Kniffliges Bauwerk: der 705 Meter lange Tunnel

Von der 3560 Meter langen Strecke zwischen der Thalhauser Straße und der Staatsstraße 2350 entfallen 705 Meter auf einen Tunnel. Etwa 150 Meter südlich des Kreisverkehrs, der an der Kreuzung von Thalhauser Straße und Weihenstephaner Ring entsteht, taucht die Tangente in den Tunnel ab und kommt südlich der Moosach wieder an die Oberfläche.

Nachtarbeit und 24-Stundenbetrieb beendet

Mitte April 2018: Tobias Schramm (Wayss & Freytag, links) und Franz Piller vor dem markierten Bereich, an dem mittlerweile der Querstollen zum Notausstieg hergestellt ist. (Foto: Stadt Freising)

Gute Nachrichten für die lärmgeplagten Anwohner/-innen des Tunnelbaus im bergmännischen Abschnitt. Franz Piller, Projektleiter für den Bau der Westtangente, hat beim beim monatlichen Pressegespräch am 03. Mai 2018 bekannt gegeben, dass die "Tunnelarbeiten sieben Tage die Woche und 24 Stunden pro Tag ab sofort der Vergangenheit angehören."
Hintergrund: Nicht nur die Kalotte (der obere Teil des bergmännischen Tunnels) sowie die Sohle/Strosse (unterer Teil) sind mittlerweile ausgebaut; auch der Querstollen, also die Verbindung zwischen dem Westtangenten-Tunnel und dem nördlichen Notausstieg im Bereich Vöttinger Schule/Bolzplatz, ist mittlerweile geschaffen. Somit sind Nachtarbeit und Dauer-Beeinträchtigungen passé! Allenfalls, so Piller, werde in Einzelfällen länger als bis 18 Uhr gearbeitet werden - dies als seltene Ausnahme.
Auch in den anderen Abschnitten für die neue Umgehungsstraße läuft es wunderbar - und bleibt es bei diesen Fortschritten, so wird Ende 2020 die Verkehrsfreigabe für die Westtangente Freising stattfinden können.

Strossenvortrieb abgeschlossen

Strossenvortrieb kurz vor dem Abschluss. (Foto: Stadt Freising)

Der bergmännische Teil für den Tunnel der Westtangente macht ausgezeichnete Fortschritte: Der Strossenvortrieb (also der untere Teil der 461 Meter langen Röhre unter Vötting) wurde in der Nacht des 13. April 2018 abgeschlossen. Das nebenstehende Bild entstand am 10. April.

Zur Bildergalerie mit Fotos vom 13. April 2018, wenige Stunden vor dem Durchschlag der Strosse, geht es hier.

 

 

Video: Strossenvortrieb 13. April 2018

Wenige Stunden vor dem Durchbruch der Sohle ist dieses kleine Video entstanden.

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Einblick: Deckelbauweise 07. März 2018

Gute Fortschritte macht auch der südliche Teil des Tunnels, der auf einer Länge von 177 Metern in Deckelbauweise entsteht. Ein Abschnitt für den Deckel des Tunnels ist bereits betoniert und wieder verschlossen. In dieser Form geht es in weiteren sechs Abschnitten - den sogenannten Dock - weiter, bis schließlich unterirdisch der gesamte „Deckel“ des Tunnels fertiggestellt ist. Anschließend wird von Süd nach Nord unter dem Deckel der eigentliche Straßentunnel ausgehoben, also bergmännisch "im kleinen Stil". Parallel dazu laufen in allen weiteren Docks noch diverse weitere Arbeiten. Etwa Ende 2019 wird der Tunnelabschnitt in Deckelbauweise fertiggestellt sein.

Fotos, die im Bereich Bachstraße am 07. März 2018 entstanden sind:

  • Westtangente: Tunnelarbeiten Deckelbauweise an der Bachstraße. (Foto: Stadt Freising)
  • Westtangente: Zu sehen sind die Rohrdurchlässe der Moosach, über denen die Baustraße verläuft. (Foto: Stadt Freising)
  • Westtangente: Tunnelarbeiten Deckelbauweise an der Bachstraße. (Foto: Stadt Freising)
  • Rechts die Baustraße mit Blickrichtung Süden/Angerstraße, links davon das Nebengerinne der Moosach sowie im Anschluss das Hauptgerinne der Moosach. (Foto: Stadt Freising)

28. Januar: Rieseninteresse an Tunnelbaustelle

Infos von den Tunnelexperten gab´s beim Tag der offenen Tunnelbaustelle. (Foto: Stadt Freising)

Auf eine sensationelle Resonanz stieß die öffentliche Besichtigungsmöglichkeit der Tunnelbaustelle für die Westtangente Freising am Sonntag, 28. Januar 2018: Schon kurz vor 11 Uhr strömten die ersten interessierten Besucher/-innen zum Nordportal und machten sich auf den etwa 460 Meter langen Weg zum Ende des bergmännischen Teils: Hier war am 18. Januar der Durchbruch geschafft worden - und mittlerweile ist aus dem Spalt ein großes "Fenster" zum Schachtbauwerk an der Giggenhauser Straße geworden. Am Eingang zum Tunnel waren verschiedene Pläne ausgestellt, die von Fachleuten ebenso erläutert wurden wie die eindrucksvollen Maschinen, die vor dem Portal abgestellt waren und für einige Stunden pausierten. Bis 15 Uhr machten sich an die 10.000 Gäste mit Kind und Kegel auf in den Untergrund und begeisterten sich für die Ingenieurbaukunst. Fotos vom Besichtigungstag am 28. Januar 2018 sehen möchte: Hier geht es zur Bildergalerie. 

Kurz bevor der Tunnel öffentlich besichtigt werden konnte, gab es für Stadt- und Kreisräte eine kurze Führung, zu der Oberbürgermeister Tobi Eschenbacher begrüßte. Dabei hatte er auch erstaunliche Zahlen parat, wie die Menge des bislang ausgebrochenen Gesteins, den Verbrauch von Spritzbeton oder die Zahl der verbauten Stahlspieße. Aber hören Sie selbst:

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18. Januar: Tunneldurchstich geschafft

Der Durchschlag ist geschafft - hier ein Blick vom bergmännisch errichteten Tunnel zum Schauchtbauwerk. (Foto: Stadt Freising)

Es ist ein Meilenstein beim Bau des Tunnels:  Am Donnerstag, 18. Januar 2018, wurde der Tunneldurchschlag geschafft (hier geht es zur Bildergalerie). Seit diesem Tag öffnet sich sozusagen ein Fenster vom bergmännisch errichteten Tunnel zum Schacht an der Giggenhauser Straße. Durch einen Schlitz konnte man zuschauen, wie am Schacht gebaut wird. Mit großem Glück war der Besuch einer Delegation mit Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher an der Spitze so terminiert, dass diese am kleinen Durchstichsfest der Bauarbeiter teilnehmen konnte. OB Eschenbacher: „Es trifft sich wirklich gut, dass wir heute hier sind, wo sich Licht am Ende des Tunnels zeigt.“ Über die beeindruckende Ingenieurbaukunst zeigte sich der OB begeistert und dankte den Planern, Bauleitern und Arbeitern sehr herzlich, dass die Baustelle so reibungslos funktioniert: „Vielen Dank und Glück auf!“ 

Erste Rettungsübung im Tunnel

Geschafft - der Scherverletzte ist aus dem Auto befreit. (Foto: Stadt Freising)

Während die Bauarbeiter fleißig damit beschäftigt sind, den Tunnel für die Westtangente auszuheben, hat Ende November 2017 erstmals eine Rettungsübung in der Röhre stattgefunden. Es war wirklich beeindruckend mitzuerleben, wie die Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr Freising und Bayerischem Roten Kreuz mit diesen völlig ungewohnten und schwierigen Bedingungen zurechtgekommen sind. Bravo! 

Einen Eindruck von diesem realistischen Szenario, verbunden mit einem Kurzbericht, präsentiert die Bildergalerie der Rettungsübung.

Video November 2017: Erläuterungen zum Tunnelbau

Die Ausbrucharbeiten für den Tunnel der Westtangente Freising waren Ende November 2017 bei 390 Metern angelangt. Dabei ging es im Mittel täglich etwa 1,2 Meter voran. Der Durchschlagspunkt an der Giggenhauser Straße war zu diesem Zeitpunkt etwa 70 Meter entfernt. Tobias Schramm, Tunnelbauleiter der Firma Wayss & Freytag, befindet sich im Video etwa 12 Meter unter der Erde und erläutert den Baustand von Ende November 2017 und wie es in den nächsten Monaten weitergeht.

Verwendete Fachbegriffe: "Kalotte", das ist der obere Teil des Tunnels, der momentan in bergmännischer Bauweise entsteht. Der Begriff "Sohlen- und Strossenvortrieb" meint den Bau des unteren Bereichs der Röhre. Voraussichtlich im Frühsommer 2018 wird dann der Innenausbau des Tunnels starten.

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Bauleitung vor Ort

Bitte eintreten: Projektleiter Franz Piller vor unserem Infocontainer an der Lise-Meitner-Straße. (Foto: Stadt Freising)
Bitte eintreten: Projektleiter Franz Piller vor unserem Infocontainer an der Lise-Meitner-Straße. (Foto: Stadt Freising)

Seit März 2017 steht der Infocontainer Westtangente (Lise Meitner-Straße, im Bereich des ehemaligen Parkplatzes der Forstfakultät) für Fragen und fachliche Auskünfte bereit. Öffnungszeiten jeden ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 17.30 Uhr (außer an Feiertagen).  

Weiterhin hat die Stadt in der Bachstraße 8 ein Baubüro eingerichtet. Dort sind auch die zuständigen Mitarbeiter der Stadt Freising immer wieder tätig, außerdem sind jeweils Bauoberleitung und Bauüberwachung für die Streckenbauwerke und für den Tunnel anzutreffen.

Haben Sie Fragen oder Probleme? Kontaktieren Sie uns
- unter er zentralen Telefonnummer 08161/54-47004
- oder per Mail an westtangente©freising,de.

Dezember 2016: Start der Tunnelbauarbeiten

Das Foto zeigt einen Ausschnitt des Lagesplans für den Tunnel Vötting - beim Klick auf das Bild öffnet sich eine PDF-Datei zum Download.
Lageplan Tunnel Vötting - mit Klick auf das Bild öffnet sich eine PDF-Datei zum Download.

Die Arbeitsgemeinschaft Wayss & Freytag/Bauer hat am 05. Dezember 2016 mit den Arbeiten für den Tunnel Vötting begonnen.

Über Verkehrsbehinderungen informiert unsere Seite "Baustelleninfos + Verkehr".
Einen Bericht der Pressekonferenz vom 01. Dezember 2016 mit Informationen zum Tunnelbau bietet der Beitrag "Startschuss für den Tunnel Vötting", weiterhin informiert der Beitrag "Jetzt geht´s in den Untergrund" über den inoffiziellen Tunnelanstich vom 03. Mai 2017. Hier lesen Sie den Bericht über den feierlichen Tunnelanstich am 22. Mai 2017.

Tunnelanstich, Bauweisen und Bauablauf

Am Nordportal hat am Montag, 22. Mai 2017, der "Tunnelanstich" stattgefunden. Die Absenkung des Grundwasserspiegels, damit kein Wasser in die Baugrube eindringt, läuft seit Anfang September 2017, was die Sperrung der Straße Am Mitterfeld zur Folge hat.

Parallel zu den Arbeiten am Nordportal wird der Bau des Tunnelschachts an der Ecke Giggenhauser Straße/Am Mitterfeld vorangetrieben: Hier wird der Tunnel in Deckelbauweise bis zum Südportal errichtet, was Bohrpfähle erforderlich macht. Der Rohbau des Tunnels soll Ende 2019/Anfang 2020 fertiggestellt sein.

Überblick der verschiedenen Bauweisen des Tunnels Vötting (von Nord nach Süd)

  • 30 m Portalbauwerk Nord
  • 461 m bergmännisch
  • 12 m Schachtbauwerk
  • 177 m Deckelbauweise
  • 55 m offene Bauweise
  • 20 m Portalbauwerk Süd
  • 140 m Trogbauwerk (Rampe)

Aus der Bürgerinformation vom 12. Januar 2017

Etwa 300 Bürgerinnen und Bürger besuchten im Januar 2017 den Infoabend in der Schule Vötting. (Foto: Stadt Freising)
Etwa 300 Bürgerinnen und Bürger besuchten im Januar 2017 den Infoabend in der Schule Vötting. (Foto: Stadt Freising)

Bei einer Versammlung am 12. Januar 2017 haben die Stadt und die Planer das Tunnelbauprojekt  den Bürgerinnen und Bürgern ausführlich vorgestellt. „Jetzt kommt der belastendste Teil“, führte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher ohne Umschweife in das Thema ein. Denn die Realisierung dieses Bauabschnitts werde mit Beeinträchtigungen einhergehen, wiewohl die Stadt Freising sich bemühe, diese möglichst gering zu halten, und bei Problemen auch individuelle Lösungen suchen werde. Zugesichert wurde den Anrainern, dass alles für eine Lärmoptimierung getan werde: So kämen schallgedämpfte Fahrzeuge zum Einsatz, es werde kein lärmintensives Bauverfahren geben, und wo es die Platzverhältnisse zuließen, würden zusätzlich Lärmschutzelemente installiert: „Wir werden die entstehenden Emissionen so gering wie möglich halten“, versprach Tobias Schramm (Tunnelbauleiter Wayss & Freytag). Das Setzen der Bohrpfähle werden jedenfalls nicht so laut ausfallen wie die Probebohrungen. Und von den Arbeiten unter Tage werde man praktisch nichts hören, sicherte Schramm zu.

Zu sehen ist ein Bildausschnitt des Höhenplans für den Tunnel Vötting - Klick auf das Bild öffnet diesen als PDF-Datei.
Höhenplan für den Tunnel Vötting - Klick auf das Bild öffnet diesen als PDF-Datei.

Unterrichtet wurden die Vöttinger Bürger/-innen von Günther Eger (Bereichsleiter Tunnelbau EDR) ebenfalls über die technische Umsetzung des Tunnelbauwerks. Während im Abschnitt Giggenhauser Straße/Am Mitterfeld der Tunnel bis zum Südportal in sogenannter Deckelbauweise hergestellt wird, wird der nördliche Teil in bergmännischer Weise hergestellt. Im Bereich der Deckelbauweise kämen 25 Meter hohe, 140 Tonnen schwere Bohrpfahlrammen zum Einsatz, um die Pfähle 30 Meter tief in den Boden zu bringen, schilderte Eder. 

Novemveber 2016: Auftragsunterzeichnung

Im Beisein von Franz Piller (li.) hat OB Eschenbacher den Auftrag für Tunnelbau unterzeichnet. (Foto: Stadt Freising)
Im Beisein von Franz Piller (li.) hat OB Eschenbacher den Auftrag für Tunnelbau unterzeichnet. (Foto: Stadt Freising)

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher hat am 02. November 2016 den Auftrag für den Bau des Tunnels Vötting an die Bietergemeinschaft aus Wayss & Freytag Ingenieurbau AG und Bauer Spezialtiefbau GmbH vergeben. Gegenüber der Kostenschätzung aus dem Jahr 2015 stellt das Angebot mit 38,8 Millionen Euro nahezu eine "Punktlandung" dar.

Die Firma Wayss & Freytag ist ein auch im Tunnelbau bekanntes und erfahrenes Unternehmen (z.B. Tunnel am Luise-Kiesselbach-Platz in München, Beteiligung mit Tunnelexperten an der Innenstadt-Baustelle "Stuttgart 21"), die Firma Firma Bauer aus Schrobenhausen ist ein international renommiertes Spezialtiefbauunternehmen. 

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