Interkulturelle Schulung der Auszubildenden der Stadt Freising

Sensibilisierung beginnt bereits bei den Nachwuchskräften

Eine lebendige Stadtgemeinschaft, in der Menschen – unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund und ihrer Herkunft – willkommen sind, sich informiert fühlen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen: Diesem Leitgedanken fühlt sich die Stadtverwaltung Freising verpflichtet. Was bereits in den „Freisinger interkulturellen Leitlinien“ schriftlich fixiert ist, soll auch im Alltag praktiziert werden. Für die Neuankömmlinge in der Verwaltung, den Kindergärten, im Bauhof, in den Stadtwerken und den Bäderbetrieben fand daher am 24. September 2015 eine interkulturelle Schulung statt – genauer: Der Vormittag vermittelte 16 jungen Frauen und Männern wichtige Informationen, gab Anregungen und brachte in den Arbeitsgruppen viele Ideen hervor, wie die Auszubildenden persönlich in ihren Bereichen zu einer gleichberechtigten Teilhabe von  Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit ausländischen Wurzeln beitragen können. Die jungen Leute reagierten jedenfalls begeistert: „Ich gehe schlauer raus“, „das war sehr spannend“ oder „ich habe tolle Anregungen erhalten, was man verändern und verbessern könnte“, lauteten die Kommentare.

Verwaltung hat Vorbildfunktion

Verabschiedet hat der Freisinger Stadtrat die interkulturellen Leitlinien im Juni 2014, wobei die Verwaltung schon in die Entwicklung aktiv eingebunden war. Selbstverständnis des Personals ist es, Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund eine besondere Unterstützung zuteilwerden zu lassen, einer Benachteiligung entgegenzuwirken sowie durch beispielgebende Einstellung und Handlungsweisen als Vorbild zu wirken. Dafür sollen bereits die Nachwuchskräfte sensibilisiert werden. Das ist auch Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher ein Anliegen: Er besuchte die Schulung und gab den Azubis mit auf den Weg, dass die Stadtverwaltung eine wichtige Rolle bei einer erfolgreichen Integrationsarbeit spiele „und Sie Teil dieser Verwaltung sind“. Denn man sei „für alle“ Bürgerinnen und Bürger zuständig, so OB Eschenbachers eindringliche Botschaft

Heimat für Vielfalt

Schließlich ist die Vielfalt der Kulturen Realität: In Freising leben Menschen aus 149 Nationen, mehr als ein Viertel der Stadtbevölkerung hat eine Zuwanderungsgeschichte und fast jedes vierte Kind unter neun Jahren einen Migrationshintergrund. Das spiegelt sich übrigens auch bei den Auszubildenden wieder: Etwa die Hälfte der jungen Seminarteilnehmer hat ausländische Wurzeln, wie eine Kennenlern-Übung aufzeigte. Die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung mit ihren Einrichtungen ist heute schon fast selbstverständlich.

Als Referentin für die Schulung hatte Brigitte Mößner, die Ausbildungsleiterin der Stadt Freising, mit Meral Meindl eine Expertin gewonnen: Die türkischstämmige Freisingerin ist Diplom-Sozialpädagogin, Erzieherin, interkulturelle und antirassistische Trainerin – und als frühere Integrationsbeauftragte der Stadt und jetzt als Zuständige für die Umsetzung der Interkulturellen Leitlinien kennt sie die Verwaltung und ihre Abläufe.

Engagiert und kreativ für ein buntes, weltoffenes Freising

Zunächst gab Meral Meindl einen Überblick über die aktuelle Situation und erklärte, warum gerade jetzt so viele Menschen nach Deutschland flüchteten. Die Nachwuchskräfte lernten die Begriffe Migrant, Flüchtling und Asylbewerber zu unterscheiden und wurden mit den „Freisinger interkulturellen Leitlinien“ vertraut gemacht. Mit Ideenreichtum und großem Engagement widmeten sich die jungen Leute dann der Gruppenarbeit. „Welchen Beitrag kann ich persönlich leisten, um die interkulturellen Leitlinien in meinem Arbeitsbereich umzusetzen?“, lautete die Aufgabenstellung. Eine Menge an guten Einfällen wurde zusammengetragen, vom interkulturellen Mittagessen in Kindertagesstätten über mehrsprachige Willkommensplakate am Freibad bis hin zur bewussten Einstellung von mehrsprachigem Personal.

Meral Meindl lobte die „guten Vorschläge“ und gab den Nachwuchskräften auf den Weg: „Wenn viele Leute an vielen Orten viele kleine Schritte tun, entsteht auch was Großes.“ Die Stadt Freising setzt die interkulturellen Schulungen fort, hofft für die Auszubildenden, Praktikanten und alle Nachwuchskräfte auf viele schöne interkulturelle Erlebnisse – und ist schon gespannt auf die Umsetzung der ein oder anderen Anregung.

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