Das Stadtmuseum im Juli 2026

Spannende Führungen und besondere Einblicke

Wieso gehörte Freising nicht zu Bayern und warum war Weihenstephan Ausland? Lag die Zugspitze, der heute höchste Berg Deutschlands, wirklich im Herrschaftsgebiet Freisings? Am Sonntag, 5. Juli um 15 Uhr können Museumsbesuchende zusammen mit Anna Bennewitz bei einem Rundgang durch die ständige Ausstellung die Geschichte von Stadt und Hochstift Freising entdecken.

Die „Welt von gestern“ war globaler als gemeinhin angenommen wird. Durch seine früheren Besitzungen und fürstbischöflichen Beziehungen war die Stadt Freising in weitreichende Netze von Politik, Kunst und Wissen eingebunden. Welche dieser Wege lassen sich heute noch anhand von Ausstellungsobjekten nachvollziehen? Und welche Rolle spielt die Stadt seit der Säkularisation in einer nach heutigen Maßstäben globalisierten Welt?

Die vielfältigen Beziehungen von Freising in der Welt aufzuzeigen, ist Ziel des Rundgangs mit Elke Dorner am Dienstag, 7. Juli um 19 Uhr.

Universitäten und Hochschulen hatten bis in das 19. Jahrhundert eine unabhängige Gerichtsbarkeit, wie die ehemalige fürstbischöfliche Hochschule in Freising. Das Hochschulgericht konnte für diverse Delikte Geldstrafen und sogar Haftstrafen im Karzer – der sogenannten Arrestzelle einer Universität – verhängen. Am Mittwoch, den 15. Juli wartet das Stadtmuseum Freising mit einer Besonderheit für die Freunde des Asamgebäudes auf. Um 11.30 Uhr führt Museumsleiterin Eva Willberg durch die aktuelle Sonderausstellung und zeigt außerdem zwei der im Asamgebäude gefundenen Karzerräume, die für Besuchende sonst nicht zugänglich sind. Um Anmeldung zur Führung wird gebeten unter stadtmuseum@freising.de.

Aufgrund der starken Nachfrage bietet das Stadtmuseum Freising erneut eine Schreibwerkstatt für Erwachsene mit Elke Dorner an. Am Samstag, den 18. Juli, können von 11.30 Uhr bis 13 Uhr interessierte Workshopteilnehmende die Faszination alter und neuer Schreibkunst entdecken. Sie erlenen die Handhabung von Rohrfeder, Gänsekiel und Pinselstift und üben sich im Lesen und Schreiben der alten, deutschen Kurrentschrift. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung unter stadtmuseum@freising.de gebeten.

Das Stadtmuseum ist dienstags von 15 bis 21 Uhr und mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist gestaffelt (4 Euro / 2 Euro / freier Eintritt). Dienstags ist für alle Gäste der Eintritt frei. Für öffentliche Führungen werden 4 Euro und für die Teilnahme in der Schreibwerkstatt 10 Euro erhoben. Das Museum ist klimatisiert.

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