Kniffliges Bauwerk: der 705 Meter lange Tunnel

Von der 3560 Meter langen Strecke zwischen der Thalhauser Straße und der Bundesstraße 11 entfallen 705 Meter auf einen Tunnel. Etwa 150 Meter südlich des Kreisverkehrs, der an der Kreuzung von Thalhauser Straße und Weihenstephaner Ring entsteht, taucht die Tangente in den Tunnel ab und kommt südlich der Moosach wieder an die Oberfläche.

Bauleitung vor Ort

Infocontainer an der Lise-Meitner-Straße. (Foto: Stadt Freising)
Infocontainer an der Lise-Meitner-Straße. (Foto: Stadt Freising)
Ist für den Tunnelbau bei der Stadt Freising zuständig: Paul Kratzer. (Foto: Stadt Freising)
Ist für den Tunnelbau bei der Stadt Freising zuständig: Paul Kratzer. (Foto: Stadt Freising)

Seit Donnerstag, 09. März 2017, ist der Infocontainer Westtangente (Lise Meitner-Straße, im Bereich des ehemaligen Parkplatzes der Forstfakultät) besetzt, Öffnungszeiten immer donnerstags von 16 bis 17.30 Uhr. Der Infocontainer wird von Vertretern/-innen der Stadtverwaltung und teilweise auch von Mitarbeitern der beauftragten Firmen und Ingenieurbüros für fachliche Auskünfte betreut. Schauen Sie vorbei: Hier können Sie Fragen stellen, Anregungen und Hinweise loswerden, ganz besonders bietet sich Ihnen aber auch die Gelegenheit, Pläne anzusehen oder sich etwas erklären zu lassen.

Schon seit einiger Zeit hat die Stadt in der Bachstraße 8 ein Baubüro eingerichtet. Dort wird in Zukunft der für den Tunnelbau zuständige Mitarbeiter der Stadt Freising, Paul Kratzer, häufig anzutreffen sein. Etwa ab Dezember 2016 werden außerdem jeweils Bauoberleitung und Bauüberwachung für die Streckenbauwerke und für den Tunnel angesiedelt.

Haben Sie Fragen oder Probleme?
Als Ansprechpartner stehen Ihnen während der Bauarbeiten zur Verfügung
- Projektleiter Franz Piller, Telefon 08161/54-47000, E-Mail franz.piller©freising,de
- Tunnelbau Paul Kratzer, Telefon 08161/54-47006 oder 0151/70153819, E-Mail paul.kratzer©freising,de

Tunnelbauarbeiten laufen seit 05. Dezember 2017

Das Foto zeigt einen Ausschnitt des Lagesplans für den Tunnel Vötting - beim Klick auf das Bild öffnet sich eine PDF-Datei zum Download.
Lageplan Tunnel Vötting - mit Klick auf das Bild öffnet sich eine PDF-Datei zum Download.

Die Arbeitsgemeinschaft Wayss & Freytag/Bauer (siehe unten Abschnitt "Auftrag für den Tunnelbau unterzeichnet") hat am 05. Dezember 2016 mit den Arbeiten für den Tunnel Vötting begonnen.
Über Verkehrsbehinderungen informiert unsere Seite "Baustelleninfos + Verkehr".
Einen Bericht der Pressekonferenz vom 01. Dezember mit Informationen zum Tunnelbau bietet der Beitrag "Startschuss für den Tunnel Vötting".

Die nächsten Arbeitsschritte sind:

- Im Bereich der Staatsstraße 2084 (Thalhauser Straße) und Lise-Meitner-Straße beginnen die Vorbereitungsarbeiten für den sogenannten „Voreinschnitt Tunnelbau unter Tage“. Mit temporären Verkehrsbehinderungen ist aufgrund von Oberbodentransporten zu rechnen.
- Südlich von Vötting: Vom Dampfangergraben Richtung Bachstraße wird die bereits fertiggestellte Baustraße verlängert.
- In Vötting wird im Grundstück Giggenhauser Straße 5 ein Bohrplanum geschüttet. Zur Regelung des Anlieferverkehrs an der Baustellenausfahrt und zum Zweck der Schulwegsicherheit wurde eine Ampelanlage eingerichtet. Voraussichtlich in der letzten Märzwoche 2017 die ersten Vorbereitungen der Brunnenbohrungen zur Grundwasserabsenkung auf dem geschütteten Bohrplanum Am Mitterfeld.

Ein spezielles Pfahlborgerät treibt an der Tunnelbaustelle Giggenhauser Straße bis zu 30 Meter tiefe Pfähle in den Untergrund. (Foto: Stadt Freising)
Ein spezielles Pfahlborgerät treibt an der Tunnelbaustelle Giggenhauser Straße bis zu 30 Meter tiefe Pfähle in den Untergrund. (Foto: Stadt Freising)

Ecke Giggenhauser Straße / Am Mitterfeld (Kiesparkplatz): Mit den Bohrpfahlarbeiten für den Schacht des künftigen Notausstiegs Süd und des Betriebsgebäudes Tunnel wurde Anfang 2017 begonnen. Mit Beginn der Bauarbeiten wird für diesen Bereich eine weiträumige Umfahrungsstrecke für den Durchgangsverkehr eingerichtet und ausgeschildert. Der Anliegerverkehr in Vötting bleibt selbstverständlich möglich und wird örtlich geregelt und lokal umgeleitet. 
- Weiterhin werden die Vorbereitungen für die notwendige Grundwasserabsenkung am 22. Februar 2017 aufgenommen, was die Sperrung der Straße am Mitterfeld zur Folge hat. Bitte informieren Sie sich über die Auswirkungen auf der Seite "Baustelleninfos + Verkehr".
- Für die Bohrpfahlarbeiten des künftigen Notausgangs Süd des Tunnels Vötting muss die Giggenhauser Straße ab 23. März 2017 auf nur einen Fahrstreifen verengt werden, die Durchfahrt erfolgt wechselseitig durch Ampelregelung. Diese Regelung gilt voraussichtlich bis in den Spätsommer 2018.  Angeboten wird eine weiträumige Umleitung, die besonders für längere Lkw-Gespanne gedacht ist (Plan weiter unten auf dieser Seite).
- Ab Ende März 2017 soll die Moosach für vier bis sechs Wochen im sogenannten Umleitungsgerinne fließen. Das ist notwendig, um die Durchlässe im eigentlichen Bachlauf zu errichten, die für den Lückenschluss der Baustraße über die Moosach erforderlich sind. Zur Vorbereitung dieser Arbeiten muss die Bachstraße deshalb  für eine Woche (27. bis 31. März 2017) teilgesperrt werden, um einen Kran aufzustellen. Für die Anlieger wird eine provisorische Umfahrung direkt vor Ort eingerichtet.

Aus der Bürgerinformation vom 12. Januar 2017

Etwa 300 Bürgerinnen und Bürger besuchten im Januar 2017 den Infoabend in der Schule Vötting. (Foto: Stadt Freising)
Etwa 300 Bürgerinnen und Bürger besuchten im Januar 2017 den Infoabend in der Schule Vötting. (Foto: Stadt Freising)

Bei einer Versammlung am 12. Januar 2017 haben die Stadt und die Planer das Tunnelbauprojekt  den Bürgerinnen und Bürgern ausführlich vorgestellt. „Jetzt kommt der belastendste Teil“, führte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher ohne Umschweife in das Thema ein. Denn die Realisierung dieses Bauabschnitts werde mit Beeinträchtigungen einhergehen, wiewohl die Stadt Freising sich bemühe, diese möglichst gering zu halten, und bei Problemen auch individuelle Lösungen suchen werde. Zugesichert wurde den Anrainern, dass alles für eine Lärmoptimierung getan werde: So kämen schallgedämpfte Fahrzeuge zum Einsatz, es werde kein lärmintensives Bauverfahren geben, und wo es die Platzverhältnisse zuließen, würden zusätzlich Lärmschutzelemente installiert: „Wir werden die entstehenden Emissionen so gering wie möglich halten“, versprach Tobias Schramm (Tunnelbauleiter Wayss & Freytag). Das Setzen der Bohrpfähle werden jedenfalls nicht so laut ausfallen wie die Probebohrungen. Und von den Arbeiten unter Tage werde man praktisch nichts hören, sicherte Schramm zu.

Zu sehen ist ein Bildausschnitt des Höhenplans für den Tunnel Vötting - Klick auf das Bild öffnet diesen als PDF-Datei.
Höhenplan für den Tunnel Vötting - Klick auf das Bild öffnet diesen als PDF-Datei.

Unterrichtet wurden die Vöttinger Bürger/-innen von Günther Eder (Bereichsleiter Tunnelbau EDR) ebenfalls über die technische Umsetzung des Tunnelbauwerks. Während im Abschnitt Giggenhauser Straße/Am Mitterfeld der Tunnel bis zum Südportal in sogenannter Deckelbauweise hergestellt wird, wird der nördliche Teil in bergmännischer Weise hergestellt. Im Bereich der Deckelbauweise kämen 25 Meter hohe, 140 Tonnen schwere Bohrpfahlrammen zum Einsatz, um die Pfähle 30 Meter tief in den Boden zu bringen, schilderte Eder. 

Geplante Route für die weitläufige Umleitung des Durchgangsverkehrs. Hinweis: Der Anliegerverkehr in Vötting wird selbstverständlich aufrechterhalten und lokal geregelt.
Geplante Route für die weitläufige Umleitung des Durchgangsverkehrs. Der Anliegerverkehr in Vötting wird selbstverständlich aufrechterhalten und lokal geregelt.

Vorgestellt wurden ferner die Bauzeiten mit den Auswirkungen auf den Verkehr. Die Arbeiten am Schachtbauwerk Giggenhauser Straße sind von Mitte April 2017 bis Ende August 2017 vorgesehen – in dieser Zeit ist eine Vollsperrung von Am Mitterfeld unumgänglich, In der Giggenhauser Straße wird der Verkehr einspurig aufrechterhalten und durch eine Ampel geregelt. In der sich anschließenden Bauphase zwei, die auf 16 Monate kalkuliert ist, wird die Straße ebenfalls einspurig befahrbar sein. Am Mitterfeld wird temporär einspurig befahrbar sein, zum Teil auch gesperrt werden müssen. Von der Giggenhauser Straße aus wird es keine Zufahrt zum Mitterfeld geben. Wichtig: Während der gesamten, rund zweijährigen Bauzeit wird in der Giggenhauser Straße ein Gehweg aufrechterhalten und für eine sichere Querung eine Bedarfsampel installiert. Zugleich wird der überörtliche Verkehr weiträumig umgeleitet.

Voraussichtlich ab 20. Februar 2017 ergeben sich auch Änderungen beim Busverkehr, die hier auf der Webseite rechtzeitig veröffentlicht werden. 

Aufnahmen vom März 2017

Die eigens errichtete Betonmischanlage an der Thalhauser Straße.
Die eigens errichtete Betonmischanlage an der Thalhauser Straße.
Aufwendiger Schutz der Wurzeln einer prachtvollen Weide.
Aufwendiger Schutz für die Wurzeln einer prachtvollen Weide.
Am künftigen Südportal des Tunnels: vorübergehende Moosachumlegung.
Am künftigen Südportal des Tunnels: vorübergehende Moosachumlegung.
Durchlassrohre - beeindruckende Größe. (alle Fotos: Satdt Freising)
Durchlassrohre - beeindruckende Größe. (alle Fotos: Satdt Freising)

Infos zu Tunnelanstich und Bauablauf

Am Nordportal wird 2017 der "Tunnelanstich" stattfinden - eine mit dem ersten Spatenstich vergleichbare symbolische Handlung, die große Bedeutung für die beteiligten Bauarbeiter hat. Höhepunkt des Tunnelanstichs ist das Ausbaggern der ersten Erdladung, das gewöhnlich der "Tunnelpatin" vorbehalten ist. Im nördlichen Abschnitt geht es dann gleich los mit dem "Voreinschnitt", um auf das Niveau des Tunnels zu kommen. Dieser Aushub wird etwa neun bis zehn Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Bauphase werden die Brunnen zur Grundwasserabsenkung gebohrt. Die Absenkung des Grundwasserspiegels, damit kein Wasser in die Baugrube eindringt, findet dann im Sommer 2017 statt.

Parallel zu den Arbeiten am Nordportal wird der Bau des Tunnelschachts an der Ecke Giggenhauser Straße/Am Mitterfeld vorangetrieben: Hier wird der Tunnel in Deckelbauweise bis zum Südportal errichtet, was Bohrpfähle erforderlich macht. Der Rohbau des Tunnels soll Ende 2019/Anfang 2020 fertiggestellt sein.

Beweissicherung: Antrag zum Download

Vor den Bauarbeiten für den Tunnel Vötting hat die Stadt Freising ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt. Für Grundstückseigentümer, deren Gebäude beweisgesichert wurden, steht hier der Antrag zum Versand der Beweissicherungsdokumente als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung (am PC ausfüllbar und speicherbar - bitte danach ausdrucken und persönlich unterschreiben). Die Dokumente werden nach Eingang im zuständigen Referat 7 - Westtangente unverzüglich in digitalem Format (pdf/ jpg) auf elektronischem Weg bereitgestellt.

Wer keinen E-Mail-Zugang für eine digitale Übermittlung hat, meldet sich bitte beim zuständigen Mitarbeiter Paul Kratzer (Telefon 08161/54-47006 oder 0151/70153819), um ein Papierexemplar zu erhalten.

Auftrag für den Tunnelbau unterzeichnet

Im Beisein von Franz Piller (li.) hat OB Eschenbacher den Auftrag für Tunnelbau unterzeichnet. (Foto: Stadt Freising)
Im Beisein von Franz Piller (li.) hat OB Eschenbacher den Auftrag für Tunnelbau unterzeichnet. (Foto: Stadt Freising)

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher hat am 02. Noevmber 2016 den Auftrag für den Bau des Tunnels Vötting an die Bietergemeinschaft aus Wayss & Freytag Ingenieurbau AG und Bauer Spezialtiefbau GmbH vergeben. Gegenüber der Kostenschätzung aus dem Jahr 2015 stellt das Angebot mit 38,8 Millionen Euro nahezu eine "Punktlandung" dar.

Die Firma Wayss & Freytag ist ein auch im Tunnelbau bekanntes und erfahrenes Unternehmen (z.B. Tunnel am Luise-Kiesselbach-Platz in München, Beteiligung mit Tunnelexperten an der Innenstadt-Baustelle "Stuttgart 21"), die Firma Firma Bauer aus Schrobenhausen ist ein international renommiertes Spezialtiefbauunternehmen.

 

 

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