Weihenstephan

Der Standort Freising-Weihenstephan genießt zu Recht einen weltweit erstklassigen Ruf. Nirgends sonst sind Lehre, Wissenschaft, Forschung, Technologie und Tradition so eng miteinander verzahnt wie auf dem Weihenstephaner Berg.

Mit der europaweit einzigartigen Bündelung wissenschaftlicher Lehre und Forschung in Weihenstephan verfügt Freising über ein hervorragendes Kompetenzcluster, das mehr ist als ein herausragender Standortfaktor. Als wichtiger Arbeitgeber, als Partner für ortsansässige Wirtschaftsbetriebe, als Anziehungspunkt für den Tagungs-, Bildungs- und Ausflugstourismus und damit auch als wichtiger Image-Faktor prägt Weihenstephan das Selbstverständnis einer Stadt, die sich ihrer reichen Tradition bewusst und offen für die Zukunft ist.

Kompetenzcluster

Der Erfahrungsschatz eines über Jahrzehnte gewachsenen Standortes, die Anwendung modernster Methoden und der intensiv gepflegte internationale Austausch sichern den außergewöhnlichen Qualitätsstandard. Weihenstephan ist heute ein in dieser Ausprägung europaweit einmaliger Standort "grüner Wissenschaften", von der Bodennutzung und den Ernährungswissenschaften bis hin zu Fachgebieten wie der Landschaftsarchitektur und Biotechnologie. Zum Kreis der ansässigen Hochschul- und Forschungseinrichtungen gehören vor allem das Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München mit dem Center of Food & Life Science, die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die Bayerischen Landesanstalten für Landwirtschaft, Wald- und Forstwirtschaft sowie das Zentrum Wald-Forst-Holz. Der Standort Weihenstephan ist einer der wichtigsten und größten Arbeitgeber in Freising.

Engen Bezug zum Campus Weihenstephan haben auch das Fraunhofer-Institmut IVV, das Forschungs- und Entwicklungsaufgaben aus der Industrie bearbeitet. Wissenschaft und Wirtschaft haben im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) Weihenstephan eine besonders enge Verbindung: Hier finden junge Unternehmensgründer*innen in unmittelbarer Nähe zum Campus Raum für ihr Start-up.

Weitere Firmen mit enger Verbindung zum Campus Weihenstephan sind die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan und die Molkerei Weihenstephan, auch wenn diese ihren Sitz vom Weihenstephaner Berg vor die Tore der Stand verlegt hat. Firmen wie das traditionsreiche Werk Steinecker der Krones AG als weltweit operierendes Unternehmen für Brauereitechnik und viele kleinere Unternehmen pflegen ebenfalls vielfältige Verbindungen zu den Weihenstephaner Institutionen.

Als nicht zu unterschätzende "weiche Standortfaktoren" zu nennen sind vor allem die renommierten, überregional bekannten und neben der Forschung und Lehre auch öffentlich zugänglichen Weihenstephaner Gärten, das historische Ambiente der ehemaligen Benediktinerabtei sowie die moderne Bau- und Skulpturenkunst, die einen wesentlichen Beitrag zur Profilierung des Ortes leisten.

Bildergalerie


Wissenschaftspreis

Um die Attraktivität Freisings als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes  zu stärken und die wissenschaftliche Weiterentwicklung des Standortes Freising-Weihenstephan zu steigern, lobt die Stadt Freising seit dem Jahr 2008 im festgelegten Turnus den "Wissenschaftspreis der Stadt Freising" in Höhe von 20.000 EUR aus. 

Da sehr viele traditionelle Preise entweder an den Wissenschaftsnachwuchs oder an bereits sehr renommierte Forscher*innen vergeben werden, ist der Wissenschaftspreis der Stadt Freising gerade dazwischen angesiedelt, in dem er an jüngere, aber bereits etablierte Wissenschaftler*innen vergeben werden soll. Der persönliche Preis soll wissenschaftliche Leistungen auszeichnen, die in Kooperation mit in- und ausländischen Einrichtungen entstanden sind, so dass ein Preis in der Regel an zwei Preisträger*innen vergeben wird. Ein*e, Preisträger*in muss am Wissenschaftszentrum Weihenstephan, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf oder den Freisinger Forschungsinstitutionen tätig oder mit diesen wesentlich verbunden sein. Diese Ausrichtung gewährleistet einerseits, dass die Leistungen geehrt werden, die am Standort erbracht wurden und andererseits der Preis eine entsprechende überregionale Bedeutung erlangt und damit Freising als Wissenschaftsstandort weiter an Bedeutung gewinnt.

Vorschlagsberechtigt sind alle Professor*innen des Wissenschaftszentrums Weihenstephan, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und die jeweiligen Leiter*innen der in Freising ansässigen Forschungseinrichtungen, wobei der Vorschlag mit je zwei wissenschaftlichen Gutachten belegt sein muss.

Wissenschaftspreis 2019

Zum sechsten Mal hat die Stadt Freising am Montag, 08. Juli 2019, im Großen Rathaussaal den Wissenschaftspreis verliehen. Mit ihrer bahnbrechenden Forschung zu Abwehrreaktionen bei Pflanzen, die dem menschlichen Immunsystem entsprechen, stachen Dr. Corinna Dawid vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan der TUM und Dr. Youssef Belkhadir (Gregor-Mendel-Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien) „eindeutig heraus“, wie Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher schilderte. 

In der Rubrik "Online dabei" kann der Beitrag über die feierliche Preisverleihung nachgelesen werden.


Reihe TUM@Freising

Nochmals vertiefen Stadt und das Wissenschaftszentrum Weihenstephan der TUM ihr fruchtbares Miteinander: In einer Vortragsreihe mit dem Titel „TUM@Freising - Wissenschaft erklärt für ALLE“ bereiten Dozent*innen wissenschaftliche Themen interessant und verständlich für Laien auf. „Wir wollen der Bevölkerung vermitteln, was wir in Weihenstephan tun“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Thomas Becker, Dekan des Wissenschaftszentrums, eine Intention der Veranstaltungen. Die Freisinger Bürger*innen können dabei die Menschen „ihrer Uni“ besser kennenlernen und sich zu den Forschungsthemen äußern, wovon man sich am Wissenschaftszentrum Weihenstephan wiederum wertvolle Impulse verspricht.

Weitere Infos und alle Termine auch auf der eigens angelegten Webpräsenz der neuen Reihe.

Nach oben