Kostenüberblick und Finanzierung

Die Projektsumme für den Bau der Westtangente Freising liegt bei rund 91 Millionen Euro und damit etwa 5,4 Millionen Euro höher, als in einer Kostenberechnung vom Sommer 2014 ermittelt.

Die Kostenerhöhung ist neben üblichen Baukostensteigerungen zum Teil durch zahlreiche neue gesetzliche Vorgaben veranlasst:

- Planungskosten: plus 1,2 Millionen Euro
Unter anderem verlangt eine neue Vorgabe, dass der bergmännische Tunnelbau an sieben Tagen die Wochen und 24 Stunden am Tag zu erfolgen hat, was planerisch erhebliche Auswirkungen auf sicherheitsrelevante Fragen hat. Außerdem wurden Veränderungen bei der Planung vorgenommen, um zur Entlastung der Anlieger/-innen Eingriffe in den Privatgrund zu minimieren.
- Tunnel allgemein: plus 1,35 Millionen Euro
Die mittlerweile eingesetzte Feinplanung muss eine Reihe neuer Vorschriften berücksichtigen.
- Grundwasserabsenkung für den Tunnelbau: plus 1,2 Millionen Euro
Hintergrund für die Mehrkosten sind Erkenntnisse aus den durchgeführten Probeabsenkversuchen, die berücksichtigt werden.

Finanzierung der Tangente

Die Projektsumme von etwa 91 Millionen Euro umfasst die Aufwendungen für Planung, Grunderwerb und Bau der Westtangente. Davon muss die Stadt Freising nur einen Teil schultern: nach einer überprüften Berechnung rund 18,1 Millionen Euro. Davon sind bereits gut elf Millionen Euro bezahlt.

Der Freistaat übernimmt 70 Prozent der förderfähigen Kosten, weiterhin entfallen auf den Landkreis Freising voraussichtlich 14,6 Millionen Euro. Die Projektkosten werden je nach Stand der Ausschreibungen fortgeschrieben, über das Ergebnis wird öffentlich informiert.

Millionen-Geldspritze des Freistaats

Das Foto zeigt, wie Christoph Hillenbrand, der links im Bild ist, den Förderbescheid an Oberbürgermeister Eschenbacher überreicht.
Christoph Hillenbrand (links) überreicht den Förderbescheid an OB Eschenbacher (Fotos: Stadt Freising).

Regierungspräsident Christoph Hillenbrand hat am 28. Juli 2015 (Hinweis: Die angegebenen Förderbeträge beziehen sich auf die seinerzeit bekannte Projektsumme von 85,6 Millionen Euro.) in seinem Münchner Büro an Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher den Förderbescheid für die Westtangente überreicht: „Ein echtes Wertpapier“, so Hillenbrand. Wie im Vorfeld vereinbart, erhält die Stadt eine Förderung von insgesamt 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Planung, Gutachten und ein Teil des Grunderwerbs werden nicht gefördert - das sind jedoch weniger als 20 Prozent der veranschlagten Kosten.

Der 70-prozentige Zuschuss kommt aus zwei Töpfen und summiert sich auf die jeweils „höchstmögliche Gesamtzuwendung“. Weil in dem Bescheid ausdrücklich eine „Anteilsfinanzierung“ festgehalten ist, würde bei einer Kostenmehrung auch ein höherer Zuschuss gewährt. Als erste Rate werden 2015 bereits 4,6 Millionen Euro vom Freistaat Bayern ausgezahlt sowie 460 000 Euro aus Bundesmitteln. „So viel Geld verteilt man auch nicht alle Tage", befand der Regierungspräsident. Er stellte die Bedeutung der Umfahrung für die Anwohner/-innen der Innenstadt und für eine Entlastung „von Verkehr, Lärm und Abgasen“ heraus. Hillenbrand ließ sich von OB Eschenbacher und Freisings Projektleiter für die Westtangente, Franz Piller, auf einer Karte die Route genau erläutern und begrüßte die gewählte Trasse als naturschonendste Variante ebenso wie die Untertunnelung Vöttings als bestmöglichen Schutz der Stadtteil-Bewohner/-innen. Oberbürgermeister Eschenbacher begründete die Trassenwahl: Diese müsse als Umgehung angenommen werden und auch für den innerörtlichen Verkehr attraktiv sein, „sonst fahren die Leute da durch“, sagte er und deute mit dem Finger auf die Freisinger Innenstadt.

  • Das Foto zeigt in der Mitte OB Eschenbacher und rechts daneben Projektleiter Franz Piller, die dem Regierungspräsidenten Hillenbrand den Verlauf der Tangente erläutern.
  • Foto der entscheidende Seite des Förderbescheids, denn hier sind die konkreten Prozentsätze und Millionenbeträge aufgeführt, mit denen das Projekt von Land und Bund unterstützt wird.


Der Oberbürgermeister bedankte sich ausdrücklich für die „hohe Förderung“  und betonte zugleich die „hohe Bedeutung“  der Westtangente für ganz Freising: „Durch solche Erschließungsmaßnahmen schafft man eine integrierte Stadtentwicklung, die einer Versiegelung von Flächen außerhalb entgegenwirkt.“ Heute müsse die Stadt bei jedem Bebauungsplan ein Gutachten beibringen, das nachweise, dass der Verkehr zu bewältigen sei. „Wir brauchen die Straße, um uns weiter entwickeln zu können“, betonte Tobias Eschenbacher.

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