12.06.2018

Sportentwicklungsplanung: Bürgerumfrage mit starker Beteiligung

Befragung zum Sport- und Freizeitverhalten

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Freising sind erfreulich aktiv, nutzen eine Vielzahl unterschiedlicher Sport- und Bewegungsräume im Stadtgebiet und verfolgen damit in erster Linie das Ziel, etwas Gutes für ihre Gesundheit bzw. ihr Wohlbefinden zu tun und dabei Spaß an der Bewegung zu haben. Zu diesem Ergebnis kommen die Potsdamer Wissenschaftler Prof. Dr. Michael Barsuhn und Prof. Dr. Jürgen Rode vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg, die zusammen mit der Stadt einen Sportentwicklungsplan erarbeiten.

5.000 Freisingerinnen und Freisinger haben in diesem Frühjahr einen Fragebogen zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten erhalten. 1.424 Personen haben sich beteiligt. „Mit über 28% konnten wir eine sehr gute Rücklaufquote erzielen, auch im Vergleich zu anderen Studien, die von unserem Team derzeit bundesweit durchgeführt werden.“, erläutert Prof. Dr. Michael Barsuhn. Im Rahmen der repräsentativen Befragung gaben 84% der Bürgerinnen und Bürger an, sport- bzw. bewegungsaktiv zu sein. Hauptmotive für körperlich-sportliche Aktivitäten sind „sein Wohlbefinden zu steigern", „Spaß an der Bewegung zu haben" sowie „etwas für die eigene Gesundheit zu tun".

Die Untersuchung zeigt darüber hinaus, dass neben den traditionellen für den Schul- und Vereinssport essentiellen Sportanlagen wie Sporthallen und Sportplätze insbesondere der öffentliche städtische Raum, also Parkanlagen, Straßen, Radwege und Waldwege von den Bürgerinnen und Bürgern für sportliche Betätigung genutzt werden. „Circa die Hälfte aller Sport- und Bewegungsaktivitäten finden hier statt.“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Rode. „Die Alterung der Gesellschaft sowie der anhaltende Trend zur Individualisierung und das gestiegene Gesundheitsbewusstsein verschieben den Fokus hin zu sanften und ausdauerorientierten Sport- und Bewegungsformen.“ Bei den beliebtesten Sportarten der Bevölkerung Freisings rangiert Radfahren auf Position eins, gefolgt von Joggen, Spazierengehen, Schwimmen und Fitnesstraining. Die beliebteste Mannschaftssportart ist Fußball.

„Die künftige Planung muss sich an den konkreten Sport- und Bewegungsbedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientieren, deshalb ist es zwingend, sie in den Planungsprozess einzubeziehen. Die hohe Rücklaufquote bestätigt und zeigt uns das große Interesse am Thema in der Bürgerschaft.“, so Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher.

In den nächsten Wochen werden die gesammelten Daten vom INSPO weiter ausgewertet und zu konkreten Handlungsempfehlungen verdichtet. Hierzu gehört auch eine fachliche Einschätzung der Sportanlagen, aus der für die Stadt Freising zukünftige Investitionskosten abgeleitet werden können. Eine Vorortbegehung aller Sporthallen und Sportplätze durch Fachleute des INSPO wurde bereits durchgeführt.

Aktuelle Ergebnisse der Sportentwicklungsplanung werden noch vor den Sommerferien der prozessbegleitenden Steuergruppe präsentiert, die sich aus Vertretern/-innen unterschiedlicher Verwaltungsressorts (u.a. Sport, Grünflächen; Stadtplanung) sowie Repräsentanten des organisierten Sports zusammensetzt. In der zweiten Jahreshälfte werden dann im Rahmen einer kooperativen Planungsphase unter Einbeziehung von Sportvereinen, Schulen sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern konkrete Handlungsempfehlungen für die künftige Sportentwicklung der Stadt Freising abgeleitet.

Kontakt

Federführung und Koordination in diesem Planungsprozess obliegen Petra Würzinger, die die Sportentwicklungsplanung als zuständige Mitarbeiterin in der Stadtverwaltung steuert und für Rückfragen gerne zur Verfügung steht: Telefon 0 81 61/54-4 30 01; E-Mail: petra.wuerzinger©freising,de.

Fragen an das Forschungsteam des Instituts für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) können gerichtet werden an Projektleiter Prof. Dr. Michael Barsuhn. Tel: 01 75/9 26 01 20; E-Mail: barsuhn©inspo-sportentwicklungsplanung,de.

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