Willkommen im neuen Herzstück kultureller Vielfalt – dem sorgfältig restaurierten Asamgebäude Freising! Nach sieben Jahren intensiver Generalsanierung erstrahlt dieses historische Juwel in neuem Glanz und öffnet seine Türen als lebendiges Kulturzentrum. Ab April 2024 starten erste Veranstaltungen im Asamsaal, das gesamte Ensemble wird dann im Sommer feierlich eröffnet.

Wir wollen hier mit Informationen zum Eröffnungsprogramm bei Ihnen die Vorfreude wecken! Eintrittskarten sind bereits erhältlich.

Tauchen Sie ein in die faszinierende Geschichte des Asam-Ensembles, das seine Wurzeln im 18. Jahrhundert hat und nun als modernes Zentrum für Kunst, Kultur und Begegnung fungiert. Der prächtige Asamsaal, Herzstück des Gebäudes, wird zum Schauplatz inspirierender Veranstaltungen.

Wir präsentieren Ihnen hier eine Auswahl aus dem Programm für die Monate April und Mai 2024. Erleben Sie temperamentvolle sowie nostalgische Musikabende, anregendes Kabarett, zauberhaftes Kindertheater und mitreißende Tanzdarbietungen. Beschenken Sie sich oder ihre Lieben mit einem Besuch dieser exzellenten Veranstaltungen im Asamsaal. Der Kartenvorverkauf hat im Dezember 2023 begonnen.

Das neue Asam-Spielzeitheft mit dem vielversprechenden Titel „Zeit für Wunder“, in dem wir Ihnen unser komplettes Jahresprogramm vorstellen, ist voraussichtlich ab Mitte Mai 2024 erhältlich. Wir freuen uns darauf, Sie mit einem außergewöhnlichen und abwechslungsreichen Reigen in einem einzigartigen Ambiente zu begeistern. Wir freuen uns auf Sie!

Programm Vorschau

Quadro Nuevo "Mare"

Mittwoch, 10. April 2024, 19.30 Uhr
ausverkauft

Veranstalter: Kulturamt Stadt Freising

Die mediterrane Leichtigkeit des Seins war zweifellos immer schon prägend für die Instrumental-Kunst von Quadro Nuevo: italienische Tangos, französische Valse, ägäische Mythen-Melodien, waghalsige Fahrtenlieder entlang einer sonnenbeschienen Küstenstraße, orientalische Grooves, Brazilian Flavour und neapolitanische Gassenhauer. Sie alle dienen als vergnügliche Barke für lustvoll improvisierte Abenteuerfahrten. Die Anregungen und Inspirationen hierzu holte sich Quadro Nuevo auf ausgedehnten Reisen. Musikalische Juwelen aufgelesen auf den Plätzen und an den Gestaden des Südens.
Die temperamentvollen Vollblut-Musiker touren seit 1996 durch die Länder dieser Welt und gaben bisher rund 3500 Konzerte. Die Auftrittsorte sind so verschieden wie die Wurzeln ihrer Musik: Das Ensemble ist nicht nur auf Festivals und in renommierten Konzertsälen wie der New Yorker Carnegie Hall zu Gast. Die spielsüchtigen Virtuosen reisen auch als Straßenmusikanten durch den mediterranen Süden und fordern als nächtliche Tango-Kapelle zum Tanz.

Des Kaisers* neue Kleider

Verlegt in die Luitpoldhalle!
Samstag, 20. April 2024, 15 Uhr (ausverkauft)
Sonntag, 21. April 2024, 15 Uhr, Tickets an der Tageskasse

Veranstalter: Tanzwerkstatt Ashton  

Mit dem Tanzmärchen "Des Kaisers* neue Kleider", frei nach dem Kunstmärchen von Hans Christian Andersen, bringt die Tanzwerkstatt Ashton ihre neueste Produktion auf die Asambühne Freising.
Das Ensemble besteht aus 130 Tänzerinnen und Tänzern im Alter von 6 Jahren bis 18 Jahren. Die „Kaiserin“ wird dargestellt von Schauspielerin Petra Lewi. Choreographien: Christina Ashton, Jula Ashton und Gabi Forster.

Choreographien

Samstag, 20. April 2024, 20 Uhr
Verlegt in die Luitpoldhalle!
ausverkauft
Veranstalter
: Tanzwerkstatt Ashton  

Mit „choreographien“ bringt die Tanzwerkstatt Ashton verschiedene Tanzstile wie Contemporary, Ballett, Hip Hop und Jazz in unterschiedlichsten Tanzstücken auf die Bühne. Das Ensemble besteht aus 115 Tänzerinnen und Tänzern ab 12 Jahren.
Choreographien: Alina Al-Kadhi, Christina Asthon, Jula Ashton, Gabi Forster und Jessica Hagl.
Ensemble: Schülerinnen und Schüler der Tanzwerkstatt
Moderation: Petra Lewi
 

Kindertheater: Das tapfere Schneiderlein

Dienstag, 23. April 2024, 15 Uhr
Tickets:
beim Kartenvorverkauf der Stadt Freising oder online beim Portal Reservix
Veranstalter: Kulturamt Stadt Freising

Sieben Fliegen schwirren um das Frühstück von Schneidermeister Fridolin – und er erschlägt sie alle auf einen Streich. Begeistert von diesem ersten Erfolg bestickt er einen Gürtel, der von seinen Taten kündet, und beschließt außerdem, das Schneiderhandwerk an den Nagel zu hängen um sich als Held einen Namen zu machen. Da trifft es sich gut, dass die Königin gerade händeringend auf der Suche nach einem Mann der Tat ist. Denn einige gefährliche Ungeheuer, die in den königlichen Wäldern ihr Unwesen treiben, müssen dringend zur Strecke gebracht werden. Erst dann darf Prinzessin Kunigunde den Bezwinger zum Mann nehmen. Angesichts dieser verlockenden Aussichten stürzt Fridolin sich ins Abenteuer. Solange niemand erfährt, dass er eigentlich nur ein Schneider ist, kann ja nichts schiefgehen.
Das tapfere Schneiderlein der Brüder Grimm ist ein Märchen darüber, dass in jedem von uns ein Held steckt.
Empfohlen für Kinder ab 4 Jahren, Dauer etwa 120 Minuten (inklusive 20 Minuten Pause)
Gastspiel: Redmanns Münchner Märchenbühne

Bruno Jonas "Meine Rede"

Freitag, 26. April 2024, 19.30 Uhr
ausverkauft

Veranstalter: Agentur Roswitha Seelos

Die „Gesellschaft zur Rettung der Welt“ hat Bruno Jonas für einen Galaabend auf hoher See im Salon der MS Deutschland engagiert. Vor dem „Nudelgangerl“ treten Illusionisten auf, Jonas ist nach dem Hauptgang dran, thematisch ist alles erlaubt. Nach dem Dessert gibt es noch Sintflut für alle. Der Abend endet mit dem gemeinsamen Absaufen.
In dieser ‚Rede’ überzeugt der Kabarettist einmal mehr als Meister seines Fachs mit einem vielseitigen Programm voller zündender Pointen, hintersinnigem Witz, seinem hochsensiblen und kunstvollen Gebrauch der Sprache und natürlichem Charme.

Conny und die Sonntagsfahrer "Schön war die Zeit..."

Muttertag, Sonntag, 12. Mai 2024, 15 Uhr
Tickets 
beim Kartenvorverkauf der Stadt Freising oder online beim Portal Reservix
Veranstalter: Kulturamt Stadt Freising

In einem wundervollen Konzert voller Nostalgie geht es zurück in die Zeit des deutschen Wirtschaftswunders. Petticoat, Nierentisch, VW-Käfer, im Fernsehen alles nur schwarz-weiß, Italien als liebstes Urlaubsziel und im Radio nur deutsche Schlager! Conny und die Sonntagsfahrer entführen Sie mit dem Programm „Schön war die Zeit...“ auf amüsante, unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise zurück in diese Zeit und laden Sie zum Zuhören und vielleicht auch zum Tanzen ein.
Erleben Sie die großen Schlager von Peter Alexander, Caterina Valente, Conny Froboess, Peter Kraus und vielen anderen. Mit authentischer Instrumentierung, originalgetreuen Arrangements und stilechter Kleidung lassen die vier Musiker die wunderbare Musik dieser großen Künstler wiederaufleben. Spannende und witzige Zwischenmoderationen runden den Auftritt zu einem unvergesslichen Abend ab. Authentisch, voller Spielfreude und mit viel Liebe zum Original.

Martin Schmitt "Jetz´ is Blues mit lustig"

verlegt von 14. April auf 22. September

Sonntag, 22. September 2024, 18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr)
Grund für die Verlegung sind die noch nicht ganz abgeschlossenen Baumaßnahmen im neu renovierten Asam. Zwar wäre der Asamsaal soweit fertig gestellt, jedoch gibt es technische Unwägbarkeiten auf und hinter der Bühne. Für den Abend mit Martin Schmitt ist der Flügel entscheidend, dieser kann unter den derzeitigen Umständen noch nicht angeliefert werden. Der wunderbare Abend mit Martin Schmitt soll aber in schönem Rahmen und mit unserem neuen „Steinway & Sons“-Flügel stattfinden, dafür haben wir einen neuen Termin am 22. September 2024 gefunden.
Tickets behalten ihre Gültigkeit. Sollten Sie an dem neuen Termin verhindert sein, können Sie Ihre Tickets zurückgeben bis spätestens Samstag, 15. Juni 2024, und zwar an den Vorverkaufsstellen, bei denen Sie die Karten gekauft haben. Den Ticketpreis bekommen Sie zurückerstattet.

Tickets für 22.9. beim Kartenvorverkauf der Stadt Freising oder online beim Portal Reservix (Ticket-Link folgt)
Veranstalter: Kulturamt Stadt Freising

Nach seinen erfolgreichen Programmen „Schmitt“, „Aufbassn!“ und „Von Kopf bis Blues“ präsentiert der aktuelle Deutsche Kabarettmeister sein heiß ersehntes neues Programm. Es ist eine bewährte Mischung aus humoristischen, ironischen, hintergründigen und ernsten Geschichten und Songs, die so bunt sind, wie das Leben.
Ob es um den überbordenden Gebrauch von Handys oder die täglich neue Motivation im Leben, um Ausraster oder Berufsmüdigkeit, um Angst, Neid oder zahllose Dialekte geht – der Schmitt dahinter ist immer erkennbar. Das Ganze an unserem neuen Flügel im Asamsaal, bayrisch und bluesgetränkt - praktisch das Blues und Minus des Lebens. Wer kann da Schmitt halten? Wo immer der Münchner auch war - er hinterlässt überall geflügelte Orte, denn er ist im besten Sinne Unterhalter und versteht es meisterhaft, sein Publikum humorvoll einzubinden.
Erneut eine Show mit einzigartigem Entertainmentfaktor!


Auf dem Weg zum Kultur- und Bürgerzentrum

Das neue Asam

Die Vorfreude auf die Wiedereröffnung des Asamgebäudes ist groß. Schließlich ging es bei den aufwendigen Arbeiten nicht nur um die erstmalige Generalsanierung des mehr als 300 Jahre alten Ensembles, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten und die äußere Gestalt wieder ins rechte Licht zu rücken. Mit der grundlegenden Instandsetzung geht eine Modernisierung und Neustrukturierung der Vierflügelanlage einher. 

Der Westflügel wird auf ganzer Breite zum Innenhof geöffnet und ein großes Foyer mit Touristinfo, Theaterkasse und Garderobe geschaffen, der über den Innenhof der Hauptzugang ins Gebäude sein wird. Eine Illustration zeigt die Raumwirkung mit den wunderbaren Kreuzgewölben (siehe Visualisierungen im Anschluss). Über eine neue, breite Treppe auf der Nordseite geht es hinauf ins Stadtmuseum, das seine Ausstellungsfläche fast verdreifachen wird. Noch ein Stockwerk höher und wir befinden uns im erweiterten Asamfoyer, an das sich der Asamsaal anschließt. Hier wurde die prachtvolle Originaldecke – Gemälde von Hans Georg Asam und Stuck von Nikolaus Liechtenfurtner – restauriert. Das Theaterpublikum darf sich freuen: Die Empore bleibt erhalten, das Gestühl wurde erneuert und etwas erhöht, was für eine bessere Sicht auf die Bühne sorgen wird. Die gesamte Audio- und Videotechnik wurde ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. Zusätzlich entstand vor der Bühne ein flexibel einsetzbares Orchesterpodium: Es kann als Orchestergraben abgesenkt, auf die Höhe des Parketts gefahren und bestuhlt oder auf Bühnenniveau gebracht und dann als Vorbühne genutzt werden. Hier, im zweiten Stockwerk, wurde außerdem ein neuer, kleiner Veranstaltungssaal mit Bühne geschaffen.

Eine enorme Aufwertung erfährt der südliche Platz, der den Namen "Asam öffne dich" erhält: Der neue Lastenaufzug kann als aufklappbare Bühne eingesetzt werden. Der früher vernachlässigte Hinterhof bereichert dann als attraktiver Veranstaltungsplatz das Freisinger Zentrum (siehe Visualisierungen im Anschluss).

Im barocken Dachstuhl werden das Depot des Museums sowie Lager- und Technikräume untergebracht. Im Gebäude kommen weiterhin die Büros für das Stadtmuseum sowie das Kultur- und Tourismusamt unter. Erstmals wird im Südflügel des historischen Ensembles ein Bistro entstehen, dem auch Freiflächen im Innenhof und auf dem südlichen Platz zur Bewirtung zur Verfügung stehen. Im Flügel auf der Nordseite zum Marienplatz werden wie in der Vergangenheit Läden zum Einkaufen einladen.

Illustrationen des künftigen Asamgebäudes


Kurzgeschichte des Asamtheaters

Die barocke Vierflügelanlage, das sogenannte Asamgebäude, entstand im ausgehenden 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts im Zentrum der Freisinger Altstadt. Im Baubestand finden sich sogar Spuren, die bis in das 14. Jahrhundert zurückreichen. Das Baudenkmal diente bis ins beginnende 19. Jahrhundert als kirchliche Hochschule und Gymnasium. 

Der historische Asamsaal hat eine lange Tradition. Die Freisinger Bürgerschaft liebt ihn als Ort des Theaters, der Kunst und der Begegnung. Gebaut wurde der Saal als Aula für das ehemalige fürstbischöfliche Gymnasium. Seine barocke Ausstattung und die Fresken von Georg Asam, dem Vater der beiden berühmten Gebrüder Cosmas und Egid Quirin, sowie der Stuck von Nikolaus Liechtenfurtner machen ihn zu einem festlichen und intimen Raum.

1949 begann der Umbau der Räumlichkeiten zum Festsaal, zudem sollte er für Theaterzwecke und Lichtspiele (Kino) zur Verfügung stehen. Theaterleiter Karl-Heinz Krüger wollte dem noblen Rahmen entsprechend hauptsächlich anspruchsvolle deutsche und künstlerisch wertvolle internationale Produktionen zeigen. Durch die geräumige Bühne waren in der Zeit auch Konzert- und Theatervorstellungen möglich. Auf einen Antrag von 1947 hin erhielt der neu geschaffene Saal die Bezeichnung „Asamsaal“.

Die Anforderungen eines modernen Spielbetriebes machten 1976 eine grundlegende Neugestaltung des Theaterumfeldes erforderlich. Die Stuckdecke des Saales wurde gesichert und befestigt, schadhafte Teile wurden erneuert. Die farbliche Gestaltung der Decke und der Wände erfolgte nach dokumentarischem Befund. Die Deckenbilder wurden restauriert. Weiterhin wurden unter anderem das Bühnenhaus erweitert, die Empore um drei Sitzreihen verkürzt, neue Fenster im Saal, Foyer und im barocken Treppenhaus in Naturton eingebaut, die Fassaden renoviert und das Foyer vergrößert. 


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