Ausstellung führt die Bedeutung der einzigartigen grünen Hänge vor Augen:

Gipfeltreffen – wie Freisings Berge das Stadtbild prägen

Bei der Ausstellungseröffnung erläutert Projektleiterin Andrea Brandl (rechts) am Modell die Bedeutung der "grünen Hänge".  (Foto: Stadt Freising)
Bei der Ausstellungseröffnung erläutert Projektleiterin Andrea Brandl (rechts) am Modell die Bedeutung der "grünen Hänge".
(Foto: Stadt Freising)

Eine sehenswerte Ausstellung hat das Amt für Stadtplanung und Umwelt im Dezember 2018 und Januar 2019 im Verwaltungsgebäude an der Amtsgerichtsgasse 6 präsentiert: Unter dem Titel „Gipfeltreffen - wie Freisings Berge das Stadtbild prägen“ wurden die interessanten Ergebnisse der Feinuntersuchung „Grüne Hände“ vorgestellt. Große Holztafeln, Modelle und eine Text-Installation am Stadtmodell gaben bei der hochwertig aufbereiteten Schau einen Einblick in die Bedeutung der stadtbildprägenden Hangkanten. „Es ist unsere Aufgabe als Stadt, die Hänge zu pflegen, die unsere Charakteristik und Lebensqualität ausmachen und die für unsere Flora, Fauna, den Klimaschutz, die Erholung und Vieles mehr wichtig sind“, sagte Heiko Huppenberger vom Stadtplanungsamt bei der Eröffnung der Schau.

Zu der Ausstellung ist eine kostenlose Begleitbroschüre erschienen, die im Stadtplanungsamt erhältlich ist.

Am Stadtmodell ist ein Zitat von OB Eschenbacher angebracht. (Foto: Stadt Freising)
Am Stadtmodell ist ein Zitat von OB Eschenbacher angebracht. (Foto: Stadt Freising)

Der Erhalt der „grünen Hänge“ ist im Stadtentwicklungsplan STEP 2030 als Projekt mit höchster Priorität aufgeführt. „Stadtgrün bedeutet im urbanen Bereich Lebensqualität“, sagte Planungsreferent Franz Bernack, der sich für das Thema sehr engagiert. Angesichts des Wachstumsdrucks sei der Bestand der Hangkanten bedroht. Bernack plädierte nun dafür, im Stadtraum nachzuverdichten und gleichzeitig die bedeutsamen Grünräume zu schützen, denn: „Sie sind ein einzigartiges Markenzeichen unserer Stadt.“ Der Bürgerbeteiligungsprozess in den vergangenen eineinhalb Jahren (Stadtwanderungen, Postkartenaktion, Workshop) hat bestätigt, wie wertvoll den Freisinger*innen die prägenden grünen Anhöhen sind.

Auf hellen Holztafeln werden die Ergebnisse der Feinuntersuchung "Grüne Hänge" der Bevölkerung vorgestellt. (Foto: Stadt Freising)
Auf hellen Holztafeln werden die Ergebnisse der Feinuntersuchung "Grüne Hänge" der Bevölkerung vorgestellt. (Foto: Stadt Freising)

Noch während der Feinuntersuchung war als erste konkrete Maßnahme der „Schöne Blick“ an der Jahnhöhe, ein früherer Aussichtspunkt an der Eckerstraße mit wunderbarer Aussicht auf den Domberg, reaktiviert und ein Fotowettbewerb durchgeführt worden. Durch solche Aktionen solle die Identifikation gestärkt werden, sagte Andrea Brandl, Projektleiterin im Stadtplanungsamt. Anhand der Feinuntersuchung seien für den Erhalt der „grünen Hänge“ verschiedene Einzelprojekte benannt worden – zwei würden schnell umgesetzt: Ein weiterer Aussichtspunkt soll geschaffen und mit der Sicherung der Hohlwege begonnen werden.   

Stadtbaumeisterin Barbara Schelle zur herausragenden Bedeutung der "grünen Berge". (Foto: Stadt Freising)
Stadtbaumeisterin Barbara Schelle zur herausragenden Bedeutung der "grünen Berge". (Foto: Stadt Freising)

Welche Bedeutung „grüne Flächen“ für den Stadtraum haben, machte Prof. Stephan Pauleit vom Lehrstuhl für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung an der Technischen Universität München deutlich: Gerade im Verdichtungsraum gehöre „das Grün“ genauso zur Infrastruktur wie andere Infrastrukturen (Wasser-/Abwasserversorgung, Verkehrswege, Bildungseinrichtungen etc.). „Daher sprechen wir von einer grünen Infrastruktur, die mehrere Funktionen übernehmen soll, damit sie das Wachstum der Städte ein Stück weit kompensiert“, so Pauleit. Die „grünen Hänge“ seien ein wichtiger Bestandteil der grünen Infrastruktur, ermutigte er die Stadt, sich für den Schutz der stadtbildprägenden Anhöhen einzusetzen.

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