10 Jahre Partnerschaftsvertrag mit Innichen und Waidhofen

Zusammenhalt, Freundschaft und Völkerverständigung

Volkstümliche Tänze und Plattler zeigte die Innicher Volkstanzgruppe. (alle Fotos: Stadt Freising)
Volkstümliche Tänze und Plattler zeigte die Innicher Volkstanzgruppe. (alle Fotos: Stadt Freising)
Beste musikalische Unterhaltung mit dem Blechbläserquintett "Ybbs Valley Brass".
Beste musikalische Unterhaltung mit dem Blechbläserquintett "Ybbs Valley Brass".

Als die Stadt Freising vor zehn Jahren die Partnerschaftsverträge mit Innichen und Waidhofen unterzeichnet hat, waren sich alle Beteiligten der Bedeutung regionaler Beziehungen für ein „demokratisches, freies und friedlicher Europa“ bewusst. Was seinerzeit in dem Schriftstück ausdrücklich niedergeschrieben wurde,  hat heute „allergrößte Bedeutung“, wie Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher am Donnerstag, 22. November 2018, beim Festakt zur Jahresfeier herausstellte: „Lassen wir uns nicht von schrillen politischen Äußerungen einzelner Parteien und Gruppierungen in den jeweiligen Ländern von unserem Kurs abbringen! Leben wir und genießen wir unsere Freundschaften und Verbindungen, genießen wir die Vielfalt und Besonderheiten unserer europäischen Regionen!“

Eine große Gästeschar hatte sich im festlich geschmückten Saal des Musikschul-Pavillons versammelt, um zehn Jahre „gelebte Völkerverständigung“ zu begehen. Die regionale Vielfalt kam beim Kulturprogramm wunderbar zur Geltung: Eingerahmt von schmissigen Darbietungen der Stadtkapelle begeisterten die Innicher Volkstanzgruppe und das Blechbläserquintett "Ybbs Valley Brass" das Publikum.

(Hier geht es zur Bildergalerie des Abends.)

Beistand in der Not

Das  herzliche Miteinander von Freising mit der südtiroler Markgemeinde Innichen und der niederösterreichischen Stadt Waidhofen an der Ybbs stand nicht nur in den Reden im Mittelpunkt, sondern war in den persönlichen Begegnungen und der Wiedersehensfreude spürbar: „Wir leben hier Zusammenhalt und Freundschaft – und das ist in der Welt nicht alltäglich“, eröffnete Kultur- und Partnerschaftsreferent  Hubert Hierl den Abend.  Gerade in schweren Zeiten – so bei der Flutkatastrophe im vergangenen August in der befreundeten Gemeinde Oberwölz (Steiermark), als Spenden gesammelt wurden, oder jetzt bei  den Überschwemmungen in Innichen, als die Freiwillige Feuerwehr Freising der Partnerstadt zu Hilfe geeilt war, – zeige sich eine echte Zusammengehörigkeit.

Europa sind wir alle

OB Eschenbacher ist "stolz" auf die Partnerschaften: "Das ist gelebtes vereintes Europa!"

Schulprojekte,  Jugendfußballturniere, Kulturprojekte oder Begegnungen der Vereine dokumentieren ebenfalls, dass dieses Bekenntnis zu einem geeinten Europa nicht nur Urkunden ziert, sondern vielgestaltig praktiziert wird. Gerade auf lokaler Ebene entstehe durch den Austausch zwischen den Menschen und den Kommunen „ein Miteinander echter Europäer“, sagte OB Eschenbacher. Den Grundstein hatten Alt-Oberbürgermeister Dieter Thalhammer und die damaligen Bürgermeister von Innichen, Dr. Josef Passler, und Waidhofen, Magister Wolfgang Mair, mit den Partnerschaftsverträgen gelegt, die aktuellen Amtsinhaber leben diesen Geist mit großem Engagement weiter. „Wir betreiben Brückenbauen im Kleinen“, befand Innichens Gemeindechefin Rosmarie Burgmann. Sie warb dafür, sich im Sinne der Partnerschaftsurkunden „für Freiheit, Mitmenschlichkeit und ein offenes, freies Europa“ einzusetzen, und appellierte abschließend: „Europa sind wir alle!“

Das partnerschaftliche Miteinander sei „nicht selbstverständlich“, mahnte auch der Bürgermeister von Waidhofen, Werner Krammer, und rief dazu auf, die mit der Partnerschaft eingegangenen „Rechte und Pflichten auch zu leben“. Europa mache das Regionale und Lokale aus, und wenn man dies achte, wertschätze und sich auf Augenhöhe begegne, sehe er „alle Chancen für Europas Zukunft“.  

Partnerschaftsmedaillen in Silber

Verleihung der Partnerschaftsmedaillen (v.l.): Werner Krammer, OB  Eschenbacher, Rosmarie Brugmann und Hubert Hierl.
Verleihung der Partnerschaftsmedaillen (v.l.): Werner Krammer, OB Eschenbacher, Rosmarie Brugmann und Hubert Hierl.

Lautstarker Applaus brandete im Saal auf, als sich Rosmarie Burgmann für die Hilfe der Freisinger Feuerwehr nach dem schlimmen Unwetter Ende Oktober bedankte:  „Diese unkomplizierte, tatkräftige Hilfe hat uns alle überwältigt, sehr bewegt und uns Zuversicht gegeben“, sagte sie. Freising bringe sich auch bei der 1250-Jahrfeier zur Gründung Innichens im nächsten Jahr vielfältig ein. Einen Tag am Geburtstagswochenende (31. Mai bis 2. Juni 2019) habe man daher der Partnerstadt Freising gewidmet.

Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Partnerschaftsmedaillen in Silber an die Bürgerschaft der Marktgemeinde Innichen und der Stadt Waidhofen, in der Freising sich für das vielfältige Engagement  und die „treue Freundschaft“ herzlich bedankt.

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