Landesausstellung „Bier in Bayern“

Briefkopf der königlichen Bayerischen Staatsbrauerei

1516 wurde durch Herzog Wilhelm IV. für ganz Bayern das berühmte Reinheitsgebot erlassen. Aus diesem Anlass präsentiert das Haus der Bayerischen Geschichte zum Jubiläumsjahr 2016 eine große Ausstellung „Bier in Bayern“. Erstmals in der langen Reihe bayerischer Landesausstellungen konnten sich dabei Städte und Gemeinden als Standort dafür ausdrücklich bewerben - auch die Stadt Freising gab eine Offerte ab. Schließlich ist Freising mit dem Thema Bier und Braukunst durch enge Bande verknüpft, so dass eine Bewerbung auf der Hand lag. Den Zuschlag für die Veranstaltung erhielt das niederbayerische Aldersbach (externer Link zur Seite "Bayerische Landesausstellung - Bier in Bayern", die von 29. April bis 30. Oktober 2016 stattfindet). „Bier in Bayern“ ist gleichwohl ein Thema, das mit Freising zeitlos verbunden ist.         

Historische Wurzeln

Da ist zunächst der weit zurückreichende historische Bezug. Bereits im Freisinger Cozroh-Kodex aus der Zeit um 825 sind die Existenz von Hopfengärten im Raum um die alte Bischofsstadt Freising sowie die Lieferung von Hopfen und Malz an den bischöflichen Hof mehrfach erwähnt. Der Cozroh-Kodex ist eines der bedeutendsten frühen Quellenzeugnisse der Geschichte Altbayerns.

Durch die Jahrhunderte war Freising immer eine Stadt reich an Brauereien. Im frühen 19. Jahrhundert zählte man 18 Betriebe. Heute gibt es zwei große traditionsreiche Brauereien in Freising: Das Hofbrauhaus Freising, einst bischöfliches Brauhaus, und die Staatsbrauerei Weihenstephan, die aus der Klosterbrauerei hervorgegangen ist.

Wissenschaft und Lehre

In Freising wird Bier aber nicht nur gebraut, sondern – und das unterscheidet Freising von anderen bayerischen Bierstädten – vor allem auch zum Bier geforscht und das Bierbrauen gelehrt. Die wissenschaftlichen Einrichtungen in Weihenstephan tragen den Ruf der Bierstadt Freising in alle Welt. Die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Produkt ist hier nachvollziehbar. Auch Brauereiausrüstungen werden in Freising hergestellt.

Prost!

Bier ist in Freising aber auch im Alltag zu Hause. Davon künden zahlreiche Feste im Jahreskreis, die mit dem Volksfest im Herbst ihren Höhepunkt erreichen. Dazu kommt schließlich: Freising ist das Tor zur Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt. Eine Selbstverständlichkeit also, dass Freising sich um die Landesausstellung 2016 beworben hat.

Freisinger Exponate in Aldersbachzu sehen

Ohne Freising kommt die Bier-Schau folgerichtig nicht aus. So leihen sich die Veranstalter kostbare Ausstellungsstücke unseres Stadtmuseums, um ihre Ausstellung zu schmücken. Insgesamt drei Leihgaben werden im Kloster Aldersbach präsentiert: ein Weißbierglas aus dem Jahr 1724, eine Zunftlade aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts sowie das Stammtischzeichen des Freisinger Bürgervereins (um 1827).

Um das Weißbierglas rankt sich eine Legende. Als der Freisinger Dom von den Brüdern Asam festlich ausgestattet wurde, brachte der Zimmermann anlässlich des Richtfestes auf der Spitze des Kirchturms mit eben diesem Glas ein Vivat auf den Fürstbischof aus, leerte es und warf es in die Tiefe. Auf wundersame Weise blieb das Glas heil, als es auf einem Schutthaufen landete. Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurden das fürstbischöfliche Wappen und ein lateinischer Spruch eingraviert. Sogar ein Futteral wurde extra hergestellt, um das Weißbierglas zu schützen. Nun, fast 300 Jahre später, erhält es bei der Landesausstellung sogar eine eigene Vitrine - und alle drei Freisinger Exponate werden im Ausstellungskatalog ausführlich beschrieben.

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