Freisinger Tourismus auf Erfolgskurs

Rekordjahr, starke wirtschaftliche Impulse und neue Akzente für das Besuchserlebnis

Freising ist gefragt wie nie. Die neu gestaltete Innenstadt mit offener Moosach, das als Kulturzentrum wiederbelebte Asamgebäude mit Stadtmuseum und Touristinfo sowie publikumswirksamer Ereignisse zeigen Wirkung: Der Tourismus in der Domstadt bewegt sich auf einem dauerhaft hohen Niveau — mit Bestmarken und spürbaren wirtschaftlichen Effekten.

Ein besonderer Schub ging vom Freisinger Korbiniansjahr 2024 aus. Die Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte im Diözesanmuseum, die Fußball-Europameisterschaft sowie große Konzertereignisse im nahegelegenen München verstärkten die Strahlkraft der ältesten Stadt an der Isar. Insgesamt reisten 248.740 Gäste nach Freising und buchten 443.300 Übernachtungen. Damit wurde 2024 zum erfolgreichsten Tourismusjahr der Stadtgeschichte: Ankünfte und Übernachtungen übertrafen sogar das bisherige Rekordjahr 2019.

Stabile Zahlen auch ohne Großereignisse
Dass diese Entwicklung keine Momentaufnahme war, zeigt der Blick auf das Tourismusjahr 2025. Trotz des Wegfalls der einmaligen Großereignisse blieb Freising für Gäste attraktiv. Im vergangenen Jahr kamen 258.261 Touristinnen und Touristen in die Domstadt — nochmals ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen sank leicht um 1,7 Prozent auf 435.820, bewegte sich damit jedoch weiterhin auf hohem Niveau.

58 Prozent der Gäste stammten aus Deutschland. Internationale Besucherinnen und Besucher sorgten für 163.899 Übernachtungen; statistisch gesehen verbringen damit täglich knapp 450 ausländische Gäste ihren Abend in Freising. Insgesamt entsprechen diese Werte in etwa dem Stand von 2019. Vier Jahre nach der Corona-Zäsur ist damit klar: Der Freisinger Tourismus hat die pandemiebedingte Delle überwunden.

Wirtschaftskraft mit Breitenwirkung
Welche Bedeutung der Tourismus für die Stadt hat, zeigt eine Untersuchung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr GmbH (dwif). Für das Jahr 2024 wurden die wirtschaftlichen Effekte des Freisinger Tourismus anhand von Kennzahlen und Vergleichswerten berechnet. Der Bruttoumsatz aus Übernachtungs- und Tagesgästen belief sich demnach auf 130,3 Mio. Euro.

Davon entfielen 56 Prozent auf das Gastgewerbe wie Hotels und Gastronomie, 25,8 Prozent auf den Einzelhandel und 18,2 Prozent auf sonstige Dienstleister, etwa Transportunternehmen. Nach Abzug der Mehrwertsteuer ergibt sich ein Nettoumsatz von 115,4 Mio. Euro. Weitere Untersuchungen der dwif zeigen: Freising erzielte im Jahr 2024 mindestens 1,15 Millionen Euro an Einnahmen aus dem lokalen Fremdenverkehrsgewerbe, in dem darüber hinaus knapp 1.600 Menschen beschäftigt sind.
Damit wird deutlich: Der Tourismus wirkt weit über den Aufenthalt der Gäste hinaus und stärkt dauerhaft Wirtschaft, Arbeitsplätze und kommunale Einnahmen in der Stadt.

Stadtführungen als Publikumsmagnet
Ein besonders sichtbares Zeichen für das große Interesse an Freising sind die Stadtführungen. Was sich 2024 bereits abzeichnete, setzte sich 2025 eindrucksvoll fort. Die Touristinfo im ASAM organisierte 432 Führungen für Gruppen – in den besten Jahren lag die Zahl um die 300 Buchungen – sowie 111 öffentliche Rundgänge zu festen Terminen für Einzelpersonen. Insgesamt erkundeten mehr als 10.000 Menschen Freising im Rahmen einer Führung.

Gefragt waren vor allem klassische Altstadtrundgänge mit oder ohne Dombesuch. Daneben erfreuten sich thematische Angebote großer Beliebtheit, etwa zur Asam-Künstlerfamilie oder zu den historischen Freisinger Braustätten. Um der anhaltend hohen Nachfrage gerecht zu werden, wurden 2025 erstmals Stadtführerinnen und Stadtführer in Kooperation mit der vhs Freising ausgebildet. Seit vergangenem Herbst sind insgesamt 28 Guides im Einsatz. Sie führen Gäste durch die Domstadt und vermitteln Stadtgeschichte auf Deutsch sowie – je nach Bedarf – in Englisch, Französisch oder Italienisch.

Blick nach vorn: analog und digital
Mit Blick auf die kommenden Jahre arbeitet die Freisinger Touristinformation kontinuierlich daran, das Angebot weiterzuentwickeln. Der Faltplan „Touristischer Wegweiser – Sehenswürdigkeiten und Stadtplan“ wurde umfassend überarbeitet. Er enthält einen Rundgang zu den wichtigsten Stationen der Innenstadt sowie die Stadtwanderung „Kultur und Natur“ und liegt inzwischen ebenfalls in englischer Sprache vor.

Zur Sommersaison erscheint zusätzlich ein kostenfreier Audioguide mit Stadtrundgang in deutscher und englischer Sprache, der bequem per App auf dem Smartphone genutzt werden kann. Parallel dazu wurde die Buchung von Stadtführungen weiter digitalisiert: Über ein Formular auf der Webseite https://tourismus.freising.de lassen sich Anmeldungen für öffentliche Führungen vornehmen und direkt Anfragen für Gruppenführungen stellen. An einer integrierten Bezahlmöglichkeit wird derzeit gearbeitet.

Ergänzend zum klassischen Marketing setzt das Tourismusamt verstärkt auf digitale Kanäle. Der Webauftritt tourismus.freising.de – gefragte Anlaufstelle für Anregungen, Informationen und Tipps für den Freising-Besuch – wird aktuell optisch und inhaltlich relauncht. Interessierte können sich über Sehenswürdigkeiten, Freizeit- und Kulturthemen zudem auf den Instagram-Accounts „tourismus.stadt.freising“ und „kultur.stadt.freising“ sowie den Facebook-Auftritt „Kultur.Stadt.Freising“ regelmäßig informieren — und werden herzlich zu einem erlebnisreichen Aufenthalt der ältesten Stadt an der Isar eingeladen.

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