Abkömmling der ältesten Weinrebe der Welt gepflanzt

Slowenischer Rebstock schlägt Wurzeln in Freising

OB Tobias Eschenbacher und der Wächter des Alten Weins, Stanislav Kocutar, bereiten die Pflanzung des Edelreises vor. (Foto: Stadt Freising)
OB Tobias Eschenbacher und der Wächter des Alten Weins, Stanislav Kocutar, bereiten die Pflanzung des Edelreises vor. (Foto: Stadt Freising)

Am Domberg-Südhang gedeihen bereits die vom Verein Stadtheimatpflege Freising gepflanzten Weinreben. Seit Samstag, 22. April 2017, wächst dort nun auch ein Ableger des ältesten Weinstocks der Welt! Aus dem slowenischen Maribor stammt der wertvolle Reiser der Sorte „Blauer Köllner“ (auch Schwarzsamtene genannt), dessen Rebe nachweislich vor mindestens 450 Jahren gepflanzt wurde. Das einzigartige Naturjuwel hat es so zu einem Eintrag ins Guinnes-Buch der Rekorde gebracht.

Nach der feierlichen Übergabe-Zeremonie Anfang März 2017 in Maribor an Freisings Bürgermeisterin Eva Bönig wurde nun das Edelreis am Südhang des Dombergs eingesetzt: Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher assistierte dabei dem aus Maribor angereisten Wächter des Alten Weins, Stanislav Kocutar. „Uns ist es eine große Ehre!“, versicherte der OB. Schließlich befinde sich Freising nun in Gesellschaft mit ausgewählten Orten in der ganzen Welt – auch im Vatikan wachse ein Nachkomme.

Freuen sich, dass der Weinstock aus Slowenien in Freising Wurzeln schlägt (v.l.): OB Tobias Eschenbacher, Waltraud Böhme vom Rotary-Club München Flughafen und Stanislav Kocutar. (Foto: Stadt Freising)
Freuen sich, dass der Weinstock aus Slowenien in Freising Wurzeln schlägt (v.l.): OB Tobias Eschenbacher, Waltraud Böhme vom Rotary-Club München Flughafen und Stanislav Kocutar. (Foto: Stadt Freising)

Für Freising und ihre Partnergemeinde Škofja Loka war der Termin im Steilhang des Dombergs ein festliches Ereignis: Gemeinsam mit den Rotary-Clubs München Flughafen und Škofja Loka hatte man sich darum bemüht, dass beide Städte einen Nachfahren dieser ältesten Weinrebe erhalten. Und so begleiteten die Jagdhornbläser die feierliche Pflanzzeremonie. Auch der Wächter des Alten Weins strahlte über das ganze Gesicht: Am 03. März hatte er persönlich den Rebschnitt vorgenommen, jetzt setzte Stanislav Kocutar einen Ableger sorgsam ins Erdreich. „In dieser herrlichen Lage im wunderschönen Freising wird er wachsen und gedeihen“, versicherte Kocutar. Damit werde die gute Verbindung zwischen Slowenien und Bayern, zwischen Škofja Loka und Freising gefestigt. Waltraud Böhme, Präsidentin des Rotary-Clubs München Flughafen, bezeichnete den Pflanztermin als ideal: „Heute ist der internationale Tag der Erde. Wir hätten keinen besseren Tag aussuchen können.“ Einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten, sei zentrales Ziel der Rotarier, sagte Böhm. Daher habe man sich um die Verleihung eines Ablegers gemeinsam beworben, damit die Verbundenheit der Partnerstädte Škofja Loka und Freising gestärkt werde.

Die Jagdhornbläser begleiten die feierliche Zeremonie am Domberg-Südhang. (Foto: Stadt Freising)
Die Jagdhornbläser begleiten die feierliche Zeremonie am Domberg-Südhang. (Foto: Stadt Freising)

OB Eschenbacher brachte eine erklärende Tafel an und übergab dann das erlesene Edelreis in die geschulten Hände des Vereins Stadtheimatpflege. Gernot Anders versicherte, der Verein übernehme sehr gerne die Rolle der Pflegeeltern zusätzlich zu den bereits betreuten „100 Kindern“. Dabei handelt es sich um Weinreben der Sorte Johanniter – eine Kreuzung aus Riesling und Seyve Villard, – die in direkter Nachbarschaft des „Blauen Köllners“ gedeihen. Der kleine slowenische Rebstock wurde von Gernot Anders sogleich mit reichlich Wasser versorgt, auf dass er starke Wurzeln schlage und in Freising heimisch werde.

Übergabe des Edelreis an Bürgermeisterin Bönig am 03. März 2017

  • Stanislav Kocutar, Wächter des Alten Weins, nimmt bei einem festlichen Akt in Maribor den Rebschnitt vor. (Foto: Stadt Freising)
  • (v.l.) Rupert Widmann, Partnerschaftsbeauftragter der Stadtverwaltung, Marko Murn (Rotary Club Škofja Loka), Prof. Monika Gerschau  (Rotary Club München-Flughafen), Bürgermeister Miha Ješe aus Škofja Loka und Bürgermeisterin Eva Bönig.
  • Freising Bürgermeisterin Eva Bönig (2.v.re.) und der Bürgermeister von Škofja Loka , Miha Ješe (re) bei der festlichen Übergabe eines Abkömmlings der ältesten Weinrebe der Welt in Maribor. (Foto: Stadt Freising)
  • Der zeremonielle Rebschnitt Im Frühjahr ist ein Festtag für Maribor. (Foto: Stadt Freising)

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