10 Jahre Bürgerstiftung

Mit einem kulturellen Festabend hat die Bürgerstiftung Freising am Donnerstag, 26. September 2019, ihren 10. Geburtstag gefeiert. In dieser kurzen Zeit hat die Bürgerstiftung viel bewegt und viel erreicht für Freising – vor allem sozial Benachteiligten wurde schnell und unbürokratisch geholfen.

Im Pavillon der Musikschule begingen die Gründungsstifter, ehrenamtliche Unterstützer*innen, großzügige Spender*innen und viele weitere Gäste das Stiftungsjubiläum. Erstklassige Musik und als Überraschungsgast Wolfgang Krebs sorgten für einen kurzweiligen Abend. Hervorgegangen aus dem Agenda-Prozess als Projekt von Bürger*innen für Bürger*innen startete die Stiftung im Dezember 2009 mit 59.150 Euro. Mittlerweile habe man das Stiftungskapital vervierfachen können, berichtete Oberbürgermeister und Schirmherr Tobias Eschenbacher. Der Stiftungszweck sei „breit gefächert“, insbesondere würden sozial Benachteiligte unterstützt, aber auch Einrichtungen, die ihrerseits helfen.

Zudem fungiert die Bürgerstiftung als Veranstalter: Neun Mal habe der Weihenstephaner Panoramalauf bereits stattgefunden und 12.000 Euro eingespielt, schilderte Florian Herrmann, Vorsitzender des Stiftungsvorstands. Die Chor-Konzerte „Frei-sing(t)“, eine wunderbare Idee von Verena Spanrad, hätten nach nur zwei Auflagen bereits 9000 Euro eingebracht. Insgesamt kamen 70.000 Euro an Spenden in den vergangenen Jahren zusammen, die in verschiedenste Projekte flossen.

Fortsetzung der Erfolgsgeschichte

Herrmann legte nachdrücklich dar, dass Bürgerstiftungen gebraucht würden. Den weiteren Fortbestand der Freisinger Stiftung sehe er „ganz optimistisch“ – und, so spaßte er, man könne nun vom „Anfangsverdacht“ ausgehen, dass weitere gute Jahre folgen würden. Einen bedeutenden Anteil am bisherigen Erfolg hat zweifellos Karl-Heinz Wimmer, Gründungsmitglied, Referatsleiter in der Freisinger Stadtverwaltung und die Person im Vorstand, die das Tagesgeschäft abwickelt. Herrmann bedankte sich bei ihm für den „starken Einsatz über all die Jahre“. 

Weil Stiftungen in Zeiten der Nullzinspolitik nichts erwirtschaften können für ihre wohltätigen Zwecke, sind Spenden so wichtig. Und da gebe es vielfältige Möglichkeiten wie einen Dauerauftrag oder Spenden statt Geburtstagsgeschenken, motivierte Herrmann. Wolfgang Krebs alias Bundesinnenminister Horst Seehofer schlug vor: „Wenn das Geld stiften geht, stifte was Gutes und spendiere es der Bürgerstiftung.“

Eindrücke vom Geburtstagsfest

Bürgerstiftung verteilt 10.000 Euro

Dank der großherzigen Zuwendungen wurden beim Geburtstagsfest Geschenke verteilt – an Organisationen, die sich im Rahmen eines Wettbewerbs zum Jubiläum mit ihren Projekten beworben hatten. Von 18 Bewerbungen bekamen 14 Institutionen einen Scheck überreicht. 1000 Euro gingen an: Prop e. V. (Hippo-Therapie für sozial Benachteiligte), Volkshochschule Freising (Aktion Heimatdetektive im Klimaschutz), Verein Frieda & Ben (Aufbau eines Seniorennetzwerks), Katholische Jugendstelle ("Get Ready - Fit für die Abschlussprüfung“), Mibikids (Deutschfördergruppen für Kindergarten- und Schulkinder), Kreatives Schauspielensemble (Förderung der Theaterkultur). Je 500 Euro erhielten: Katholische Jugendfürsorge/Hort Sankt Korbinian (Erneuerung von Materialien für die psychomotorische Förderung von Kindern im Grundschulalter), Spielmannszug der Freisinger Feuerwehr (Ersatzbeschaffung von Trachtenwesten), Freisinger Hobbykünstler (Festausstellung zum 50-jährigen Bestehen), Theaterverein Pulling (Förderung des Theaters), Kulturverein Modern Studio (37. Literarischer Herbst), Bücherei St. Lantbert (Anschaffung von Tonie-Boxen und Zubehör), Kulturverein Abseits (Rettung der Kulturkneipe), Zentrum der Familie (Elternbegleitung für Flüchtlingsfamilien).

Kulturelle Leckerbissen

Wie bei einem richtigen Geburtstagsfest gab es musikalische Ständchen, dargebracht von erstklassigen (Nachwuchs)Künstler*innen der Musikschule Freising mit dem Saxophon-Quartett "Saxadonna", Lilli Bulenda (Violine), Valerie Bulenda (Klavier), Leonhard Betz (Gitarre) und Christopher Schmid (Gitarre). Bevor Luz Amoi für den fulminanten Abschluss sorgte, holte Kabarettist Wolfgang Krebs seine Lieblings(Ex-)Landesväter Markus Söder, Horst Seehofer und Edmund Stoiber auf die Bühne.  Die Drei sorgten nicht nur für viele Lacher, sondern warben – jeder in seiner Art – ganz ernsthaft für die Bürgerstiftung als „Leuchtturm“: Sie mache Freisinger menschlicher und stärke den Zusammenhalt. „Lassen Sie sich nicht beirren im Gutes tun, im Miteinander, Nachvornedenken und Helfen“, rief Krebs aus.


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