Zum dritten Mal in Folge setzt das Frauen*Netzwerk Freising ein cineastisches Zeichen für die Gleichstellung. Anlässlich des Weltfrauentages lädt das Netzwerk zu der Filmreihe „Kino der starken Frauen“ ein. An drei Abenden und drei verschiedenen Standorten im Landkreis werden Filme gezeigt, die die Unverzichtbarkeit, den Mut und die Herausforderungen von Frauen in den Fokus rücken. Karin Hinz, Gleichstellungsbeauftragte der Stadtverwaltung, weist darauf hin, dass Frauen die moderne Arbeitswelt von Grund auf mitgestaltet, Märkte revolutioniert und den Weg für faire Bedingungen geebnet haben – oft unter dem Radar oder gegen tief verwurzelte Vorurteile.
Die diesjährige Auswahl reicht vom Hollywood-Spielfilm über eine medizinische Aufklärungskampagne bis hin zur historischen Dokumentation. Das Programm im Überblick:
Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen
CineradoPlex, Freising, Dienstag, 03.03., 19.30 Uhr, Eintritt 6 €
Der oscarnominierte Spielfilm erzählt die wahre Geschichte dreier afroamerikanischer Mathematikerinnen, die trotz Rassentrennung und Geschlechterdiskriminierung maßgeblich zum Erfolg des NASA-Raumfahrtprogramms beitrugen. Ohne sie wäre John Glenns Erdumrundung 1962 kaum denkbar gewesen. Vor dem Film spricht eine Expertin von Texas Instruments über den aktuellen Stand der Frauenrechte.
JUNG UND ENDO – Ein Film über junge Menschen mit Endometriose
Rosenhof-Lichtspiele, Moosburg, Donnerstag, 05.03.; 19.30 Uhr, Eintritt frei
Diese Dokumentation der Deutschen Endometriose Vereinigung e. V. gibt jungen Betroffenen eine Stimme. Der Film beleuchtet den Alltag mit der chronischen Erkrankung und die Herausforderungen in Schule, Beruf und Partnerschaft. Im Anschluss findet eine offene Diskussionsrunde mit der Gynäkologin Dr. Nadja Thiel sowie Johanna und Leyla von den „Endoworriers“ statt.
Ein Tag ohne Frauen
Cineplex, Neufahrn, Freitag, 06.03., 19.30 Uhr, Eintritt 6 €
Die Dokumentation blickt zurück auf den 24. Oktober 1975 in Island. Damals legten 90 Prozent der Frauen ihre Arbeit nieder – im Büro wie zu Hause. Das Land stand still. Der Film zeigt eindrucksvoll und mit einer Prise Humor, wie dieser Tag den Weg für die Gleichstellung ebnete. Vor dem Film gibt es eine kurz Rede zum Thema Frauenrecht.
Über das Frauen*Netzwerk Freising: Das Netzwerk wurde 2023 ins Leben gerufen und vereint öffentliche und kirchliche Institutionen sowie engagierte Einzelpersonen aus der Region. Gemeinsames Ziel ist es, die Gleichstellung von Frauen sichtbar zu machen und aktiv zu fördern. Das Netzwerk freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher bei der diesjährigen Filmreihe.