09.08.2019

Anregende Lektüre

Stadtbibliothek: Lesekreis erst wieder am 25. September – Guter „Stoff“ fürs sommerliche Lesevergnügen

Offen für alle Literaturinteressierte ist der „Lesekreis“ der Stadtbibliothek, der sich außerhalb der „großen Ferien“ an jedem letzten Mittwoch im Monat zusammenfindet, um über ein gemeinsam ausgewähltes Buch zu sprechen. Im August entfällt die Runde, das nächste Treffen findet also erst am Mittwoch, 25. September 2019 statt. Wie immer gilt es, bis dahin ein bestimmtes Buch gelesen zu haben – vielleicht noch ein heißer Tipp fürs eigene Urlaubsgepäck?

Besprochen wird das Buch „Welche Pferde sind das, die da werfen ihren Schatten aufs Meer“ von António Lobo Antunes. Wer möchte, kann bis zum September-Termin alternativ auch ein anderes Buch dieses Autors lesen und im Lesekreis darüber berichten. Treffpunkt ist um 20 Uhr im Lesecafé der Stadtbibliothek Freising, Weizengasse 3. Neue Interessierte sind dabei immer herzlich willkommen!

In „Welche Pferde sind das, die da werfen ihren Schatten aufs Meer“ beschäftigt sich António Lobo Antunes mit dem Schicksal einer portugiesischen Großgrundbesitzerfamilie, deren Verfall sich vehement ankündigt. Das Buch verfolgt die Geschichte der einzelnen Familienmitglieder auf einem Weg der Ungewissheit und beschäftigt sich mit Auflösungserscheinungen, die bis zur Ungewissheit des eigenen Ichs führen.

Der portugiesische Schriftsteller und Psychiater António Lobo Antunes (Jahrgang1942) wuchs als ältestes von sechs Geschwistern einer alt-aristokratischen Familie in Lissabon auf. Lobo Antunes wollte schon früh Schriftsteller werden und spezialisierte sich im Lauf seines Medizinstudiums auf Psychiatrie, da er glaubte, dort Ähnlichkeiten zur Literatur zu finden. Nach Abschluss des Medizinstudiums arbeitete er einige Monate als Militärarzt und bis 1985 als Chefarzt der Nervenklinik eines Krankenhauses in Lissabon. Während der Salazar-Diktatur wurde er aufgrund seiner Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei inhaftiert. Seit 1985 widmet er sich dem Schreiben.   

Für einen guten, interessanten Austausch sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Buch vor dem Treffen gelesen haben.

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