Aussichtspunkt "Schöner Blick" - Fotowettbewerb bis 08.04.2018

Neben der Schule in Neustift befindet sich der Aussichtspunkt - und bietet einen wirklich "Schönen Blick". (Foto: Stadt Freising)

Die Stadt Freising engagiert sich dafür, die stadtbildprägenden grünen Hangkanten zu bewahren (siehe unten). Im Zuge der Recherchen stieß man auf einen Prospekt des Fremdenverkehrsvereins (um 1929), der mit Bildern illustrierte, inhaltlich ausgearbeitete Spaziergänge durch Freising präsentiert. Viele alte, bedeutende Ausblicke und Postkartenmotive sind mittlerweile zugewachsen oder in Vergessenheit geraten. Diese Standorte trugen in der Vergangenheit zum Teil eigene Namen – wie zum Beispiel der „Schöne Blick“ an der Jahnhöhe, der an der Eckerstraße, neben der Grund- und Mittelschule Neustift, gelegen ist. Angestrebt wird daher, die grünen Hänge in die Stadtwanderkarten zu integrieren. Dabei versprechen insbesondere das Erleben der „Stadt-Natur“ und Ausblicke in die „Stadt-Landschaft“ reizvolle Erfahrungen.

Informativer Aussichtspunkt

Um einen ersten Anreiz für eine Stadtwanderung zu schaffen, wurde am 27. November 2017 einer der ehemaligen Ausblicke reaktiviert: der „Schöne Blick“ an der Jahnhöhe mit einer wunderbaren Aussicht auf den Domberg. Fünf Schautafeln informieren hier über verschiedene Themen rund um das Projekt "Grüne Hänge" und den Aussichtspunkt. Hier können die Schautafeln heruntergeladen werden: Stele 1 (Stadt & Naturraum), Stele 2 (Stadtwanderung & Erholung), Stele 3 (Stadtökologie), Stele 4 (Stadtwahrnehmung) und Stele 5 (Stadtbild und Kultur).  

Mitmachen beim Fotowettbewerb bis 08. April 2018 

Dieses Postkartenmotiv zu verschiedenen Tag- und Nachtzeiten, im Winter oder im Frühjahr sowie unterschiedlichen Wetterlagen einzufangen, dazu lädt ein Wettbewerb für Hobbyfotografinnen und -fotografen: Bis nach Ostern 2018 können Bilder vom "Schönen Blick" digital eingereicht werden unter der Mailadresse stadtplanung-umwelt©freising,de. Das schönste Foto wird prämiert und als Postkarte aufgelegt, daher bitten wir um druckfähige Vorlagen mit mindestens 300 dpi.

Aufkleber mit dem Aufruf, sich selbst eine Bienenwiese zu pflanzen.

Pflanzen Sie eine (Wild-)Bienenwiese

Grüne Hänge leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt, unter anderem bieten sie Bienen Nahrung und Lebensraum. Eine wichtige Leistung der Honigbienen besteht darin, zusammen mit ihren Verwandten, den Wildbienen, einen Großteil unserer Kulturpflanzen zu bestäuben. Ohne diese Leistung würde unser Ökosystem aus dem Gleichgewicht geraten. Deshalb wurden Informationen über die Lebensweise der Honigbiene und deren Bedeutung für die heimische Natur auf den Schautafeln beim "Schönen Blick" integriert, die gemeinsam mit dem Imkerverein Freising - sein Lehrbienenstand befindet sich in der Nachbarschaft an der Ignaz-Günther-Straße 5 - erarbeitet wurden. Im Frühjahr 2018 werden Tütchen mit Blühmischungen für Bienen ausgelegt, in denen sich Saatgut für die Anlage heimischer Wildblumenwiesen findet. Motto: Pflanzen Sie Ihre eigene Bienenwiese!


Feinuntersuchung "Grüne Hänge"

Modellvorhaben: Feinuntersuchung Grüne Hänge Freising - die Zukunft der Landschaft im Verdichtungsraum (Illustration: Städtebaubüro LEUNINGER & MICHLER)
Modellvorhaben: Feinuntersuchung Grüne Hänge Freising - die Zukunft der Landschaft im Verdichtungsraum (Illustration: Städtebaubüro LEUNINGER & MICHLER)

Freisings Stadtbild und Stadtstruktur sind geprägt von einer äußerst markanten naturräumlichen Schnittstelle der Münchner Schotterebene mit dem Tertiärhügelland – den „Grünen Hängen“. Diese durchziehen die gesamte Stadt von Südwest nach Nordost. Sie sind nicht nur das wesentliche stadtgeographische Phänomen von Freising, sondern auch die treibende Kraft für Freisings Entstehung und historische Entwicklung.

Doch wie geht man zukünftig mit diesen innerstädtischen Grünräumen um, gerade aufgrund der intensiven Verdichtung und des Zuzugs in der Region München?

Freisings einzigartiges Gesicht bewahren

Die grünen Hänge haben aus Sicht der Stadtplanung einige wichtige Funktionen: „Sie sind Frischluftproduzent in der Innenstadt, Standort für alten Baumbestand und den Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere sowie Erholungsraum für die Menschen in unserer Stadt“, skizziert Heiko Huppenberger vom Stadtplanungsamt einige der Rahmenbedingungen.

Die grünen Hänge in Freising sind nicht erst seit der Erstellung des Stadtentwicklungsplans STEP 2030 ein intensiv diskutiertes Thema - nicht zuletzt aufgrund des sehr starken Siedlungsdrucks in der gesamten Region. Die vom zuständigen Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt am 22. Februar 2017 beauftragte Feinuntersuchung nimmt die Merkmale und Zusammenhänge unter die Lupe, die Freisings Hänge für Bürger/-innen und Besucher/-innen anziehend und unverwechselbar machen.

Mit der Analyse und Bewertung der Strukturen wurden das Städtebaubüro LEUNINGER & MICHLER, Kaufbeuren, und das Landschaftsarchitekturbüro WGF-Landschaft, Nürnberg, beauftragt. Das Projekt wird im Rahmen der Zuschüsse des Landes für städtebauliche Planungen und Forschungen von der Obersten Baubehörde gefördert. Unten auf dieser Seite können Sie den im Oktober 2017 vorgestellten Zwischenbericht herunterladen.

Aktionstag und Bürgerbeteiligung

Im April 2017 haben die beauftragten Büros und das Stadtplanungsamt verschiedene Angebote organisiert, um die Bürgerinnen und Bürger bei dieser wichtigen Fragestellung einzubeziehen. Neben einem Aktionstag mit mehreren Spaziergängen durch die Grünen Hänge wurde auch eine internetgestützte Befragung durchgeführt. Über 140 Bürgerinnen und Bürger haben sich an dieser umfangreichen Befragung beteiligt und zahlreiche Anregungen und Vorschläge formuliert. Eine erste Auswertung der Antworten liegt nun vor.

Wichtiges Element der Identität Freisings

Für über 90 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger sind die Grünflächen grundsätzlich ein wichtiges Element der Stadtentwicklung in Freising, insbesondere für die Naherholung und die Freizeitgestaltung. Die Grünen Hänge stellen dabei einen wichtigen Baustein des innerstädtischen Naturraums dar. Über 77 Prozent gaben an, dass die Grünen Hänge einen sehr wertvollen Naturraum darstellen. Und dieser Naturraum wird von den Bürgerinnen und Bürgern auch aktiv genutzt: Mehr als 50 Prozent der Befragten bescuhen die Grünen Hänge mindestens einmal pro Woche. Im Mittelpunkt stehen die Funktionen „Spazierengehen“ und „Entspannen/Ausruhen“. Die Grünen Hänge sind jedoch nicht nur ein wichtiger Naturraum, sondern stellen aus Sicht der Befragten auch ein identitätsstiftendes, markantes Markenzeichen der Stadt dar.

Verbesserungsvorschläge

Erfreulicherweise wurden auch zahlreiche Anregungen und Verbesserungsvorschläge für die unterschiedlichen Teilbereiche der Grünen Hänge formuliert. Für einige Bürger/-innen könnte das Erscheinungsbild der Grünen Hänge verbessert werden, für andere sind die Zugangsmöglichkeiten und die Beleuchtung zu optimieren.

Dokumentation des Beteiligungsprozesses

Die Angebote, sich online, bei den Passantenbefragungen oder den Stadtwanderungen einzubringen, haben viele Bürger/-innen genutzt. Über diesen Partizipationsprozess und die Ergebnisse wurde eine Dokumentation gefertigt, die hier abgerufen werden kann (6 MB, längere Ladezeit möglich). 

Zwischenbericht im Planungsausschuss vorgestellt

Blick auf Weihenstephan vom Domberg aus. (Foto: Stadt Freising)
Blick auf Weihenstephan vom Domberg aus. (Foto: Stadt Freising)

In einem Zwischenbericht wurden dem Planungsausschuss des Stadtrats in einer Sitzung am 11. Oktober 2017 die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und eine erste Bewertung vorgestellt. Das Untersuchungsgebiet umfasste dabei acht Teilbereiche: Mitterfeld, Schafhof, Biernerberg, Weihenstephaner Berg, Lankesberg, Domberg, Holzer Berg und Tuchinger Berg. Für die Bestandsaufnahme wurden diese Gebiete zu unterschiedlichen Jahreszeiten - Bäume mit und ohne Laub - kartiert, um wichtige Sichtbeziehungen zu ermitteln, die im Sommer nicht erkennbar sind. Zudem wurden historische Pläne aufgearbeitet und vorhandene Planungsgrundlagen ausgewertet.

Für die stadtplanerische Analyse wurden die Schutzgüter "Stadtbild" sowie "Kultur- und Sachgüter" betrachtet. Bei der landschaftsplanerischen Analyse der Hänge ging es beispielsweise darum, wie Wasser durch Erosion die Hügel formte, welche Wirkung die Hänge auf das Stadtklima haben und welche Rad- und Wanderwege, öffentliche Grünflächen, Spielplätze, Einrichtungen für Freizeit, Kultur und Bildung existieren. Eine wichtige Rolle für die Feinuntersuchung spielt die Öffentlichkeitsarbeit (siehe oben). Dabei soll nicht nur die Bedeutung der grünen Hänge ins öffentliche Bewusstsein gebracht, sondern auch bei Privatpersonen Verständnis für  notwendige Pflegemaßnahmen geweckt werden.

Die Präsentation des Zwischenberichts kann hier heruntergeladen werden (ca. 13 MB, bitte längere Ladezeit berücksichtigen).

So geht es weiter

In Phase zwei der Untersuchung werden die beauftragten Büros Leitbilder entwickeln und Ziele formulieren. Dabei werden die Planungsinstrumente zur rechtlichen Absicherung untersucht, die klimatischen Auswirkungen nochmals näher betrachtet und die Öffentlichkeitsarbeit fortgesetzt. In der dritten Phase werden die beauftragten Büros dann konkrete Handlungsempfehlungen vorlegen.




Weitere STEP-Projekte

Erfahren Sie hier mehr zu einem weiteren, aktuellen Projekt im Rahmen des STEP 2030:

Ortstteilentwicklungskonzepte - Entwicklungsperspektiven für Achering und Pulling

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