Personalfeierstunde im Rathaus

Stadt verabschiedet und ehrt Mitarbeiter*innen

In einer Feierstunde im Großen Rathaus-Saal hat die Stadt Freising langjährige, verdiente Kräfte in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und weitere Mitarbeiter*innen für ihre Dienstjubiläen feierlich geehrt. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, die stellvertretende Personalratsvorsitzende Christine Rattenhuber sowie Referatsleiter*innen ließen es sich nicht nehmen, dem Personal Dank und Anerkennung auszusprechen und auch ein paar persönliche Worte an sie zu richten.

"Danke für alles!": Abschied nach einem ereignisreichen Berufsleben
In den Ruhestand verabschiedet wurde Margit Hampel, die am 01. September 2003 als Erzieherin im Kindergarten Neustift II der Stadt Freising eingestellt wurde. Im Oktober 2011 wurde sie zur kommissarischen stellvertretenden Leiterin bestellt, ehe sie im September 2012 endgültig die stellvertretende Leitung übernahm. Seit 01. Mai 2021 bezog sie Altersrente, arbeitete aber noch bis 31. Januar 2022 weiter. Ihr Vorgesetzter, Referatsleiter Karl-Heinz Wimmer, lobte Margit Hampels Teamgeist („Sie hatte immer ein offenes Ohr – sowohl für die Kolleginnen und Kollegen als auch für die Eltern!“) und stellte außerdem ihr enormes Kochtalent heraus, das sie auf liebevolle Art auch den Kindern vermittelte. Auch der Umweltschutz habe ihr immer am Herzen gelegen, für den sie auch die Kinder frühzeitig sensibilisiert habe.

Als jahrzehntelange Kollegin, tätig im selben Gebäude, wurde auch Brigitte Mehnert offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Sie war im September 1982 als Erzieherin beim Kinderhort Neustift II eingestellt worden und hatte im Februar 1987 die Leitung des Hortes übernommen. Im März dieses Jahres begann die Freistellungsphase ihrer Altersteilzeit, am 01. August 2023 wird Brigitte Mehnert in Rente gehen. Während ihrer Zeit als Hortleiterin habe "sie sich allen Herausforderungen gestellt", wie Referatsleiter Wimmer lobend hervorhob. "Ihr Teamgeist war immer super, ebenso bemerkenswert war ihr Engagement im Personalrat." Ein Steckenpferd sei auch ihr unermüdlicher Antrieb gewesen, neues Personal zu finden, weshalb sie beispielsweise an Schulen für ihren Beruf und ihren Arbeitgeber warb.

Anton Eichenlaub, der seit 1984 die Stadtgärtnerei leitete, hat ebenfalls seinen verdienten Ruhestand angetreten. Er arbeitete seit Oktober 2020 in Altersteilzeit im Teilzeitmodell und ging im Februar 2022 in Rente. OB Eschenbacher wies in seiner Ansprache auf die Wichtigkeit der Stadtgärtnerei hin, speziell in den Zeiten des Klimawandels, und lobte Eichenlaub als "stets engagierten, hilfsbereiten und äußerst fachkundigen Mitarbeiter." Laut Referatsleiter Bernhard Knopek habe die Stadt nun "eine feste Konstante" verloren, ebenso "echte Leidenschaft und viel Herzblut".

Kein "Job", sondern eine Aufgabe: 25 Jahre im öffentlichen Dienst
Zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum konnte Yana König herzlich gratuliert werden. Sie wurde am Ende April 1992 als Violin-Lehrerin bei der Musikschule Freising eingestellt, zunächst befristet, ab Mitte Mai 1995 dann dauerhaft. Aus familiären Gründen trat die beliebte Pädagogin beruflich einige Jahre kürzer und wirkte nach einer Familienpause von Januar 2008 bis Ende August 2009 im Kindergarten Sonnenstraße, ehe sie im Anschluss ihre Tätigkeit an der Musikschule wiederaufnahm. OB Eschenbacher: "An unserer über die Stadtgrenzen hinaus sehr geschätzten Musikschule bringen Sie seit Jahrzehnten mit großem Engagement und ebenso großer Hingabe den Schülerinnen und Schülern das Musizieren bei. Zudem bereichern Sie unser hochangesehenes Freisinger Symphonieorchester. Wir freuen uns, Sie als engagierte und leidenschaftliche Lehrkraft an unserer Musikschule zu haben und wünschen Ihnen weiterhin alles Gute – und natürlich viel Freude beim Musizieren!"

Referatsleiter Wimmer nannte König eine "Geigenlehrerin aus Leidenschaft, die den Schülerinnen und Schülern nicht bloß das Singen, Spielen und Musizieren beibringt, sondern auch die nötige Disziplin beim Üben an den Instrumenten." Eine besondere Qualität sei auch ihre Offenheit für neue Konzepte und ihre Bereitschaft, sich regelmäßig weiterzubilden und weiterzuentwickeln.

Für ebenfalls 25 Jahre im öffentlichen Dienst wurde Torsten Köhler ausgezeichnet, seit September 2019 stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes und seit 01. März 2021 Verwaltungsoberinspektor. Seine Berufslaufbahn begann bei der Bundeswehr: 1995 verpflichtete sich der gebürtige Schweinfurter als Zeitsoldat, 2008 erfolgte der Wechsel zur Stadt Aschaffenburg, wo Köhler als Sachbearbeiter im Bürgerservicebüro arbeitete. 2011 wechselte er in die Hauptverwaltung der Gemeinde Schonungen, wo er zunächst als Sachbearbeiter, später als Sachgebietsleiter im Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung tätig war.

Für Referatsleiterin Dr. Hanna Sammüller-Gradl sticht eine Charaktereigenschaft Torsten Köhlers besonders hervor: "Er ist sich für nichts zu schade und macht sich gerne auch mal selber vor Ort ein Bild von der jeweiligen Angelegenheit." Zudem lege Köhler im Beruf eine unglaubliche Ausdauer und Kraft an den Tag: "Und er zieht Dinge durch", so Sammüller-Gradl. Vor allem während des Lockdown in der Corona-Krise sei er für seine Mitarbeiter*innen eine verlässliche Konstante gewesen: "Wenn jemand Hilfe braucht, ist er immer da – er ist ein echter 'Fels in der Brandung'!"

Den anerkennenden Worten des Oberbürgermeisters und der Referatsleitungen schloss sich auch Christine Rattenhuber vom Personalrat an. Nach der Übergabe von Geschenken und Urkunden ließen die Beteiligten die Feierstunde bei einem gemeinsamen Mittagessen und angeregten Gesprächen in entspannter Atmosphäre ausklingen.

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