Energie & Klimaschutz

Hier finden Sie Informationen zu Aktionen, Zielen und den Sprecher*innen der Agenda21-Projektgruppe Energie und Klimaschutz.

Ziele und Ideen

Wir setzen uns für den Klimaschutz und damit für effizienten Energieeinsatz in und um Freising ein:      

  • energie- und klimarelevante Planungen der Stadt für mehr Klimaschutz anregen
  • praktische Tipps zur effizienten Energienutzung und zur alternativen Energieerzeugung erarbeiten und weitergeben
  • Alternativen zum Gebrauch von Plastik aufzeigen
  • vernünftige Alternativen zum Autofahren entwickeln und andere davon zu begeistern suchen
  • Öffentlichkeitsarbeit intensivieren
  • durch Führungen, Vorträge und Projekte vor Ort lernen
  • Mitwirkung bei der Solarregion Freisinger Land und dem Energielokal

Über uns

  • Wir sind eine überparteiliche Gruppe engagierter Bürger*innen, der die Lebensqualität in Freising am Herzen liegt.
  • Wir setzen uns für Klimaschutz und für effizienten Energieeinsatz in und um Freising ein.
  • Wir haben offene Treffen alle sechs Wochen.
  • Wir sammeln Ideen und suchen nach pragmatischen Lösungen.
  • Wir können konkrete Anträge an den Stadtrat stellen, die behandelt werden müssen.
  • Wir freuen uns auf neue Impulse durch SIE.

Sepp Beck, Sprecher der Projektgruppe und sein Team freuen sich über Anregungen und hilfreiches Mitdenken.

Weiterführende Infos zur Projektgruppe


Aktuelles & Termine

Sonnenstrom einfach und unkompliziert

Plug-In-Solaranlage, SolarRebell, Mikro-PV oder Balkonkraftwerk – so werden sie genannt, die steckbaren Solargeräte für jedermann. Sie finden überall Platz, an Balkongeländern befestigt oder auf Terrassen und im Garten aufgestellt. Steckbare Solargeräte bestehen aus einem oder mehreren PV-Modulen, einem integrierten Wechselrichter und einem Anschlusskabel. Die Anlage wird von einem Elektriker mit einer passenden Wielandsteckdose angeschlossen und schon ist die Mini-Solaranalage betriebsbereit.
Die Leistung von 600 Watt erreicht man bereits mit 2 Modulen á 300 Watt. Ein Modul mit einem integrierten Wechselrichter kostet nicht viel mehr als ein mittleres Smartphone. Eine Familie kann mit 2 Modulen jährlich bei guter Ausrichtung nach Süden bis zu ca. 600 kWh ernten, was einer Stromersparnis von bis zu 150 € pro Jahr bedeutet. Nach 5-6 Jahren hat sich die Anschaffung meist amortisiert, und die Module haben eine Lebensdauer von über 20 Jahren.
Wir bieten allen interessierten Bürger*innen einen kostenlosen Beratungsservice. Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat (von April bis Oktober) zwischen 14.00 und 17.00 Uhr vor dem Energielokal am Rindermarkt 5; in den Wintermonaten nach Vereinbarung (siehe Kontakt)

 

 

Rückblick: Walk & Talk: Der Weg des Wassers… vom Regen zum Trinkwasser

Gerade zu Corona-Zeiten erwies sich das Format Walk & Talk als Publikumsmagnet. Unsere Projektgruppe in Kooperation mit der Domberg Akademie und den Freisinger Stadtwerken führte ca. 40 Teilnehmer*innen durch das Trinkwassereinzugsgebiet im Freisinger Moos zum Wasserwerk in Vötting mit seinen Flach- und Tiefbrunnen.
Im Gehen konnten die Gedanken fließen und im Stehen informierten Christiane Schmidt und Philipp Maier vom Ingenieurbüro Ecozept über den Zusammenhang zwischen Umweltschutz und Wasserqualität und wie Kooperationslandwirte das Projekt mit Blühflächen unterstützen. Über 48 Saat-Arten sorgen für Biodiversität, helfen den Insekten zum Überleben und bieten Schutz für Niederwild. Da auf den Anbauflächen im Trinkwassereinzugsgebiet strenge Maßgaben bezüglich Pflanzenschutzmittel und Düngung gelten sind die Blühflächen nicht nur eine Augenweide, sondern schützen auch unser Trinkwasser.
Alle waren gespannt auf das Wasserwerk 1 mit seinen drei Flach- und vier Tiefbrunnen. Nicht jeder kann dieses „Heiligtum“ betreten, versorgt es doch hoch geschützt das Freisinger Stadtgebiet mit Trinkwasser.
Florian Neumeier von den Freisinger Stadtwerken erklärte, warum unser Trinkwasser von so hoher Qualität ist. Es ist eine Mischung aus Wasser von den Flachbrunnen, die ca. 8 Meter tiefliegen und den 95 Meter tiefen Brunnen. Es ist besser als die meisten Mineralwässer, kommt frei Haus, ohne Plastikverpackung und dazu noch unschlagbar günstig. Wir konnten uns von der Qualität durch Trinkproben absolut überzeugen.
Lautstarker Höhepunkt war die Führung durch die Pumpenanlage, die täglich bis zu 10 000 Kubikmeter Wasser in die Stadt pumpt, eine gewaltige Menge, obwohl der Wasserverbrauch der Freisinger in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Neumeier ist überzeugt, dass sich das Bewusstsein der Freisinger verändert hat, dass viele es schätzen, in einer privilegierten Wasserversorgungssituation zu leben.
Das lenkt den Blick auch wieder auf Menschen in Ländern, die mit Dürreperioden, Bodenausbeutung, privatisierter Trinkwasserversorgung und Mangel an reinem (Trink-)Wasser und zu kämpfen haben.

Unsere Reihe „Wasser ist Leben“ wird 2021 fortgesetzt, z.B. mit dem Thema „Was geschieht eigentlich mit dem Wasser nach der Klospülung?“

Denkanstoß zur Müllproblematik

Manche Bürger*innen werden sich die Augen gerieben haben am frühen Morgen des 04. Oktober 2019: Der Marienplatz füllte sich immer mehr mit gelben Säcken. Die Agenda21-Projektgruppe Energie und Klimaschutz hatte die Aktion unter dem Motto "Weniger Müll - mehr Lebensqualität" organisiert.

Ab 5 Uhr morgens hatten viele fleißige Helfer*innen gelbe Säcke aus dem direkten Umfeld des Marienplatzes eingesammelt und sie anschließend dort nebeneinander ausgelegt. Der Sprecher der Agenda21-Projektgruppe „Energie und Klimaschutz“, Sepp Beck, die Klimaschutzmanagerin Marie Hüneke, die zahlreichen zusätzlichen jungen und alten Helfer*innen verschiedener Gruppen, die beiden Mitarbeiter der Firma Heinz (die im Anschluss die Säcke regulär entsorgten) und nicht zuletzt Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher zeigten sich beeindruckt von der Aktion.

Ressourcenverbrauch und Müllproduktion optisch dargestellt

So wurde auch optisch klar, wie hoch der Ressourcenverbrauch und wie umfangreich die Müllproduktion der Bevölkerung sind. 3.000 Gelbe Säcke pro Monat bedeuten ca. 30.000 Liter Erdöl, die bei der Materialproduktion verbraucht werden. Sepp Beck, Sprecher der Projektgruppe, erklärte, die Aktion solle "aufmerksam machen auf die enormen Müllmengen, die Jede*r von uns alltäglich produziert". Die Bevölkerung habe mittlerweile Bilder von Plastikmüll, der die Weltmeere verschmutze, und somit die Entsorgungsproblematik "auf dem Schirm, aber es fängt schon früher an: Die Erzeugung der Verpackungen aus Plastik verbrauchen nämlich eine Unmenge an Energie", so Beck.

Die Aktion sollte dazu anregen, sich mit dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen und motivieren, den Müll zu reduzieren. Manuela Gaßner, die Autorin des Buches „Weniger ist mehr – Müllvermeidung in und um Freising“ hatte einige leicht umsetzbare Tipps dabei, um erste Schritte zu unternehmen zu einer Welt mit weniger Müll:

1. Obst / Gemüse lose
2. Brot im Stoffbeutel
3. Käse, Wurst im eigenen Gefäß
4. Getränke in Mehrweg-Pfandflaschen
5. Keine Minipackungen
6. Resteessen
7. Ohne Mikroplastik
8. Gebrauchtes ist auch schön
9. Mehrweg statt Einweg
10. Weniger ist mehr!

Viele Bürger*innen setzen diese Tipps immer häufiger um - vielleicht werden es nach dieser Aktion wieder ein paar mehr!

Bilder von der Müllaktion am 4. Oktober 2019

Bildergalerie von den beiden Klima-Walk and Talks 2019 mit dem Bildungszentrum

Ihr Kontakt

Mail-Kontakt zur Projektgruppe
agenda21@freising.de​​​​​​​

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