Partnerschaftsabend: Feiern mit Freunden

Am Vorabend des Korbiniansfests - einem der Höhepunkte im kirchlichen wie im säkularen Jahreskreislauf in Freising - begeht die Stadt einen geselligen "Kulturellen Partnerschaftsabend" mit Gästen aus den Partnerstädten sowie weiteren Orten, die mit dem ehemaligen Hochstift verbunden sind. Die Bande für das herzliche Miteinander hat einst der Heilige Korbinian geknüpft: Er ist Gründer des Bistums und hat die Entwicklung unserer Stadt als erster Bischof angestoßen. Dafür wird er bis heute verehrt. Dem einstigen Fürstbistum sind die geschlossenen Städtepartnerschaften und viele Städtefreundschaften zu verdanken.

Die herzlichen Beziehungen zu den europäischen Freunden in Frankreich, Österreich, Südtirol/Italien, Slowenien und natürlich zu Arpajon, dem Geburtsort von Wanderbischof Korbinian, werden bei einem Kulturellen Partnerschaftsabend lebendig: Seit dem Jahr 2010 findet das fröhliche Beisammensein im Anschluss an die Lichterprozession und die ökumenische Vesper statt. Viele Bürgerinnen und Bürger freuen sich auf dieses Treffen am Vorabend des Korbiniansfests, denn die Partnerschaften werden nicht nur auf offizieller Ebene, sondern ganz wesentlich von Pfarreien, Vereinen und den Freisinger/-innen selbst gepflegt.

Kultureller Partnerschaftsabend 2017

Bis auf den letzten Platz besetzt: Beim Partnerschaftstreffen rücken die europäischen Freunde eng zusammen. (alle Fotos: Stadt Freising)

Es kommen immer mehr: Zum achten Kulturellen Partnerschaftsabend am Freitag, 24. November 2017, dem geselligen Höhepunkt am Wochenende des Korbiniansfestes, konnte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher in der Aula des Dom-Gymnasiums noch einmal mehr Gäste als im Vorjahr begrüßen. „Ich freue mich, dass so viele Freunde aus ganz Europa gemeinsam im Namen des Heiligen Korbinian zusammengekommen sind“, begrüßte Eschenbacher die Delegationen aus Österreich, Frankreich, Slowenien und Italien im Kreis der Freisinger Bürgerschaft. Erstmals besuchte die Generalkonsulin der Republik Slowenien, Frau Dragica Urtelj, die Veranstaltung. Dass auch seine Eminenz, Kardinal Dr. Reinhard Marx, das Begegnungsfest beehrte, wertete der OB „als Zeichen“ und bat den Erzbischof, die riesige Resonanz ebenfalls „als Zeichen“ aufzufassen.

Historische Bande zur Gemeinde Ismaning

Sorgte für fröhliche Stimmung: Der Männergesangverein Ismaning. (Foto: Stadt Freising)
Sorgte für fröhliche Stimmung: Der Männergesangverein Ismaning.
Am Balkon nahm in diesem Jahr die Stadtkapelle Freising ihren Platz ein unr begleitete erstklassig durch den langen Abend. (Foto: Stadt Freising)
Am Balkon nahm in diesem Jahr die Stadtkapelle Freising ihren Platz ein und begleitete erstklassig durch den langen Abend.

Herzliche Stimmung, Umarmungen und Küsschen: In großer Harmonie und Freundschaft fand dieser Kulturelle Partnerschaftsabend statt – auch im engen Miteinander mit der Diözese, die mit zahlreichen Repräsentanten vertreten war. Besondere Ehre: Aus dem Bistum Évry-Corbeil-Essonnes, zu dem Freisings Partnerstadt Arpajon gehört, war der erst kürzlich ernannte Bischof Michel Pansard angereist. Schon Tradition hat es, dass bei dem Partnerschaftstreffen immer eine andere Stadt im Mittelpunkt steht – heuer war dies Ismaning, das über Jahrhunderte hinweg zum Freisinger Fürstbistum gehörte.

Nicht nur über diese historischen Bande berichtete der Ismaninger Bürgermeister Dr. Alexander Greulich: Das vom Männergesangverein Ismaning angestimmte Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ stehe als Motto für das aktuelle Verhältnis, versicherte er. Die stimmgewaltigen wie gut gelaunten Herren des Ismaninger Chors steuerten Schlager und schwungvolle Melodien zur gelungenen Abendgestaltung bei. Mit von der Partie war natürlich auch Freisings musikalische „Botschafterin“, die Stadtkapelle unter der Leitung von Jürgen Wüst.

Kardinal Marx würdigt Freising als „besonderen Ort“

Vertrauensvolle Gespräche: OB Tobias Eschenbacher (li.) und Kardinal Marx. (Foto: Stadt Freising)
Vertrauensvolle Gespräche: OB Tobias Eschenbacher (li.) und Kardinal Marx.

Kardinal Marx begrüßte die Gästeschar mit den Worten: „Freising ist ein besonderer Ort. Das wird an einem solchen Abend sehr erfahrbar.“ In Anspielung auf die gegenwärtigen Irritationen zwischen Stadtrat und Bistum um die Neugestaltung des Diözesanmuseums sprach er der Domstadt „eine große Geschichte“ zu und „auch eine große herausfordernde Gegenwart, der man sich zu stellen hat“. Die Verbundenheit Europas über Nationengrenzen hinweg – mit beeinflusst durch den Heiligen Korbinian – zu stärken wie durch den Partnerschaftsabend, lobte der Kardinal ausdrücklich: „Ich finde es toll, dass sich das vertieft.“ Als Bischof könne er darüber nur glücklich sein, „macht weiter so!“, rief er.

Beziehungen zu Arpajon: Ehrung von drei engagierten Förderern

OB Eschenbacher (li.) und Kulturreferent Hubert Hierl (re.) zeichneten (v.l.) Emma Hiedl und Colette Monot mit der Partnerschaftsmedaille aus. (Foto: Stadt Freising)
OB Eschenbacher (li.) und Kulturreferent Hubert Hierl (re.) zeichneten (v.l.) Emma Hiedl und Colette Monot mit der Partnerschaftsmedaille aus.

Drei Persönlichkeiten, die sich um die Städtepartnerschaften besonders verdient gemacht haben, bekamen von Oberbürgermeister Eschenbacher und Kulturreferent Hubert Hierl die Partnerschaftsmedaille der Stadt Freising in Bronze verliehen. Geehrt wurde Colette Monot, die seit den ersten Tagen die Beziehungen zwischen Arpajon und Freising begleitet und in hohem Maße fördert. „Ihre liebenswerte Ausstrahlung sowie ihre treue Präsenz in Freising haben sie zu einem sympathischen Beispiel gelebter Partnerschaft werden lassen“, heißt es unter anderem in der Urkunde. Eine weitere Förderin dieser Freundschaft ist Emma Hiedl: Mehrere Jahre vor Gründung der Städtepartnerschaft knüpfte sie enge Bande zwischen den Pfarreien St. Georg und St. Clement in Arpajon – heute ist sie „zu einer tragenden Säule der Städtepartnerschaft zwischen Freising und Arpajon geworden“, betonte der OB. Ausgezeichnet wurde auch Pater Guy Labourel für seinen „erheblichen Beitrag zur gelebten Städtepartnerschaft“ – er konnte die Medaille wegen einer Erkrankung leider nicht persönlich in Empfang nehmen.

Impressionen des Kulturellen Partnerschaftsabends 2017 (und der Korbiniansdult) präsentiert unsere Bildergalerie.

Partnerstädte bereichern Korbiniansdult

Andrea Fortschegger (li.) begeisterte mit schöner Handarbeit aus Obervellach. (Foto: Stadt Freising)
Andrea Fortschegger (li.) begeisterte mit schöner Handarbeit aus Obervellach.

Für den – im vergangenen Jahr ausgefallenen – Korbiniansmarkt im Dom-Innenhof wurde heuer ein neues Konzept erfolgreich umgesetzt: In die Korbiniansdult auf dem Marienplatz wurde der Markt mit den Fieranten aus den Partnerstädten und befreundeten Gemeinden integriert. Originelles, Schönes, Duftendes, Kunsthandwerkliches und viel Leckeres hatten die Markbeschicker im Gepäck. Mit von der Partie waren Waidhofen (u.a. Glühmost - einfach köstlich!), natürlich aus der Wachau das Weingut "Freisinger Hof", Skofja Loka präsentierte sich mit zwei Ständen regionaltypischer Waren, mit seinem Verkaufsmobil war der Speckbauer aus Oberwölz angereist und ebenfalls zwei Hütten belegten die Obervellacher Freunde. Hier geht´s zu weiteren Bildern der Dult.


Rückblick: Partnerschaftstreffen 2016 und 2015

Auch in den Vorjahren haben sich "offiziell" mit Freising verbandelte sowie befreundete Städte eingefunden, um in herzlicher Verbundenheit den Kulturellen Partnerschaftsabend zu feiern.

Hier geht es zum ausführlichen Beitrag über die Festveranstaltung des Jahres 2016. Den Bericht über das gesellige Beisammensein im Jahr 2015, in dem außerdem im Domhof der Korbiniansmarkt stattfand, kann man hier nachlesen. 

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