Kostenüberblick und Finanzierung

Die Projektsumme für den Bau der Westtangente Freising liegt laut der vom Stadtrat im Dezember 2017 genehmigten Fortschreibung bei rund 98,4 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um die nichtbereinigte Gesamtprojektsumme, in der noch Aufwendungen für Liegenschaften enthalten sind, die für die Baumaßnahme nicht herangezogen werden, sowie für Spartenleistungen. Die bereinigte Projektsumme (abzüglich des Wertzuwachses durch künftige Liegenschaftsgrundstücke in Höhe von 2,12 Millionen Euro und Kostenerstattungen für Spartenleistungen in Höhe von 500.000 Euro) beläuft sich auf 95,76 Millionen Euro.

Nachrichtlich: Im November 2015 hatte der Stadtrat die Kostenfortschreibung von ca. 91 Millionen Euro genehmigt; die im Juli 2014 errechnete Projektsumme, die dem Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern zugrunde lag, belief sich auf 85,6 Millionen Euro (siehe unten).

Finanzierung der Tangente

Die Projektsumme umfasst die Aufwendungen für Planung, Grunderwerb und Bau der Westtangente. Der Freistaat übernimmt 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Die restlichen Ausgaben tragen Stadt und Landkreis Freising in einem vertraglich vereinbarten Verhältnis. Die Projektkosten werden je nach Stand der Ausschreibungen fortgeschrieben, über das Ergebnis wird öffentlich informiert.

Millionen-Geldspritze des Freistaats

Das Foto zeigt, wie Christoph Hillenbrand, der links im Bild ist, den Förderbescheid an Oberbürgermeister Eschenbacher überreicht.
Christoph Hillenbrand (links) überreicht den Förderbescheid an OB Eschenbacher (Fotos: Stadt Freising).

Regierungspräsident Christoph Hillenbrand hat am 28. Juli 2015 (Hinweis: Die angegebenen Förderbeträge beziehen sich auf die seinerzeit bekannte Projektsumme von 85,6 Millionen Euro) an Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher den Förderbescheid für die Westtangente überreicht: „Ein echtes Wertpapier“, so Hillenbrand. Wie im Vorfeld vereinbart, erhält die Stadt eine Förderung von insgesamt 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Planung, Gutachten und ein Teil des Grunderwerbs werden nicht gefördert - das sind jedoch weniger als 20 Prozent der veranschlagten Aufwendungen.

Der 70-prozentige Zuschuss kommt aus zwei Töpfen und summiert sich auf die jeweils „höchstmögliche Gesamtzuwendung“. Weil in dem Bescheid ausdrücklich eine „Anteilsfinanzierung“ festgehalten ist, wird bei einer Kostenmehrung auch ein höherer Zuschuss gewährt. Als erste Rate wurden 2015 bereits 4,6 Millionen Euro vom Freistaat Bayern ausgezahlt sowie 460 000 Euro aus Bundesmitteln. „So viel Geld verteilt man auch nicht alle Tage", befand der Regierungspräsident. Er stellte die Bedeutung der Umfahrung für die Anwohner/-innen der Innenstadt und für eine Entlastung „von Verkehr, Lärm und Abgasen“ heraus. Hillenbrand ließ sich von OB Eschenbacher und Freisings Projektleiter für die Westtangente, Franz Piller, auf einer Karte die Route genau erläutern und begrüßte die gewählte Trasse als naturschonendste Variante ebenso wie die Untertunnelung Vöttings als bestmöglichen Schutz der Stadtteil-Bewohner/-innen. Oberbürgermeister Eschenbacher begründete die Trassenwahl: Diese müsse als Umgehung angenommen werden und auch für den innerörtlichen Verkehr attraktiv sein, „sonst fahren die Leute da durch“, sagte er und deute mit dem Finger auf die Freisinger Innenstadt.

  • Das Foto zeigt in der Mitte OB Eschenbacher und rechts daneben Projektleiter Franz Piller, die dem Regierungspräsidenten Hillenbrand den Verlauf der Tangente erläutern.
  • Foto der entscheidende Seite des Förderbescheids, denn hier sind die konkreten Prozentsätze und Millionenbeträge aufgeführt, mit denen das Projekt von Land und Bund unterstützt wird.


Der Oberbürgermeister bedankte sich ausdrücklich für die „hohe Förderung“  und betonte zugleich die „hohe Bedeutung“  der Westtangente für ganz Freising: „Durch solche Erschließungsmaßnahmen schafft man eine integrierte Stadtentwicklung, die einer Versiegelung von Flächen außerhalb entgegenwirkt.“ Heute müsse die Stadt bei jedem Bebauungsplan ein Gutachten beibringen, das nachweise, dass der Verkehr zu bewältigen sei. „Wir brauchen die Straße, um uns weiter entwickeln zu können“, betonte Tobias Eschenbacher.

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