Was ist der Verwaltungshaushalt und was wird im Vermögenshaushalt finanziert? Welches Volumen hat der Haushalt der Stadt Freising? Woher stammen die Einnahmen und was sind die wichtigsten Ausgaben? Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Rahmendaten und informieren Sie über den aktuellen Etat, den der Stadtrat beschlossen hat. 

Der Haushalt einer Kommune gliedert sich in den Verwaltungs- und den Vermögenshaushalt.

Im Verwaltungshaushalt werden die laufenden Einnahmen und Ausgaben erfasst. Hierzu zählen beispielsweise die Personalausgaben, Mieten und Unterhaltungsaufwendungen für Gebäude. Finanziert werden diese Ausgaben durch Steuereinnahmen, Zuweisungen vom Land oder aber auch Gebühren.

Der Vermögenshaushalt fasst sämtliche Einnahmen und Ausgaben zusammen, welche das Vermögen der Kommune beeinflussen. Dies betrifft hauptsächlich Investitionsmaßnahmen wie den Bau von Straßen und Gebäuden oder den Erwerb von Grundstücken. Finanziert werden diese Investitionen unter anderem durch Zuführungen aus dem Verwaltungshaushalt, Zuschüssen oder durch die Aufnahme von Krediten.

Übersteigen die Einnahmen im Vermögenshaushalt die Ausgaben, wird dieser Differenzbetrag den Rücklagen der Stadt Freising zugeführt. Diese Mittel stehen in den folgenden Jahren zur Finanzierung von Investitionen oder zur Überbrückung schlechterer Zeiten zur Verfügung.

Haushalt 2022

Der Freisinger Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 02. Dezember 2021, den Haushalt für das kommende Jahr einstimmig beschlossen. Der Etat 2021 umfasst rund 141 Millionen Euro im Verwaltungs- und knapp 115 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Geplant ist eine Kreditaufnahme von knapp 42 Millionen Euro, weiterhin sollen 14 Millionen Euro den Rücklagen entnommen werden. Pandemie-bedingt wird mit Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von etwa 30,1 Millionen und als Anteil an der Einkommenssteuer von 35,8 Millionen Euro gerechnet. Die größten Posten auf der Ausgabenseite im Verwaltungsetat sind die Abführung an den Landkreis (Kreisumlage) mit 42,1 Millionen und für das städtische Personal mit knapp 39,4 Millionen Euro. Treffen die Planungen, auch bei der Abwicklung der Projekte, ein, dann wird sich der Schuldenstand am Jahresende 2022 auf knapp 64,5 Millionen Euro erhöhen. 

Einen Überblick der wichtigsten Haushaltsdaten bietet unser "Streifzug", der hier im Anschluss als PDF-Datei eingesehen oder heruntergeladen werden kann.


Jahresrechnung

Die Jahresrechnung bildet vor allem die in einem Haushaltsjahr tatsächlich realisierten Einnahmen und Ausgaben ab und zeigt auf, inwiefern die Vorgaben aus dem Haushaltsplan im Rahmen des Haushaltsvollzugs eingehalten wurden. In diesem Jahresabschluss werden auch der Stand des Vermögens und der Verbindlichkeiten zu Beginn und am Ende des Haushaltsjahres nachgewiesen.

Jahresrechnung 2020

Für das Haushaltsjahr 2020 hat das Finanzreferat der Stadt Freising eine Jahresrechnung erstellt, die dem Finanzausschuss am 07. Juni 2021 und dem Stadtrat am 25. Juni 2021 zur Kenntnisnahme vorgelegt wurde. Die darin dargestellten Kassen- und Haushaltsausgabereste - also geplante, aber nicht abgerufene Mittel - werden ins Haushaltsjahr 2021 übertragen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Corona-Pandemie die Stadt Freising im Jahr 2020 finanziell nicht so stark wie befürchtet getroffen hat. So sind die Einnahmen höher als im Nachtragshaushalt 2020 geplant, außerdem profitiert Freising von einer Ausgleichszahlung des Freistaats. Dies macht er möglich, vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt insgesamt 31 Millionen Euro zu überführen. 

Streifzug der Jahresrechnung 2020 zum Download


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