Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen und Tipps rund um den Radverkehr in Freising: unter anderem zu Fördermöglichkeiten, zum Freisinger Radlsommer und dem Radwegezielnetz.

Wer in Freising unterwegs ist, bemerkt schnell, dass der Radverkehr eine große Rolle in der Stadt spielt. Das „Radl“ erfreut sich über alle Generationen hinweg großer Beliebtheit. Zwar bietet die kompakte Struktur der Stadt dafür eine gute Voraussetzung, demgegenüber stehen aber die bewegte Topographie, die Barrieren im Stadtgebiet (DB-Strecke und Isar) und die oft nicht anforderungsgerechten Radverkehrsanlagen.


Die Kammergasse: Eine Straße - zwei Projekte

  • Projekt 1: Baustellenumfahrung „Pop-Up-Lane“
  • Projekt 2: Machbarkeitsuntersuchung Verkehrsberuhigung
In den letzten Sitzungen des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt wurden verschiedene wegweisende Beschlüsse zur künftigen Verkehrssituation in der Kammergasse gefasst. Aufgrund einer regen öffentlichen Diskussion und zahlreicher Anfragen nach näheren Informationen fasst die Stadt den aktuellen Sachstand kompakt zusammen. Bei der Kammergasse handelt es sich um eine Straße und zwei Projekte, die jeweils unabhängig voneinander entwickelt und geprüft werden.

Projekt 1: Baustellenumfahrung „Pop-Up-Lane“

Auf Grund der Bauarbeiten in der Innenstadt, welche die Durchfahrbarkeit für den Radverkehr in Abschnitten nicht mehr erlauben, wurde die Verwaltung beauftragt, für die Dauer der Baumaßnahmen eine Radverkehrsumleitung über die Kammergasse (Sperrung einer Fahrspur zugunsten des Radverkehrs) zu prüfen und nach Möglichkeit umzusetzen. Die verkehrsrechtliche Umsetzbarkeit wird aktuell überprüft. Eine entsprechende Anwohnerinformation wird folgen. Gewünschter Umsetzungszeithorizont ist eine Realisierung bis zum Ende der Sommerferien. Es handelt sich um eine vergleichsweise kurzfristige und temporäre Maßnahme.

Die anstehenden Baumaßnahmen in der Freisinger Innenstadt haben in den nächsten Jahren anhaltende Einschränkungen für den Fuß- und Radverkehr zur Folge. Um einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten gewährleisten zu können, muss die Durchfahrt für den Radverkehr aus verkehrsrechtlicher Sicht gesperrt werden (Sicherheit!). Nur für Fußgänger*innen (bzw. schiebende Radfahrer*innen) wird der Durchgang möglich sein. Um Konflikte – insbesondere zwischen dem Rad- und Fußverkehr – zu vermeiden und Radverkehrsteilnehmern, die keine Ziele in der Innenstadt anfahren, sondern diese nur zügig in Ost-West-Richtung passieren wollen, soll bzw. muss daher eine Umfahrungsmöglichkeit der Innenstadt angeboten werden. Die Stadt Freising hat sich überdies zum Ziel gesetzt, im Herbst 2020 als „fahrradfreundliche Kommune“ zertifiziert zu werden. Ein schlüssiges Baustellenmanagement und das Angebot von Umleitungen für den Radverkehr an baustellenbedingten Engstellen, an denen eine Durchfahrt für den Radverkehr nicht mehr möglich ist, sind selbstverständlich Grundvoraussetzung, auch für eine Zertifizierung. Als Parallelachse zur Hauptstraße bietet sich die Kammergasse als mögliche temporäre Umfahrung der Innenstadt für den Radverkehr an.

Auf Grund der vorhandenen Breiten in der Kammergasse und dem hohen Verkehrsaufkommen, auch an Schwerlastverkehr, wird für den Radverkehr jedoch nur ein Einrichtungs-Radweg in Ost-West-Richtung realisiert werden können. Um den Radverkehr auch sicherer auf die Kammergasse führen zu können, wird seitens der Verwaltung zudem geprüft, inwieweit auf der Wippenhauser Straße im Abschnitt zwischen Karlwirt-Kreuzung und Kammergasse eine mögliche Führung für den Radverkehr umgesetzt werden kann. Der Konzeptvorschlag hierfür wird am 29. Juli im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt vorgestellt. Für den Radverkehr in West-Ost-Richtung soll temporär eine Umleitungsroute über Heiliggeistgasse, Ottostraße und den Fürstendamm beschildert werden.

Projekt 2: Machbarkeitsuntersuchung Verkehrsberuhigung

Ein zweites Projekt, ganz unabhängig von der temporären Baustellenumfahrung, ist die Machbarkeitsuntersuchung zur Umgestaltung der Kammergasse als Fahrradstraße. Die Durchführung dieser Untersuchung ist sowohl in der Innenstadtkonzeption als auch im Mobilitätskonzept verankert und entsprechend beschlossen worden. Die Durchführung der Machbarkeitsstudie wird über das Programm zur Städtebauförderung vom Freistaat Bayern gefördert. Auf Grundlage des Beschlusses vom 8. Juli 2020 soll bei den weiteren Planungen nun untersucht werden, inwieweit und unter welchen weiteren Voraussetzungen eine Gegenläufigkeit des motorisierten Verkehrs auf der Alois-Steinecker-Straße möglich ist und die Kammergasse zu einer Fahrradstraße umgestaltet werden könnte. Es handelt sich dabei ausdrücklich um einen Beschluss für die Planungsgrundlagen der Machbarkeitsuntersuchung und nicht um einen Projekt- bzw. Umsetzungsbeschluss. Im weiteren Planungsverlauf sollen nun die kritischen Punkte und Schnittstellen identifiziert und die entstehenden Planungsfragen Schritt für Schritt weiter untersucht werden. Ebenfalls ist eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit und Einbeziehung der Anwohner*innen geplant. Weitere Informationen zur Historie der Machbarkeitsstudie sind auf der Seite des Mobilitätskonzeptes zu finden.


Der Freisinger Radlsommer

Der seit 2016 jährlich stattfindende Freisinger Radlsommer beginnt meist im Juni mit einer Auftaktveranstaltung in der Innenstadt. Im Anschluss startet der dreiwöchige Aktionszeitraum der bundesweiten Kampagne "STADTRADELN". Nach den großen Ferien folgt die lokale Aktion „Mit dem Rad in der Stadt“, die von der  Agenda21-Projektgruppe Bauen, Wohnen, Verkehr initiiert wurde. Beendet wird der Radlsommer durch eine große Abschlussveranstaltung. Neben Feierlichkeiten und einer großen Preisverleihung erhält man hier immer umfassende Informationen zum aktuellen Stand der Radverkehrsprojekte im Stadtgebiet. Der Freisinger Radlsommer erfreut sich jährlich wachsender Beliebtheit und Teilnahme.

...mit der Kampagne STADTRADELN...

Die bundesweite Aktion „STADTRADELN“ dient der Förderung des Radverkehrs und dem Klimaschutz. Mehr Fahrräder im Straßenverkehr tragen dazu bei Luftschadstoffe und Lärm zu reduzieren und die Lebensqualität in Gemeinden und Städten deutlich zu verbessern. Etwa die Hälfte der mit dem Auto zurückgelegten Wege ist kürzer als fünf Kilometer – also eine ideale Entfernung zum Radfahren. Nebenbei liegt Radfahren im Trend, macht Spaß und ist Fitness-Training zum Nulltarif und gut für die Gesundheit. Die Aktion STADTRADELN, an der sich Kommunen aus ganz Deutschland und darüber hinaus beteiligen können, will ein Zeichen für mehr Radverkehrsförderung setzen und wird vom Klima-Bündnis organisiert.

Von 21. Juni 2020 bis 11. Juli 2020 hieß es auch in Stadt und Landkreis Freising wieder in die Pedale treten und durch eifriges Kilometersammeln ein Zeichen setzen für die konsequente Umsetzung des beschlossenen Mobilitätskonzeptes „Freising – nachhaltig mobil“, eine bessere Radverkehrsförderung und mehr Lebensqualität.

Wettbewerb "Schulradeln"

STADTRADELN wird auch in diesem Jahr wieder durch den Wettbewerb Schulradeln als Bestandteil der Kampagne begleitet - diesmal sogar auf bayernweiter Ebene!

Um vermehrt Schulen zur Teilnahme am STADTRADELN zu motivieren vergibt die Freisinger Agenda21 in diesem Jahr dankenswerter Weise wieder attraktive Preise für mitradelnde Freisinger Schulklassen, Schülerinnen und Schüler, ab der fünften Klasse*, im Gesamtwert von 850 €. Allen Akteuren liegt es am Herzen gezielt Schülerinnen und Schüler; sowie indirekt natürlich auch Eltern (Stichwort „Elterntaxi“) und Lehrkräfte in Ihrer Vorbildfunktion; zur Teilnahme zu motivieren und dafür zu sensibilisieren, welchen wichtigen Beitrag  eine nachhaltige Mobilität zum Erhalt unserer Umwelt hat. Mitmachen lohnt sich!

Gesucht werden beim Freisinger Schulradeln Gewinner*innen in den folgenden Kategorien:
- Schule mit den meisten Fahrradkilometern absolut (Schulpokal)
- Teilnehmer*in mit den meisten Fahrradkilometern absolut (Platz 1-3)
- Schulklasse mit den meisten Fahrradkilometern absolut (Platz 1-3)
- Schulklasse mit der höchsten prozentualen Beteiligung (Platz 1-3)

Wie könnt ihr mitmachen?
Schaut unter www.stadtradeln.de/freising, ob Eure Schule bereits als Team angemeldet ist. Wenn nicht, gründet ein Team mit dem Namen Eurer Schule. Wurde bereits ein Schulteam gegründet, besteht die Möglichkeit klassenweise "Unterteams" zu bilden. So könnt ihr für Eure Klasse und gleichzeitig für Eure Schule Kilometer sammeln. Und nicht vergessen: Motiviert möglichst viele Mitschüler*innen und schulische Angestellte, gemeinsam für eure Schule in die Pedale zu treten!

Alle Informationen zum bayernweiten Schulradeln gibt es hier: https://www.stadtradeln.de/schulradeln-bayern

...und der Aktion „Mit dem Rad in der Stadt“.

Bei der Aktion „Mit dem Rad in der Stadt“ heißt es jährlich:  Mitradeln, Einkaufen und Gewinnen. Für Einkäufe im Aktionszeitraum mit dem Fahrrad erhalten Sie ab einem Einkaufswert von 5 € bei den teilnehmenden Geschäften und Institutionen die Sammelmarken mit dem radelnden Freisinger Bären. Die Sammelhefte liegen immer kurz vor Beginn der Aktion im Bürgerbüro, der Touristinformation, der Stadtbibliothek und selbstverständlich bei allen teilnehmenden Geschäften aus. Zu gewinnen gibt es zahlreiche gespendete Preise der teilnehmenden Institutionen. Es lohnt sich also: für Sie und die Umwelt!

Durchgeführt wird die Aktion, welche der Förderung des Alltagsradverkehrs sowie unseres innerstädtischen Einzelhandels dient, in Kooperation mit der Agenda21-Projektgruppe „Bauen, Wohnen, Verkehr“ und der Aktiven City Freising e.V.

Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern

Beitritt zur AGFK – ein klares Bekenntnis zur Radverkehrsförderung

Die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern)“ ist ein Netzwerk bayerischer Kommunen, dass 2012 von 38 Gründungsmitgliedern und maßgeblicher Unterstützung der Bayerischen Landesregierung ins Leben gerufen wurde. Die Stadt Freising ist der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V. (AGFK) im Jahr 2016 beigetreten. Leitidee des Vereins war und ist der Netzwerkgedanke und regelmäßige Erfahrungsaustausch. Mit dem Beitritt in die AGFK musste die Stadt Freising ein klares Bekenntnis zum Radverkehr abgegeben. Im Rahmen einer Vorbereisung wurde die bestehende Radverkehrsinfrastrukur und -verkehrspolitik der Stadt von Fachleuten unter die Lupe genommen. Defizite und positive Aspekte der Radverkehrsförderung wurden vom der AGKF benannt. Nach ca. 4 Jahren Mitgliedschaft in der AGFK werden die Fortschritte der Stadt Freising im Bereich Radverkehr im Rahmen einer sogenannten „Hauptbereisung“ bewertet. Dann wird sich zeigen, ob Freising die Auszeichnung  „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr erhält.


Radwegezielnetz

Ein besonderes Augenmerk des Mobilitätskonzeptes „Freising – nachhaltig mobil“ und der Stadt Freising liegt auf der Förderung des Radverkehrs. Zwar kann Freising bereits einen hohen Anteil an Radfahrer*innen aufweisen, in Bezug auf die Fahrradfreundlichkeit der Stadt besteht jedoch Nachholbedarf. Negativ treten die fehlende Durchgängigkeit der Radwege, Konflikte mit anderen Verkehrsmitteln, besonders in Kreuzungsbereichen und Straßen mit geringem Querschnitt, unzureichende Abstellanlagen und die stark lückenhafte Wegführung auf. Als Grundlage, um die Defizite im Radverkehrsbereich zu adressieren und Netzlücken zu schließen, wurde ein „Radwegezielnetz“ erarbeitet. Im Zielnetz wurden Hauptrouten definiert, die prioritär umgebaut und für den Radverkehr verbessert werden sollen. Zum anderen wurden Ausbau- bzw. Gestaltungsstandards für den Radverkehr im Rahmen von (Straßen)Bauvorhaben festgelegt.

Grundsätzlich gliedert sich das Zielnetz hierarchisch in zwei Ebenen: Hauptnetz und Erschließungsnetz. Hauptnetzelemente sind Hauptachsen des Radverkehrs, welche die Verbindung von Stadtteilzentren zum Hauptzentrum und von Stadtteilzentren untereinander bilden. Hier soll dem potentiell hohen Radverkehrsaufkommen ein weitgehend störungsfreies Fahren und ein zügiges Vorankommen durch eine direkte Führung ermöglicht werden. Das Erschließungsnetz verknüpft Hauptachsen und dient der flächigen Erschließung bzw. der von Quartieren und Ortsteilen. Hier ist mit einem mittleren Verkehrsaufkommen zu rechnen. Anzustrebender Ausbaustandard ist eine Führungsform, die hohe Verkehrssicherheit gewährleistet.

Eine Sonderstellung im Zielnetz nimmt der Innenstadtbereich ein, der durch ein hohes Radverkehrsaufkommen gekennzeichnet ist, da hier viele wichtige Quellen und Ziele des Radverkehrs liegen. Für diesen Zentrumsbereich wird gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsfunktion anstrebt. Dies geht mit einem hohen Fußverkehrsaufkommen einher. Verkehrsrechtlich wird der Bereich nach dem Umbau als verkehrsberuhigte Zone bzw. Fußgängerzone ausgewiesen. Dementsprechend soll eine Gleichberechtigung der Verkehrsarten erreicht werden. Für den Radverkehr bedeutet dies verminderte Geschwindigkeiten.

Gesondert gekennzeichnet sind weiterhin die Netzelemente der touristischen Radwege, für welche die Funktionen des Freizeitverkehrs vordergründig sind. Bei diesen Freizeitrouten sind bezüglich des Ausbaustandards mindestens die Anforderungen an Nebenrouten zu empfehlen. Zudem ist auf eine landschaftlich ansprechende Einpassung der Routen abseits hoch befahrener Straßen zu achten. Auf Freizeitrouten ist das Erleben der Umwelt- und Familienfreundlichkeit wichtiger als zügiges Vorankommen.


Arbeitsgruppe Runder Radltisch

Der hohe Stellenwert, den das Radfahren in Freising hat, zeigt sich nicht nur am vergleichsweise hohen Radverkehrsanteil, sondern auch an dem regen Engagement von Bürgern, Verbänden, Politik und Verwaltung für eine Verbesserung der Bedingungen. Der Runde Radltisch ist in diesem Zusammenhang bereits seit über 10 Jahren etabliert.

Es handelt sich hierbei um ein Fachgremium, in welchem die Verwaltung (u.a. Stadtplanung, Tiefbau, Amt für Sicherheit und Ordnung), Vertreter der Politik, der Polizei, der Agenda 21, Mitarbeiter der Hochschule und Abgeordnete vom Verkehrsclub Deutschland sowie nicht zuletzt die der örtliche ADFC-Verband ressortübergreifend diskutieren und Abstimmungen zu geplanten Maßnahmen ermöglicht werden.

Während der Erstellung des Teilkonzeptes Radverkehr wurden eine breite Beteiligung und ressortübergreifende Abstimmung durch die Konsultation des Runden Radltisches gewährleistet. Während der Bearbeitung fanden drei Sitzungen statt. Es wurden Lösungen für folgende radverkehrsbezogene Problemstellungen und das Radwegezielnetz diskutiert.

Der Lenkungskreis Runder Radltisch begleitet die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes und dient dem Monitoring und Controlling.


(Lasten)Radförderprogramm

Die Stadt Freising möchte Anreize zur Änderung des Mobilitätsverhaltens schaffen. Fahrten des motorisierten Individualverkehrs im Stadtgebiet sollen reduziert und der Radverkehrsanteil, auch im gewerblichen Bereich, erhöht werden. Dazu hat die Stadt Freising ein kommunales Förderprogramm für (Lasten)fahrräder aufgelegt. Sie verfolgt damit folgende Ziele zum Wohle ihrer Bürger*innen im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität vor Ort verfolgt:

  • Senkung der lokalen CO2-Emissionen im Sinne des Klimaschutzes durch eine Minderung des Verbrauchs von fossilen Energieträgern
  • Verringerung der Schadstoffemissionen (v. a. NOx) und Feinstäuben im Stadtgebiet als Beitrag zur Luftreinhaltung
  • Lärmminderung im Sinne des Lärmaktionsplans der Stadt Freising
  • Räumliche Entlastung durch eine Reduzierung des ruhenden (motorisierten) Verkehrs und Potenzierung des Effekts der Verkehrsverlagerung durch spezielle Anreize für die gemeinschaftliche Lastenradnutzung („Sharing“)

Das Förderprogramm wurde im Rahmen der Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Freising sowie desMobilitätskonzeptes „Freising – nachhaltig mobil“ (Maßnahme 18) auf den Weg gebracht. Die Förderung alternativer Mobilitätskonzepte ist darüber hinaus Bestandteil des Stadtentwicklungsplans (STEP).

Förderanträge für 2020 können ab sofort gestellt werden.

Gefördert werden

  • Elektrische Lastenfahrräder
  • Muskelbetriebene Lastenfahrräder
  • Fahrradanhänger
  • Pedelecs (für einkommenschwache Haushalte)

zum Lasten- oder Personentransport.

Wichtiger Hinweis zur Förderung

Gefördert werden nur Lastenfahrräder bzw. -pedelecs, die so konstruiert sind, dass sie eine zusätzliche Transportfläche bzw. Transportkiste aufweisen. Sogenannte "Leicht-Lastenräder" (maximales Bruttogewicht inkl. Fahrer, Fahrrad und Gepäck < ~200 kg) in gewohnter Fahrradoptik mit lediglich verstärktem Rahmen und z.B. leistungsfähigeren Gepäckträgern sind nicht förderfähig.

Zusätzlich gibt es eine Stilllegungsprämie in Höhe von 500 €, wenn mit Anschaffung eines Lastenfahrrads oder -anhängers gleichzeitig ein mit Benzin- oder Dieselkraftstoff betriebener PKW (bzw. Fahrzeug) stillgelegt wird.

Grundsätzliche Fördervoraussetzungen sind

  • der Bezug von Ökostrom (bei E-Fahrzeugen)
  • das Angebot eines Fahrrad-Fachhändlers

Die Besonderheiten des Freisinger Förderprogramms sind

  • erhöhte Fördersätze für einkommensschwache Haushalte
  • erhöhte Förderung für Fahrzeuge, die nachweislich zum Verleih („Sharing“) zur Verfügung gestellt werden
  • im Einzelfall: (Bauliche) Maßnahme für den Verleih eines Lastenfahrzeugs
  • zusätzlicher Preisvorteil von einzelnen Fahrrad-Fachhändlern in Höhe von 3 %

Antragsberechtigt sind

  • Privatpersonen
  • Gewerbetreibende
  • Freiberuflich tätige Personen
  • Gemeinnützig anerkannte Vereine
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Je Haushalt und Institution ist maximal ein Fahrzeug bzw. Lastenanhänger förderfähig.

Richtlinie und Antragsunterlagen

mit allen Details zur Förderung sowie den konkreten Fördersätzen finden Sie hier auf der Webseite zum Download oder erhalten Sie zu den Öffnungszeiten im Amt für Stadtplanung und Umwelt.

Antragsstellung

erfolgt unter Verwendung der von der Stadt Freising zur Verfügung gestellten Antragsformulare. Diese senden Sie ausgefüllt, unterschrieben und mit den jeweils erforderlichen Nachweisen entweder

  • per Post an die nachfolgende Adresse:
    Stadt Freising
    Amt für Stadtplanung und Umwelt
    - Lastenradförderung -
    Obere Hauptstraße 2
    85354 Freising
  • oder eingescannt per E-Mail an:
    lastenrad-foerderung@freising.de


Ihr Kontakt

Stadt Freising
Amt für Stadtplanung und Umwelt
Klimaschutzmanagement
klimaschutz@freising.de


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