Wissenschaft für alle:

TUM Weihenstephan und Stadt Freising starten spannende Vorlesungsreihe für Laien

Die Stadt Freising und die Technische Universität München-Weihenstephan rücken noch enger zusammen: In einer neuen Vortragsreihe mit dem Titel „TUM@Freising - Wissenschaft erklärt für ALLE“ bereiten Dozentinnen und Dozenten wissenschaftliche Themen interessant und verständlich für Laien auf. „Wir wollen der Bevölkerung vermitteln, was wir in Weihenstephan tun“, erläuterte Prof. Dr.-Ing. Thomas Becker, Dekan des Wissenschaftszentrums Weihenstephan (WZW), eine Intention der Veranstaltungen. Die Freisinger Bürgerinnen und Bürger können dabei die Menschen „ihrer Uni“ besser kennenlernen und sich zu den Forschungsthemen äußern, wovon man sich am WZW wiederum wertvolle Impulse verspricht. Die Auftaktvorlesung am Mittwoch, 15. November 2017, befasst sich mit der „Bionik“.

Interesse an der Forschungsarbeit wecken

Wollen mit interessanten und verständlichen Vorträgen Laien für die wissenschaftliche Arbeit am Campus begeistern (v.l.): die Professoren Thomas Becker, Ilona Grunwald Kadow und Philipp Benz. (Foto: Stadt Freising)
Wollen mit interessanten und verständlichen Vorträgen Laien für die wissenschaftliche Arbeit am Campus begeistern (v.l.): die Professoren Thomas Becker, Ilona Grunwald Kadow und Philipp Benz. (Foto: Stadt Freising)

Vorgestellt wurde das spannende Projekt am Montag, 23. Oktober, im Rathaus gemeinsam von Dekan Becker, Prof. Dr. Ilona Grunwald Kadow und Prof. Dr. J. Philipp Benz sowie Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher und Stadtrat Rudolf Schwaiger, Referent für die Zusammenarbeit mit Weihenstephan. Dabei berichtete der Dekan von einem großen Interesse der Freisinger Bevölkerung für das Geschehen am „Nährberg“, wie sich bei den Tagen der offenen Tür zeige. Andererseits habe es das WZW etwas vernachlässigt, die Inhalte der Forschung anschaulich zu kommunizieren: „Darauf hat die Bevölkerung aber ein Anrecht, sie bezahlt unsere Arbeit ja von ihren Steuergeldern.“ Freilich: Die Themen, mit denen man sich am Campus befasst, sind von Laien nicht ohne weiteres  zu begreifen. Dabei geht es vielfach um bedeutende Zukunftsfragen – etwa wie die Ernährung in den kommenden Jahrzehnten weltweit aussehen soll.

Identifikation mit Weihenstephan stärken

Dieses Leitmotiv begleitet die Veranstaltungsreihe. (Quelle: WZV)
Dieses Leitmotiv begleitet die Veranstaltungsreihe. (Quelle: WZV)

Mit der neuen Veranstaltungsreihe sollen verschiedene Forschungsfelder auch für Nicht-Wissenschaftler „auf den Punkt“ gebracht werden, schildete Professorin Kadow. Sie hatte die Idee zu „TUM@Freising“ und wird mit Professor Benz sowie weiteren jungen Wissenschaftlern etwa monatlich einen Querschnitt der Forschungstätigkeit am Campus Weihenstephan präsentieren. Nach den Vorträgen ist Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion mit den Dozentinnen und Dozenten. Von diesem lockeren Meinungsaustausch erwartet sich die Wissenschaft wertvolle Impulse für die Forschungsarbeit.

„Wir wollen damit auch die Identifikation der Freisinger mit uns stärken, damit sie am Ende des Tages ein stückweit stolz auf uns sind“, sagte Dekan Becker – und erhielt von OB Eschenbacher umgehend die Zusicherung, dass man jetzt schon sehr stolz darauf sei, „dass in unserem Life Science Center Antworten auf die Probleme der Welt gegeben werden“. Referent Rudolf Schwaiger freute sich über die Zusammenarbeit zwischen der „politischen Stadt“ und der Universität: Die neue Vortragsreihe sei „ein weiterer Baustein, um die Akzeptanz und Integration voranzubringen“, so Schwaiger. 

Ein besonderer Aspekt an „TUM@Freising“ ist, dass die Wissenschaft auch räumlich in die Stadt getragen wird: Die Auftaktveranstaltung im November findet im Großen Rathaussaal statt, für die weiteren Termine trifft man sich quasi auf halbem Wege im Lindenkeller.

Vielseitiges Themenspektrum

Prof. Dr. Harald Luksch widmet sich bei der Auftaktveranstaltung dem Thema Bionik. (Quelle: WZW)
Prof. Dr. Harald Luksch widmet sich bei der Auftaktveranstaltung dem Thema Bionik. (Quelle: WZW)

Im Mittelpunkt des ersten Vortrags am Mittwoch, 15. November 2017, um 19.30 Uhr steht das Thema „Bionik an der TUM – Vorbilder der Natur für technische Lösungen“, Referent ist Prof. Dr. Harald Luksch, Lehrstuhlinhaber Zoologie am WZW. Zum Inhalt der Veranstaltung: Die Natur hat im Verlaufe der Evolution Lösungen für zahlreiche Probleme gefunden, vor denen auch der Mensch und seine Technik stehen. Diese natürlichen Lösungen auf ihre Übertragbarkeit auf die Technik hin zu überprüfen ist der Ansatz der Bionik. Klassische Beispiele dafür sind der Lotuseffekt und die Haihaut. Es geht aber nicht nur darum, Ideen aus der Natur zu kopieren, sondern zuallererst um das naturwissenschaftliche Verständnis ihrer Entstehung und Funktion. In seinem Vortrag wird Prof. Luksch die Grundlagen der Bionik erläutern und anhand einer Reihe von Beispielen vorstellen, wie auch an der TUM und am WZW daran geforscht wird.

Die weiteren Termine der Veranstaltungsreihe (im Lindenkeller, Beginn jeweils um 19 Uhr):

  • 18. Januar 2018: „Mensch und Mikrobe – wie Mikroorganismen unsere Gesundheit beeinflussen können“
  • 06. Februar 2018: „Grüne Biotechnologie – Chancen uns Zukunftsperspektiven“
  • 13. März 2018: „Was schmeckt, wenn´s schmeckt? Eine Reise in die Welt der Gerüche und des Geschmacks“
  • 17. April 2018: „Gut und Schlecht: wie innerer Zustand und Erfahrungen Entscheidungen beeinflussen“

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