Baubeginn für Nordostumfahrung noch in diesem Jahr

Das sind wirklich gute Nachrichten für die Bewohner/-innen von Tüntenhausen und für den Freisinger Norden: Noch in diesem Jahr hofft das Staatliche Bauamt Freising, den ersten Spatenstich für die Verlegung der Bundesstraße 301 setzen zu können: „Wir sind bemüht, heuer unter anderem mit den Spartenverlegungen zu beginnen, damit wir 2017 richtig mit den Bauarbeiten loslegen können“, sagte Alex Eder im Anschluss an das jährliche Treffen von Staatlichem Bauamt, Landkreis und Stadt Freising. Mit einer Verkehrsfreigabe rechnet der Bauoberrat im Jahr 2020.

Heute quälen sich noch Fahrzeugschlangen durch den Ort Tüntenhausen - mit der Verlegung der B 301 sind diese Belastungen Geschichte. (Foto: Masell)
Heute quälen sich noch Fahrzeugschlangen durch den Ort Tüntenhausen - mit der Verlegung der B 301 sind diese Belastungen Geschichte. (Foto: Masell)

Spürbare Entlastung durch Verlegung der B 301

Die 4,2 Kilometer lange Nordostumfahrung wird mit Bundesmitteln gebaut – auf 29 Millionen Euro ist das Projekt veranschlagt. In diesem Jahr möchte das Staatliche Bauamt drei Millionen Euro investieren, los gehen soll es im Herbst mit dem Bau der Brücke zwischen Jaibling und Altenhausen. Rodungsarbeiten hätten bereits stattgefunden, schilderte Eder. Die B 301 wird künftig nicht mehr durch Tüntenhausen und die Stadt Freising verlaufen, sondern östlich an Tüntenhausen und Freising vorbeiführen und dann westlich von Marzling an die ehemalige B 11/B11a anknüpfen. Damit wird eine direkte Verbindung zur Autobahn A 92 und zum Flughafen geschaffen – für die heutigen Anwohner/-innen der viel befahrenen Trasse eine echte Entlastung.

Übersichtsplan mit der Nordostumfahrung in rot, dem aktuellen Verlauf der B 301 in blau sowie, westlich von Freising, die gestrichelt dargestellte Westtangente, die sich bereits im Bau befindet. ( Planfeststellungsbeschluss/Übersichtskarte).
Übersichtsplan mit der Nordostumfahrung in rot, dem aktuellen Verlauf der B 301 in blau sowie, westlich von Freising, die gestrichelt dargestellte Westtangente, die sich bereits im Bau befindet. ( Planfeststellungsbeschluss/Übersichtskarte).

Doppel-Verkehrsfreigabe 2020 möglich

Sollte es mit der Fertigstellung in vier Jahren klappen, könne Freising im Jahr 2020 zwei große Verkehrsfreigaben feiern, freute sich Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher: „Die der B 301 und der Westtangente.“ Wie der OB bestätigte, ist der Beginn der Tunnelarbeiten für die Westumfahrung im Juni 2016 mit dem traditionellen Tunnelanstich vorgesehen. Die  Brücke über die Schlüterallee steht bereits, mit dem Bau der Bahnbrücke wird voraussichtlich im April oder Mai 2016 begonnen. Landrat Josef Hauner versicherte, die beiden großen Straßenbauprojekte seien für den gesamten Landkreis Freising von großer Bedeutung.

Radwegenetz verdichten

Noch nicht soweit sind Stadt und Staatliches Bauamt mit ihren gemeinsamen Plänen, im Bereich der Korbinianskreuzung einen Radweg zu integrieren. "Das ist komplex, denn wir haben nur einen begrenzten Straßenraum", bekannte OB Eschenbacher. Apropos Radwege: Die drei Institutionen Staatliches Bauamt, Landratsamt und Stadtverwaltung Freising verbinde dieses Thema "als schöne Klammer", sagte Leitender Baudirektor Stefan Maier, "denn wir treiben den Radwegebau im Rahmen unserer Möglichkeiten ambitioniert voran". Radverkehr sei nicht länger "Ausflugsverkehr", sondern ein zunehmend wichtiges Fortbewegungsmittel. Entlang von Kreis- und Staatsstraßen versuche man, das Radwegenetz stetig enger zu knüpfen, so Maier.

Gute Laune nach der Besprechung der Straßenbauprojekte (v.l.) Bauoberrat Alex Eder, Leitender Baudirektor Stefan Maier, Landrat Josef Hauner und OB Tobias Eschenbacher. (Foto: Stadt Freising)
Gute Laune nach der Besprechung der Straßenbauprojekte (v.l.) Bauoberrat Alex Eder, Leitender Baudirektor Stefan Maier, Landrat Josef Hauner und OB Tobias Eschenbacher. (Foto: Stadt Freising)

Investitionsübersicht Staatliches Bauamt

Das Staatliche Bauamt hat 2015 im Landkreis Freising knapp neun Millionen Euro investiert, in diesem Jahr sollen rund 13 Millionen Euro ausgegeben werden. Damit liege der Schwerpunkt der Aktivitäten seiner Behörde in diesem Jahr im Landkreis Freising, sagte Amtsleiter Stefan Maier. Die größten Ausgabeposten sind die Nordostumfahrung mit drei Millionen Euro und der Neubau der Isarbrücke Moosburg mit neun Millionen Euro.

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