15.05.2019

TUM@Freising am 28. Mai: „Dein Lebensretter: Das Schwein“

Prof. Angelika Schnieke setzt die Veranstaltungsreihe am 28. Mai im Lindenkeller fort

Das Bild zeigt eine Ultraschalluntersuchung bei einem Minischwein.
Ultraschalluntersuchung an einem Minipig. (Foto: Andreas Heddergott/ TU München)
Auf dem Foto zu sehen ist ein Minipig-Ferkel.
Minipig-Ferkel (Foto: Andreas Heddergott / TU München)
Das Bild zeigt Prof. Angelika Schnieke.
Prof. Dr. Angelika Schnieke, TUM-Lehrstuhl Biotechnologie der Nutztiere (Bild: Astrid Eckert / TU München)

„TUM@Freising – Wissenschaft erklärt für ALLE“ geht in die nächste Runde: Am Dienstag, 28. Mai 2019, spricht Prof. Angelika Schnieke über das spannende Thema „Dein Lebensretter: Das Schwein“. Beginn des hochaktuellen Vortrags ist um 19 Uhr im Freisinger Lindenkeller, Veitsmüllerweg 2. Der Eintritt ist wie immer frei.

Wie in Deutschland, so auch weltweit warten tausende von kranken Menschen auf Spenderorgane. Jedoch meist vergeblich, die Wartelisten sind lang und viele versterben, bevor sie ein Organ erhalten. Was kann man tun? Dies ist zurzeit ein aktuelles Thema. Um die Anzahl an Organspendern zu erhöhen, werden neue gesetzliche Regelungen zur Organspende erwogen.

Aber was ist, wenn auch damit der Organmangel nicht behoben werden kann? Gibt es Alternativen? Wie wäre es mit Geweben aus der Petrischale oder einem Organ von einem Schwein? Ob dies noch Utopie ist oder schon bald Realität werden könnte, können alle Interessierten beim Vortrag von Prof. Angelika Schnieke erfahren. Sie wird schildern welche Hürden zu überwinden sind, damit ein Schweineorgan nach der Transplantation nicht sofort abgestoßen wird und welche molekularbiologischen Methoden dazu verwendet werden. Und schließlich stellt sich die Frage, ob diese Methoden auch in anderen Bereichen zum Wohl von Mensch oder Tier eingesetzt werden können.

Über die Referentin

Prof. Angelika Schnieke (*1956) hat langjährige Erfahrung in der Herstellung pharmazeutischer Produkte in der Milch von Nutztieren. Ihr Lehrstuhl an der TUM befasst sich mit der Anwendung biotechnologischer Methoden im Großtierbereich, um Fragestellungen in den Agrarwissenschaften, aber vor allem in der Biomedizin zu bearbeiten. Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich tierischer Stammzellen sowie der genetischen Modifizierung von Säugetieren für die regenerative Medizin und zur Erzeugung von Modelltieren für Humanerkrankungen.

Prof. Schnieke studierte Bio-Ingenieurwesen in Hamburg und erhielt ihren D.Phil in Medicine von der University of Edinburgh. Nach ihrem Studium war sie an nationalen und internationalen Forschungsinstituten tätig (Heinrich-Pette Institut, Hamburg; Whithead Institute, MIT, Boston, Ludwiginstitut, Bern sowie Colorado State University). Bevor sie in 2003 ihre Tätigkeit als Ordinaria an der TUM antrat, arbeitete sie für die Biotechnologie Firma PPL Therapeutics, Edinburgh, zunächst als Head of Molecular Biology, später als Assistant Director of Research.

Über die Reihe

Stadt Freising und Technische Universität München haben Ende 2017 unter großem Publikumsinteresse die Reihe „TUM@Freising – Wissenschaft erklärt für ALLE“ aus der Taufe gehoben. Seither bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Life-Science-Campus der TUM im Abstand von sechs bis acht Wochen unterhaltsam und allgemeinverständlich im Freisinger „Lindenkeller“ einen Einblick in ihre Forschung: So bringt TUM@Freising die Wissenschaft vom Campus direkt in die Stadt. Eine Diskussion nach jedem Vortrag ist ausdrücklich erwünscht: Junge Professorinnen und Professoren des WZW übernehmen die Moderation und laden zum Dialog ein. Mehr: https://freising.wzw.tum.de/index.php?id=2.

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