Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen und Tipps rund um den Radverkehr in Freising: unter anderem zu Fördermöglichkeiten, zum Freisinger Radlsommer und dem Radwegezielnetz.

Wer in Freising unterwegs ist, bemerkt schnell, dass der Radverkehr eine große Rolle in der Stadt spielt. Das „Radl“ erfreut sich über alle Generationen hinweg großer Beliebtheit. Zwar bietet die kompakte Struktur der Stadt dafür eine gute Voraussetzung, demgegenüber stehen aber die bewegte Topographie, die Barrieren im Stadtgebiet (DB-Strecke und Isar) und die oft nicht anforderungsgerechten Radverkehrsanlagen.


AGFK bescheinigt: Freising auf gutem Weg

Geschafft! Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern) empfiehlt die Stadt Freising als fahrrradfreundlich auszuzeichnen. Bei der Hauptbereisung durch die AGFK Bayern am 26. Oktober 2020 hatte die Stadtverwaltung Gelegenheit, der AGFK-Bewertungskommission die Fortschritte der Stadt Freising im Bereich der Radverkehrsförderung vorzustellen.

Schon vor knapp viereinhalb Jahren hatte die Stadt Freising die Mitgliedschaft bei der AGFK beantragt. In einer Vorbereisung hatte die Bewertungskommission ihre grundsätzliche Zustimmung erteilt. Die Stadt hatte in der Folge wie alle anderen Bewerber vier Jahre Zeit, für die Hauptbereisung einzelne festgestellte Mängel nachzubessern.

Zur Präsentation im Freisinger Rathaus Rathaus konnte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher neben Vertreter/-innen aus der Verwaltung und der Kommission zudems Vertreter/-innen des lokalen ADFC und der Agenda21-Gruppe „Bauen, Wohnen und Verkehr“ begrüßen. Nach der Einführung durch den OB stellte das Stadtplanungsamt die wichtigsten Verbesserungen und zukünftigen Planungen vor. Ein Schwerpunkt lag dabei auf den zentralen Entwicklungen und Optimierungen in den Bereichen Infrastruktur, Nahmobilität, Service und Information für den Radverkehr. Die Präsentation finden Sie hier.

Nach einer kurzen Stärkung begann am Nachmittag die Fahrradexkursion durch Freising. Einige der Highlights waren der Isarsteg Nord, die neuen Fahrradstraßen in Freising und die Bike+Ride- Anlage am Bahnhof. Ausgesprochen positiv bewertet wurde dabei die rasche Umsetzung von erst seit kurzem durch die Änderung der StVO eingeführten Instrumenten wie dem Grünpfeil für den Radverkehr an der Korbinianskreuzung. Auch die zügige Baustellenumfahrung der Altstadt für den Radverkehr durch die Radspur entlang der Kammergasse fand breite Zustimmung.

Nach Ende der Exkursion gab die Kommission bekannt, dass sie Verkehrsministerin Schreyer empfehlen werde, die Stadt Freising als fahrradfreundliche Kommune zu zertifizieren. Grundlage für die positive Bewertung waren insbesondere die hohe Motivation von Politik und Verwaltung, den Radverkehr zu verbessern und dabei die konsequente Umsetzung vieler kleinerer Maßnahmen (Fahrradstraßen, Grünpfeile, Baustellenumfahrung der Innenstadt) sowie das Mobilitätskonzept als Grundlage und Ausdruck des starken Willens, dem weiteren Ausbau der Fahrradfreundlichkeit auch in Zukunft hohe Priorität einzuräumen.

Verbesserungspotential sieht die AGFK Bayern bei Optimierungen im Winterdienst sowie bei der Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht und der Durchlässigkeit von Sackgassen. Die Stadtverwaltung wird versuchen, diese Aufgaben nicht erst bis zur Nachbereisung in sieben Jahren zu bereinigen und zudem Schritt für Schritt weitere Maßnahmen für den Radverkehr umzusetzen.


Winterdienst im Radverkehrsnetz

Auch zur kalten Jahreszeit schnell vorankommen

Im Rahmen der Hauptbereisung durch die AGFK wurde der Winterdienstplan der Stadt Freising mit dem Haupt- und Nebenroutennetz für den Radverkehr verglichen. Das Haupt- und Nebenroutennetz ist im Mobilitätskonzept verankert und findet bei überörtlicher und innerstädtischer Planungen Berücksichtigung. Die Planung für dieses Netz beschränkt sich nicht nur auf den momentanen Zustand, sondern richtet den Blick auch auf zukünftige Baumaßnahmen und Planungen.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass fast alle Straßen des Hauptnetzes durch den Winterdienst bewirtschaftet werden. Die Westtangente im Süden, der südliche Isarsteg sowie die Route südlich entlang des Dombergs sind momentan noch nicht eröffnet bzw. befinden sich erst in Planung, weswegen hier auch kein Winterdienstplan verfügbar ist. Die Straßen des Hauptverkehrsnetzes werden größtenteils sowohl von LKWs wie auch von Kleintraktoren angefahren, wodurch sowohl die Straße als auch Geh- und Radweg freigeräumt werden. Herauszunehmen sind dabei die Bachstraße – eine kleinere Straße vom Süden kommend, die über keinen Geh- oder Radweg verfügt – und die Kulturstraße sowie die Alte Poststraße. Diese beiden Straßenzüge sollen nach momentaner Planung in weiten Teilen zu Fahrradstraßen umgewidmet werden, sodass das Befahren der Fahrbahn hier ebenfalls deutlich attraktiver wird als Selbiges auf Geh- und Radwegen.

Das Nebennetz ist in weiten Teilen ebenfalls durch den Winterdienst bewirtschaftet. Probleme ergeben sich entlang der gekiesten Straßen (z.B. Wiesenthalerstraße, Feldweg entlang des Waldfriedhofs, entlang der Isar Richtung Süden) in die umliegenden Ortschaften, die nicht geräumt werden können. In weiten Teilen werden im Nebennetz ebenfalls sowohl die Fahrbahn als auch die anliegenden Fuß- und Radwege geräumt.

Die Bestandsanalyse zeigt, dass die Überschneidung des Radnetzes und der durch den Winterdienst geräumten Strecken sehr hoch ist. Zukünftige Radverkehrsinfrastruktur muss nach Fertigstellung ebenfalls schnell in den Winterdienstplan integriert werden (z.B. Isarsteg Süd, Sondermüllerweg entlang des Doms). Auch bei der Planung von Infrastruktur, die für den Radverkehr offen ist, soll darauf geachtet werden, dass dies auch bewirtschaftet werden kann, um Situationen wie am Isarsteg Nord in Zukunft zu vermeiden.

Zudem soll es eine verstärkte Kooperation mit der TU sowie der FH geben, um diejenigen Straßenzüge, die in der Zuständigkeit dieser Institutionen liegt, ebenfalls zu berücksichtigen und mit dem Dienstplan des Bauhofs in Einklang zu bringen. Ein weiteres Ziel soll sein, das Hauptverkehrsnetz für den Radverkehr im Bauhof noch einmal bekannter zu machen und für eine zukünftige Priorisierung von Routen zu berücksichtigen.


Fahrradstraße und -zonen in Freising

In der Umsetzung zentraler Anliegen aus der Hauptbereisung durch die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) hat der Planungsausschuss einen Maßnahmenkatalog verabschiedet, um den Radverkehr in Freising weiter zu stärken. Dazu zählt die Umwidmung ausgewählter Straßenzüge zu Fahrradstraßen und -zonen. Zonen umspannen einen gesamten Bereich, während Fahrradstraßen nur einen bestimmten Straßenabschnitt betreffen. Nach ausgiebiger Evaluation konnten die Kulturstraße und Alte Poststraße (zwischen Landshuter Straße und Wendelinstraße) als Fahrradstraßen und die Fahrradzone Zur Schwabenau als geeignete Straßenzüge identifiziert werden.

Rechtliche Regelungen in Fahrradstraßen

Das Befahren einer Fahrradstraße oder -zone ist nur Radlerinnen und Radlern erlaubt, es können jedoch Ausnahmen angeordnet werden. In Freising werden alle drei Bereiche mit dem Zusatzschild „Anlieger frei“ umgesetzt. Folglich können Anwohnerinnen und Anwohner weiterhin mit ihrem Pkw in die Straße fahren. Auch Besucher/-innen mit eigenem Pkw oder die Anlieferung (sowohl für Geschäfte als auch für Privatpersonen) ist selbstverständlich wie bisher erlaubt. Ausgenommen ist jedoch der Kfz-Durchgangsverkehr – die Straßen dürfen also beispielsweise nicht mehr als Abkürzung genutzt werden. Das Parken auf der Straße ist wie bisher gestattet. Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt bei 30 km/h, allerdings müssen sich Autofahrer/-innen ausdrücklich am Radverkehr orientieren: Sie dürfen Radfahrer/-innen zwar überholen, jedoch nur, wenn eine Gefährdung absolut ausgeschlossen werden kann.

In der Kulturstraße wird sich außerdem die Vorfahrtsregelung durch die Anpassung ändern. Während bislang die Rechts-vor-Links-Regel gilt, erhält die Kulturstraße mit der Umwidmung zur Fahrradstraße Vorfahrt über den gesamten Bereich.

Eine ausgiebige Beschreibung finden Sie ebenfalls im Flyer, der an die Anlieger*innen verteilt wurde.

Auswahl der Bereiche und erhoffte Wirkung

Alle drei Straßen sind im Mobilitätskonzept der Stadt Freising aus dem Jahr 2018 als sogenannte Hauptrouten definiert – in diesen Straßen sollen Fahrradfahrer/-innen also schnell und sicher vorankommen. Schon heute werden diese Strecken rege vom Radverkehr genutzt, jedoch befindet sich auf keiner der Straßen Radverkehrsinfrastruktur wie Radwege oder Schutzstreifen.  Durch die Umwidmung wird dem Radverkehr in diesen Bereichen klar Vorrang gegeben und damit die Sicherheit der Fahrradfahrerinnen und -fahrer erhöht.

Umsetzung und Ausblick

Nachdem alle Anwohnerinnen und Anwohner in den betreffenden Straßen mittels Wurfsendung informiert wurden, ist die Umsetzung der Maßnahmen für Ende Oktober/Anfang November geplant. Alte Poststraße und Zur Schwabenau sind bereits umgewidmet. Weil die erforderlichen Markierungsarbeiten bei schlechter Witterung nicht durchgeführt werden können, wird die Kulturstraße voraussichtlich erst nächstes Jahr folgen.


Die Kammergasse: Eine Straße - zwei Projekte

  • Projekt 1: Baustellenumfahrung „Pop-Up-Lane“
  • Projekt 2: Machbarkeitsuntersuchung Verkehrsberuhigung

In den jüngsten Sitzungen des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt wurden verschiedene wegweisende Beschlüsse zur künftigen Verkehrssituation in der Kammergasse gefasst. Aufgrund einer regen öffentlichen Diskussion und zahlreicher Anfragen nach näheren Informationen fasst die Stadt den aktuellen Sachstand kompakt zusammen. Bei der Kammergasse handelt es sich um eine Straße und zwei Projekte, die jeweils unabhängig voneinander entwickelt und geprüft werden.

Projekt 1: Baustellenumfahrung „Pop-Up-Lane“

Auf Grund der Bauarbeiten in der Innenstadt, welche die Durchfahrbarkeit für den Radverkehr in Abschnitten nicht mehr erlauben, wurde die Verwaltung beauftragt, für die Dauer der Baumaßnahmen eine Radverkehrsumleitung über die Kammergasse (Sperrung einer Fahrspur zugunsten des Radverkehrs) zu prüfen und nach Möglichkeit umzusetzen. Die verkehrsrechtliche Umsetzbarkeit wird aktuell überprüft. Eine entsprechende Anwohnerinformation wird folgen. Gewünschter Umsetzungszeithorizont ist eine Realisierung bis zum Ende der Sommerferien. Es handelt sich um eine vergleichsweise kurzfristige und temporäre Maßnahme.

Die anstehenden Baumaßnahmen in der Freisinger Innenstadt haben in den nächsten Jahren anhaltende Einschränkungen für den Fuß- und Radverkehr zur Folge. Um einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten gewährleisten zu können, muss die Durchfahrt für den Radverkehr aus verkehrsrechtlicher Sicht gesperrt werden (Sicherheit!). Nur für Fußgänger*innen (bzw. schiebende Radfahrer*innen) wird der Durchgang möglich sein. Um Konflikte – insbesondere zwischen dem Rad- und Fußverkehr – zu vermeiden und Radverkehrsteilnehmer*innen, die keine Ziele in der Innenstadt anfahren, sondern diese nur zügig in Ost-West-Richtung passieren wollen, soll bzw. muss daher eine Umfahrungsmöglichkeit der Innenstadt angeboten werden. Die Stadt Freising hat sich überdies zum Ziel gesetzt, im Herbst 2020 als „fahrradfreundliche Kommune“ zertifiziert zu werden. Ein schlüssiges Baustellenmanagement und das Angebot von Umleitungen für den Radverkehr an baustellenbedingten Engstellen, an denen eine Durchfahrt für den Radverkehr nicht mehr möglich ist, sind selbstverständlich Grundvoraussetzung, auch für eine Zertifizierung. Als Parallelachse zur Hauptstraße bietet sich die Kammergasse als mögliche temporäre Umfahrung der Innenstadt für den Radverkehr an.

Auf Grund der vorhandenen Breiten in der Kammergasse und dem hohen Verkehrsaufkommen, auch an Schwerlastverkehr, wird für den Radverkehr jedoch nur ein Einrichtungs-Radweg in Ost-West-Richtung realisiert werden können. Um den Radverkehr auch sicherer auf die Kammergasse führen zu können, wird seitens der Verwaltung zudem geprüft, inwieweit auf der Wippenhauser Straße im Abschnitt zwischen Karlwirt-Kreuzung und Kammergasse eine mögliche Führung für den Radverkehr umgesetzt werden kann. Der Konzeptvorschlag hierfür wird am 29. Juli im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt vorgestellt. Für den Radverkehr in West-Ost-Richtung soll temporär eine Umleitungsroute über Heiliggeistgasse, Ottostraße und den Fürstendamm beschildert werden.

Projekt 2: Machbarkeitsuntersuchung Verkehrsberuhigung

Ein zweites Projekt, ganz unabhängig von der temporären Baustellenumfahrung, ist die Machbarkeitsuntersuchung zur Umgestaltung der Kammergasse als Fahrradstraße. Die Durchführung dieser Untersuchung ist sowohl in der Innenstadtkonzeption als auch im Mobilitätskonzept verankert und entsprechend beschlossen worden. Die Durchführung der Machbarkeitsstudie wird über das Programm zur Städtebauförderung vom Freistaat Bayern gefördert. Auf Grundlage des Beschlusses vom 8. Juli 2020 soll bei den weiteren Planungen nun untersucht werden, inwieweit und unter welchen weiteren Voraussetzungen eine Gegenläufigkeit des motorisierten Verkehrs auf der Alois-Steinecker-Straße möglich ist und die Kammergasse zu einer Fahrradstraße umgestaltet werden könnte. Es handelt sich dabei ausdrücklich um einen Beschluss für die Planungsgrundlagen der Machbarkeitsuntersuchung und nicht um einen Projekt- bzw. Umsetzungsbeschluss. Im weiteren Planungsverlauf sollen nun die kritischen Punkte und Schnittstellen identifiziert und die entstehenden Planungsfragen Schritt für Schritt weiter untersucht werden. Ebenfalls ist eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit und Einbeziehung der Anwohner*innen geplant. Weitere Informationen zur Historie der Machbarkeitsstudie sind auf der Seite des Mobilitätskonzeptes zu finden.


Der Freisinger Radlsommer

Der seit 2016 jährlich stattfindende Freisinger Radlsommer beginnt meist im Juni mit einer Auftaktveranstaltung in der Innenstadt. Im Anschluss startet der dreiwöchige Aktionszeitraum der bundesweiten Kampagne "STADTRADELN". Nach den großen Ferien folgt die lokale Aktion „Mit dem Rad in der Stadt“, die von der  Agenda21-Projektgruppe Bauen, Wohnen, Verkehr initiiert wurde. Beendet wird der Radlsommer durch eine große Abschlussveranstaltung. Neben Feierlichkeiten und einer großen Preisverleihung erhält man hier immer umfassende Informationen zum aktuellen Stand der Radverkehrsprojekte im Stadtgebiet. Der Freisinger Radlsommer erfreut sich jährlich wachsender Beliebtheit und Teilnahme.

...mit der Kampagne STADTRADELN...

Die bundesweite Aktion „STADTRADELN“ dient der Förderung des Radverkehrs und dem Klimaschutz. Mehr Fahrräder im Straßenverkehr tragen dazu bei Luftschadstoffe und Lärm zu reduzieren und die Lebensqualität in Gemeinden und Städten deutlich zu verbessern. Etwa die Hälfte der mit dem Auto zurückgelegten Wege ist kürzer als fünf Kilometer – also eine ideale Entfernung zum Radfahren. Nebenbei liegt Radfahren im Trend, macht Spaß und ist Fitness-Training zum Nulltarif und gut für die Gesundheit. Die Aktion STADTRADELN, an der sich Kommunen aus ganz Deutschland und darüber hinaus beteiligen können, will ein Zeichen für mehr Radverkehrsförderung setzen und wird vom Klima-Bündnis organisiert.

Von 21. Juni 2020 bis 11. Juli 2020 hieß es auch in Stadt und Landkreis Freising wieder in die Pedale treten und durch eifriges Kilometersammeln ein Zeichen setzen für die konsequente Umsetzung des beschlossenen Mobilitätskonzeptes „Freising – nachhaltig mobil“, eine bessere Radverkehrsförderung und mehr Lebensqualität.

Wettbewerb "Schulradeln"

STADTRADELN wird auch in diesem Jahr wieder durch den Wettbewerb Schulradeln als Bestandteil der Kampagne begleitet - diesmal sogar auf bayernweiter Ebene!

Um vermehrt Schulen zur Teilnahme am STADTRADELN zu motivieren, vergibt die Freisinger Agenda21 in diesem Jahr dankenswerter Weise wieder attraktive Preise für mitradelnde Freisinger Schulklassen, Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse, im Gesamtwert von 850 Euro. Allen liegt es am Herzen, gezielt Schüler*innen sowie indirekt natürlich auch Eltern (Stichwort „Elterntaxi“) und Lehrkräfte in ihrer Vorbildfunktion zur Teilnahme zu motivieren und dafür zu sensibilisieren, welchen wichtigen Beitrag eine nachhaltige Mobilität zum Erhalt unserer Umwelt hat. Mitmachen lohnt sich!

Gesucht werden beim Freisinger Schulradeln Gewinner*innen in den folgenden Kategorien:
- Schule mit den meisten Fahrradkilometern absolut (Schulpokal)
- Teilnehmende mit den meisten Fahrradkilometern absolut (Platz 1-3)
- Schulklasse mit den meisten Fahrradkilometern absolut (Platz 1-3)
- Schulklasse mit der höchsten prozentualen Beteiligung (Platz 1-3)

Wie könnt ihr mitmachen?
Schaut unter www.stadtradeln.de/freising, ob Eure Schule bereits als Team angemeldet ist. Wenn nicht, gründet ein Team mit dem Namen Eurer Schule. Wurde bereits ein Schulteam gegründet, besteht die Möglichkeit, klassenweise "Unterteams" zu bilden. So könnt ihr für Eure Klasse und gleichzeitig für Eure Schule Kilometer sammeln. Und nicht vergessen: Motiviert möglichst viele Mitschüler*innen und schulische Angestellte, gemeinsam für Eure Schule in die Pedale zu treten!

Alle Informationen zum bayernweiten Schulradeln gibt es hier: https://www.stadtradeln.de/schulradeln-bayern

...und der Aktion „Mit dem Rad in der Stadt“.

Bei der Aktion „Mit dem Rad in der Stadt“ heißt es jährlich:  Mitradeln, Einkaufen und Gewinnen. Für Einkäufe im Aktionszeitraum mit dem Fahrrad erhalten Sie ab einem Einkaufswert von 5 € bei den teilnehmenden Geschäften und Institutionen die Sammelmarken mit dem radelnden Freisinger Bären. Die Sammelhefte liegen immer kurz vor Beginn der Aktion im Bürgerbüro, der Touristinformation, der Stadtbibliothek und selbstverständlich bei allen teilnehmenden Geschäften aus. Zu gewinnen gibt es zahlreiche gespendete Preise der teilnehmenden Institutionen. Es lohnt sich also: für Sie und die Umwelt!

Durchgeführt wird die Aktion, welche der Förderung des Alltagsradverkehrs sowie unseres innerstädtischen Einzelhandels dient, in Kooperation mit der Agenda21-Projektgruppe „Bauen, Wohnen, Verkehr“ und der Aktiven City Freising e.V.



Radwegezielnetz

Ein besonderes Augenmerk des Mobilitätskonzeptes „Freising – nachhaltig mobil“ und der Stadt Freising liegt auf der Förderung des Radverkehrs. Zwar kann Freising bereits einen hohen Anteil an Radfahrer*innen aufweisen, in Bezug auf die Fahrradfreundlichkeit der Stadt besteht jedoch Nachholbedarf. Negativ treten die fehlende Durchgängigkeit der Radwege, Konflikte mit anderen Verkehrsmitteln, besonders in Kreuzungsbereichen und Straßen mit geringem Querschnitt, unzureichende Abstellanlagen und die stark lückenhafte Wegführung auf. Als Grundlage, um die Defizite im Radverkehrsbereich zu adressieren und Netzlücken zu schließen, wurde ein „Radwegezielnetz“ erarbeitet. Im Zielnetz wurden Hauptrouten definiert, die prioritär umgebaut und für den Radverkehr verbessert werden sollen. Zum anderen wurden Ausbau- bzw. Gestaltungsstandards für den Radverkehr im Rahmen von (Straßen)Bauvorhaben festgelegt.

Grundsätzlich gliedert sich das Zielnetz hierarchisch in zwei Ebenen: Hauptnetz und Erschließungsnetz. Hauptnetzelemente sind Hauptachsen des Radverkehrs, welche die Verbindung von Stadtteilzentren zum Hauptzentrum und von Stadtteilzentren untereinander bilden. Hier soll dem potentiell hohen Radverkehrsaufkommen ein weitgehend störungsfreies Fahren und ein zügiges Vorankommen durch eine direkte Führung ermöglicht werden. Das Erschließungsnetz verknüpft Hauptachsen und dient der flächigen Erschließung bzw. der von Quartieren und Ortsteilen. Hier ist mit einem mittleren Verkehrsaufkommen zu rechnen. Anzustrebender Ausbaustandard ist eine Führungsform, die hohe Verkehrssicherheit gewährleistet.

Eine Sonderstellung im Zielnetz nimmt der Innenstadtbereich ein, der durch ein hohes Radverkehrsaufkommen gekennzeichnet ist, da hier viele wichtige Quellen und Ziele des Radverkehrs liegen. Für diesen Zentrumsbereich wird gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsfunktion anstrebt. Dies geht mit einem hohen Fußverkehrsaufkommen einher. Verkehrsrechtlich wird der Bereich nach dem Umbau als verkehrsberuhigte Zone bzw. Fußgängerzone ausgewiesen. Dementsprechend soll eine Gleichberechtigung der Verkehrsarten erreicht werden. Für den Radverkehr bedeutet dies verminderte Geschwindigkeiten.

Gesondert gekennzeichnet sind weiterhin die Netzelemente der touristischen Radwege, für welche die Funktionen des Freizeitverkehrs vordergründig sind. Bei diesen Freizeitrouten sind bezüglich des Ausbaustandards mindestens die Anforderungen an Nebenrouten zu empfehlen. Zudem ist auf eine landschaftlich ansprechende Einpassung der Routen abseits hoch befahrener Straßen zu achten. Auf Freizeitrouten ist das Erleben der Umwelt- und Familienfreundlichkeit wichtiger als zügiges Vorankommen.


Arbeitsgruppe Runder Radltisch

Der hohe Stellenwert, den das Radfahren in Freising hat, zeigt sich nicht nur am vergleichsweise hohen Radverkehrsanteil, sondern auch an dem regen Engagement von Bürgern, Verbänden, Politik und Verwaltung für eine Verbesserung der Bedingungen. Der Runde Radltisch ist in diesem Zusammenhang bereits seit über 10 Jahren etabliert.

Es handelt sich hierbei um ein Fachgremium, in welchem die Verwaltung (u.a. Stadtplanung, Tiefbau, Amt für Sicherheit und Ordnung), Vertreter der Politik, der Polizei, der Agenda 21, Mitarbeiter der Hochschule und Abgeordnete vom Verkehrsclub Deutschland sowie nicht zuletzt die der örtliche ADFC-Verband ressortübergreifend diskutieren und Abstimmungen zu geplanten Maßnahmen ermöglicht werden.

Während der Erstellung des Teilkonzeptes Radverkehr wurden eine breite Beteiligung und ressortübergreifende Abstimmung durch die Konsultation des Runden Radltisches gewährleistet. Während der Bearbeitung fanden drei Sitzungen statt. Es wurden Lösungen für folgende radverkehrsbezogene Problemstellungen und das Radwegezielnetz diskutiert.

Der Lenkungskreis Runder Radltisch begleitet die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes und dient dem Monitoring und Controlling.


(Lasten)Radförderprogramm

Die Stadt Freising möchte Anreize zur Änderung des Mobilitätsverhaltens schaffen. Fahrten des motorisierten Individualverkehrs im Stadtgebiet sollen reduziert und der Radverkehrsanteil, auch im gewerblichen Bereich, erhöht werden. Dazu hat die Stadt Freising ein kommunales Förderprogramm für (Lasten)fahrräder aufgelegt. Sie verfolgt damit folgende Ziele zum Wohle ihrer Bürger*innen im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität vor Ort verfolgt:

  • Senkung der lokalen CO2-Emissionen im Sinne des Klimaschutzes durch eine Minderung des Verbrauchs von fossilen Energieträgern
  • Verringerung der Schadstoffemissionen (v. a. NOx) und Feinstäuben im Stadtgebiet als Beitrag zur Luftreinhaltung
  • Lärmminderung im Sinne des Lärmaktionsplans der Stadt Freising
  • Räumliche Entlastung durch eine Reduzierung des ruhenden (motorisierten) Verkehrs und Potenzierung des Effekts der Verkehrsverlagerung durch spezielle Anreize für die gemeinschaftliche Lastenradnutzung („Sharing“)

Das Förderprogramm wurde im Rahmen der Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Freising sowie desMobilitätskonzeptes „Freising – nachhaltig mobil“ (Maßnahme 18) auf den Weg gebracht. Die Förderung alternativer Mobilitätskonzepte ist darüber hinaus Bestandteil des Stadtentwicklungsplans (STEP).

Förderanträge für 2020 können ab sofort gestellt werden.

Gefördert werden

  • Elektrische Lastenfahrräder
  • Muskelbetriebene Lastenfahrräder
  • Fahrradanhänger
  • Pedelecs (für einkommenschwache Haushalte)

zum Lasten- oder Personentransport.

Wichtiger Hinweis zur Förderung

Gefördert werden nur Lastenfahrräder bzw. -pedelecs, die so konstruiert sind, dass sie eine zusätzliche Transportfläche bzw. Transportkiste aufweisen. Sogenannte "Leicht-Lastenräder" (maximales Bruttogewicht inkl. Fahrer, Fahrrad und Gepäck < ~200 kg) in gewohnter Fahrradoptik mit lediglich verstärktem Rahmen und z.B. leistungsfähigeren Gepäckträgern sind nicht förderfähig.

Zusätzlich gibt es eine Stilllegungsprämie in Höhe von 500 €, wenn mit Anschaffung eines Lastenfahrrads oder -anhängers gleichzeitig ein mit Benzin- oder Dieselkraftstoff betriebener PKW (bzw. Fahrzeug) stillgelegt wird.

Grundsätzliche Fördervoraussetzungen sind

  • der Bezug von Ökostrom (bei E-Fahrzeugen)
  • das Angebot eines Fahrrad-Fachhändlers

Die Besonderheiten des Freisinger Förderprogramms sind

  • erhöhte Fördersätze für einkommensschwache Haushalte
  • erhöhte Förderung für Fahrzeuge, die nachweislich zum Verleih („Sharing“) zur Verfügung gestellt werden
  • im Einzelfall: (Bauliche) Maßnahme für den Verleih eines Lastenfahrzeugs
  • zusätzlicher Preisvorteil von einzelnen Fahrrad-Fachhändlern in Höhe von 3 %

Antragsberechtigt sind

  • Privatpersonen
  • Gewerbetreibende
  • Freiberuflich tätige Personen
  • Gemeinnützig anerkannte Vereine
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Je Haushalt und Institution ist maximal ein Fahrzeug bzw. Lastenanhänger förderfähig.

Richtlinie und Antragsunterlagen

mit allen Details zur Förderung sowie den konkreten Fördersätzen finden Sie hier auf der Webseite zum Download oder erhalten Sie zu den Öffnungszeiten im Amt für Stadtplanung und Umwelt.

Antragsstellung

erfolgt unter Verwendung der von der Stadt Freising zur Verfügung gestellten Antragsformulare. Diese senden Sie ausgefüllt, unterschrieben und mit den jeweils erforderlichen Nachweisen entweder

  • per Post an die nachfolgende Adresse:
    Stadt Freising
    Amt für Stadtplanung und Umwelt
    - Lastenradförderung -
    Obere Hauptstraße 2
    85354 Freising
  • oder eingescannt per E-Mail an:
    lastenrad-foerderung@freising.de


Ihr Kontakt

Stadt Freising
Amt für Stadtplanung und Umwelt
Klimaschutzmanagement
klimaschutz@freising.de


Nach oben