Was, wenn das größte Hindernis auf dem Weg zur Wahrheit unsere eigene Sprache ist? Der sogenannte Linguistic Turn – die sprachphilosophische Wende des 20. Jahrhunderts – stellt genau diese Frage: Können wir die Welt überhaupt unabhängig von den Worten denken, mit denen wir sie beschreiben?
Ludwig Wittgenstein und andere Denker haben die Philosophie damit grundlegend verändert: Nicht mehr die großen metaphysischen Fragen stehen im Vordergrund, sondern die Sprache selbst – als Werkzeug, als Grenze, als Spiegel unseres Denkens.
Geht uns etwas verloren, wenn wir Philosophie als reines Sprachspiel begreifen?
Die Gesprächsrunde am 21. Juli, 19.30 bis 21 Uhr, nähert sich gemeinsam diesen Fragen an – ohne Vorkenntnisse, aber mit Neugier. Nach einem kurzen Impuls von sapere audio öffnet sich der Raum zur gemeinsamen Diskussion. Alle Stimmen sind willkommen.