Personalfeierstunde im Rathaus

Stadt ehrt hochgeschätzte Fachkräfte

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher hat im Rahmen einer Feierstunde im Großen Sitzungssaal des Freisinger Rathauses sieben Mitarbeiter*innen für ihre langjährigen Dienste geehrt und zwei von ihnen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Aufgrund der weiterhin angespannten Corona-Situation mussten die nötigen Abstände eingehalten und der Saal regelmäßig gelüftet werden. Der herzlichen Atmosphäre tat dies allerdings keinen Abbruch. OB Eschenbacher bedankte sich in seinen einleitenden Worten für die Verdienste aller anwesenden Mitarbeiter*innen in den ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen und begrüßte zudem Hauptamtsleiter Rupert Widmann, die Referatsleiter Karl-Heinz Wimmer und Bernhard Knopek sowie Andrea Hilt für den Personalrat.

Abschied nach erfüllten Jahren
Als langjährige Küchenhilfe im Kindergarten Lerchennest wurde Sonja Hermannsdorfer in den Ruhestand verabschiedet. Sie war seit 01. Oktober 2003 für die frische Zubereitung und das Anrichten der Speisen für die Kinder zuständig und organisierte und tätigte auch die Einkäufe für den Kindergarten. „Eine Aufgabe, die stressig sein kann und außerdem großes Organisationstalent und Geduld erfordert“, sagte der OB anerkennend. Laut Karl-Heinz Wimmer träfe die Bezeichnung „Küchenhilfe“ bei Sonja Hermannsdorfer eigentlich nicht zu, habe sie doch maßgeblich den Betrieb „am Laufen“ gehalten.

Mit Otto Ball wurde eine langjährige und hochqualifizierte Fachkraft des städtischen Bauhofs in den Ruhestand verabschiedet. Ball wurde am 01. November 1976 als Kfz-Mechaniker eingestellt. „Dort war er mit seinem enormen Fachwissen für die Instandhaltung der Maschinen und Fahrzeuge zuständig, die ja in großem Maße für Ordnung und Sicherheit in unserem Alltag sorgen, sei es in der Straßenreinigung oder im Winterdienst“, so OB Eschenbacher. „Herr Ball hat mit dazu beigetragen, dass sich unsere Bürgerinnen und Bürger auf sichere und saubere Straßen verlassen können.“ Bernhard Knopek betonte anschließend, dass Otto Ball von seinen Kolleginnen und Kollegen vor allem wegen seiner ruhigen und sachlichen Art geschätzt wurde: „Auf ihn konnte man sich jederzeit verlassen!“

Dank und Anerkennung zum silbernen Dienstjubiläum
Mit Claudia Heilmeier, Brigitte Weber und Thomas Warnck wurden drei Fachkräfte für ihre 25-jährige Tätigkeit bei der Stadt geehrt. Claudia Heilmeier trat am 01. April 1996 ihre Stelle als Erzieherin im Kindergarten Neustift II an. Besondere Verdienste erwarb sie sich bei der Mitgestaltung des Qualitätshandbuchs für die Kindertageseinrichtungen der Stadt Freising zwischen Oktober 2010 und Juli 2013, was der OB in seinen persönlichen Worten lobend hervorhob: „Sie brachten hier ihr ganzes Fachwissen ein, wovon in Zukunft noch viele Kolleginnen und Kollegen profitieren werden.“ Auch im sozialen Umgang beweist Claudia Heilmeier Kompetenz und Engagement. „Sie engagiert sich sozial in Neustift und motiviert Kolleginnen und Kollegen zu gemeinsamen Sporteinheiten“, beschrieb Karl-Heinz Wimmer.

Brigitte Weber begann ihre Laufbahn 1991 als Vorpraktikantin im Kindergarten Wetterstein, arbeitete anschließend von 1994 bis 1995 als Berufspraktikantin im Kindergarten Lerchenfeld Schule, wo sie ab 1995 als Erzieherin weiterbeschäftigt wurde. 2001 wurde sie stellvertretende Leiterin. Während ihrer Elternzeit arbeitete sie mit Unterbrechungen von 2005 bis 2009 im Kindergarten Lerchennest, wo sie seit 2012 fest beschäftigt ist. Karl-Heinz Wimmer beschrieb Brigitte Weber angesichts ihrer langen Tätigkeit in Lerchenfeld liebevoll als den „Dinosaurier der Einrichtung“ (Zitat aus dem Kollegenkreis) und unterstrich ihren enormen Wert fürs Haus.

Jubilar Thomas Warnck begann seine Laufbahn bei der Stadt am 01. April 1995 als technischer Angestellter des Hochbauamts. 1997 erfolgte die Versetzung ins Stadtplanungsamt. „Dort hat er eine rasante Entwicklung dieses Amtes, aber auch eine Fülle von Bauleitplanungen verfolgen und mitgestalten können,“ so der OB, der die Entwicklung Freisings in den vergangenen Jahrzehnten auf der Grundlage der unterschiedlichen Bebauungspläne als eine der aufregendsten Aufgaben beschrieb, die man sich als technischer Mitarbeiter vorstellen kann. Rupert Widmann lobte stellvertretend für Stadtbaumeisterin Barbara Schelle die Bereitschaft Warncks, sich „stetig weiterzubilden und am Ball zu bleiben“ und beschrieb ihn als engagierten Mitarbeiter, der sein Wissen gerne an Kolleginnen und Kollegen weitertrage.

Vier Jahrzehnte im öffentlichen Dienst
Zum 40. Dienstjubiläum gratulierte der OB Helga Heindl und Franz Piller. Helga Heindl begann ihre Tätigkeit bei der Stadt Freising am 01. April 2000 als Bezügerechnerin, nachdem sie zuvor viele Jahre bei der Bundesfinanzdirektion München tätig gewesen war. „Sie hat sich seit vielen Jahren auf das beamtenrechtliche Dienstrecht spezialisiert, eine durchaus schwierige und nicht zu unterschätzende Rechtsmaterie“, sagte OB Eschenbacher. „Sie steht unseren Beamtinnen und Beamten stets mit Rat und Tat zur Verfügung und hat trotz anscheinend trockener Materie nichts von ihrem Humor und ihrer Lebensfreude verloren.“ Laut Rupert Widmann bringe Heindl nicht allein wegen ihrer häufig wechselnden Haarfarbe und der vielen Pflanzen am Arbeitsplatz Farbe in den Alltag: „Sie bringt auch jede Menge Entschlusskraft, Entscheidungsfreude und Einsatzbereitschaft mit“, sagte Widmann, der ebenso ihre offene und ehrliche Art schätzt.

Mit persönlichen Worten ehrte Oberbürgermeister Eschenbacher den Referatsleiter der Stadtentwässerung und der Technischen Betriebe, Franz Piller, für dessen 40-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Piller wurde am 01. Juli 1986 als Technischer Oberinspektor im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit beim Tiefbauamt der Stadt Freising eingestellt. 1988 erfolgte die Ernennung zum Technischen Amtmann, 1991 zum Technischen Amtsrat, 1994 zum Technischen Oberamtsrat. Die Referatsleitung des Tiefbauamtes wurde ihm 1992 übertragen. Am 01. Januar 2004 wurde die dort angesiedelte Stadtentwässerung in einen Eigenbetrieb umgewandelt und Piller am 01. Oktober 2004 zum Werkleiter ernannt. „In den vielen Jahren hast Du Dich stets durch enormen Sachverstand ausgezeichnet, den Du vor allem auch bei den Planungen und der Umsetzung unseres Verkehrs-Großprojekts Westtangente samt Tunnelbau einbringst“, sagte Eschenbacher, der sich glücklich schätzt, „über die Jahre so viel von Deinem Fachwissen gelernt zu haben. Selbst in anspruchsvollen Situationen hast Du den nötigen Humor nie verloren!“

Nach den Laudationes durch OB und Referatsleiter wurden bei einem gemeinsamen Mittagessen – trotz des erforderlichen Abstands – noch angeregte Gespräche geführt und an die eine oder anderen witzige Anekdote erinnert.

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