10.01.2018

Lehrreicher Hingucker: „Infotainment“ am Bauzaun vor dem Asamgebäude

Spannende „Geschichtsstunde“ der besonderen Art: Der Bauzaun vor dem Asamgebäude ist mehr als ein Hingucker.
Spannende „Geschichtsstunde“ der besonderen Art: Der Bauzaun vor dem Asamgebäude ist mehr als ein Hingucker. Foto: Stadt Freising

Das ist ein Hingucker par excellence: Ende November 2017 hatte die Folierung des Bauzauns vor dem Asamgebäude begonnen, nach Aufbringen der sattbraunen Grundfolie mit dem Schriftzug „Asamgebäude“ aber witterungsbedingt zunächst ausgesetzt werden müssen. Noch am Freitag, 05. Januar 2018, ging’s dank der milden Temperaturen aber weiter. Und seit Dienstag, 09. Januar 2018, sind jetzt drei sich überlagernde Schriftenreihen abgebildet –  Jahreszahlen, Namen von Persönlichkeiten und Funktionen des Gebäudes, die in seiner über 300-jährigen Geschichte eine Rolle spielen.

Der Bauzaun sichert den Baustellenbereich unmittelbar vor dem Barockjuwel im Herzen der Altstadt, das derzeit und in den kommenden Jahren aufwendig saniert wird. Hinter dem Zaun befinden sich Baustellencontainer und die Zu- und Abfahrt für Baustellenfahrzeuge; vor dem Bauzaun haben Freisingerinnen und Freisinger, aber auch die Gäste der Stadt die Möglichkeit, der Geschichte und den verschiedenen Nutzungen des Asamgebäudes zu begegnen und dabei auch Persönlichkeiten, die mit dem wertvollen Gebäude in Verbindung stehen, kennenzulernen: „Infotainment“ im besten Sinne des Wortes, das sich sympathisch und dekorativ auf begrenztem Raum mit der Historie des Gebäudes befasst!  

Wer sich in nachfolgenden Überblick vertieft, den Architekt Anton Mang gemeinsam mit dem Team des Stadtmuseums und Dipl.-Ing. Ulrich Setzwein (Hochbauamt) zur Gestaltung des Bauzauns zusammengestellt hat, kann beim nächsten Stadtbummel  auf dem Marienplatz mit seinem Wissen sicher punkten:

Daten:

  • 1685 (Projektierung des Bauwerks)
  • 1697 (erste Fertigstellung und Übergabe an die konföderierten Benediktinerklöster, Eröffnung)
  • 1709 (inschriftliche Datierung im Deckenfresko, Fertigstellung Asamsaal)
  • 1767 (Fertigstellung des Hochschulgebäudes mit der Schließung der SO-Ecke)
  • 1803 (Säkularisation – Schließung der Hochschule; älteste erhaltene Bestandspläne)
  • 1839 (Einrichtung des Appellationsgerichts; Aufgabe der Schulnutzung des frühen 19. Jahrhunderts)
  • 1880 (erneute Schulnutzung)
  • 1949 (Entfernung der 1839 eingebauten Zwischendecke im Asamsaal zur Schaffung eines Kultursaales, Namensgebung Asamsaal)
  • 1976 (Renovierung als „Theaterpalast“)
  • 2008 (Wettbewerb)
  • 2017 (die Generalsanierung ist im Laufen)

Namen aus der Zeit der Benediktiner-Hochschule:

  • Fürstbischof Joseph Clemens von Bayern
  • Giovanni Giacomo Maffiol (Hofmaurermeister im 18. Jahrhundert)
  • Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck
  • Hans Georg Asam (Freskant Asamsaal)
  • Nikolaus Liechtenfurtner (Stuckateur Asamsaal)
  • Anton Bayr (Orgelbauer der Orgel im Asamsaal)
  • Pater Ferdinand Rosner (Professor an der Hochschule und Schöpfer der Oberammergauer Passionsspiele)
  • Pater Karl Meichelbeck (Professor an der Hochschule, Verfasser der Historia Frisingensis)
  • Antonio Riva (hat den ersten Entwurf gezeichnet)

 

 

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