Die Städte Moosburg und Freising erleichtern Bürgerinnen und Bürgern den Umstieg auf klimafreundliches Heizen und starten im September 2026 eine gemeinsame Bündelungsaktion für Wärmepumpen im Landkreis. Ziel ist es, die Nachfrage in der Region zu bündeln und den heimischen Heizungs- und Handwerksbetrieben die Möglichkeit zu geben, gemeinsam faire und transparente Konditionen für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer zu schaffen. Koordiniert wird die Aktion von ShiftUp als unabhängiger, herstellerneutraler Stelle.
Anders als bei bundesweiten Anbietern steht bei dieser Aktion die regionale Wertschöpfung im Mittelpunkt: Aufträge, Arbeitsplätze und – ganz entscheidend – der Service der nächsten Jahre bleiben vor Ort.
„Wir wollen, dass die Menschen im Landkreis Freising eine fundierte Entscheidung treffen können – ohne Verkaufsdruck und mit einem Ansprechpartner, der auch in zehn oder fünfzehn Jahren noch erreichbar ist. Deshalb bündeln wir die Nachfrage und geben den Betrieben aus der Region die Chance, gemeinsam gute Konditionen zu schaffen", sagt Monika Schwind, Oberbürgermeisterin von Freising.
Worauf Verbraucherinnen und Verbraucher bei Wärmepumpen-Angeboten achten sollten
Rund um die staatliche Förderung sind derzeit viele Werbeangebote im Umlauf. Das Energielokal der Stadt Freising (Energieberatung | Stadt Freising) rät, Angebote in Ruhe und sorgfältig zu prüfen, und gibt dazu eine kurze Orientierungshilfe:
Mehrere Angebote vergleichen. Werbepreise sind oft „ab"-Preise für die günstigste Konfiguration. Der tatsächliche Preis hängt vom Haus ab – Heizlast, Heizkörper bzw. Fußbodenheizung und Hydraulik. Holen Sie mehrere Angebote ein, bevor Sie unterschreiben.
Die Förderung steht allen offen. Die staatliche KfW-Förderung von bis zu 70 Prozent – mindestens aber rund 9.000 Euro Grundförderung – erhalten selbstnutzende Eigentümer beim Einbau einer Wärmepumpe über jeden qualifizierten Fachbetrieb. Sie ist kein exklusives Angebot eines einzelnen Anbieters.
Auf Gesamtkosten achten, nicht auf die Monatsrate. Eine niedrige Monatsrate über eine lange Finanzierungs- oder Mietlaufzeit kann am Ende deutlich teurer sein als ein Kauf mit voller Förderung. Lassen Sie sich immer die Gesamtkosten ausweisen.
Service vor Ort klären. Eine Wärmepumpe begleitet Sie 15 bis 20 Jahre. Fragen Sie konkret: Wer wartet die Anlage, wer ist im Störungsfall erreichbar – und wie schnell?
Keine Entscheidung unter Zeitdruck. Künstliche Fristen und befristete Rabatte sind ein typisches Verkaufsinstrument. Ein seriöses Angebot ist auch in der nächsten Woche noch gültig.
Transparente Aufschlüsselung verlangen. Ein gutes Angebot weist die einzelnen Positionen nachvollziehbar aus – nicht nur eine Pauschalsumme.
Förderabwicklung besprechen. Klären Sie vorab, wie sie unterstützt werden, den KfW-Antrag zu stellen und achten Sie auf die Fristen. Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden.
Wer Interesse an der Bündelungsaktion hat, kann sich ab sofort kostenlos und unverbindlich registrieren unter: lk-freising.shiftup.energy
Die Vormerkung ist unverbindlich und verpflichtet zu nichts. Sie hilft, den Bedarf in der Region einzuschätzen, und sichert eine frühzeitige Information, sobald die Aktion im September offiziell startet. Wer sich jetzt vormerkt, wird als Erstes benachrichtigt.
Über die Aktion
Die Bündelungsaktion für Wärmepumpen ist eine herstellerneutrale Bündelungsaktion im Landkreis Freising. Sie bringt interessierte Haushalte und qualifizierte Heizungs- und Handwerksbetriebe aus der Region zusammen, um den Umstieg auf die Wärmepumpe transparent, fair und ohne Verkaufsdruck zu ermöglichen. Die Initiative verkauft selbst keine Anlagen und ist keinem einzelnen Hersteller verpflichtet.