Ein Abend unter europäischen Freunden

Freising empfängt den slowenischen Botschafter

Ob Tobias Eschenbacher (re.) heißt Franc But, Sloweniens Botschafter in Berlin, herzlich willkommen. (Foto: Stadt Freising)
Ob Tobias Eschenbacher (re.) heißt Franc But, Sloweniens Botschafter in Berlin, herzlich willkommen. (Foto: Stadt Freising)

„Dober dan in dobrodošli v Freisingu!“ In seiner Landessprache hat Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher den Botschafter der Republik Slowenien in Berlin, seine Exzellenz Franc But, willkommen geheißen und dem sympathischen Repräsentanten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Für den hohen Gast richtete die Stadt Freising am Mittwoch, 20. Februar 2019, einen Empfang im großen Rathaussaal aus – mit dem Eintrag ins Goldene Buch ein hochoffizieller Termin und zugleich ein Abend in herzlicher Freundschaft. Schließlich verbindet Freising und das slowenische Škofja Loka eine gemeinsame Geschichte, die vor 25 Jahren aufgelebt ist und 2004 in einer Städtepartnerschaft mündete. „Ich freue mich, einen Abend mit unseren europäischen Freunden verbringen zu dürfen“, versicherte der OB.

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt (v.l.): Christian Hartl (Renovabis), Botschafter But und OB Eschenbacher. (Foto: Stadt Freising)
Eintrag ins Goldene Buch der Stadt (v.l.): Christian Hartl (Renovabis), Botschafter But und OB Eschenbacher. (Foto: Stadt Freising)

Die gemeinsamen Wurzeln gehen auf das Jahr 973 zurück, als Kaiser Otto II. das Land um Škofja Loka Bischof Abraham schenkte. Bis zur Säkularisation regierten die Freisinger Bischöfe. OB Eschenbacher erinnerte an die Kontakte, die 1994 beim Europatag der Musikschule neu geknüpft und bald intensiviert wurden: „Heute pflegen wir vielfältige Verbindungen – ob bei den Gartentagen, kulturell und sportlich.“ Auch 2019 stehe wieder im Zeichen des Austauschs, sagte der OB und zählte den Besuch einer slowenischen Gruppe beim Uferlos-Festival, den Besuch einer Freisinger Delegation beim Historienspiel in Škofja Loka oder das Treffen beim Korbiniansfest in Freising auf.

OB Eschenbacher (re.) überreicht seiner Exzellenz ein Geschenk zur Erinnerung an Freising - natürlich eine Figur des Korbiniansbären. (Foto: Stadt Freising)
OB Eschenbacher (re.) überreicht seiner Exzellenz ein Geschenk zur Erinnerung an Freising - natürlich eine Figur des Korbiniansbären. (Foto: Stadt Freising)

Auch Botschafter But ging in seinem Grußwort auf die gemeinsame Geschichte ein und wies auf die „Freisinger Denkmäler“ hin, die vor etwa 1000 Jahre entstanden und das kostbarste Zeugnis Freisinger Seelsorgearbeit in Slowenien sind. Und auch der Mohrenkopf mit der Krone in vielen Städten bewahre bis in die Gegenwart die historische Verbindung. Zwischen beiden Ländern existierten aber insbesondere wirtschaftliche, kulturelle und politische Beziehungen, „eine echt gute und starke“ Zusammenarbeit. „Am stärksten“, so But, „verbinden uns aber die Menschen, denn wir teilen die gleichen Werte und die Sicht auf die Zukunft, wir teilen die Besorgnisse über die Herausforderungen und Probleme, mit denen wir auf unserem unruhigen Planeten konfrontiert sind.“ Daher liegt dem Botschafter ein Austausch, insbesondere der Jugend, am Herzen.

Festtafel im großen Rathaussaal mit Vertreter*innen aus Politik, Kirche und Gesellschaft, die sich für einen regen Austausch mit Freisings Partnerstadt Škofja Loka engagieren. (Foto: Stadt Freising)
Festtafel im großen Rathaussaal mit Vertreter*innen aus Politik, Kirche und Gesellschaft, die sich für einen regen Austausch mit Freisings Partnerstadt Škofja Loka engagieren. (Foto: Stadt Freising)

Nach Freising hatten den slowenischen Repräsentanten Gespräche mit Renovabis geführt. Hauptgeschäftsführer Christian Hartl berichtete von den Aktivitäten des Osteuropa-Hilfswerks der Katholischen Kirche in Slowenien vor allem im Bildungssektor. Der Botschafter verbrachte den Tag außerdem mit Führungen durch den Mariendom und den Fürstengang und besuchte die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Der Empfang im Rathaus und das Abendessen mit Vertreter*innen aus Politik, der Kirche und von gesellschaftlichen Gruppen rundeten die Stippvisite ab.

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