Kirchenaustritt

Beim Austritt aus der Kirche oder einer Religionsgemeinschaft gibt es einige Dinge zu beachten. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Unterlagen Sie mitbringen müssen, welche Altersgrenzen wichtig sind und in welchen Fällen die Zustimmung durch gesetzliche Vertreter*innen notwendig ist.

Den Kirchenaustritt selbstständig erklären kann, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat und nicht geschäftsunfähig ist. Für ein Kind, welches das 12. jedoch noch nicht das 14. Lebensjahr vollendet hat, gilt: Entweder erscheint das Kind selbst und besitzt die Zustimmung des/der gesetzliche*n Vertreter*in zum Kirchenaustritt oder der/die gesetzliche Vertreter*in erscheint und besitzt die Zustimmung des Kindes. Für jüngere Kinder kann der/die gesetzliche Vertreter*in den Kirchenaustritt erklären.

Bitte beachten Sie, dass für Kinder unter gemeinsamer Sorge der Eltern die Erklärung (Austrittserklärung oder Zustimmung zum Austritt) nur von beiden Elternteilen gemeinsam abgegeben werden kann.

Die Austrittserklärung wird, sofern die formellen, persönlichen und inhaltlichen Voraussetzungen erfüllt sind, mit Zugang beim zuständigen Standesamt öffentlich-rechtlich wirksam. Der Austritt kann nicht rückwirkend erklärt werden. Die Kirchensteuerpflicht endet mit Ablauf des Monats, in dem die Austrittserklärung wirksam geworden ist (gemäß Kirchensteuergesetz).

Erforderliche Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass
  • gegebenenfalls Nachweis über das Sorgerecht, falls der Kirchenaustritt für ein unter alleiniger Sorge eines Elternteils stehendes Kind erklärt werden soll

Gebühren

  • Aufnahme einer Niederschrift über die mündliche Austrittserklärung: 25 Euro 
  • Erteilung einer schriftlichen Bestätigung über die Austrittserklärung: 10 Euro 
  • Erteilung einer Auskunft aus einer Sammelakte: 15 Euro 
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