Die Stadt Freising reagiert auf die spürbaren Folgen des Klimawandels und baut ihre Maßnahmen zur Klimaanpassung mit besonderem Fokus auf Hitze weiter aus. Ziel ist es, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und die Lebensqualität in der Stadt auch bei steigenden Temperaturen langfristig zu sichern.
Bereits heute sind die Auswirkungen deutlich sichtbar: Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad sowie sogenannte Tropennächte nehmen zu und belasten insbesondere dicht bebaute Stadtbereiche. Diese Entwicklung stellt vor allem für ältere Menschen, Kinder sowie gesundheitlich vorbelastete Personen ein erhebliches Risiko dar.
Ein zentraler Bestandteil der Freisinger Strategie ist die Schaffung und Sichtbarmachung sogenannter „Klimaoasen“. Dazu zählen kühle Aufenthaltsorte in der Innenstadt – etwa Grünflächen, schattige Bereiche entlang von Gewässern oder öffentlich zugängliche Gebäude wie Bibliotheken oder Museen. Diese Orte bieten den Bürgerinnen und Bürgern gezielt Möglichkeiten zur Abkühlung an heißen Tagen.
Ein wichtiger Baustein des kommunalen Hitzeschutzes ist die Bereitstellung von Trinkwasser im öffentlichen Raum. Demnächst werden drei Trinkbrunnen im Innenstadtbereich und am Vorplatz zum Lindenkeller installiert. So erhalten Bürgerinnen und Bürger an heißen Tagen zusätzliche Möglichkeiten zur Abkühlung und Erfrischung.
Darüber hinaus setzt die Stadt auf langfristige strukturelle Maßnahmen im Rahmen des Klimaanpassungskonzepts „KLAPS50“. Dieses umfasst unter anderem die Begrünung und Entsiegelung von Flächen, die Sicherung von Baumbeständen sowie die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung. Ziel ist es, Hitzeinseln zu reduzieren und das Stadtklima nachhaltig zu verbessern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Information und Sensibilisierung der Bevölkerung. Mit konkreten Verhaltensempfehlungen – etwa zur richtigen Flüssigkeitsaufnahme, zum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung oder zur Anpassung des Tagesablaufs – unterstützt die Stadt die Bürgerinnen und Bürger dabei, gesundheitliche Risiken durch Hitze zu minimieren.
„Klimaanpassung ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit – auch auf kommunaler Ebene. Mit unseren Maßnahmen zur Hitzevorsorge schaffen wir konkrete Verbesserungen für die Menschen in Freising und stärken zugleich die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, betont Andrea Brandl von der Stadtplanung, für Umwelt & Klimaschutz.
Die Stadt Freising verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Klimaanpassung wird als Querschnittsaufgabe verstanden und in Stadtplanung, Bauentwicklung und Umweltmaßnahmen integriert. Grundlage hierfür sind unter anderem umfassende Analysen zu besonders belasteten Stadtbereichen („Hot Spots“) sowie zu besonders sensiblen Bevölkerungsgruppen.
Weitere Informationen zu den Projekten im Bereich Klimaanpassung und Hitze sind online abrufbar.