Jahresgespräch Straßenbau in und um Freising

Projekte abstimmen und Behinderungen minimieren

Jahresgespräch von Staatlichem Bauamt, Stadt und Landkreis Freising im Rathaus. Foto: Stadt Freising
Jahresgespräch von Staatlichem Bauamt, Stadt und Landkreis Freising im Rathaus. Foto: Stadt Freising

Gute Fortschritte beim Bau der Nordostumfahrung Freisings, zahlreiche Verbesserungen beim Straßennetz sowie Ausbau der Radwegeverbindungen: Das Staatliche Bauamt Freising (SBA) hat wieder über seine laufenden und geplanten Projekte informiert – gemeinsam mit Stadt und Landkreis Freising beim traditionellen Jahresgespräch im Rathaus. „Der Austausch ist wichtig, denn das Verkehrsnetz ist hochkomplex“, sagte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher bei der anschließenden Pressekonferenz am Donnerstag, 2. Mai 2019. Bei den Gesprächen würden die Projekte aufeinander abgestimmt, „allerdings gibt es dringend notwendige Maßnahmen, die mit Behinderungen einher gehen“, so der OB. Ziel der engen Zusammenarbeit zwischen SBA, Landratsamt und Stadt sei es, die Einschränkungen für die Bürger*innen „so gering wie möglich“ zu halten.

Nordostumfahrung im Zeitplan

Für die Stadt Freising ist Verlegung der B 301, die östlich an Tüntenhausen und Freising vorbeiführt und westlich von Marzling an die Bundesstraßen 11/11 a angebunden wird, für die Entlastung vom Durchgangsverkehr von besonderer Bedeutung. Die Nordostumfahrung (Gesamtinvestition 25,2 Millionen Euro) sei das mit Abstand größte Projekt des SBA, in das allein heuer 15 Millionen Euro fließen, berichtete Baudirektor Hans Oelschlegel. Wichtigste Nachricht: Der Bau der Umgehungsstraße sei „im Zeitplan“ und die Verkehrsfreigabe im Herbst 2020 vorgesehen.

Die Westtangente als die zweite wichtige Umfahrung und Entlastungsstrecke für Freising wurde bei dieser Gelegenheit nicht näher thematisiert. „Wir berichten ja laufend“, sagte OB Eschenbacher – zum Beispiel hier auf der Webseite.

Radwegenetz enger knüpfen

Abstimmung über die Straßenbauprojekte in Stadt und Landkreis: OB Eschenbacher, Landrat Hauner, Baudirektor Oelschlegel und Bauoberrätin Sylvia Pfister (v.r.). Foto: Stadt Freising
Abstimmung über die Straßenbauprojekte in Stadt und Landkreis: OB Eschenbacher, Landrat Hauner, Baudirektor Oelschlegel und Bauoberrätin Sylvia Pfister (v.r.). Foto: Stadt Freising

Weitere größere Maßnahmen im Stadtgebiet stehen beim SBA derzeit nicht auf dem Programm – gelistet ist allerdings die Geh- und Radwegeverbindung entlang der Staatsstraße 2339 von Freising nach Giggenhausen und entlang der Kreisstraße FS 34 bis Sünzhausen, die in kommunaler Sonderbaulast und somit von der Stadt Freising verwirklicht wird. Dem Landkreis ist es grundsätzlich wichtig, das Radwegenetz „auszubauen und enger zu knüpfen“, wie Landrat Josef Hauner auch mit Blick auf das zunehmend populäre Fahren mit E-Bikes versicherte.

Stadt schafft mehr Platz für den Radverkehr

Im Jahr 2020 lässt die Stadt die Brückenkappen rund um die Hochtrasse sanieren und verbreitern. So wird mehr Platz für den Radverkehr geschaffen. (Foto: Wadle)
Im Jahr 2020 lässt die Stadt die Brückenkappen rund um die Hochtrasse sanieren und verbreitern. So wird mehr Platz für den Radverkehr geschaffen. (Foto: Wadle)

OB Eschenbacher informierte noch über ein Projekt der Stadt, das im kommenden Jahr für die Verkehrsteilnehmer spürbare Auswirkungen haben wird: Von März bis November wird die Stadt die maroden Brückenkappen der Verbindung über die Isar zwischen Mainburger- und Isarstraße sanieren und verbreitern. Kostenpunkt: gut zehn Millionen Euro. Damit werde mehr Platz für den Fahrradverkehr geschaffen „und die Radfahrerinnen und Radfahrer von der Straße geholt“, schilderte der OB. Die Maßnahme, die drei Brücken auf einer Gesamtlänge von 800 Metern betrifft – Luitpoldbrücke, Hochtrasse sowie die Brücke am Angerbaderareal, - könne nicht aufgeschoben werden. Während der Bauarbeiten solle der Verkehr in beiden Richtungen aufrechterhalten werden, „allerdings eingeschränkt“, so Eschenbacher. Weiterhin sollten die Zufahrten in die Luitpoldanlage und Richtung Park-and-Ride-Platz ermöglicht werden. Die wichtige Verbindungstrasse zwischen Lerchenfeld und nördlichem Stadtgebiet nutzen täglich 26.000 Kraftfahrzeuge.

Das Projekt sollte ursprünglich schon in diesem Jahr umgesetzt werden. Es sei jedoch zu Verzögerungen im Planungsprozess gekommen, erläuterte Alois Spangler, Leiter des Amts für Straßen- und Brückenbau. Schließlich würde die Bahnlinie gequert und ebenfalls das FFH-Gebiet Isar. Außerdem gehe es um Zuschüsse, die in „nicht unerheblicher Größe“, jedoch noch nicht genau bezifferbar erwartet würden.

Nach oben