Nächster TUM@Freising-Vortrag am 11. Juni

Thema- Aus dem All: Was Satelliten über unsere Wälder verraten

Wälder geraten weltweit unter Druck – vor allem durch den Klimawandel und zunehmende Landnutzung. Wie sich die Veränderungen der Wälder auch im globalen Maßstab mittels Satellitendaten erforschen lassen und welche Rolle alte und modernste Technologien dabei spielen, erklärt Prof. Cornelius Senf in seinem Vortrag bei TUM@Freising am Donnerstag, den 11. Juni 2026, um 19 Uhr im Lindenkeller Freising.

Gut ein Drittel der weltweiten Landfläche ist von Wäldern bedeckt. Sie spielen eine wichtige Rolle im Klimawandel und dessen Eindämmung, weil sie rund die Hälfte der jährlichen globalen Kohlenstoffemissionen aufnehmen. Die zukünftige Rolle von Wäldern als Kohlenstoffsenker ist allerdings ungewiss, da viele Wälder durch zunehmende Landnutzung und klimatische Extreme unter immer mehr Druck geraten. 

Zu verstehen, wie sich globale Wälder unter diesen Bedingungen verändern, ist eine große methodische Herausforderung. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Erdbeobachtung als entscheidende Methode erwiesen: Dabei wird die Erdoberfläche mittels Satellitendaten erfasst und vermessen. Die Erdbeobachtung erlaubt daher, die Wälder global aus dem All zu überwachen – unabhängig von politischen oder biogeographischen Grenzen.

Die Europäische Weltraumorganisation ESA und die US-amerikanische NASA stellen weltweite Satellitendaten zum Umweltmonitoring zur Verfügung. Die Datenmenge wächst dabei jährlich um mehrere Petabytes (ein Petabyte entspricht einer Million Gigabytes). Solch riesige Datenmengen stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor große technische Herausforderungen.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Cornelius Senf entwickelt Ansätze zur globalen Überwachung von Wäldern und nutzt dafür Hundertausende von Datensätzen, die per Satelliten generiert wurden. Das Ziel dieser Forschung: Veränderungen des Waldes, die durch Landnutzung und Klimawandel bedingt sind, sollen lückenlos und global erfasst werden. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen können wir diesen wichtigen Kohlenstoffspeicher besser verstehen. 

Nach dem Vortrag sind alle Interessierten eingeladen, ihre Fragen an den Referenten zu stellen. Es moderiert die TUM-Professorin Sara Leonhardt.

 

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