01.08.2018

Klimaschutz to go: Kaffee im Mehrweg-Pfand-Becher jetzt auch in Freising

Offizieller Aktionsstart mit OB Eschenbacher – Mitmachen jederzeit möglich

Das ReCup-System ist auch in Freising gestartet  (erstes Bild). Darüber freuten sich (zweites Bild) u.a. OB Tobias Eschenbacher (vorne),  ReCup-Geschäftsführer Fabian Eckert (r.) und  Klimaschutzbeauftragte Marie Hüneke (l. neben dem OB).
Gut fürs Gewissen, gut für die Umwelt: Das ReCup-System ist auch in Freising gestartet! Foto: Stadt Freising
Freuten sich über einen geglückten Start und auf eine gute Zukunft für ReCup in Freising: OB Tobias Eschenbacher (vorne, beim Befüllen eines Mehrwegbechers), ReCup-Geschäftsführer Fabian Eckert (r.) und Klimaschutzbeauftragte Marie Hüneke (l. neben dem OB) mit Vertretern von bereits beteiligten Betrieben. Foto: privat

Klimaschutz zum Mitnehmen! Auch in Freising geht jetzt das Mehrweg-Pfandbecher-System ReCup an den Start. Bei einer kleinen Auftaktaktion am 01. August 2018, für die sich auch Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher Zeit nahm, wurde gemeinsam mit Wegbereitern/-innen,  ReCup-Gechäftsführer Fabian Eckert sowie Vertretern/-innen der bereits beteiligten Geschäfte mit Fairtrade-Kaffee, serviert in ReCup-Bechern, auf eine erfolgreiche Aktion „angestoßen“. Aktiv zu werden ist schließlich wichtig:

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden in Deutschland pro Stunde ca. 320.000 Coffee-to-go Becher weggeworfen. „Runtergerechnet bedeutet das allein für die Stadt Freising ca. 4500 Becher pro Tag und in der Summe über 1,5 Millionen Einwegbecher pro Jahr“, hat Marie Hüneke, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Freising, berechnet. Deutschlandweit würden für deren Herstellung beispielsweise ca. 29.000 Tonnen Papier (oder 43.000 Bäume), 3000 Tonnen Rohöl und 1,5 Mrd. Liter Wasser pro Jahr benötigt. „Dies entspricht dem Wasserjahresverbrauch von 32.000 Menschen, der CO2-Ausstoß pro Jahr beläuft sich auf 110.000 Tonnen.“ Zusätzlich lassen sich die Coffee-to-go-Becher auf Grund der Kunststoffbeschichtung nur sehr schwer recyceln. Mit einer Gebrauchsdauer von nur ca. 15 Minuten pro Becher wird im Grunde in ein Wegwerfprodukt investiert.

Ein „Runder Tisch“ führt Interessierte zusammen

Auf Initiative von Citymanagerin Julia Bönig (Aktive City Freising e.V.) und Geschäftsmann Jürgen Mieskes (CSU) hatte die Stadt Freising im Februar 2018 Interessierte zu einem Runden Tisch geladen. Dort wurde die Problematik der Einwegbecher Marie Hüneke näher erläutert und das Mehrwegbecher-Pfandsystem der Firma ReCup vorgestellt.

Das ReCup-Pfandsystem ist das in Süddeutschland am weitesten verbreitete Pfandsystem und wurde u.a. in Rosenheim und München bereits erfolgreich initiiert. Mittlerweile beteiligen sich deutschlandweit rund 1300 Partner am ReCup-Pfandsystem. Das Pfandsystem sei sehr einfach, erläuterte beim Ortstermin auch Fabian Eckert plakativ: Ein Becher aus Freising werde auch in Sylt akzeptiert – das System sei folglich gerade für Pendlern/-innen ausgesprochen praktisch.

Wer seinen Kaffee künftig aus dem Mehrwegbecher trinken möchte, erhält diesen bei allen am System beteiligten Betrieben gegen eine Pfandgebühr von einem Euro.  Ist der Becher leer, kann er bei einem der teilnehmenden Cafés, Bäckereien und Geschäften –  nicht nur in Freising, sondern in ganz Deutschland – zurückgegeben werden. Der Becher wird anschließend gespült und kann für den nächsten Kaffee wiederverwendet werden. Die ReCup-Becher sind aus Polypropylen (PP) und damit geschmacksneutral, lebensmittelecht, BPA-frei und spülmaschinenfest. Darüber hinaus werden sie in Deutschland produziert und sind zu 100 Prozent recycelbar: Wenn sie kaputt oder nicht mehr nutzbar sind, können diese von den Geschäften kostenlos an ReCup zurück-gesendet werden, damit sie weiterverwertet werden können.

Testlauf schon beim Uferlos-Festival 2018

Dank des Engagements der Uferlos Organisatoren Thomas Sedlmeier und Vipo Maat sowie der Agraringenieurin Dr. Manuela Gaßner, die mit ihrer Familie nahezu abfallfrei lebt, konnte das Mehrweg-Becher-Pfandsystem ReCup auf dem Uferlos Festival 2018 in Freising zum ersten Mal getestet werden. Nun ist auch der „offizielle“  Startschuss für das Mehrweg-Becher-Pfandsystem in Freising gefallen: Erste Geschäfte haben sich dazu entschlossen das ReCup-Mehrweg-Pfandsystem in Freising anzubieten.

Die Freisinger Vorreiter auf einen Blick

Wer neugierig geworden ist und seinen Kaffee zukünftig nachhaltig aus einem Mehrweg-Pfandbecher trinken möchte, kann dies ab sofort bei allen beteiligten Gastronomen und Geschäften in Freising tun. Unter https://app.recup.de/ sind alle (...und damit auch die Freisinger!) Ausgabe- und Annahmestellen gelistet, in der Fairtrade-Stadt Freising derzeit  (Stand: 31. Juli 2018):

  • chocolaterie – pâtisserie, Andreas Muschler, Obere Hauptstraße 43, 85354 Freising
  • Konditorei-Bäckerei Muschler GmbH, 85354 bzw. 85356 Freising, Landshuter Straße 62-64 sowie die Filialen Untere Hauptstraße 3, Oberer Hauptstraße sowie in 85417 Marzling,  Freisinger Straße 16 
  • Das Naschwerk – Spezialitätenkonditorei, Angerbadergasse 6, In den Altstadtgalerien, 85354 Freising
  • Fashion &  More … einfach nachhaltig leben, Untere Hauptstraße 50, 85354 Freising
  • Velosoph, Ziegelgasse 19, 85354 Freising
  • Q-Bar, Obere Hauptstraße 55, 85354 Freising
  • Pizzabob/RAN-Tankstelle, Münchner Straße 28, 85354 Freising

Wichtig: Wer den Mehrwegbecher für Coffee to go ebenfalls anbieten will, egal ob Café, Bäckerei, Restaurant, Tankstelle, Schule oder Kantine, kann sich mit der städtischen Klimaschutzbeauftragten Marie Hüneke per E-Mail (marie.hueneke©freising,de) oder telefonisch (0 81 61/54-4 61 10) in Verbindung setzen.     

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