der Freistaat übernimmt 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Die restlichen Ausgaben tragen Stadt und Landkreis Freising in einem vertraglich vereinbarten Verhältnis. Die Projektkosten werden je nach Stand der Ausschreibungen fortgeschrieben.

Laut der vom Stadtrat im Dezember 2019 genehmigten Fortschreibung liegen die Projektkosten bei rund 133,8 Millionen Euro. Eine wichtige Einflussgröße für die erheblichen Mehrausgaben stellt die vorgefundene Geologie/ Hydrogeologie dar. Sowohl am Giggenhauser Schacht als auch im Bereich der Moosach waren trotz intensiver Vorerkundungen die gutachterlichen Ergebnisse nicht überall angetroffen worden (genauere Informationen auf der Seite "Tunnelbau Vötting"). Neben zusätzlichen Aufwendungen hat diese missliche Situation auch eine Verlängerung der Bauzeit zur Folge. Trotz geschickter Umorganisationen ist eine Verkehrsfreigabe der Tangente voraussichtlich erst im Herbst 2021 möglich. Die aktuell abschätzbaren Gesamtprojektkosten haben sich daher seit der Projektkostenfortschreibung vom Dezember 2018 um etwa 25,6 Miollionen Euro erhöht. Somit belaufen sich die derzeit auf Grundlage plausibler Ansätze hochgerechneten, nicht bereinigten Projektkosten auf 133,8 Millionen Euro.

Fortschreibung der Projektkosten:
Stadtratsbeschluss November 2013: 85,6 Millionen Euro 
Stadtratsbeschluss Dezember 2015: 91,1 Millionen Euro
Stadtratsbeschluss Dezember 2017: 98,4 Millionen Euro
Stadtratsbeschluss Dezember 2018: 108,2 Millionen Euro
Stadtratsbeschluss Dezember 2019: 133,8 Millionen Euro

Erläuterung:
Der Begriff nichtbereinigte Gesamtprojektsumme bedeutet, dass noch Aufwendungen für Spartenleistungen und für Grundstücke enthalten sind. Diese Kosten werden bei der Schlussrechnung für die Westtangente nicht herangezogen. 


Aktuelle Baustelleninfos

Geh- und Radweg zwischen Schlüterallee und Isar freigegeben

Planmäßig Ende Februar 2020 fertiggestellt und ab sofort freigegeben ist der neue Geh- und Radweg entlang der Westtangente zwischen Schlüterallee und Isardamm. Die Querung der Kreuzung Staatsstraße St 2350 (vormals Bundesstraße 11) und Kreisstraße FS 44 sichert eine Bedarfsampel. Richtung Isardamm unterfährt der Radverkehr die Kreisstraße in der bestehenden Unterführung. 


Radwegverbindungen wieder freigegeben

Seit Mitte Januar 2020 ist die an der Feldfahrt bislang gesperrte Radverbindung im Bereich der Westtangenten-Baustelle wieder freigegeben. Auch die Geh- und Radwegverbindung von der Schlüterallee entlang der Westtangente/FS 44 neu zur Staatsstraße St 2350 und weiter zur Einmündung der Milchstraße steht seit dem 21. Januar 2020 wieder zur Verfügung. 


Provisorischer Gehweg Am Mitterfeld

Umleitung Stadtbus 638

Die Arbeiten für den Neubau der Westtangente Freising machen so gute Fortschritte, dass die seit Anfang 2017 für den öffentlichen Verkehr angeordnete Sperrung der Straße Am Mitterfeld zumindest für Fußgänger*innen aufgehoben werden konnte: Seit 20. Dezember 2019 steht ein provisorischer Gehweg zur Verfügung. Der Weg verläuft von der Giggenhauser Straße aus auf der östlichen Seite und wurde in einer Breite von 1,5 Metern asphaltiert. Am nördlichen Ende müssten die Passant*innen dann auf den bestehenden, westlichen Gehweg wechseln. Für den motorisieren Verkehr ist weiterhin kein Durchkommen, was Absperrbarken verdeutlichen.  

Umleitung Stadtbuslinie 638
Weil an der Giggenhauser Straße die Zufahrt zur Straße Am Mitterfeld für den Stadtbus 638 gesperrt wird, muss die Buslinie umgeleitet werden. Die gültigen Fahrpläne finden Sie auf den Seiten der Freisinger Stadtwerke.

Verkehrsfreigabe der Straße im Sommer 2020
Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie führen, abhängig von den Gewerken, zu Verzögerungen insbesondere bei den Spartenverlegungen. Davon betroffen ist leider auch die Straße Am Mitterfeld. Die Stadt Freising wird alles daransetzen, dass die Straße nach den Sommerferien2020 wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Bis dahin abgeschlossen sein soll dann ebenfalls die Wiederherstellung der Giggenhauser Straße.


Verlegung Thalhauser Graben & Brückenbau

Unbedingt auf Absperrungen und Beschilderungen achten

Im September 2019 haben auch im Bereich der Thalhauser Straße die Bauarbeiten für die Westtangente mit der Verlegung des Thalhauser Grabens und der Erstellung von zwei Brücken begonnen. Somit herrscht auf der gesamten Länge der Westtangente von der Thalhauser Straße im Norden bis zum Anschluss an die Münchner Straße (ehemalige Bundesstraße B11) im Süden reger Baubetrieb.

Sicherheit geht vor
Neben dem Einsatz verschiedenster Baugeräte wie Bagger und Raupen läuft der Schwerverkehr per Lkw für die Zu- und Abfuhr von Boden und Baumaterial. Wir bitten daher darum, die aufgestellten Absperrungen und Beschilderungen zu beachten und die Baubereiche nicht zu betreten oder gar zu befahren. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer*innen, insbesondere der Kinder, sowie der dort Beschäftigten ist uns als Auftraggeberin und ebenso den Firmen ein großes Anliegen.

Stippvisite: Brückenbau an der Thalhauser Straße (April 2020)

Gute Fortschritte machen die Arbeiten für die Herstellung eines Geh- und Radwegs am künftigen Kreisverkehr für die Westtangente. Zwei Brückenbauwerke sorgen dafür, dass der Kreisel zu Fuß oder per Rad kreuzungsfrei unterquert werden kann.

Bilder der Arbeiten an der Thalhauser Straße (19.09.2019)


Für den Brückenbau: Teilsperrung Griesfeldstraße

Stadtbusse 637, 639 und 640 werden umgeleitet

Im Vorgriff auf den Bau des Kreisverkehrs an der Thalhauser Straße werden seit 9. September 2019 zwei neue Brücken über den Thalhauser Graben errichtet, der außerdem verlegt wird. Für diese Arbeiten muss die Griesfeldstraße zwischen Thalhauser Straße bis hin zur Gregor-Mendel-Straße bis etwa Mai 2020 gesperrt werden. Kinder aus dem Vogelherd und aus der Steinbreite können diesen Weg zur Grundschule Vötting nicht mehr nutzen. Der nur etwa 90 Meter längere Ersatzweg verläuft ein Stück parallel zur Thalhauser und dann nach Süden bis zur Parkplatz-Zufahrt der Forstfakultät. Auf der Nordseite des Parkplatzes können die Schüler*innen die Griesfeldstraße queren. Der Weg wird asphaltiert, beleuchtet und auch der Winterdienst ist gesichert. 

Der Kfz-Verkehr und Busse werden über die Thalhauser Straße stadteinwärts, rechts weiter über die Straße Am Staudengarten und dann wieder stadtauswärts über die Vöttinger Straße und Griesfeldstraße umgeleitet. Die Parkplätze der Forstfakultät können weiterhin über die Gregor-Mendel-Straße und von Süden her über die Griesfeldstraße angefahren werden.

Mehr zum Sachstand Westtangente (03.09.2019)

Umleitung Stadtbusse 637, 639 und 640

Seit Montag, 09. September 2019, bis voraussichtlich Ende Mai 2020 werden die Linien 637, 639 und 640 umgeleitet. Die Haltestelle Forstzentrum (Bus 639 und 640) kann nicht bedient werden. Auch die stadtauswärts gelegene Haltestelle Weihenstephan kann von den Bussen 637, 639 und 640 nicht bedient werden. Ersatzweise bedienen die Linien 639 und 640 die stadteinwärts gelegene Haltestelle Weihenstephan. Der Stadtbus 637 in Richtung Dürnast lässt die Haltestelle Weihenstephan aus, Ersatz bietet die Haltestelle Am Staudengarten. Die Haltestelle Dürnast wird zwei Minuten früher angefahren. Die restlichen Fahrzeiten bleiben unverändert. Der Nachtbus 640 bedient zusätzlich die Haltestelle Weihenstephaner Berg und wendet dort. An den Haltestellen weisen Fahrgastinformationen auf die Änderungen hin.


Anbindung der Angerstraße verzögert sich

Ungünstige Nachrichten in Sachen Anschluss der Angerstraße an die Westtangente: Die Angerstraße provisorisch über die Tangente an die Staatsstraße 2350, die ehemalige B 11, anzuschließen, wird voraussichtlich erst in der 2. Juli-Hälfte 2020 klappen. Der ursprünglich noch vor Weihnachten 2019 vorgesehene Anschluss konnte wegen Nebel, zu kühlen Temperaturen und zwischenzeitlich Schnee nicht asphaltiert werden. Bei diesen Witterungsbedingungen wollte die beauftragte Firma keine Gewährleistung bei der Aufbringung der obersten Deckschicht übernehmen. Die Firma konnte den Spezial-Asphalt erst im Frühjahr 2020 liefern, zudem mussten weitere Arbeiten wie Markierung, Beschilderung etc. neu mit Firmen terminiert werden. Und nicht zuletzt führte die Corona-Pandemie zu weiteren Verzögerungen, da zum Beispiel Maschinenteile für die neuen Asphaltfertiger der Firma Wadle nicht rechtzeitig geliefert wurden. Somit wirft die ungünstige Witterung im Dezember 2019 die Ausführung der Arbeiten um Monate zurück. 

Mit der Anbindung der Westtangente soll der Baustellenverkehr für das neue Stadtquartier an der Angerstraße über diese Trasse provisorisch abgewickelt werden - ein wichtiger Beitrag, um in den anliegenden Wohnstraßen zusätzliche Belastungen zu vermeiden.


Schlüterallee: Geh- und Radwegbrücke

Zwischen Mai und November 2015 wurde eine Geh- und Radwegbrücke über die Schlüterallee errichtet. In diesem Zusammenhang wurde auch eine neue Zufahrt zum Werksverkauf der Molkerei geschaffen. Die Schlüterallee ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt (Radfahrer*innen frei). Der Werksverkauf der Molkerei Weihenstephan ist ausschließlich über eine Sonderzufahrt direkt von der St 2350 in Richtung Achering zu erreichen (nach der Zufahrt zur Molkerei Weihenstephan nach ca. 200 Metern rechts). Die Umleitung für den Werksverkauf bleibt bestehen, damit sich anschließende Baußnahmen gefahrlos abgewickelt werden können.


Ihr Kontakt

Referat Technische Betriebe
Franz Piller
Amtsgerichtsgasse 6
85354 Freising


Telefon 08161/54-4 70 00
westtangente@freising.de


Weiteres Thema dieser Rubrik

Nach oben