Was ist der Verwaltungshaushalt und was wird im Vermögenshaushalt finanziert? Welches Volumen hat der Haushalt der Stadt Freising? Woher stammen die Einnahmen und was sind die wichtigsten Ausgaben? Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Rahmendaten und informieren Sie über den aktuellen Etat, den der Stadtrat beschlossen hat. 

Der Haushalt einer Kommune gliedert sich in den Verwaltungs- und den Vermögenshaushalt.

Im Verwaltungshaushalt werden die laufenden Einnahmen und Ausgaben erfasst. Hierzu zählen beispielsweise die Personalausgaben, Mieten und Unterhaltungsaufwendungen für Gebäude. Finanziert werden diese Ausgaben durch Steuereinnahmen, Zuweisungen vom Land oder aber auch Gebühren.

Der Vermögenshaushalt fasst sämtliche Einnahmen und Ausgaben zusammen, welche das Vermögen der Kommune beeinflussen. Dies betrifft hauptsächlich Investitionsmaßnahmen wie den Bau von Straßen und Gebäuden oder den Erwerb von Grundstücken. Finanziert werden diese Investitionen unter anderem durch Zuführungen aus dem Verwaltungshaushalt, Zuschüssen oder durch die Aufnahme von Krediten.

Übersteigen die Einnahmen im Vermögenshaushalt die Ausgaben, wird dieser Differenzbetrag den Rücklagen der Stadt Freising zugeführt. Diese Mittel stehen in den folgenden Jahren zur Finanzierung von Investitionen oder zur Überbrückung schlechterer Zeiten zur Verfügung.

Haushalt 2026

Der Freisinger Stadtrat hat in seiner Sitzung am 27. November 2025 den Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Das Gesamtvolumen des Haushalts beläuft sich auf 200.879.549 Euro. Davon entfallen 161.835.354 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 39.044.195 Euro auf den Vermögenshaushalt.

Für die Eigenbetriebe Stadtwerke und Stadtentwässerung sind Kreditaufnahmen in Höhe von insgesamt 10.199.000 Euro vorgesehen. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer werden auf 43,5 Millionen Euro geschätzt. Aus den Anteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer werden Einnahmen in Höhe von 62,4 Millionen Euro erwartet.

Die größten Ausgabenpositionen im Verwaltungshaushalt sind die Personalkosten mit knapp 49 Millionen Euro sowie die Kreisumlage mit 45,2 Millionen Euro.

Einen Überblick der wichtigsten Haushaltsdaten bietet unser "Streifzug", der hier im Anschluss als PDF-Datei eingesehen oder heruntergeladen werden kann.


Jahresrechnung

Die Jahresrechnung bildet vor allem die in einem Haushaltsjahr tatsächlich realisierten Einnahmen und Ausgaben ab und zeigt auf, inwiefern die Vorgaben aus dem Haushaltsplan im Rahmen des Haushaltsvollzugs eingehalten wurden. In diesem Jahresabschluss werden auch der Stand des Vermögens und der Verbindlichkeiten zu Beginn und am Ende des Haushaltsjahres nachgewiesen.

Jahresrechnung 2025

Die Jahresrechnung 2025 wurde vom Finanzreferat erstellt und dem Finanz- und Verwaltungsausschuss am 8. Juni 2026 sowie dem Stadtrat am 18. Juni 2026 zur Kenntnisnahme vorgelegt. Nicht ausgeschöpfte Haushaltsmittel werden als Haushalts- und Kassenreste in das Haushaltsjahr 2026 übertragen.

Das Haushaltsjahr 2025 konnte insgesamt mit einem besseren Ergebnis abgeschlossen werden als ursprünglich geplant. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten die Gewerbesteuereinnahmen, die aufgrund hoher Nachzahlungen den veranschlagten Ansatz um rund 16,4 Millionen Euro übertrafen. Dadurch konnten dem Vermögenshaushalt zusätzlich 14,9 Millionen Euro zugeführt werden.

Diese positive Entwicklung ist jedoch im Wesentlichen auf einmalige Nachzahlungen zurückzuführen und stellt daher keine dauerhafte Verbesserung der Einnahmesituation dar.

Aufgrund verzögerter Investitions- und Sanierungsmaßnahmen wurden Haushaltsmittel in Höhe von rund 48,3 Millionen Euro in das Jahr 2026 übertragen. Damit können bereits geplante Projekte im Folgejahr fortgeführt werden.

Die allgemeine Rücklage erhöhte sich auf rund 18,9 Millionen Euro. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere übertragene Kreditermächtigungen sowie noch ausstehende Investitionszuweisungen.

Trotz des insgesamt positiven Jahresabschlusses bestehen weiterhin finanzielle Herausforderungen. So lagen die Personalkosten über dem geplanten Ansatz. Zudem führten steigende Umlagezahlungen zu zusätzlichen Belastungen. Auch die Zinsausgaben sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen.


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