Heimat erhalten, Wachstum gestalten

Stadtentwicklungsplan STEP 2030 als Bürgerbroschüre vorgestellt

„Uns allen zusammen ist ein erster großer Wurf gelungen!“ Mit Freude und Stolz hat Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher die Broschüre präsentiert, die auf 80 Seiten den Stadtentwicklungsplan (STEP) 2030 mit seinen umfangreichen Analysen, Zielen und Projekten kompakt und übersichtlich zusammenfasst. Mit diesem Plan beweist die Stadt ihre Handlungsfähigkeit: „Freising wird nicht von aktuellen Entwicklungen überholt“, betonte der OB.

Die Erarbeitung des Stadtentwicklungsplans hat ein Lenkungskreis begleitet - hier einige der Mitglieder bei der Präsentation der Broschüre. (Fotos: Stadt Freising)
Die Erarbeitung des Stadtentwicklungsplans hat ein Lenkungskreis begleitet - hier einige der Mitglieder bei der Präsentation der Broschüre. (Fotos: Stadt Freising)

Lebensqualität bewahren

Im Juli 2014 hatte der Stadtrat das ursprünglich mehrere hundert Seiten starke Werk einstimmig beschlossen. An diesem Leitfaden arbeiteten Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrats, der Verwaltung, von Vereinen und Verbänden sowie Fachbüros - und auch die Bürgerschaft wirkte aktiv mit: Unter anderem beteiligten sich mehr als 800 Freisingerinnen und Freisinger an der Fragebogenaktion. Zusammenfassend liegen die Ergebnisse des mehrjährigen Prozesses jetzt in einem Handbuch vor, das mit dem Satz "Heimat erhalten, Wachstum gestalten" überschrieben ist. Ein lebensnahes Motto: Es drücke einerseits das Anliegen der Bürger/-innen aus, Freisings Identität zu bewahren, und nehme andererseits die Sorge vor rasanten Veränderungen auf, schilderte Stadtbaumeisterin Barbara Schelle.

OB Eschenbacher bei der feierlichen Vorstellung des Handbuchs.
OB Eschenbacher bei der feierlichen Vorstellung des Handbuchs im Rathaussaal.

Entwicklung steuern

Tatsächlich sind die anstehenden Herausforderungen vielfältig: Klimawandel und demographischer Wandel, Siedlungsdruck, steigende Grundstückspreise und Wohnraummangel, Verkehrssysteme, die am Anschlag sind, Veränderung der Kultur- und Erholungslandschaft. "Freising muss aufpassen, nicht sein Gesicht zu verlieren", warnte der OB. Man müsse die historische Bausubstanz und wertvolle Grünflächen erhalten. Der Stadtentwicklungsplan fungiert dabei als Steuerungselement, wie OB Eschenbacher sagte: "Es geht um ein Leitbild für die Zukunft."

Stadtbaumeisterin Barbara Schelle
Stadtbaumeisterin Barbara Schelle

Dilemma durch drohende Flughafenerweiterung

STEP 2030 sei der "rote Faden", sagte Schelle, damit Freising als Heimat mit hoher Lebensqualität bewahrt und ein verträgliches Wachstum ermöglicht werde. Allerdings: Die Planungen für eine dritte Start- und Landebahn habe die Stadt schon bei der Erstellung des Konzepts vor ein "Dilemma" gestellt, berichtete Stadtbaudirektor Gerhard Koch. Es sei in diesem "ungelösten Schwebezustand" schwierig, die Zukunft Freisings und der Ortsteile zu planen. "Attaching wäre mit der dritten Startbahn beispielsweise nur mehr ein Fragment", so Koch. Die Flughafenerweiterung hätte gravierende Auswirkungen auf die Entwicklung der ganzen Stadt, auf die Wohnqualität, die Umwelt, die Luftqualität und vieles mehr. Daher hoffe man auf eine rasche Beendigung dieses Schwebezustands, sagte Koch mit Blick auf eine für März 2016 angekündigte Entscheidung der bayerischen Staatsregierung.

Die festliche Vorstellung begleitete musikalisch ein Klarinatten-Quartett der Musikschule Freising.
Die festliche Vorstellung begleitete musikalisch ein Klarinatten-Quartett der Musikschule Freising.

Umsetzung erster Projekte

Wie sich die Stadt für eine lebenswerte Heimat einsetzen will, wird anhand zentraler Themen erläutert. Wohnen, Stadt- & Landschaftsbild, Siedlungsstruktur, Bildung & Wissenschaft, Arbeit & Wirtschaft oder Mobilität heißen die Kapitel, die ausgehend von einer Analyse in konkrete Ziele münden. Der zweite Teil des Hefts enthält den Aktionsplan mit 28 Leitprojekten, die mit unterschiedlicher Priorität umgesetzt werden sollen. Seit Verabschiedung des Stadtentwicklungsplans seien bereits Projekte begonnen worden, sagte STEP-Projektleiter Heiko Huppenberger und nannte das Seniorenpolitische Konzept, die Arbeit an einem Freisinger Baulandmodell oder das Hochwasserschutzkonzept für das tertiäre Hügelland.

Broschüre im Bürgerbüro erhältlich

Die Broschüre mit vielen Fotos, Plänen, Karten und Fachinformationen ist auch für Nicht-Experten verständlich aufbereitet. Kostenlos erhältlich ist der Leitfaden im Bürgerbüro (Stauberhaus am Marienplatz), im Bau- und Planungsreferat (Amtsgerichtsgasse 1) und hier auf der Homepage zum Download.

Impressionen von der Festveranstaltung zur Präsentation der STEP-Broschüre

  • Fachgespräche bei der Vorstellung der STEP-Borschüre
  • Fachgespräche bei der Vorstellung der STEP-Borschüre
  • Fachgespräche bei der Vorstellung der STEP-Borschüre
  • Heiko Huppenberger (re.) verteilt die STEP-Broschüre an die Gäste.

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