Was ist das Faire Forum (FF)?

Das Faire Forum ist eine Projektgruppe, die sich für die lokale Umsetzung der Agenda21 in Freising engagiert. Das Faire Forum setzt sich seit seiner Gründung am 4. März 2015 für die nachhaltige Entwicklung der Fairen Stadt Freising ein und konzentriert sich hier besonders auf die Stärkung des Fairen Handels in der Region. Dabei orientieren wir uns inhaltlich an dem Konzeptpapier, das uns als Leitfaden für die Umsetzung unserer verschiedenen Projekte, Veranstaltungen und Aktionen dient. Doch was heißt das ganz konkret?  

Was macht das Faire Forum?

Das Faire Forum hat sich zum Ziel gesetzt, den Fairen Handel im Denken der Freisinger Bevölkerung zu verwurzeln. Und wie soll das funktionieren? In erster Linie durch Information, Aufklärung und Bildungsarbeit. So versuchen wir durch Projekte und Aktionen wie beispielsweise Ausstellungen, Vorträge, die Erstellung eines Einkaufskompasses, die Faire Stadtschokolade für jeden und jede die ethischen Folgen unseres Konsumverhaltens begreifbar und anschaulich zu machen. Wir versuchen, die unterschiedlichsten Fragen zu stellen und zu beantworten: Was ist eigentlich Globalisierung und was ist daran unfair? Was bedeutet ‘unfair’ und ‘fair’ im Hinblick auf globale Handelsbeziehungen? Was hat das mit mir zu tun? Wem nützt fairer Handel? Was habe ich davon, fair einzukaufen und was der Kleinbauer in Kenia? Wodurch zeichnet sich fairer Handel im Gegensatz zu ‘unfairen’, konventionellen Handelbeziehungen aus? Im offenen Dialog und kritischen Austausch wollen wir so den Freisinger Bürgerinnen und Bürgern näherbringen, was faire Handelsbeziehungen eigentlich ausmacht. Das Verständnis für faire und partnerschaftliche Handelsbeziehungen in der Domstadt zu stärken, ist also das wichtigste Anliegen des Fairen Forums. Dabei legen wir gemäß des Agenda21-Gedankens ‘Global denken - lokal handeln’ viel Wert darauf, die Kriterien ‘bio’,‘regional’ und ‘fair’ zusammen zu denken. Ein ganz konkretes Ziel des Fairen Forums ist beispielsweise die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien bei der öffentlichen Beschaffung der Stadt Freising.

Wer ist das Faire Forum?

Im Fairen Forum sind zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses vertreten: RepräsentantInnen aus Stadt und Politik, Handel und Gastronomie, Kirchengemeinden, Schulen und Erwachsenenbildung (Kardinal-Döpfner-Haus, VHS), der Verein Partnerschaft Eine Welt Freising e.V. sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger bringen ihre verschiedenen Perspektiven an den Diskussionstisch.

Kann ich beim Fairen Forum mitmachen?

Unbedingt! Das Faire Forum will allen interessierten Freisingerinnen und Freisingern die Möglichkeit bieten sich für den Fairen Handel zu engagieren. Wir sind eine offene Gruppe, die sich stets über neuen Input innovativer und kreativer Geister freut. Nur aus Perspektivenvielfalt und kritischem Austausch kann Wandel und Fortschritt im Sinne der Nachhaltigkeit entstehen. Gemäß der Idee des Fairen Handels – Partnerschaft auf Augenhöhe – wollen wir eine offene Gruppe sein, die neuen Mitgliedern beim Einstieg ins Faire Forum gern Starthilfe bietet. Die Auswirkungen der Globalisierung betreffen uns alle, als kritsche KonsumentInnen, als BürgerInnen Freisings, als WeltbewohnerInnen – das Faire Forum will für jeden und jede eine Plattform sein, sich mit diesem Thema kritisch auseinanderzusetzen und produktive Lösungen zu finden.

Bei Interesse wenden Sie sich gern an die Sprecher des Fairen Forums Kornelia Schredl (Kornelia©Schredl,net) und/oder Jürgen Maguhn (j.maguhn©gmx,de) oder Sie kommen bei uns vorbei. Die Sitzungstermine finden Sie in der Tagespresse oder auf der Webseite der Stadt Freising.

Das Bild zeigt 1. Sprecherin Kornelia Schredl
1. Sprecherin Kornelia Schredl (Foto privat)
Das Bild zeigt den 2. Projektgruppensprecher Dr. Jürgen Maguhn.
2. Projektgruppensprecher Dr. Jürgen Maguhn (Foto privat)

Am 4. März 2015 hat sich das Faire Forum als Agenda21-Sozialbeirat-Projektgruppe konstituiert und Frau Kornelia Schredl als erste Sprecherin gewählt.
Kornelia Schredl war fast 8 Jahre im Vorstand des Vereins „Partnerschaft Eine Welt Freising e.V." aktiv.

Kontakt: kornelia©schredl,net oder 0152-26260065

 

 

 

 

 

 

Seit 7. Februar 2017 ist Dr. Jürgen Maguhn Co-Sprecher des Fairen Forums. Er ist seit 2008 Stadtrat und Mitinitiator des Fairen Forums.

Kontakt: j.maguhn©gmx,de oder 0163-1397675

 

 

Einkaufskompass vorgestellt

Freisinger Einkaufskompass
Freisinger Einkaufskompass - zum Download auf das Bild klicken.

Eine Arbeitsgruppe des Fairen Forums hat einen nachhaltigen Einkaufsführer entwickelt: Das 28-seitige Verzeichnis listet Geschäfte, Firmen und Produzenten auf, die regionale und/oder ökologische und/oder fair gehandelte Waren anbieten. Der Einkaufskompass „Nachhaltig leben in Freising: regional – ökologisch – fair“ wurde am Donnerstag, 22. September 2016, im Großen Rathaussaal vorgestellt. Viel Applaus gab es für diese vorbildliche Initiative, die dazu beiträgt, das Bewusstsein für den nachhaltigen Handel zu stärken.  Was das Verzeichnis bietet und wo es erhältlich ist, präsentiert der Beitrag "Einkaufskompass gibt Orientierung"

Faires Forum am Uferlos

Verena und Nicole Spanrad verkauften die Faire Stadtschokolade.
Verena und Nicole Spanrad (Foto Stadt Freising)

Verena und Nicole Spanrad warben mit einem Quiz für den Fairen Handel und verkauften die Faire Freisinger Stadtschokolade.

Fairtrade an Freisings Schulen

Die Besucher bewunderten die fantasievollen Motive der Faire T-Shirts, entworfen von Camerloher Schülern.
Die Besucher bewunderten die Motive der Fairen T-Shirts, entworfen von Camerloher Schülern. Foto: Stadt

Wie können wir unseren Schüler/-innen den Fairtrade-Gedanken nahe bringen? Diese Frage stellen sich gerade in Freising zahlreiche Lehrer/-innen und Schulleiter/-innen – Freising ist nicht nur Schul- und Universitätsstadt, sondern seit 2011 Fairtrade-Stadt. Regen Zuspruch fand am 29. Februar 2016 eine Informationsveranstaltung des Fairen Forums, zu der OB Tobias Eschenbacher und Ricarda Schindler, Referentin für Schulen des Freisinger Stadtrates, ins Asamfoyer eingeladen hatten.

Carina Bischke, engagiert für Fairtrade-Schools bei TransFair, dem Trägerverein von Fairtrade Deutschland, erläuterte, welche Schritte zur Anerkennung als Fairtrade School führen. Von der Gründung eines Schulteams, das den „Kompass“ erarbeitet, über die Beschäftigung mit dem Thema im Unterricht bis zu konkreten Aktionen – es sind einige, aber machbare Schritte zu absolvieren.

Viele positive Beispiele waren nicht nur in der begleitenden Ausstellung zu sehen. Das Camerloher-Gymnasium, seit 2013 Fairtrade-Schule, hat mit großem Engagement gezeigt, dass das Ziel zu erreichen ist. Bei der Veranstaltung im Asamfoyer, zu der auch Bürgermeisterin Eva Bönig die interessierten  Schulvertreter/-innen begrüßt hatte, waren neben einem vom Camerloher-Gymnasium gestalteten Pausenverkaufstisch auch von Schülerinnen und Schülern erarbeitete Ausstellungen und im Kunstunterricht gefertigte T-Shirts zu sehen, die käuflich erworben werden können. Interessierte Schulen können sich also erprobte Anregungen gleich „vor der Haustür“ in Freising holen. Darüberhinaus gibt es unter https://blog.fairtrade-schools.de/ aber sogar einen eigenen Schools-Blog von Fairtrade Deutschland, der viele Ideen liefert.

Kornelia Schredl, Vorsitzende des Weltladen-Trägervereins „Partnerschaft Eine Welt Freising“ e.V., stellte das Angebot des Freisinger Weltladens als außerschulischem Lernort vor. Maria Knöpfle vom Fair-Handelshaus Bayern eG in Amperpettenbach erklärte, welche Angebote sie den Schulen machen können.

Nach den Vorträgen unterhielten sich die Gäste angeregt bei fairen Getränken und einem kleinen Imbiss und nahmen viele Informationen mit nach Hause.

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