Die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung wird mit dem Freisinger Dialogpreis 2026 ausgezeichnet. Mit der erstmals vergebenen Auszeichnung würdigen das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis, die Stadt Freising und das Erzbistum München und Freising das herausragende Engagement der Stiftung für Verständigung, Versöhnung und demokratische Bildung in Europa.
Die 1990 gegründete Stiftung mit Sitz im polnischen Krzyżowa (Kreisau) engagiert sich für internationale Begegnung, demokratische Bildung und grenzüberschreitenden Austausch. So ermöglicht sie unter anderem internationale Jugendbegegnungen und Austauschformate zwischen Menschen aus Ost- und Westeuropa und setzt sich für die deutsch-polnische Versöhnung ein.
Der mit 10.000 Euro dotierte Freisinger Dialogpreis würdigt Personen, Institutionen und Initiativen, die sich in Mittel-, Ost- und Südosteuropa oder in Verbindung mit diesen Regionen für Verständigung, Zusammenarbeit und Versöhnung einsetzen. Er soll Projekte sichtbar machen, die Vorurteile abbauen, Begegnungen ermöglichen und zu einem friedlichen Miteinander in Europa beitragen – und Menschen ermutigen, sich über nationale, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg für das Gemeinwohl zu engagieren. 2026 wird der Preis erstmals verliehen.
Über die Vergabe des Preises hat eine unabhängige Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von Kirche, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft entschieden. Ihr gehörten Pater Charbel Bteich (Rat der Europäischen Bischofskonferenzen), Professorin Dr. Regina Elsner (Universität Münster), Reinhard Fiedler (Referent für kulturelles Erbe der Stadt Freising), Monika Schwind (Oberbürgermeisterin der Stadt Freising), Pfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz (Renovabis-Hauptgeschäftsführer), Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg (Erzbistum München und Freising) und Jadwiga Teresa Wilgocka (Polnische Katholische Gemeinde München) an.
Die Verleihung findet am 16. September 2026 um 19.00 Uhr im Asamsaal in Freising statt, am Vorabend des Internationalen Renovabis-Kongresses (17./18. September 2026). Die Laudatio wird Kardinal Reinhard Marx halten. Neben dem Preisgeld erhält die Stiftung ein eigens geschaffenes Kunstwerk des georgischen Künstlers Nika Bakhia: Die Skulptur zeigt zwei einander zugewandte Elemente, die gemeinsam einen offenen Bogen bilden – ein Sinnbild für Dialog, Begegnung und die Bereitschaft, einander zuzuhören.