Erfolgreiche Bilanz des Radlsommers 2018

14,6 Tonnen Kohlendioxid vermieden

Volles Haus: Auch die Resonanz bei der Abschlussveranstaltung des Freisinger Radlsommers war groß. (Foto: Stadt Freising)

Gratulation! Fleißige Radler*innen und engagierte Teams wurden bei der Abschlussveranstaltung des Freisinger Radlsommers 2018 am Dienstag, 13. November, mit Urkunden und Preisen bedacht. „Gewonnen haben wir alle“, unterstrich Bürgermeisterin Eva Bönig im Rathaussaal. Die Teilnehmer*innen profitierten durch aktive Bewegung und alle „durch weniger Lärm, weniger gesundheits- und klimaschädliche Abgase und somit weniger motorisierten Fahrverkehr“, so Bönig. In Zahlen: Bei der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ legten in der Stadt Freising 498 Radler*innen in 33 Teams innerhalb von drei Wochen 102.858 Kilometer zurück, was der 2,57-fachen Länge des Äquators und einer Vermeidung von 14.606 Kilogramm CO² entspricht. Die Kampagne sei ein wichtiger Beitrag, um der Radförderung einen sichtbaren Anschub zu geben, sagte die Bürgermeisterin und wies darauf hin, dass die Stadt mit dem „ganz frisch“ beschlossenen Mobilitätskonzept konkrete Maßnahmen für eine Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur auf den Weg bringen werde.

Steigende Resonanz und Akzeptanz der Aktion „Mit dem Rad in der Stadt“

Gute Laune haben Marie Hueneke (Klimaschutzbeauftragte), Max-Josef Kirchmaier (Aktive City Freising), Renate König (ADFC), Stadtradl-Star Susanne Günther, Kathrin Wolf (Dynamo Freising), Bettina Köhne (meiste Sammelmarken der Aktion „Mit dem Rad in die Stadt), Emilia Trikl (Klasse 9b Josef-Hofmiller-Gymnasium), Johann Englmüller (Agenda21-Projektgruppe Bauen, Wohnen, Verkehr), Bürgermeisterin Eva Bönig und Stadtradl-Star Robert Weller (v.l.). Foto: Stadt Freising

Etwa 90 aktive Radler*innen feierten im Rathaus den offiziellen Abschluss des Radlsommers. Die Kund*innen zum Einkauf mit dem Rad zu motivieren, ist Anliegen der von Aktive City Freising (ACF) und der Agenda 21-Projektgruppe Bauen, Wohnen und Verkehr initiierten Aktion „Mit dem Rad in der Stadt“, die heuer zum dritten Mal stattgefunden hatte. Immer mehr Leute entdeckten Freising und insbesondere die Innenstadt mit dem Rad, freute sich ACF-Vorsitzender Max-Josef Kirchmaier über diese „tolle Entwicklung“. Ziel der Aktiven City sei es, dass deutlich mehr Fahrradabstellplätze geboten werden – und im Vorgriff auf den Innenstadtumbau kündigte Kirchmaier an, die Nutzung der Haltebuchten als „temporäre, grüne Radlparkplätze“ zu forcieren: „Fußgänger*innen und Radler*innen sollen im Zentrum Vorrang haben“, sagte er. Positiv wertete der ACF-Vorsitzende die große Akzeptanz der Aktion „Mit dem Rad in der Stadt“  bei den Geschäftsleuten, die „135 und damit noch mehr ausgesprochen tolle Preise“ im Gesamtwert von fast 2000 Euro  gespendet hätten. Ausgefüllt wurden heuer 185 Flyer, zehn mehr als im Vorjahr. Die meisten Marken mit dem radelnden Freisinger Bären hatte Bettina Köhne gesammelt und heimste dafür wertvolle Geschenke und Gutscheine ein.

Ansteckende Begeisterung der Stadtradlstars

Über das Mobilitätskonzept "Freising nachhaltig mobil" informierte Florian Seiderer. (Foto: Stadt Freising)
Über das Mobilitätskonzept "Freising nachhaltig mobil" informierte Florian Seiderer. (Foto: Stadt Freising)

Über die Erarbeitung, die Ziele und Umsetzungsschritte des Mobilitätskonzepts „Freising nachhaltig mobil“ informierte Florian Seiderer vom Amt für Stadtplanung und Umwelt. Darin seien zahlreiche Maßnahmen zur Förderung des Umweltverbunds, insbesondere für die Bereitstellung der Infrastruktur für den Radverkehr, und zur Reduzierung des Individualverkehrs beschrieben, darunter elf Sofortmaßnahmen für 2019. Dass es gesund ist und außerdem viel Spaß macht, mit dem Rad unterwegs zu sein, zeigten die Erfahrungsberichte von Susanne Günther und Robert Weller, den „Stadtradl-Stars 2018“. Robert Weller bekannte, vor allem seit seinem Umzug in einen Freisinger Ortsteil sei er fast komplett aufs Auto umgestiegen.  Die Aktion sei für ihn Motivation und „eine Art Comeback“ gewesen, weil er früher sehr gerne zu Fuß und mit dem Rad unterwegs war. „Im März habe ich dann begonnen, mich täglich aufs Rad zu schwingen und in die Arbeit zu fahren“, berichtete der Stadtrat. In den drei Aktionswochen habe er alles mit dem Fahrrad zurückgelegt – und mittlerweile würden er und seine Freundin Sonntagsausflüge in Nachbarstädte per Rad unternehmen und Rad-Urlaube planen.

Ein Dankeschön von Klimaschutzmanagerin Marie Hüneke (li.) an die Stadtradl-Stars Susanne Günther und Robert Weller. (Foto: Stadt Freising)
Ein Dankeschön von Klimaschutzmanagerin Marie Hüneke (li.) an die Stadtradl-Stars Susanne Günther und Robert Weller. (Foto: Stadt Freising)

Für Stadträtin Susanne Günther war der Verzicht aufs Auto „keine große Herausforderung“, wie sie bekannte: „Aufs Rad zu verzichten, wäre für mich schlimmer.“  Allerdings fiel das Stadtradeln mit dem Schienenersatzverkehr zusammen und so habe sie auch auf den ÖPNV verzichtet und sei zu ihrer Arbeitsstelle in München mit dem Rad gefahren: 80 Kilometer täglich. Die zwei Stadtradl-Stars unterstrichen, dass sie das Radfahren als persönliche Bereicherung empfunden hätten, „daher wollen wir heute nicht groß herausgestellt werden“. Vielmehr lobten Günther und Weller – unter großem Applaus – einen Preis für die nächstjährige Aktion aus: Um Schulklassen zur Teilnahme beim Stadtradeln anzuregen, spenden sie für die aktivste Klasse 200 Euro sowie 100 Euro für die Zweit- und 50 Euro für die Drittplatzierten.

Auszeichnung mit Urkunden und Sachpreisen

In diesem Jahr haben sich immerhin schon drei Klassen des Josef-Hofmiller-Gymnasiums beteiligt und durften aus den Händen von Jürgen Maguhn im Namen der Agenda21-Projektgruppe Bauen Wohnen und Verkehr großzügige Eis-Gutscheine in Empfang nehmen. Bürgermeisterin Eva Bönig nahm schließlich die Verleihung von Urkunden und Preisen für die fleißigsten Radler*innen in der Team- und Einzelwertung vor. Bei den Teams mit den meisten geradelten Kilometern pro Person war der ADFC Freising Spitze (556,2 km) – und Teamkapitänin Renate König heimste zusätzlich Platz ein als Radlerin mit den meistern Kilometern ein (1973 km). Die meisten Radler*innen – phänomenale 130 - hatte das Team von Dynamo Freising ins Rennen geschickt und dann auch bei der Teamwertung mit den meisten Radlkilometern die Nase vorn (19.667 km).

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