Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu wichtigen Aktivitäten des Klimaschutzes, Beratungsmöglichkeiten, der Lastenradförderung sowie dem Integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt Freising. Gemeinsam für eine klimagerechte und energieeffiziente Stadt – zu diesem Ziel hat sich der Freisinger Stadtrat bekannt und umfangreiche Maßnahmen zur CO2-Einsparung beschlossen.

Wichtiges & Aktuelles zum Klimaschutz

Energielehrpfad

Auf den Spuren der Energie – Ein appbasierter Spaziergang auf dem Weihenstephaner Berg

Am 08. Dezember 2021 war es soweit: Ein neuer Rundweg mit interaktivem Audioguide rund um die Themen „Klimawandel, Nachhaltigkeit und Energie“ in Freising wurde eröffnet. Der appbasierte Spaziergang führt über den Freisinger Hochschulcampus und den Weihenstephaner Berg.

Startpunkt ist das D1-Gebäude der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (Am Staudengarten 1 / 85354 Freising). Ab hier bleiben die Besucher*innen für 1,5 - 2 Stunden in Bewegung und entdecken an den Stationen wichtige Themen im Bereich Energie und Klimaschutz.

Doch was genau ist der Energielehrpfad? Ein Hörspiel für unterwegs, interaktiv und amüsant. Die Tour des Lehrpfads führt zu Orten, an denen unsere Energie gewonnen wird und die Auswirkungen auf das Klima und den CO2-Fußabdruck veranschaulicht werden. Auf spielerische Art und Weise werden Wissens- und Handlungskompetenzen gefördert. Die App bietet darüber hinaus spannende Quizfragen, es können Energiepunkte gesammelt werden und man erfährt weiterführende Informationen zu den unterschiedlichen Themen des Lehrpfads. Besucher*innen benötigen lediglich ein Smartphone und wer möchte, Kopfhörer für ein besseres Hörerlebnis.

Die App wurde speziell für Jugendliche ab der 10. Klasse und Erwachsene konzipiert, um verschiedene Generationen auf innovative und spielerische Art und Weise für eine klimafreundliche Zukunft zu begeistern. Aber auch Familien und andere Interessierte sind herzlich eingeladen, den neuen Rundweg zu begehen.

Aus der ursprünglichen Projektarbeit von Studierenden der HSWT, ist ein Gemeinschaftsprojekt entstanden. Dieses wurde durch die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die Domberg-Akademie. Stiftung Erwachsenenbildung der Erzdiözese München und Freising, die Freisinger Stadtwerke und das Klimaschutzmanagement der Stadt Freising weiterentwickelt und mit der Firma locandy GmbH technisch umgesetzt. Das Projekt wurde durch Mittel des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, der Abteilung Umwelt der Erzdiözese München und Freising und die Zuschüsse der beteiligten Projektpartner finanziert.

Weitere Informationen auf der Seite der Domberg Akademie.
Der Spaziergang läuft über die App 'LOCANDY', die es im Google Playstore und im App Store als kostenlosen Download gibt.

Mit Wärmebildkamera die Lecks aufdecken

Bis 10. Januar anmelden zur Thermografieaktion der Freisinger Stadtwerke

Passend zur abgeschlossenen Freisinger Themenwoche „Wärme“ führen die Freisinger Stadtwerke im kommenden Januar erneut eine Thermografieaktion durch. Dabei werden Thermografiebilder der Hausfassaden angefertigt. Die Thermografie ist ein Verfahren zur Anzeige der Oberflächentemperatur von Objekten. Dabei wird das Gebäudein einer Farbskala von Dunkelblau für kalte Oberflächen über Grün, Gelb bis hin zu Rot für warme Flächen dargestellt. Die Farben zeigen damit Wärmebrücken und -verluste auf, also zum Beispiel undichte Türen und Fenster oder feuchte Wände. Mit Hilfe der Thermografie können Schwachstellen und Leckagen an Gebäuden, in der Dämmung, an Dach, Fenster oder Rollladenkästen, aufgezeigt und dokumentiert werden.   

Die Thermografieaktion findet in den Wintermonaten und vorwiegend im Dunkeln statt, wenn ein großer Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur besteht, um aussagekräftige Wärmebildaufnahmen zu erhalten. Tagsüber könnten die Sonnenstrahlen die Fassade erwärmen und das Ergebnis verfälschen. 

Bei der Thermografieaktion, die vom 31. Januar bis 4. Februar 2022 stattfindet, werden pro Haus mindestens sechs Außenaufnahmen mit der Infrarotkamera erstellt. Die Teilnehmenden erhalten die Infrarotbilder zusammen mit Erläuterungen sowie Tipps zur Behebung von Schwachstellen. Interessierte können sich bis 10. Januar anmelden. Für Kundinnen und Kunden der Freisinger Stadtwerke kostet die Teilnahme 99 Euro, ansonsten 129 Euro. 

Weitere Informationen gibt es beim Energieberater der Freisinger Stadtwerke, Tobias Grießl, Telefon 08161/183-218, tobias.griessl@freisinger-stadtwerke.de und auf der Webseite der Freisinger Stadtwerke.

Netzgebundene Wärmeversorgung Freising - erneuerbar und zukunftsfähig

Gemeinsam mit dem Landkreis wird das Ziel verfolgt, bis 2035 unabhängig von fossilen Energieträgern zu sein. Um diese Ziele erreichen zu können, besteht insbesondere im Bereich der Wärmeversorgung großer Handlungsbedarf.
Mit der in Auftrag gegebenen und von der GEF Ingenieur AG bearbeiteten Studie „Netzgebundene Wärmeversorgung Freising – erneuerbar und zukunftsfähig“ wird aufgezeigt, ob und wie die bestehende Wärmeversorgung im Stadtgebiet bis zum Jahr 2035 regenerativ umgestaltet werden kann. Der Fokus liegt dabei auf der netzgebundenen Wärmeversorgung, den Wärmenetzen. Freisinger Bürger*innen und Institutionen, die an die Wärmenetze angeschlossen sind, bzw. potentiellen Neukunden soll eine Perspektive gegeben werden, wie sich das Netz in den kommenden Jahren regenerativ und zukunftsweisend entwickeln kann und soll. Der Stadt Freising sowie den Freisinger Stadtwerken, als 100%ige Tochter der Stadt, wird dargelegt, welche Schritte und Maßnahmen dafür notwendig sind.

Die Erstellung der Studie wurde über das Programm „Energiekonzepte und kommunale Energienutzungspläne“ über das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit 70 Prozent gefördert. Die Studie wurde seitens der Stadt Freising in Auftrag gegeben und in enger Zusammenarbeit mit den Freisinger Stadtwerken erarbeitet.

Themenwochen "Wärme" - Freising war dabei!

Im Sommer schauen wir voller Besorgnis auf das Abschmelzen der Gletscher und jetzt, zu Beginn der kalten Jahreszeit, wenn wir unsere Heizungen wieder anschalten fragen wir uns, wie wir die Preisexplosion der fossilen Energieträger stemmen sollen. Wärme ist ein Ganzjahres-Thema, ein Dauerbrenner, begegnet uns in vielfältiger Weise und ist eine Determinante der Energiewende. Und wenn man weiß, dass die regenerativen Energien sich als preisstabile Komponente erwiesen haben, dann macht es wirklich Sinn, sich mit der Umstellung auf regenerative Energien zu befassen bzw. sich um die Wärmeverlustquellen im eigenen Zuhause zu kümmern.

Neben interessanten Fachvorträgen zur zukunftsfähigen, klimafreundlichen Wärmeversorgung sowie CO2-neutralem Bauen und Heizen, haben wir uns weitere kreative Zugänge ausgedacht. Wir haben den Wunsch der Kinder nach einer zukunftsfähigen Welt aufgegriffen und das Elternhaus des Zentrum der Familie mit in das Veranstaltungsprogramm involviert. Somit findet sogar für die Jüngsten ein Musik-Kindertheater zum Thema statt. Am Josef-Hofmiller-Gymnasium findet ein philosophischer Workshop statt, der Fragen nachgeht, wie "Wie viel Wärme braucht der Mensch und was bedeutet eigentlich Wärme für jeden einzelnen und die Welt?".

In Freising haben sich das Klimaschutzmanagement der Stadt, die Agenda 21 Gruppe Energie und Klimaschutz und die Stadtwerke als Team zusammengeschlossen und in Kooperation mit dem Elternhaus (KBW) und dem Josef-Hofmiller-Gymnasium ein Programm für die Themenwochen „Wärme“ vom 15. bis 28. November 2021 gestaltet:

  • "Natura rettet die Welt": Ein Kindertheater (ab 3 Jahren) mit Johanna Weinberger - musste pandemiebedingt abgesagt werden
  • "Mit Wärme gut versorgt": Ein Online-Vortrag mit Andreas Voigt (Geschäftsführer der Freisinger Stadtwerke) und Johanna Krämer (Klimaschutzmanagement Stadt Freising)
  • "CO2-neutrales Bauen und Heizen": Ein Online-Vortragmit dem Freisinger Architekt Bernd Kerscher
  • "Philosophisches Gespräch zum Thema Wärme": Eine Kooperation mit dem Josef-Hofmiller-Gymnasium und Ute Mangold; Geschlossener Teilnehmendenkreis
  • "Wohnkomfort und Energiesparen - kein Widerspruch!": Diesen Artikel finden Sie in der November-Ausgabe des FINK

Leuchten-Austausch im Gebäude der vhs

Einsparung von klimaschädlichem CO2-Emissionen und laufenden Kosten

Betrachtet man den Lebenszyklus von Leuchtmitteln, entstehen 98 bis 99 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs während der Nutzungsphase. Das macht deutlich, dass der Einsatz effizienter Leuchtmittel zu einer direkten und schnellen Reduzierung des Stromverbrauchs und der CO2-Emissionen führt. LED-Lampen sind sowohl in der Nutzung, als auch in der Herstellung sehr effizient. Auch die erforderliche Menge an Phosphor und damit an seltenen Erden pro erzeugter Lichtmenge ist für LEDs deutlich niedriger als für Leuchtstoff.

Auch im Gebäude der Volkshochschule Freising hat das Hochbauamt der Stadt Freising Leuchten saniert und erneuert. Gut 59 Prozent Stromeinsparung und eine Reduzierung der CO2-Emissionen von 79 Tonnen während der Lebensdauer aller Leuchtensysteme. Die Gesamtbaukosten lagen bei rund 41.500 Euro. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert den anteiligen, auf 25.000 Euro geschätzten Austausch der Beleuchtung mit voraussichtlich 6.093 Euro. Die Wand- und Deckenleuchten der Flure und Treppenhäuser in der vhs stammten aus dem Jahr 2010. Dabei handelte es sich um Leuchtstoffröhren, die in Einputzgehäusen als Kompletteinsatz eingebaut wurden. In knapp zwei Drittel der Lampen war die Sicherheitsbeleuchtung in Einzelbatterietechnik mit eingebaut. Da die Leuchten durch ihre konventionelle Leuchtstoffröhrentechnik eine relativ hohe Wärmeentwicklung aufwiesen, kam es zu Schäden und Ausfällen der elektronischen Vorschaltgeräte, die nur durch eine Elektrofachfirma getauscht werden konnten. Langfristig, so die Analyse des Hochbauamts, würde sich ein einzelner Austausch dieser Vorschaltgeräte als unwirtschaftlich erweisen. Mit der Komplettsanierung der Beleuchtung in LED-Technik wird einerseits die Lebensdauer der Leuchtmittel um ein Vielfaches erhöht. Andererseits wird durch die deutlich geringere Wärmeentwicklung auch die Lebensdauer der Vorschaltgeräte erhöht. Zudem ergab die Berechnung durch einen Lichtplaner, dass eine Stromeinsparung von gut 59 Prozent gegenüber der bisher installierten Beleuchtung zu erwarten ist. 


Stadtrats-Vortrag der Klimaschutzbeauftragten Marie Hünecke zur Freisinger Klimaoffensive


Freisinger Resolution zum Klimawandel

Stadt erkennt den Klimanotstand an - und handelt

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 23. Januar 2020 eine „Freisinger Resolution zum Klimawandel“ beschlossen. Darin erkennt die Stadt Freising „den globalen Klimanotstand“ an, erachtet „die Eindämmung des menschengemachten Klimawandels und dessen schwerwiegenden Folgen auch als eine kommunalpolitische Aufgabe von größter Dringlichkeit“ und verpflichtet sich zum aktiven Klimaschutz als zentrale Leitlinie für das Handeln von Politik und Verwaltung.

Ein Maßnahmenbündel mit 24 konkreten Punkten soll die Freisinger Klima-Offensive sichtbar voranbringen. Ausgangspunkt der Sitzung waren drei Anträge, die von von ödp, Bündnis 90/Die Grünen und SPD Anträge zur Ausrufung des Klimanotstands bzw. zur Erklärung von Klimaschutzpolitik als Aufgabe größter Dringlichkeit eingereicht wurden. Das Klimaschutzmanagement der Stadt hatte sich intensiv mit den Anträgen und den darin enthaltenen Forderungen befasst, die auch von den Referatsleitern der Stadtverwaltung beraten wurden.

In zwei Diskussionsrunden mit den antragstellenden Fraktionen und weiteren Akteur*innen wurden die Forderungen erörtert, ergänzt und konkretisiert. Einigkeit herrschte, dass der Fokus im Bereich des Handelns und damit auf konkreten Maßnahmen für mehr Klimaschutz in Freising liegen solle. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Gesprächsrunden hatte die Stadtverwaltung eine Freisinger Resolution zum Klimaschutz erarbeitet, die dem Stadtrat zur Beratung und Abstimmung vorgelegt wurde.

Die Sitzung wurde im Rathaussaal von etwa 70 Zuhörer*innen verfolgt, aus Platzgründen wurde die Debatte auch in den kleinen Saal übertragen. Unterdessen versammelten sich auf dem Marienplatz zahlreiche Demonstrierende und verlangten, auch auf Bannern, den „Klimanotstand – Freising jetzt“ auszurufen.

Die komplette Resolution mit Zielen und Handlungsschritten wurde bei zwei Gegenstimmen angenommen und kann hier als PDF-Datei abgerufen werden. Zum vollständigen Bericht der Stadtratssitzung geht es hier.


Klimaanpassungskonzept

Maßnahme 7 der Klima-Offensive

Phänomene, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest in Teilen auf den Klimawandel zurückgeführt werden können, häufen sich. Auch ganz lokal bei uns vor Ort macht sich der Klimawandel in Form von Trockenperioden oder Starkregenereignissen zunehmend bemerkbar. Neben der Vermeidung von CO2-Emissionen, ist es daher zentral sich mit dem Thema Risiken und erfolgreicher Anpassung auseinandersetzen.

Die Stadt Freising hat daher ein Klimaanpassungskonzept in Auftrag gegeben, um die bestehenden Klimaanpassungsmaßnahmen der Stadt Freising besser zu bündeln und weitere wichtige Maßnahmen zur Klimaanpassung zu identifizieren. Ziel ist es z.B. stadtplanerische Strategien für das Wärmemanagement zu entwickeln, wie den Einsatz von Grünzonen, Frischluftkorridoren, begrünten Dächern und Wasserflächen. Dazu gehört auch, Bauvorschriften zu verbessern und solche Infrastrukturen beständiger gegen die zunehmende Hitze zu machen, die insbesondere von den schwächsten Bevölkerungsgruppen genutzt werden (Schulen, Altenheime und Krankenhäuser).

Weitere Informationen zum Klimaanpassungskonzept finden Sie auf der Seite Klimagerechter Städtebau.


Mikro-PV-Anlagen

Beratung der Agenda21-Energie und Klimaschutz

Stecker-Solaranlage, Mikro-PV oder Balkonkraftwerk – so werden sie genannt, die steckbaren Solargeräte für Jede*n. Sie finden überall Platz, an Bal­kongeländern befestigt oder auf Terrassen und im Garten aufgestellt.

Zum Einsatz dieser Solaranlagen berät Sie die Agenda21-Energie und Klimaschutz in den Monaten März bis Oktober vor dem Energielokal. Dabei können Sie auch ein Balkonkraftwerk in Aktion erleben und sehen, wie es funktioniert. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite zum Energielokal.


Kostenlose Energieberatung im Energielokal

Von 14 bis 18 Uhr findet jeden 4. Donnerstag im Monat eine unabhängige Energieberatung im Energielokal der Stadt Freising statt (Rindermarkt 5). Dort können Sie sich nach Anmeldung zu den Themen Stromsparen, Heizkostenabrechnung, baulicher Wärmeschutz, Haustechnik und regenerative Energien kosten beraten lassen. Die Energieberatung erfolgt in Kooperation mit dem Verbraucherservice Bayern. Weitere Informationen und den Kontakt zur Anmeldung erhalten Sie auf der Seite „Energielokal und Tipps“.


Klimaschutz in der Bauleitplanung

Klimaneutrales Baugebiet Obere Pfalzgrafstraße

Ebenso wie für die eigenen Liegenschaften, werden über die Bauleitplanung und städtebauliche Forderungen an Dritte bezüglich energetischer Qualität der Gebäudehülle und der Energieversorgung gestellt. So wird z.B. das Neubaugebiet an der Angerstraße im Energiestandard KfW 55 errichtet und erhält zur Wärmeversorgung ein eigenes, effizientes Wärmenetz. Auf den Dächern wird eine Photovoltaikanlage im Mieterstrommodell realisiert, so dass der Strom vom Dach direkt den Mieter*innen vor Ort zu Gute kommt.

Ein klimaneutrales Baugebiet soll im Bereich der Oberen Pfalzgrafstraße entstehen. Die Stadt hat sich zur Umsetzung auf das Modellvorhaben "Klimaanpassung im Wohnungsbau" beworben und wurde mit 9 weiteren Kommunen durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr ausgewählt. Ein städtebaulicher Wettbewerb für das Vorgaben ist in Planung und soll Mitte 2021 ausgelobt werden.


Studie zum Wärmenetz

Netzgebundene Wärmeversorgung in Freising - erneuerbar und zukunftsfähig

Im Zuge der Bauarbeiten in der Freisinger Innenstadt wird ein Wärmenetz verlegt (Stadtratsbeschluss vom 23.03.2017) . Die Innenstadt wurde im Klimaschutzkonzept der Stadt Freising als zentraler Maßnahmenbereich definiert: Sie besitzt mit die höchste Wärmebedarfsdichte im Freisinger Stadtgebiet, deckt ihren Wärmebedarf aktuell zu über 95 % mit fossilen Energieträgern (Einzelfeuerstätten) und steht unter Denkmalschutz (Ensembleschutz). Die Anbringung einer Wärmedämmung an den Außenfassaden ist auf Grund des Denkmalschutzes schwierig und die Nutzung Erneuerbarer Energien im Innenstadtbereich nur sehr begrenzt möglich. Erklärtes Ziel ist es, den Freisinger Bürger*innen dadurch eine denkmalverträgliche, nachhaltige und zukunftsfähige Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien und effizient genutzter Abwärme zu bieten.

Die Energie für das Wärmenetz soll regional erzeugt und eingespeist werden. Dazu muss das Gesamtnetz bzw. die Wärmeversorgung der Gesamtstadt betrachtet werden. Die Einsatzmöglichkeit von regenerativen Energieträgern in der Innenstadt ist begrenzt. Das in Auftrag gegebene Konzept soll Handlungsvorschläge für die Transformation der bestehenden (netzgebundenen) Wärmeversorgung im Stadtgebiet hin zu einer zukunftsfähigen, effizienten und entwicklungsoffenen Wärmeversorgung auf Basis regenerativer Energieträger liefern. Zu klärende Fragestellungen sind beispielsweise:

  • In welchem Zustand befinden sich die bestehenden Wärmenetze (Baulicher Zustand, Leistungsfähigkeit)?
  • Wo im Stadtgebiet macht es Sinn Wärmenetze aus- oder aufzubauen?
  • Was sind mögliche Ausbauszenarien?
  • Welche Energieträger haben die größten Potenziale (z.B. Biomasse, Solar, …)?
  • Welche Synergien zwischen den bestehenden Netzen sind denkbar?
  • Welchen Beitrag kann der Standort Zolling liefern?
  • Unter welchen technischen Rahmenbedingungen sollen die Netze betrieben werden?
  • Welche Umsetzungsstrategien sollte die Stadt Freising verfolgen?

Mit der Grundlagenermittlung für die Studie wurde im Juni 2020 begonnen. Die Erstellung des Konzeptes wird als Energienutzungsplan für die Stadt Freising mit dem Schwerpunkt kommunale Wärmeplanung über das Bayerische Staatministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit 70 % gefördert. Die Studie soll im Juli 2021 abgeschlossen werden.


Mehr Platz für Fahrräder

Neue Doppelstock-Fahrradparkanlage am Freisinger Bahnhof

Endlich ist es soweit: Die alte Fahrradabstellanlage am Freisinger Regionalbusbahnhof wurde durch eine moderne Doppelstock-Fahrradparkanlage ersetzt. Die Kapazität der Fahrradabstellanlage am Regionalbusbahnhof konnte damit auf dann über 800 Stellplätze nahezu verdoppelt werden.

Die Idee zur Erweiterung der Rad-Abstellanlagen, die sich auf DB-Grund befinden, existiert schon lange und wurde im Mobilitätskonzept konkretisiert. Ins Rollen kam das Projekt durch die „Bike+ Ride-Offensive“ von Deutscher Bahn (DB) und Bundesumweltministerium (BMU), die 2019 ins Leben gerufen wurde. Mit der „Bike+Ride-Offensive“ sollen bis zum Jahr 2022 deutschlandweit 100.000 neue Fahrradabstellplätze an Bahnhöfen geschaffen werden. Über die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundes wird die Errichtung der Bike+Ride-Anlagen mit 40 Prozent gefördert (FKZ: 03K12247) . Zusätzlich wird das Vorhaben über die Regierung von Oberbayern ebenfalls mit gut 40 Prozent bezuschusst. Mit Projektstart 2019 hatte die Stadt Freising entsprechende Förderanträge gestellt und bewilligt bekommen. Mit der neuen Anlage konnte der erste Schritt getan werden, um die Rad-Abstellsituation am Bahnhof zu verbessern.


(Lasten)Radförderung

Um Anreize zum nachhaltigen Mobilitätsverhalten zu stellen, hat die Stadt Freising ein kommunales Förderprogramm für (Lasten)Fahrräder aufgesetzt. Gefördert werden elektrische und muskelbetriebene Lastenfahrräder sowie Fahrradanhänger zum Lasten- und Personentransport. Zusätzliche Förderungen gibt es bei Stilllegung eines PKWs, für einkommensschwache Haushalte sowie für sog. „Sharing“-Fahrzeuge, die von mehreren Personen genutzt werden. Voraussetzung für die Förderfähigkeit ist bei E-Fahrzeugen der Bezug von Ökostrom sowie die Einholung eines Angebots von einem Fahrradfachhändler. Einige Fahrradgeschäfte gewähren zusätzlich zur Förderung einen zusätzlichen Preisnachlass. Fördernanträge können gestellt werden. 


Klimaschutzbündnis Landkreis Freising

Einen wichtigen Anstoß, sich noch stärker für den Klimaschutz einzusetzen, gab der Kreistag Freising mit seinem Energiewendebeschluss. Das Ziel: Der gesamte Landkreis soll bis zum Jahr 2035 mit erneuerbaren Energien versorgt werden. An diesem ambitionierten Projekt arbeiten aktuell 18 Kommunen, die sich in einem Klimaschutzbündnis zusammengeschlossen haben. Gemeinsam wollen sie eine Vorreiterrolle übernehmen. Aktuell werden etwa 70 % des benötigten Stroms im Landkreis aus erneuerbaren Energien erzeugt. Im Bereich Wärme und Verkehr besteht allerdings sehr großer Nachholbedarf. Die Stadt Freising engagiert sich in diesem Umlandbündnis, im eigenen Wirkungskreis stellt das städtische Klimaschutzkonzept die Richtschnur dar. Die Stadt möchte sich bezüglich einer Strategie zur zukünftigen regenerativen Energieversorgung der Region noch enger mit dem Landkreis verzahnen und konkrete Projekte in Kooperation mit dem Umland anstoßen.

Weitere Informationen über die Energiewende im Landkreis auf den Seiten des Landratsamts Freising.


Ihr Kontakt

Stadt Freising
Amt für Stadtplanung und Umwelt
Klimaschutzmanagement
klimaschutz@freising.de


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