03.07.2017

„Aufbruch und Umbruch – Freising in Fotografien der Jahre 1900 bis 1920"

Ausstellung des Stadtarchivs bis 13. August im Alten Gefängnis

Das Bild zeigt den Domberg vom Veitsberg aus gesehen um 1903.
Historische Fotomotive präsentiert das Stadtarchiv Freising in seiner neuen Ausstellung: hier der Domberg vom Veitsberg aus gesehen um 1903. (Foto: Stadtarchiv Freising)

Neue, ausgesprochen sehenswerte Ausstellung des Stadtarchivs in der Galerie des Alten Gefängnisses: Am Donnerstag, 29. Juni 2017, hat Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher die Ausstellung „Aufbruch und Umbruch – Freising in Fotografien der Jahre 1900 bis 1920“ eröffnet. Das Stadtarchiv präsentiert hier 80 Fotomotive, die prägnant und ausdrucksstark das Freising des frühen 20. Jahrhunderts wiedergeben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

„Die Stadt befand sich in jenen Jahren in Aufbruchsstimmung. Sie wuchs deutlich über ihre alten Grenzen hinaus: Die Vorstädte wurden größer und mit der Eingemeindung des Nachbarortes Neustift konnte das Stadtgebiet erheblich erweitert werden. Partieller Wohlstand ließ auf den nordseitigen Anhöhen das neue „Villenviertel“ entstehen. Mit drei Großfabriken und einer Vielzahl innovativer Klein- und Mittelbetriebe hatte Freising zudem Anteil an der industriellen Produktion. Gleichzeitig investierten Kirche und Staat kräftig in ihre Lehreinrichtungen auf dem Domberg bzw. auf dem Weihenstephaner Berg, wodurch Freisings Profil als Schul- und Hochschulstadt weiter geschärft werden konnte. Durch die Verlegung der prestigeträchtigen Eliteeinheit des 1. Jägerbataillons wurde auch der Garnisonstandort Freising gestärkt. Nicht zuletzt versuchte die Stadtpolitik durch eigene Investitionen Akzente einer ‚modernen‘ Stadtentwicklung zu setzen, so etwa mit dem Neubau eines repräsentativen Rathauses, der Anlage des Luitpoldparks und dem Bau des neuen Schwimmbades.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 hatte diese Entwicklung eine erkennbare Abschwächung erfahren. Auch in Freising veränderten der Krieg, die Revolution von 1918/19 und schließlich die neue demokratische Ordnung das politische und gesellschaftliche Leben spürbar“, so Florian Notter, Leiter des Stadtarchivs.

Die Ausstellung läuft  bis 13. August 2017. Geöffnet sind die Galerieräume im Alten Gefängnis mittwochs bis freitags von 17 bis 22 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.30 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Jeden Samstag wird um 14.30 Uhr eine kostenlose Führung (45 Minuten) angeboten. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog, der neben einer Einführung auch alle Bildmotive und ausführliche Bildbeschreibungen beinhaltet. Er ist im Alten Gefängnis sowie im Buchhandel erhältlich (24,90 Euro).

<- Zurück zu: Neuigkeiten chronologisch

Schnellfinder

Newsletter

hier anmelden

Veranstaltungskalender

Fahrplanauskunft

Start:
Ziel:
um:
:Uhr
am:
..