Aktuelle Veranstaltungshinweise

fairer freisinger - Kaffee aus Äthiopien, fair und bio

Fairer Freisinger, Kaffee
Fairer Kaffee für Freising! Foto: Weltladen

Die Arabica-Kaffee-Sorte Sidamo, benannt nach der ehemaligen Provinz Sidamo, gehört zum allerbesten, was weltweit an Kaffeebohnen wächst. Ein Highlight für Genießer/-innen. Diese Kaffeebohnen werden, wie rund 95 Prozent des äthiopischen Kaffees, von Kleinbauern produziert oder als wilder Kaffee im Wald geerntet. Sie wachsen in einer durchschnittlichen Höhe von 1.700 m. Nach Deutschland werden die Bohnen von OCFCU (Oromia Coffee Farmers Cooperative Union) exportiert. Die Kooperative unterstützt 100.000 Kleinbauernfamilien in Äthiopien. Der faire Handel garantiert diesen Familien mit gerechten Abnahmepreisen sowie Bio- und Sozialzuschlägen ein besseres Einkommen. Testen und fair genießen: Erhältlich ist der Kaffee jetzt unter der marke "fairer freisinger".  

Mit dem Stadt-Kaffee will der Verein Partnerschaft Eine Welt e.V. ein sichtbares Zeichen für den fairen Handel setzen. Mit dem Freising-spezifisch-gestalteten Etikett (die Ziegelgasse mit Blick auf die Georgskirche) kann er die Identifikation erhöhen und als Mitbringsel oder Geschenk aus Freising dienen. Der faire freisinger wird als Filterkaffee gemahlen im 250g Paket bzw. als Bohne im 500g Paket angeboten.


Gesund und fair würzen! lobOlmo macht es den Freisingern schmackhaft

Eine Frau auf Sri Lanka kocht.
Fairer Genuss. Feurig scharfe Currys in Sri Lanka. Foto: lobOlmo
verschiedenste Gewürze
Gewürze exotisch und fair gehandelt! Foto: lobOlmo

Sri Lanka - beim Gedanken an diese Insel im Indischen Ozean tauchen vor dem geistigen Auge beinahe automatisch Bilder auf von üppiger Natur, herrlichen Landschaften und tropischem Regenwald. Die Besucher konnten sich jedenfalls gut einfühlen in das Klima des ehemaligen Ceylon an diesem heißen April- Sonntag, als das Faire Forum Freising und die vhs die Referenten Jutta Ulmer und Michael Wolfsteiner von der Organisation "Lobolmo" zu ihrem Vortrag "Gesund und fair würzen" in die Räume der Volkshochschule in der Kammergasse eingeladen hatten. "LobOlmo" ist ein Fantasiename, zusammengesetzt aus den spanischen Wörtern lobo (Wolf) und olmo (Ulme). Dahinter stecken die beiden Fotografen und Journalisten Ulmer und Wolfsteiner. Sie sind assoziierte Mitglieder der World Fair Trade Organization (WFTO) - und sie entführten an diesem Nachmittag mit beeindruckenden Bildern in die Welt der Gewürzbauern auf der tropischen Insel Sri Lanka. Spannend und unterhaltsam erklärten sie die Produktionsweise von Gewürzen wie Muskatnüssen und -blüten, Nelken, Kurkuma, Pfeffer und Zimt, ihre Verwendungsmöglichkeiten und Heilkräfte. Die Kleinbauern müssen, so die beiden Fachleute, einen enormen Aufwand betreiben, kein Wunder also, dass die Gewürze nicht "billig" sein können und dürfen, wenn der Faire Handel gewährleistet werden soll. Ulmer und Wolfsteiner erläuterten die Vorteile, die der Faire Handel den Kleinbauern bringt und gingen auf die Unterschiede zwischen den beiden Gütezeichen für fairen Handel, das "Fairtrade-Siegel" und "WFTO-Label" ein. Nach so vielen imposanten Bildern von Gewürzen durfte aber auch der Gaumen nicht zu kurz kommen, die sinnlichen Geschmacksgeber konnten in Form von köstlichen Brotaufstrichen und Zimtschnecken probiert werden - und der Weltladen hatte für Kaufinteressenten die passenden Gewürze gleich mitgebracht.


Was ist das Faire Forum (FF)?

Das Faire Forum ist eine Projektgruppe, die sich für die lokale Umsetzung der Agenda21 in Freising engagiert. Das Faire Forum setzt sich seit seiner Gründung am 4. März 2015 für die nachhaltige Entwicklung der Fairen Stadt Freising ein und konzentriert sich hier besonders auf die Stärkung des Fairen Handels in der Region. Dabei orientieren wir uns inhaltlich an dem Konzeptpapier, das uns als Leitfaden für die Umsetzung unserer verschiedenen Projekte, Veranstaltungen und Aktionen dient. Doch was heißt das ganz konkret?  

Was macht das Faire Forum?

Das Faire Forum hat sich zum Ziel gesetzt, den Fairen Handel im Denken der Freisinger Bevölkerung zu verwurzeln. Und wie soll das funktionieren? In erster Linie durch Information, Aufklärung und Bildungsarbeit. So versuchen wir durch Projekte und Aktionen wie beispielsweise Ausstellungen, Vorträge, die Erstellung eines Einkaufskompasses, die Faire Stadtschokolade für jeden und jede die ethischen Folgen unseres Konsumverhaltens begreifbar und anschaulich zu machen. Wir versuchen, die unterschiedlichsten Fragen zu stellen und zu beantworten: Was ist eigentlich Globalisierung und was ist daran unfair? Was bedeutet ‘unfair’ und ‘fair’ im Hinblick auf globale Handelsbeziehungen? Was hat das mit mir zu tun? Wem nützt fairer Handel? Was habe ich davon, fair einzukaufen und was der Kleinbauer in Kenia? Wodurch zeichnet sich fairer Handel im Gegensatz zu ‘unfairen’, konventionellen Handelbeziehungen aus? Im offenen Dialog und kritischen Austausch wollen wir so den Freisinger Bürgerinnen und Bürgern näherbringen, was faire Handelsbeziehungen eigentlich ausmacht. Das Verständnis für faire und partnerschaftliche Handelsbeziehungen in der Domstadt zu stärken, ist also das wichtigste Anliegen des Fairen Forums. Dabei legen wir gemäß des Agenda21-Gedankens ‘Global denken - lokal handeln’ viel Wert darauf, die Kriterien ‘bio’,‘regional’ und ‘fair’ zusammen zu denken. Ein ganz konkretes Ziel des Fairen Forums ist beispielsweise die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien bei der öffentlichen Beschaffung der Stadt Freising.

Wer ist das Faire Forum?

Im Fairen Forum sind zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses vertreten: RepräsentantInnen aus Stadt und Politik, Handel und Gastronomie, Kirchengemeinden, Schulen und Erwachsenenbildung (Kardinal-Döpfner-Haus, VHS), der Verein Partnerschaft Eine Welt Freising e.V. sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger bringen ihre verschiedenen Perspektiven an den Diskussionstisch. Sprecherinnen des Fairen Forums sind Monika Hobmair und Heide Hoffmann.

Kann ich beim Fairen Forum mitmachen?

Unbedingt! Das Faire Forum will allen interessierten Freisingerinnen und Freisingern die Möglichkeit bieten, sich für den Fairen Handel zu engagieren. Wir sind eine offene Gruppe, die sich stets über neuen Input innovativer und kreativer Geister freut. Nur aus Perspektivenvielfalt und kritischem Austausch kann Wandel und Fortschritt im Sinne der Nachhaltigkeit entstehen. Gemäß der Idee des Fairen Handels – Partnerschaft auf Augenhöhe – wollen wir eine offene Gruppe sein, die neuen Mitgliedern beim Einstieg ins Faire Forum gern Starthilfe bietet. Die Auswirkungen der Globalisierung betreffen uns alle, als kritsche KonsumentInnen, als BürgerInnen Freisings, als WeltbewohnerInnen – das Faire Forum will für jeden und jede eine Plattform sein, sich mit diesem Thema kritisch auseinanderzusetzen und produktive Lösungen zu finden.

Bei Interesse wenden Sie sich gern an die Agenda21 Koordination. Die Sitzungstermine finden Sie in der Tagespresse oder auf der Webseite der Stadt Freising.

Das nächste Treffen findet am 18. Juni 2018 um 18.30 Uhr in der Amtsgerichtsgasse 6, Besprechungsraum im 1. Stock statt.

Einkaufskompass vorgestellt

Freisinger Einkaufskompass
Freisinger Einkaufskompass - zum Download auf das Bild klicken.

Eine Arbeitsgruppe des Fairen Forums hat einen nachhaltigen Einkaufsführer entwickelt: Das 28-seitige Verzeichnis listet Geschäfte, Firmen und Produzenten auf, die regionale und/oder ökologische und/oder fair gehandelte Waren anbieten. Der Einkaufskompass „Nachhaltig leben in Freising: regional – ökologisch – fair“ wurde am Donnerstag, 22. September 2016, im Großen Rathaussaal vorgestellt. Viel Applaus gab es für diese vorbildliche Initiative, die dazu beiträgt, das Bewusstsein für den nachhaltigen Handel zu stärken.  Was das Verzeichnis bietet und wo es erhältlich ist, präsentiert der Beitrag "Einkaufskompass gibt Orientierung"

Der Einkaufsführer ist leider vergriffen.

Fairtrade an Freisings Schulen

Die Besucher bewunderten die fantasievollen Motive der Faire T-Shirts, entworfen von Camerloher Schülern.
Die Besucher bewunderten die Motive der Fairen T-Shirts, entworfen von Camerloher Schülern. Foto: Stadt

Wie können wir unseren Schüler/-innen den Fairtrade-Gedanken nahe bringen? Diese Frage stellen sich gerade in Freising zahlreiche Lehrer/-innen und Schulleiter/-innen – Freising ist nicht nur Schul- und Universitätsstadt, sondern seit 2011 Fairtrade-Stadt. Regen Zuspruch fand am 29. Februar 2016 eine Informationsveranstaltung des Fairen Forums, zu der OB Tobias Eschenbacher und Ricarda Schindler, Referentin für Schulen des Freisinger Stadtrates, ins Asamfoyer eingeladen hatten.

Carina Bischke, engagiert für Fairtrade-Schools bei TransFair, dem Trägerverein von Fairtrade Deutschland, erläuterte, welche Schritte zur Anerkennung als Fairtrade School führen. Von der Gründung eines Schulteams, das den „Kompass“ erarbeitet, über die Beschäftigung mit dem Thema im Unterricht bis zu konkreten Aktionen – es sind einige, aber machbare Schritte zu absolvieren.

Viele positive Beispiele waren nicht nur in der begleitenden Ausstellung zu sehen. Das Camerloher-Gymnasium, seit 2013 Fairtrade-Schule, hat mit großem Engagement gezeigt, dass das Ziel zu erreichen ist. Bei der Veranstaltung im Asamfoyer, zu der auch Bürgermeisterin Eva Bönig die interessierten  Schulvertreter/-innen begrüßt hatte, waren neben einem vom Camerloher-Gymnasium gestalteten Pausenverkaufstisch auch von Schülerinnen und Schülern erarbeitete Ausstellungen und im Kunstunterricht gefertigte T-Shirts zu sehen, die käuflich erworben werden können. Interessierte Schulen können sich also erprobte Anregungen gleich „vor der Haustür“ in Freising holen. Darüberhinaus gibt es unter https://blog.fairtrade-schools.de/ aber sogar einen eigenen Schools-Blog von Fairtrade Deutschland, der viele Ideen liefert.

Kornelia Schredl, Vorsitzende des Weltladen-Trägervereins „Partnerschaft Eine Welt Freising“ e.V., stellte das Angebot des Freisinger Weltladens als außerschulischem Lernort vor. Maria Knöpfle vom Fair-Handelshaus Bayern eG in Amperpettenbach erklärte, welche Angebote sie den Schulen machen können.

Nach den Vorträgen unterhielten sich die Gäste angeregt bei fairen Getränken und einem kleinen Imbiss und nahmen viele Informationen mit nach Hause.

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